Die weitreichende Offenbarung des Allumfassenden Christus
Viele Christen glauben an Jesus als Retter, bewegen sich im Alltag aber hauptsächlich innerhalb kultureller Gewohnheiten, religiöser Traditionen und eigener Maßstäbe. Die Kolosser standen ähnlich in der Gefahr, Christus durch ein Gemisch aus Religion und Philosophie zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund entfaltet Paulus ein gewaltiges Bild: Christus ist nicht nur für unsere persönlichen Sünden gestorben, sondern Er ist das Zentrum des Universums, der Sinn der Geschichte und der eigentliche Inhalt eines erfüllten Lebens.
Der allumfassende Christus als Zentrum von Schöpfung und neuer Schöpfung
Die Schrift zeichnet ein ungeheuer weites Bild Christi, das weit über unsere persönlichen Bedürfnisse hinausreicht. Der Kolosserbrief verbindet zwei Linien, die auf den ersten Blick kaum zusammenzupassen scheinen: Christus als unser ganz persönlicher Anteil und Christus als kosmischer Mittelpunkt. Von dem Anteil heißt es, dass der Vater uns „tüchtig gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen im Licht“ (Kolosser 1:12). Für Israel war das gute Land der zugeloste Raum zum Leben, zum Wandeln, zum Genießen. So wird Christus zu unserem „Land“: Er umschließt unser Dasein, gibt ihm Grenzen und zugleich Weite, trägt unseren Alltag und füllt ihn mit Bedeutung. Je länger man darüber nachdenkt, desto deutlicher wird: Gott wollte nie, dass der Mensch sich selbst einen Lebensraum konstruiert; er hat uns Christus als Raum zugeteilt, in dem wir atmen, arbeiten, lieben und glauben dürfen.
Wenn der Kolosserbrief die Weite Christi offenbart, verwendet er eine Reihe einzigartiger Ausdrücke. So sehen wir zum Beispiel in 1:12, dass Christus der Anteil der Heiligen ist. Das griechische Wort, das mit „Anteil“ wiedergegeben wird, bedeutet ein zugeloster Anteil. Nachdem die Kinder Israels in das gute Land hineingekommen waren, wurde dieses Land ihr Los, ihr Anteil. Das gute Land, das von Milch und Honig floss, war ein allumfassendes Sinnbild auf Christus. Als unser gutes Land ist Christus unser Anteil, der Anteil der Heiligen. Dieser Anteil ist zugleich das Bild des unsichtbaren Gottes (1:15). (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft fünfundvierzig, S. 397)
In derselben Bewegung hebt Paulus unseren Blick ins Größte: Christus ist „das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung“ (Kolosser 1:15). In Ihm nimmt das Unfassbare Gestalt an; der unsichtbare Gott hat in einer Person ein Gesicht bekommen. Und gerade als Dieses Bild ist Christus der Erstgeborene aller Schöpfung – nicht ein geschaffenes Wesen unter vielen, sondern der, in dem alles erschaffen wurde: „Denn in Ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden … alles ist durch Ihn und für Ihn geschaffen; und Er ist vor allen Dingen, und alle Dinge werden in Ihm zusammengehalten“ (Kolosser 1:16–17). Das Universum ist kein unpersönliches System, das sich blind entfaltet; es wird in einer Person zusammengehalten. Hinter jeder Konstante der Physik, hinter jeder Schönheit der Natur, hinter der Stabilität unseres nächsten Atemzuges steht dieser tragende Christus.
Mit der Auferstehung weitet sich sein Vorrang in eine neue Dimension. Die gleiche Person, die der Erstgeborene aller Schöpfung ist, wird „der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit Er Selbst in allen Dingen den ersten Platz einnehme“ (Kolosser 1:18). Die neue Schöpfung beginnt nicht mit einer Idee, sondern mit einer Person, die den Tod durchschritten hat. In Ihm ist eine völlig neue Ordnung des Lebens erschienen – eine Menschheit, die nicht mehr vom Tod definiert ist, sondern von der Auferstehung. Wenn Kolosser 3:10 vom „neuen Menschen“ spricht, „der zur völligen Erkenntnis nach dem Bild dessen erneuert wird, der ihn geschaffen hat“, dann werden 1. Mose und Kolosser innerlich miteinander verbunden: Der Mensch wird wieder auf sein eigentliche Urbild hin erneuert, und dieses Urbild ist Christus selbst.
