Die Erneuerung des Neuen Menschen
Viele Christen spüren tief in sich den Wunsch, nicht einfach nur „bekehrt“ zu sein, sondern tatsächlich in einem neuen Leben zu stehen – und wundern sich, warum alte Muster trotzdem so hartnäckig bleiben. Die Bibel spricht davon, dass wir schon neu geschaffen sind und zugleich doch noch erneuert werden müssen. Zwischen diesen beiden Aussagen spannt sich ein Weg auf: ausgehend von dem, was Christus bereits vollbracht hat, hin zu einem Alltag, in dem sein Leben unseren Charakter, unser Denken und unsere Beziehungen prägt.
Christi himmlischer Dienst und unsere Ausrichtung nach oben
Die Erneuerung des neuen Menschen beginnt nicht bei uns unten, sondern oben, bei Christus selbst. Kolosser 3 verbindet die Aufforderung, die Dinge droben zu suchen, mit der Offenbarung eines erhöhten Herrn, der nicht ruht. Er hat am Kreuz alles vollbracht, was für unsere Errettung nötig war, doch seine Geschichte endet nicht mit dem Ruf „Es ist vollbracht“. Jetzt ist er der Hoherpriester, der Diener am himmlischen Heiligtum, der Verwalter von Gottes Heilsplan. Über ihn heißt es: „In der Gegenwart stützt der Sohn alle Dinge durch das Wort Seiner Kraft und alle Dinge werden in Ihm zusammengehalten.“ Seine Gegenwart im Himmel ist kein statischer Zustand, sondern ein lebendiges, tragendes Wirken, in dem er seine Gemeinde als seinen Leib aufbaut. Wenn Paulus uns mahnt, das zu suchen, was droben ist, dann ruft er uns hinein in diese Bewegung: unser innerer Blick soll sich auf den Christus richten, der jetzt handelt.
Paulus’ Aufforderung, die Dinge droben zu suchen, gründet sich auf die Offenbarung in den Kapiteln 1 und 2. Das bedeutet, dass unser Suchen nach den Dingen droben auf der Offenbarung der Person und des Werkes Christi beruhen muss. In Kolosser 1 und 2 wird Christus auf wunderbare Weise offenbart. Ebenso wird das Werk, das Christus für uns vollbracht hat, umfassend dargestellt. (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft zweiundsechzig, S. 565)
Zwischen Christus in der Herrlichkeit und uns auf der Erde besteht eine leise, aber reale geistliche Übertragung. Wo unser Herz bei ihm ist, findet unser Inneres Resonanz auf sein Wirken. Kolosser 3:1–2 beschreibt das so: Wenn ihr mit Christus auferweckt worden seid, „so trachtet nach dem, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes; sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist“ (Kol. 3:1–2). Gemeint ist nicht ein Entfliehen aus der Welt, sondern eine Verlagerung des Zentrums. Religion, Philosophie, Kultur – alles kann zum Mittelpunkt werden, an dem sich unser Denken dreht. Doch der neue Mensch lebt von einem anderen Pol her: Christus selbst, in seiner gegenwärtigen himmlischen Tätigkeit, wird zum inneren Nordstern. Wo diese Ausrichtung fehlt, bleibt der neue Mensch in uns theoretisch und kraftlos. Wo sie wächst, beginnt eine stille Erneuerung: unser Maßstab verschiebt sich, unser Trost, unsere Ehre, unsere Hoffnung gewinnen ihre Gestalt aus dem, was er ist. In dieser Ausrichtung liegt eine große Ermutigung: Wir müssen das Werk der Erneuerung nicht hervorbringen, sondern dürfen uns innerlich dorthin stellen, wo Christus bereits wirkt – und erleben, dass sein himmlischer Dienst unsere irdischen Tage durchzieht und verwandelt.
Das Suchen der Dinge droben ist deshalb zutiefst praktisch. Wer auf den erhöhten Christus sieht, der als Hoherpriester für die Seinen eintritt, lernt seine eigene Schwachheit anders kennen: nicht als Grund zur Verzweiflung, sondern als Anlass, die priesterliche Fürsorge des Herrn zu erfahren. Wer weiß, dass Christus als Haupt des Leibes seine Gemeinde lenkt, beginnt die Ereignisse im Gemeindeleben nicht mehr nur psychologisch oder organisatorisch zu deuten, sondern geistlich: als Ausdruck seines Bauens. So wächst eine neue Sicht auf das eigene Leben. Kolosser 3:10 spricht davon, dass wir den neuen Menschen angezogen haben, „der zur völligen Erkenntnis nach dem Bild dessen erneuert wird, der ihn geschaffen hat“. Diese Erneuerung geschieht im Licht dessen, was Christus im Himmel ist und tut. Je klarer sein gegenwärtiges Wirken uns vor Augen steht, desto mehr wird unser Denken von ihm geformt.
