Die Erhöhung Christi
Viele Christen bekennen, dass Jesus zur Rechten Gottes erhöht ist – und merken doch, dass diese Wahrheit im Alltag wenig mit ihrer Erfahrung zu tun hat. Zwischen Streit, Ehrgeiz und verstecktem Konkurrenzdenken in Gemeinden wirkt die Demut des gekreuzigten Christus oft weit entfernt. Die Botschaft dieses Kapitels stellt die Frage, wie die Erhöhung Christi nicht nur eine himmlische Tatsache bleibt, sondern unser Denken, unser Miteinander und unsere persönliche Nachfolge durchdringt.
Die Erhöhung Christi als Offenbarung der Auferstehungskraft
Die Schrift stellt die Erhöhung Christi nie losgelöst von Seinem Weg in den Tod dar. In Philipper 2 ist die Bewegung nach unten – vom ewigen Sohn bis in die Gestalt eines Sklaven, gehorsam bis zum Tod am Kreuz – unmittelbar mit der Bewegung nach oben verbunden: „Darum hat Gott Ihn auch hoch erhöht und Ihm den Namen geschenkt, der über jedem Namen ist“ (Phil. 2:9). Die Erhöhung ist hier nicht bloß eine himmlische Auszeichnung, sondern die Offenbarung dessen, was in der Auferstehung bereits geschehen ist. Gott legt gleichsam offen, was Er in der verborgenen Tiefe des Grabes gewirkt hat: Die Kraft, die den Sohn aus der niedrigsten Tiefe in die höchste Herrlichkeit gebracht hat, wird sichtbar gemacht. So wird die Erhöhung zur Manifestation der Auferstehung – dieselbe Bewegung, nur einmal verborgen und einmal vor aller Schöpfung sichtbar.
Die Erhöhung Christi in 2:9 ist in Wirklichkeit das Offenbarwerden der Auferstehungskraft. Die Auferstehungskraft folgt immer auf das Leben eines gekreuzigten Lebens. Nach 3:10 sehnte Paulus sich danach, die Kraft der Auferstehung Christi und die Gemeinschaft Seiner Leiden zu erkennen. In der vorangehenden Botschaft haben wir darauf hingewiesen, dass wir in 2:5–8 Christus als unser Muster haben und dass dieses Muster das gekreuzigte Leben in uns ist. Auf das gekreuzigte Leben folgt die Kraft der Auferstehung, durch die Christus bis zum Äußersten erhöht wird. (Witness Lee, Life-Study of Philippians, Botschaft elf, S. 92)
Paulus nimmt diesen Blick auf in seinem Gebet für die Epheser, wenn er von der „überragenden Größe Seiner Kraft an uns“ spricht, „die wir glauben, nach der Wirksamkeit der Macht Seiner Stärke, die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten niedersetzte im Himmlischen, hoch über jedem Fürstentum und jeder Gewalt“ (Eph. 1:19–21). Die Auferstehungskraft ist demnach nicht zuerst ein inneres Stärkungsgefühl, sondern Gottes machtvolles Handeln an dem, der sich völlig in den Tod hineinbegeben hat. Wo der Sohn sich hingibt, antwortet der Vater mit Auferweckung und Thronsetzung. Darin liegt auch eine zarte, aber weitreichende Ermutigung: Die Kraft, die Christus durch Grab und Himmel geführt hat, ist auf die gerichtet, „die wir glauben“. Die Erhöhung Christi bleibt nicht fern und unberührbar; sie legt offen, welche Kraft bereits in die Glaubenden hineinreicht. Wer den Weg des Gehorsams unter das Kreuz nicht nur bewundert, sondern ihm innerlich zustimmt, wird entdecken, dass die Auferstehungskraft nicht fehlt, sondern auf solch einen Weg wartet, um sich zu entfalten. In diesem Licht wird die Erhöhung Christi zu einer stillen, aber starken Zusage: Kein Schritt mit dem Gekreuzigten bleibt im Schatten; Gott kennt nur den Weg über die Auferstehung in die Herrlichkeit.