So zieht sich durch die Bibel eine stille, aber mächtige Linie: das gute Land als Schatten, die irdische Geschichte Jesu als Offenbarung, die Gemeinde als Leib Christi als Gegenwart und Fortsetzung dieses allumfassenden Herrn. Schöpfung und neue Schöpfung haben denselben Mittelpunkt, denselben inneren Klang. Für den Glaubenden bedeutet das eine befreiende Konzentration: Es gibt nicht viele Zentren, die um unsere Aufmerksamkeit konkurrieren, sondern einen Herrn, in dem alles seinen Ort findet. Wer sich in Ihm weiß – als in seinem guten Land und zugleich in dem, der alle Dinge zusammenhält –, darf mitten in einer zerrissenen Welt ruhig werden. In Christus fällt unser überschaubarer Alltag mit Gottes kosmischem Plan zusammen; unser kleines Leben ist in die große Geschichte des Sohnes eingebettet.
indem ihr dem Vater Dank sagt, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen im Licht, (Kol. 1:12)
der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung, (Kol. 1:15)
Wenn Christus sowohl der Raum ist, in dem wir leben, als auch der Mittelpunkt, der alles trägt, verliert das Leben seine Zufälligkeit. Tage, die uns klein erscheinen, gewinnen Gewicht, weil sie in diesem Christus stattfinden. Im Vertrauen auf Ihn dürfen wir lernen, unsere Wege nicht mehr um uns selbst zu drehen, sondern um Ihn, der der Erste in der Schöpfung und der Erste in der neuen Menschheit ist. In dieser Ausrichtung entsteht eine stille Freude: Unser Leben ist nicht Randnotiz, sondern Teil des Weges, auf dem der Sohn in allen Dingen den ersten Platz einnimmt.
Die Versöhnung aller Dinge und Christus als Wirklichkeit alles Positiven
Der Blick auf Christus als Mittelpunkt der Schöpfung führt unmittelbar zur Frage nach ihrem Zustand. Die Welt, die durch Ihn und für Ihn geschaffen ist, steht sichtbar unter Zerbruch, Entfremdung und Tod. Genau hier setzt das Werk Christi an, wie es der Kolosserbrief entfaltet: „Denn es gefiel der ganzen Fülle, in Ihm zu wohnen und durch Ihn alle Dinge mit Sich zu versöhnen, indem Er Frieden machte durch das Blut Seines Kreuzes – durch Ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln“ (Kolosser 1:19–20). Versöhnung ist hier mehr als die Vergebung persönlicher Schuld; sie ist die Wiederherstellung der ganzen Schöpfung in ihre rechte Beziehung zu Gott. Alles, was in Christus geschaffen und in Ihm zusammengehalten wird, wird durch sein Kreuz aus der falschen Ordnung herausgelöst und in eine neue, friedvolle Ordnung unter Gott hineingestellt.
Wenn die Bibel sagt, dass Christus der Erstgeborene aller Schöpfung ist, schließt das ein, dass Christus jedes Element der Schöpfung umfasst. Dieses Verständnis wird in Kolosser 2 bestätigt, wo Paulus sagt, dass Dinge wie Essen, Trinken, Feste, Neumonde und Sabbate Schatten sind und dass Christus der Leib, die Wirklichkeit, dieser Schatten ist. Auf der Grundlage dieses Bildes können wir weiter sagen, dass Christus unsere Kleidung, unser Transportmittel, unsere Wohnung und alles für uns ist. Aber das ist etwas völlig anderes, als jedes materielle Ding mit Christus gleichzusetzen. Das wäre Pantheismus. (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft fünfundvierzig, S. 398)
Damit wird ein wichtiges Missverständnis korrigiert: Nicht die Materie ist das Problem, sondern ihre Loslösung von Gott. Die Schöpfung ist gut und auf Christus hin angelegt; sie wird erst in der Sünde zur Bühne der Entfremdung. Das Kreuz trennt nicht von der Schöpfung als solcher, sondern von der verkehrten Weise, in ihr leben zu wollen – als wäre sie autonom, als könnte sie uns ohne Gott Erfüllung geben. In diesem Sinn hebt das Blut des Kreuzes die innere Spannung zwischen Schöpfer und Schöpfung auf und legt einen neuen Frieden in das Ganze. Der Gläubige steht damit in einem weiten Horizont: Seine persönliche Versöhnung ist Teil einer kosmischen Versöhnung, in der Gott alles auf Christus hin ordnet.