Das führt zu einer stillen Freiheit gegenüber irdischen Zentren. Wer von oben her lebt, muss weder die Welt verachten noch sich ihr ausliefern. Die Dinge dieses Lebens behalten ihren Platz, aber sie verlieren das Recht, unser Innerstes zu definieren. Der Christus in der Herrlichkeit gewinnt diesen Platz, und das macht gelassen, auch in unübersichtlichen Zeiten. Unser Weg wird nicht automatisch leicht, aber er bekommt Richtung und Sinn. Die Erneuerung des neuen Menschen wird so zu einem Weg, auf dem das Licht des Himmels in alltägliche Situationen hineinfällt: in Gespräche, Entscheidungen, Konflikte. Und mitten darin wächst die stille Gewissheit: Über meinem wechselnden Erleben steht ein Herr, der mich nicht aus den Augen verliert und dessen himmlischer Dienst der Grundton meines Lebens ist.
Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. (Kol. 3:1)
Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist. (Kol. 3:2)
Wenn der Blick nach oben zur Gewohnheit wird, verliert das Alte seine Macht, nicht weil wir es mit Gewalt zurückdrängen, sondern weil ein größerer Wirklichkeitsraum unser Inneres ausfüllt. Die Aufmerksamkeit für den im Himmel wirkenden Christus schenkt dem neuen Menschen in uns Raum, sich zu entfalten – und unser Alltag wird zum Ort, an dem sein unsichtbarer Dienst sichtbar wird.
Geschaffen im Geist, erneuert in der Seele
Der neue Mensch ist kein fernes Ideal, sondern eine von Gott geschaffene Realität in unserem Inneren. Diese Schöpfung geschah nicht in unserem Verhalten und auch nicht zuerst in unseren Gefühlen, sondern im tiefsten Zentrum unserer Person, in unserem Geist. Als wir von Gott geboren wurden, zog sein Geist mit seinem Leben und seiner Natur in unseren Geist ein; dort begann die neue Schöpfung. Paulus beschreibt diese Perspektive, wenn er sagt, dass wir den alten Menschen ausgezogen und den neuen Menschen angezogen haben, „der zur völligen Erkenntnis nach dem Bild dessen erneuert wird, der ihn geschaffen hat“ (Kol. 3:10). In diesem Sinne ist die Wiedergeburt des Geistes nichts anderes als die Erschaffung des neuen Menschen. Es gibt bereits einen Ort in uns, an dem das Leben Gottes vollkommen zu Hause ist.
Wir haben gesehen, dass die Erschaffung des neuen Menschen in unserem Geist stattgefunden hat. Als unser Geist wiedergeboren wurde, wurde der neue Mensch erschaffen. Daher ist die Wiedergeburt des Geistes tatsächlich die Erschaffung des neuen Menschen. Was jedoch unsere Seele betrifft, so muss der neue Mensch noch erneuert werden. (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft zweiundsechzig, S. 567)
Und doch spüren wir zugleich, wie viel von uns noch nach alter Art reagiert: alte Muster im Denken, verletzte Gefühle, eigenwillige Entscheidungen. Hier berührt uns die zweite Seite der Wahrheit: Was im Geist geschaffen ist, muss in der Seele erneuert werden. Unser Denken, Fühlen und Wollen tragen Spuren der alten Schöpfung; sie sind von einem Zeitalter geprägt, das Gottes Wirklichkeit nicht kennt. Darum ruft uns Paulus zu einem Prozess auf, der unser Inneres Schritt für Schritt umgestaltet: „Und lasst euch nicht nach diesem Zeitalter formen, sondern lasst euch umwandeln durch die Erneuerung des Verstandes, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist: das, was gut und wohlgefällig und vollkommen ist“ (Röm. 12:2). Der Verstand als leitender Teil der Seele wird erneuert, wenn der neue Mensch aus dem Geist heraus Einfluss gewinnt. Diese Erneuerung ist keine bloße Verhaltenskorrektur, sondern eine Veränderung unserer inneren Art: Gottes Gedanken werden uns vertraut, seine Werte werden zu unseren, sein Wollen beginnt in unserem Wollen zu klingen.