Darum hat Gott Ihn auch hoch erhöht und Ihm den Namen geschenkt, der über jedem Namen ist, (Phil. 2:9)
und was die überragende Größe Seiner Kraft an uns ist, die wir glauben, nach der Wirksamkeit der Macht Seiner Stärke, die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten niedersetzte im Himmlischen, hoch über jedem Fürstentum und jeder Gewalt und Macht und Herrschaft und jedem Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem, das kommen soll; (Eph. 1:19-21)
Wenn die Erhöhung Christi die Offenbarung der Auferstehungskraft ist, dann trägt jedes echte Sich-Nach-Unten-Beugen in Seinem Namen schon die Spur dieser Kraft in sich. Nichts von dem, was im Verborgenen im Geist des Gekreuzigten geschieht – ein verschlucktes Wort, ein hingegebener Anspruch, ein gehorsamer Verzicht –, geht bei Gott verloren. Die Bewegung nach unten ist in Seinen Händen nie Endpunkt, sondern Übergang. So darf der Blick auf den erhöhten Christus unseren Alltag durchdringen: Nicht der Lauteste, Schnellste oder Stärkste hat das letzte Wort, sondern der, der sich dem Weg des Sohnes anvertraut. Wer im Kleinen mit dem Gekreuzigten geht, wird im Verborgenen von derselben Kraft gehalten, die Ihn zur Rechten des Vaters gesetzt hat. Die Erhöhung Christi leuchtet so wie ein stiller Horizont über unserem Weg: Sie sagt uns zu, dass Gottes Kraft gerade dort offenbar wird, wo der Glaube bereit ist, mit Christus durch die Tiefe der Selbsterniedrigung zu gehen.
Der gekreuzigte Christus als Muster gegen Rivalität und Ehrsucht
Die Gemeinde in Philippi war keine problemlose Muster-Gemeinde. Zwischen den Zeilen von Philipper 1 und 2.lässt sich ein Ringen um Einfluss erkennen, ein Unfrieden, der aus Rivalität und Ehrsucht erwächst. Gerade in diese Situation hinein stellt Paulus nicht zuerst eine Strukturreform oder eine neue Ordnung, sondern die innere Gesinnung Christi. Er zeichnet den Weg des Sohnes nach, der „in Gestalt Gottes“ war und dennoch nicht daran festhielt, Gott gleich zu sein, sondern sich „selbst zu nichts machte“ und die Gestalt eines Sklaven annahm, „gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz“ (vgl. Phil. 2:6–8). Die Lösung liegt nicht im schärferen Durchsetzen eigener Positionen, sondern im inneren Mitgehen mit diesem Weg der Selbstentleerung. Nicht der eigene Rang, nicht die eigene Deutungshoheit, sondern die Bereitschaft, sich zurückzunehmen und zu dienen, öffnet Raum für das Wirken Gottes.
Anstatt ein Leben des Wettstreits und der eitlen Herrlichkeit zu führen, sollten wir ein Leben der Selbstentleerung und Selbsterniedrigung führen. Das bedeutet, ein gekreuzigtes Leben zu leben. Durch dieses Leben werden wir in die Kraft der Auferstehung hineingeführt, durch die Christus erhöht wird. Nach seinem Wort in Kapitel 3 betrachtete Paulus sich selbst nicht als jemanden, der dies schon vollständig erfahren hatte. Er sehnte sich weiterhin danach, die Kraft der Auferstehung Christi und die Gemeinschaft Seiner Leiden zu erkennen und zu erfahren. (Witness Lee, Life-Study of Philippians, Botschaft elf, S. 93)
Paulus deutet Christus dabei nicht nur als äußeres Vorbild, das nachzuahmen wäre. Wenn er schreibt: „Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war“ (Phil. 2:5), meint er mehr als moralische Nachahmung; er spricht von einem Leben, das der erhöhte Christus im Glaubenden selbst leben will. Wo Er als der Gekreuzigte in uns Gestalt gewinnt, verlieren Rivalität und Ehrsucht ihre Kraft. Die Hände, die sonst nach Titel, Anerkennung oder Einfluss greifen, werden frei, um zu tragen und zu dienen. In einem solchen Klima kann Gott die Auferstehungskraft freisetzen: Erniedrigung bleibt dann nicht bloß schmerzliche Erfahrung, sondern wird zur Schwelle, an der Er erhöht. So wird die Erhöhung Christi mitten im Miteinander einer Gemeinde sichtbar – nicht in prunkvollen Gesten, sondern im unscheinbaren Verzicht auf Selbstbehauptung. Und in diesem Verzicht liegt eine tiefe Ermutigung: Der Weg, auf dem wir scheinbar „verlieren“, ist in Gottes Händen gerade der Weg, auf dem Er die Kraft der Auferstehung an uns erweist und uns trägt, wo wir uns nicht mehr selbst halten können.