Parallel dazu zeichnet Kolosser 2 eine andere Linie, die ins Persönliche hineinreicht. Dort heißt es: „Lasst euch darum von niemandem richten wegen Essen und wegen Trinken oder in Bezug auf ein Fest oder einen Neumond oder den Sabbat, die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind; der Leib aber ist der Christus“ (Kolosser 2:16–17). Essen, Trinken, Festzeiten, religiöse Tage – all das sind nicht Feinde, sondern Schatten. Sie verweisen auf eine Wirklichkeit, die sie selbst nicht enthalten. Christus ist dieser Leib, diese Substanz. Er ist das wahre Manna, das Brot des Lebens, das den Hunger stillt, der hinter jedem Essen steht (Johannes 6:35). Er ist das Wasser, nach dem die Seele dürstet, wenn sie an irdischen Quellen nicht satt wird. Er ist die wahre Ruhe, die tiefer geht als der Sabbat und weiter reicht als ein Feiertag.
So weitet sich das Bekenntnis, dass Christus die Wirklichkeit aller positiven Dinge ist. Liebende Gemeinschaft, Schönheit, Licht, Schutz, Nahrung, Ruhe – all das sind nicht nur neutrale Lebensbestandteile, sondern Spuren einer Wirklichkeit, die in Christus ihren Ursprung und ihre Erfüllung hat. Es wäre jedoch eine Fehlablesung dieser Zusammenhänge, aus ihnen einen Pantheismus zu machen, in dem man jedes Ding mit Christus gleichsetzt. Die Schrift weist ausdrücklich in eine andere Richtung: Christus ist nicht mit der Schöpfung identisch, sondern der, in dem, durch den und für den sie geschaffen ist. Er ist der Herr über alle Dinge, nicht in ihnen aufgehend. Gerade darin liegt der Trost: In einer Welt, in der Güter, Erfahrungen und Beziehungen zerbrechen können, ist ihre eigentliche Wirklichkeit in einer unzerstörbaren Person aufgehoben.
denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes – durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln. (Kol. 1:19-20)
Lasst euch darum von niemandem richten wegen Essen und wegen Trinken oder in Bezug auf ein Fest oder einen Neumond oder den Sabbat, die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind; der Leib aber ist der Christus. (Kol. 2:16-17)
Die Erkenntnis, dass Christus die Wirklichkeit aller positiven Dinge ist, löst uns aus der Überforderung, aus begrenzten Gaben das Unendliche herauszupressen. Er allein ist die Fülle, die hinter allen guten Gaben steht. So dürfen wir lernen, die Schöpfung mit Dank zu gebrauchen, ohne sie zu vergötzen, und mit getroster Nüchternheit loszulassen, was vergeht. Inmitten der Ambivalenzen dieser Welt trägt uns die Zusage, dass der Versöhnungsweg Gottes weiter reicht als unsere Wahrnehmung – bis dahin, dass Christus einmal sichtbar als Frieden und Fülle über allem stehen wird.
Der extensive Christus als Leben statt Kultur
Wo Christus in seiner Weite und Fülle gesehen wird, stellt sich die Frage, was dann noch die Kultur leistet, die uns prägt. Menschen ordnen ihr Leben durch Traditionen, Werte, Philosophien und auch durch religiöse Formen. So entsteht ein Netz aus Selbstverständlichkeiten, in dem man sich zurechtfinden kann – aber dieses Netz kann sich auch um das Herz legen und die lebendige Beziehung zu Christus ersetzen. Der Kolosserbrief lässt diese Spannung deutlich hervortreten. Die Gemeinde war in die Strömung einer kulturellen Vermischung hineingeraten, in der jüdische Frömmigkeit und griechische Philosophie ineinandergriffen. In diese Situation hinein wird Christus vorgestellt als der, „in dem ihr erfüllt seid“, als der, „in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind“ (Kolosser 2:3, 10). Nicht Kultur, sondern Christus soll der tragende Inhalt des Lebens sein.