Zwischen der vollendeten Schöpfung des neuen Menschen im Geist und der fortschreitenden Erneuerung in der Seele liegt ein weiter, aber überbrückbarer Weg. Je mehr wir uns dem Leben zuwenden, das in unserem Geist wohnt, desto stärker beginnt es unsere inneren Räume zu durchdringen. Manche Ängste verlieren ihre Selbstverständlichkeit, weil ein anderes Vertrauen in uns Gestalt annimmt. Manche spontanen Reaktionen verblassen, weil eine neue Sanftmut nach vorne tritt, die nicht aus Charakterstärke stammt, sondern aus der Nähe des Herrn. Kolosser 3:9–10 stellt beides nebeneinander: „Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen Menschen angezogen habt.“ Dass wir anders handeln können, gründet darin, dass etwas Neues in uns geschaffen ist; dass wir tatsächlich anders zu leben beginnen, geschieht durch die fortlaufende Erneuerung.
In diesem Spannungsfeld zwischen „schon geschaffen“ und „noch zu erneuern“ bewahrt uns das Evangelium vor zwei Irrwegen: vor Resignation und vor Überforderung. Resignation sagt: Es wird sich ohnehin nichts ändern; Überforderung sagt: Du musst dich radikal selbst erneuern. Die Schrift führt einen anderen Weg: Der neue Mensch ist Geschenk – und Erneuerung ist Wirkung dieses Geschenks. Das gibt Raum, mit unseren Begrenzungen ehrlich zu sein und gleichzeitig Hoffnung zu behalten. Jeder Schritt, in dem unser Denken ein wenig mehr vom Geist Christi geprägt wird, ist ein leiser Triumph des neuen Menschen in uns. So wird unser Alltag zum Feld, auf dem sichtbar wird, dass Gottes Schöpfung in uns nicht nur begonnen hat, sondern sich ausbreiten will – bis unser Inneres mehr und mehr das widerspiegelt, was er in unserem Geist bereits vollendet hat.
Und lasst euch nicht nach diesem Zeitalter formen, sondern lasst euch umwandeln durch die Erneuerung des Verstandes, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist: das, was gut und wohlgefällig und vollkommen ist. (Röm. 12:2)
Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen (Kol. 3:9)
Wer versteht, dass der neue Mensch in seinem Geist schon geschaffen ist und seine Seele dennoch erneuert werden muss, darf versöhnt leben mit dem eigenen Unterwegssein: nicht zufrieden mit dem Alten, aber auch nicht verzweifelt über die Langsamkeit der Veränderung. In dieser Haltung wächst Vertrauen, dass Gottes Leben in uns beharrlich wirkt – leise, aber unaufhaltsam – und unsere Gedankenwelt nach und nach in den Raum seiner Freiheit hineinführt.
Erneuert zur vollen Erkenntnis nach dem Bild Christi
Die Erneuerung des neuen Menschen hat ein klares Ziel: Sie führt „zur vollen Erkenntnis nach dem Bild dessen“, der ihn geschaffen hat (Kol. 3:10). Diese Formulierung lenkt den Blick auf den, von dem alles ausgeht: Christus als das Bild des unsichtbaren Gottes. Der neue Mensch ist nach diesem Bild geschaffen; er trägt von Anfang an die Prägung Christi. Wenn Paulus von voller Erkenntnis spricht, beschreibt er nicht zuerst einen Lernprozess im Kopf, sondern eine Reifung, in der dieses Bild deutlicher hervortritt. Wie ein Kind nicht durch Wissen wächst, sondern durch Leben – und erst aus dem Wachstum heraus mehr versteht –, so ist auch die volle Erkenntnis eine Frucht der Erneuerung, nicht ihr Werkzeug. Je stärker das göttliche Leben unser Denken und Empfinden durchdringt, desto klarer erkennen wir, wer Christus ist und wer wir in ihm sind.