Dass Gott einem solchen Weg Gewicht beimisst, zeigt das anschließende Wort: „damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge, von denen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind, und jede Zunge freiheraus bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Herrlichkeit Gottes des Vaters“ (Phil. 2:10–11). Der universale Bogen, den Paulus hier spannt, steht direkt im Anschluss an den Weg der Erniedrigung. Der Vater macht deutlich, wessen Gesinnung im Himmel das letzte Wort hat. Was in einer Gemeinde wie Philippi klein und schwach erscheinen mag – die unspektakuläre Entscheidung, nicht zu rivalisieren, sondern sich zu demütigen –, ist im Licht der Ewigkeit Teil jener Bewegung, in der Gott Seinen Sohn verherrlicht. Wer sich auf diesen Weg einlässt, steht nicht einfach zurück, sondern stellt sich – oft gegen den eigenen inneren Impuls – an die Seite des Lammes. Darin liegt ein stiller Trost: Wo der Geist Christi uns von innen her weg von Rivalität und hin zu Selbstentleerung führt, ist das kein Verlust an Leben, sondern der Raum, in dem die Auferstehungskraft zu wirken beginnt und unsere Beziehungen von innen her erneuert.
Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war, (Phil. 2:5)
damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge, von denen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind, und jede Zunge freiheraus bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Herrlichkeit Gottes des Vaters. (Phil. 2:10-11)
Die Gestalt des gekreuzigten Christus stellt die Logik von Rivalität und Ehrsucht in Frage, die so selbstverständlich in unsere Herzen eingewoben ist. Überall dort, wo das Bedürfnis nach Rechtbehalten, Sich-Durchsetzen oder Gesehen-Werden die Atmosphäre prägt, bricht Gemeinschaft auf leise Weise auseinander. Die Gesinnung Christi öffnet einen anderen Weg: Statt sich an Positionen und Rollen festzuklammern, entsteht Freiheit, sich selbst nicht mehr sichern zu müssen. Wer in inneren Konflikten oder unterschwelligen Konkurrenzgefühlen der leisen Stimme des Gekreuzigten Raum gibt, erfährt, dass Gott in der Demütigung nicht verlässt, sondern trägt. Die Erhöhung Christi wirft dann ein neues Licht auf das eigene Ringen: Nicht derjenige geht am Ende leer aus, der sich mit Christus erniedrigt, sondern derjenige, der an sich selbst festhält. So wird der Alltag im Miteinander zu einem Feld, auf dem die Herrlichkeit des erhöhten Herrn konkret werden kann – im Verzicht auf die eigene Ehre und im Vertrauen darauf, dass Gott nicht übersieht, was im Verborgenen aus Seinem Geist geschieht.
Die Erhöhung Christi im Alltag erfahren
Wenn Paulus nach der großen Christus-Hymne in Philipper 2 die Gemeinde auffordert: „Bewirkt eure eigene Rettung mit Furcht und Zittern“ (Phil. 2:12), dann geschieht das ausdrücklich „daher“ – im Licht des gekreuzigten und erhöhten Christus, den er gerade entfaltet hat. Rettung erscheint hier nicht als punktuelles Ereignis der Vergangenheit, sondern als ein Weg, auf dem der bereits erhöhte Herr immer tiefer in unser tatsächliches Leben hineinreicht. Die Erhöhung Christi bleibt nicht auf den Thronsaal des Himmels beschränkt; sie will unser Denken, unsere Reaktionen und unsere Beziehungen durchdringen. Paulus verbindet dies an anderer Stelle mit der inneren Versorgung durch den Geist: Er spricht von der „überreichen Versorgung des Geistes Jesu Christi“ (vgl. Phil. 1:19), durch die sein eigenes Leben mitten in Bedrängnis getragen und ausgerichtet wird. Dieselbe Kraft, die Christus aus dem Grab in die Herrlichkeit geführt hat, wirkt im Verborgenen unserer Alltage – nicht als Druck von außen, sondern als leise, tragende Gegenwart in unserer Schwachheit.
Gott hat Christus bereits erhöht, aber hast du Ihn erhöht? Christus ist im Universum erhöht worden, aber ist Er in dir erhöht worden? Das Problem ist, dass Christus überall erhöht worden ist – außer in dir. Deshalb geht es mir nicht darum, über die Erhöhung Christi nur in objektiver Weise zu sprechen, sondern dies auf unsere subjektive Erfahrung anzuwenden. Christus kann in uns nicht erhöht werden, es sei denn, wir nehmen Ihn als das gekreuzigte Leben, das das Muster unseres täglichen Lebens ist. (Witness Lee, Life-Study of Philippians, Botschaft elf, S. 96)
Diese Rettung gewinnt dort Gestalt, wo Christus nicht nur als der Gekreuzigte verehrt, sondern als der Erhöhte im Konkreten anerkannt wird. Paulus beschreibt in Römer 10 einen einfachen, aber tiefen Zusammenhang: „daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst“ (Röm. 10:9). Hier gehören Auferweckung und Herrschaft untrennbar zusammen: Der auferstandene Christus ist Herr, und die Rettung entfaltet sich dort, wo dieses Bekenntnis Herz und Mund durchdringt. Wenn die Erhöhung Christi so Teil der täglichen Rettung wird, bekommt auch unser inneres Ringen ein anderes Gewicht. Der erhobene Herr steht nicht als ferner Maßstab über uns, sondern wohnt durch Seinen Geist mitten im Unfertigen unseres Lebens. Sein Name auf unseren Lippen, Sein Weg vor unseren Augen und Seine Kraft in unserer Schwachheit verbinden sich zu einer leisen, aber beständigen Bewegung: weg von der Selbstzentrierung hin zu einem Leben, in dem Gott „alles in allem“ wird.