Im Kolosserbrief wird Christus als der weite, allumfassende der Allumfassende offenbart, weil die Heiligen von einer kulturellen Vermischung aus jüdischer Religion und griechischer Philosophie fortgetragen worden waren. Diese Mischung war in Kleinasien sehr vorherrschend geworden und hatte sogar das Gemeindeleben unterwandert und durchdrungen. Daher wird die Offenbarung des allumfassenden, weiten Christus gegeben, um mit dem Problem der Kultur abzurechnen. (Witness Lee, Life-Study of Colossians, Botschaft fünfundvierzig, S. 402)
Diese Ausrichtung wird in einem schlichten, aber radikalen Satz auf den Punkt gebracht: „Wenn Christus, unser Leben, offenbar gemacht wird, dann werdet auch ihr zusammen mit Ihm in Herrlichkeit offenbar gemacht werden“ (Kolosser 3:4). Und Paulus ergänzt an anderer Stelle: „Denn zu leben ist für mich Christus und zu sterben ist Gewinn“ (Philipper 1:21). Leben ist hier nicht primär eine Summe von Überzeugungen, Gewohnheiten oder Leistungen, sondern die Gegenwart einer Person in uns. Kultur – auch christliche – bleibt äußerlich: sie ordnet von außen, setzt Erwartungen, grenzt ab. Christus als Leben wirkt von innen her: Er erneuert unser Denken, bewegt unser Wollen, durchdringt unsere Reaktionen. Der neue Mensch, von dem Kolosser 3 spricht, hat nicht einfach eine bessere Kultur, sondern einen anderen Inhalt. „Da ist nicht Grieche und Jude … Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus ist alles und in allen“ (Kolosser 3:11).
In der Praxis kann das sehr unspektakulär aussehen. Jemand hält bestimmte Formen, kennt biblische Wahrheiten, pflegt einen „christlichen Stil“ – und doch ist er innerlich von der Frage getrieben, wie er wahrgenommen wird, ob er den Erwartungen entspricht, ob er in seiner geistlichen „Kultur“ bestehen kann. Ein anderer lebt vielleicht äußerlich ähnlich, aber er nährt sich von einer inneren Beziehung zu Christus: Er rechnet im Alltag mit dem Herrn, lässt sich von Ihm korrigieren und trösten, sucht Ihn in den kleinen Entscheidungen. In seinem Inneren wirkt kein kultureller Kodex, sondern ein lebendiger Herr. So entsteht eine andere Art von Einheit: nicht eine durch gleiche Prägung, sondern eine durch denselben Christus, der in allen wohnt.
Die Schrift lädt dazu ein, diesen inneren Austausch zu pflegen. „Lasst das Wort Christi reichlich in euch wohnen in aller Weisheit“ (Kolosser 3:16) – der Ausdruck „wohnen“ deutet auf ein Bleiben, ein Heimischwerden hin. Wo Christus durch sein Wort Wohnung nimmt, verliert Kultur ihre absolute Macht. Traditionen, Vorlieben und geerbte Muster werden relativiert, nicht unbedingt zerstört, aber in eine neue Ordnung gestellt. Entscheidend ist nicht mehr, was „man“ tut, sondern was dem in uns wohnenden Herrn entspricht. So entsteht eine stille Freiheit: Man muss nicht gegen jede kulturelle Prägung ankämpfen und doch auch nicht von ihr beherrscht bleiben; Christus selbst wird zur inneren Norm, zur „Kultur“ des neuen Menschen.
Wenn Christus, unser Leben, offenbar gemacht wird, dann werdet auch ihr zusammen mit Ihm in Herrlichkeit offenbar gemacht werden. (Kol. 3:4)
Denn zu leben ist für mich Christus und zu sterben ist Gewinn. (Phil. 1:21)
Christus als Leben statt Kultur zu kennen, entlastet und befreit. Es nimmt den Druck, in einem bestimmten Muster „richtig“ sein zu müssen, und lenkt den Blick auf eine Person, die in uns wohnt und handelt. Wo dieser Christus unser Denken und Fühlen prägt, wird unser Alltag nicht ärmer, sondern weiter: Gewohntes darf bleiben, wo es Ihm entspricht, und sich verwandeln, wo es Ihm im Wege steht. In dieser Bewegung wächst leise der Mut, sich nicht mehr von kulturellen Erwartungen treiben zu lassen, sondern von dem allumfassenden Herrn, der uns kennt, trägt und in seine eigene Lebensweise hineinzieht.
Herr Jesus Christus, wir beten Dich an als den, der alles in allem erfüllt und doch unser persönliches Leben sein will. Öffne unsere Augen für die Weite Deiner Person, damit wir Dich nicht klein machen und Dich nicht durch Kultur, Gewohnheit oder eigene Maßstäbe ersetzen. Richte unser Herz neu auf Dich aus als den Anteil, das gute Land, in dem wir wirklich leben dürfen, und als den, der allen Dingen Sinn und Ordnung gibt. Lass Deine Versöhnung, die alle Dinge umfasst, auch unsere inneren Gedanken, unsere Beziehungen und unseren Alltag durchdringen, sodass Du selbst zum Maßstab und Inhalt unseres Lebens wirst. Stärke in uns das stille, beständige Leben aus Dir, damit Deine Fülle in der Gemeinde sichtbar wird und Du als der Allumfassende verherrlicht wirst. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Colossians, Chapter 45