Nach 3:10 wird der neue Mensch „zur vollen Erkenntnis“ erneuert. … Diese Wiedergabe macht deutlich, dass die volle Erkenntnis das Ergebnis der Erneuerung ist, ihre Folge, nicht das Mittel, durch das wir erneuert werden. Kinder wachsen zum Beispiel hin zur Erkenntnis, aber sie wachsen nicht durch Erkenntnis. Je mehr Kinder wachsen, desto mehr erkennen sie. (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft zweiundsechzig, S. 571)
Diese Erkenntnis bleibt nicht im Inneren eingeschlossen. Sie hat eine konkrete Gestalt im Miteinander der Glaubenden. Kolosser 3:11 zeichnet vor Augen, wie der erneuerte neue Mensch aussieht: „wo es nicht geben kann Grieche und Jude, Beschneidung und Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus ist alles und in allen.“ Hier werden die starken Trennlinien der damaligen Welt aufgerufen: religiöse Zugehörigkeit, kulturelle Prägung, soziale Stellung. Im Raum des neuen Menschen verlieren sie ihre trennende Macht. Das bedeutet nicht, dass Unterschiede verschwinden; sie hören aber auf, unsere Identität und unser Miteinander zu definieren. Christus wird selbst zum Inhalt dessen, was uns ausmacht – „Christus ist alles“ – und zum inneren Reichtum in jedem Einzelnen – „und in allen“. Wo die Erneuerung voranschreitet, wird das spürbar: Fremdheit wird überbrückbar, kulturelle Eigenheiten werden nicht absolut gesetzt, verletzende Vergleiche verlieren an Kraft. An ihre Stelle tritt ein Wachsen in Liebe, Langmut, Sanftmut und Demut, die nicht aus uns stammen, sondern Ausdruck seiner Gegenwart sind.
Praktisch zeigt sich das in vielen unscheinbaren Momenten: wenn jemand auf sein Recht verzichtet, um der Gemeinschaft willen; wenn eine kulturelle Empfindlichkeit nicht zum Maßstab wird, sondern das Wohl des anderen; wenn zwischen Menschen mit sehr unterschiedlichem Hintergrund ein echtes Vertrauen wächst. Solche Erfahrungen sind kein idealistischer Traum, sondern erste Blüten dessen, was Gott mit dem neuen Menschen vorhat. Die Gemeinde wird zu einem Raum, in dem die alte Schöpfung mit ihren Mauern an Grenzen stößt und die neue Schöpfung zu wirken beginnt. In diesem Sinn weist das heutige Gemeindeleben voraus auf die zukünftige Stadt Gottes, in der die Völker in versöhnter Verschiedenheit vor Gott stehen.
Für den Einzelnen bedeutet das eine stille Einladung, die eigene Identität tiefer in Christus zu verankern als in Herkunft, Bildung oder Erfolg. Je mehr er unser „Alles“ wird, desto weniger sind wir von Kategorien abhängig, die uns gegeneinander stellen. Und je mehr wir ihn in den anderen erkennen – „Christus in allen“ –, desto leichter fällt es, voneinander zu lernen, einander zu tragen und sich aneinander zu freuen. Die Erneuerung des neuen Menschen führt so nicht nur zu innerer Klarheit, sondern zu einem Lebensraum, in dem Gottes Zukunft jetzt schon aufscheint: in einer Gemeinschaft, die von Christus her geprägt ist und in der sein Bild, wenngleich noch unvollkommen, doch erkennbar wird.
und den neuen Menschen angezogen habt, der zur völligen Erkenntnis nach dem Bild dessen erneuert wird, der ihn geschaffen hat, (Kol. 3:10)
wo es nicht geben kann Grieche und Jude, Beschneidung und Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus ist alles und in allen. (Kol. 3:11)
Wo die Erneuerung zur vollen Erkenntnis nach dem Bild Christi voranschreitet, wird Glauben gemeinschaftsfähig: Der Blick löst sich von dem, was trennt, und findet in Christus einen gemeinsamen Mittelpunkt. Daraus wächst eine stille Freude, Teil eines neuen Menschen zu sein, in dem Gottes Bild mehr und mehr aufleuchtet – und unsere Verschiedenheit nicht Bedrohung, sondern Bereicherung wird.
Herr Jesus Christus, danke, dass du nicht nur für uns gestorben bist, sondern auch heute als unser Hoherpriester und Herr im Himmel für uns wirkst. Du hast in unserem Geist schon etwas völlig Neues geschaffen; nun bitten wir dich, lass dein Leben mehr und mehr in unser Denken, Fühlen und Wollen hineinströmen, damit unser ganzes Inneres erneuert wird. Wo wir noch von alten Mustern, falschen Sicherheiten und irdischen Fixierungen geprägt sind, schenke uns ein Herz, das sich nach den Dingen sehnt, die droben sind, und einen Sinn, der bei dir zur Ruhe kommt. Präge in uns dein eigenes Bild, sodass dein Charakter unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen und unseren Alltag durchdringt und deine Gemeinde als ein neuer Mensch sichtbar wird. Stärke alle, die müde geworden sind, durch die leise Kraft deines Geistes und lasse sie erfahren, dass deine Erneuerung nie stehen bleibt, sondern uns sicher in deine Herrlichkeit führt. In deiner Treue und Gnade bewahre uns auf diesem Weg der inneren Verwandlung, bis du alles in allem bist. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Colossians, Chapter 62