Darum ist die Frage, ob Christus in uns erhöht ist, keine theoretische Zuspitzung, sondern berührt die Substanz unseres Alltags. Wo Er in Konflikten, in Entscheidungen, in verborgenen Gedanken tatsächlich das letzte Wort erhält, wird Seine Erhöhung subjektiv erfahrbar. Aus der Distanz eines bloß dogmatischen Bekenntnisses wird eine lebendige Beziehung, in der Sein Wille nicht mehr als Bedrohung, sondern als Schutzraum wahrgenommen wird. Die Knie, die sich vor Ihm beugen, und die Zunge, die Ihn als Herrn bekennt, sind dann nicht nur Teil einer fernen Endszene, sondern Ausdruck eines täglichen Geschehens: Gott wird geehrt, indem der auferstandene und erhöhte Christus real Einfluss gewinnt. Das kann uns still trösten: Selbst dort, wo unsere Schritte unsicher und unsere Einsicht begrenzt ist, bleibt der erhöhte Herr derjenige, der unsere Rettung trägt. Seine Erhöhung ist die Gewähr, dass unsere Geschichte letztlich nicht von unserem Gelingen abhängt, sondern von Seiner bewahrenden und verwandelnden Kraft.
So wird die Erhöhung Christi zu einer Quelle leiser Zuversicht. Sie sagt uns, dass der Gekreuzigte nicht nur über der Welt herrscht, sondern mitten in unseren Begrenzungen gegenwärtig ist. Wer im eigenen Leben nicht mehr den eigenen Namen, sondern Seinen Namen groß werden lässt, entdeckt, dass Rettung viel tiefer reicht als äußere Veränderung. Sie umfasst das Lernen, Vertrauen über Kontrolle zu setzen, Hingabe über Selbstbehauptung und Sein Wort über die eigenen Impulse. In allem bleibt die Richtung dieselbe: von der Anerkennung des Gekreuzigten zur Erfahrung des Erhöhten. Und auf diesem Weg liegt die Verheißung, dass Gott, der Christus erhöht hat, auch unsere kleinen, brüchigen Schritte in Seinem Licht bewahrt und sie in die weite Bewegung hineinzieht, in der Er selbst am Ende alles in allem sein wird.
Also, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, bewirkt eure eigene Rettung mit Furcht und Zittern; (Phil. 2:12)
daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. (Röm. 10:9)
Die Erhöhung Christi im Alltag zu erfahren bedeutet, den auferstandenen Herrn nicht nur zu bekennen, sondern Ihn in den realen Spannungen des Lebens gewähren zu lassen. Dort, wo innere Gegenwehr, Angst oder Kontrollbedürfnis uns bestimmen wollen, erinnert Sein erhöhter Stand daran, dass unser Leben nicht von unseren Händen gehalten wird. Wenn Herz und Mund sich immer neu an Ihn als den Auferstandenen und Erhöhten binden, verliert der Druck, alles selbst lösen zu müssen, seine Macht. Die tägliche Rettung nimmt dann Gestalt an in vielen unscheinbaren Momenten: in der Entscheidung, nicht dem alten Muster zu folgen; im Vertrauen, dass Seine Kraft gerade in Schwachheit zur Geltung kommt; im stillen Bekenntnis Seiner Herrschaft über Situationen, die wir nicht verstehen. So wird die Erhöhung Christi zu einer Quelle nüchterner Hoffnung: Der Herr, der alles in Seinen Händen trägt, ist derselbe, der uns in Seinem Licht Schritt für Schritt formt und durchträgt.
Herr Jesus Christus, Du Erhöher der Niedrigen, danke, dass Du Dich selbst bis zum Kreuz erniedrigt hast und vom Vater über alles erhöht wurdest. Öffne unsere Augen für die Größe Deiner Erhöhung und für die Tiefe Deiner Demut, damit unsere Maßstäbe von Ehre und Erfolg von Deinem Kreuz und Deiner Auferstehung geprägt werden. Lass die überreiche Versorgung Deines Geistes in unseren Herzen wirksam sein, sodass Rivalität, Ehrsucht und das Festhalten an unserem Recht an Kraft verlieren und Deine Sanftmut und Dein Gehorsam Raum gewinnen. Erfülle unser persönliches Leben, unsere Familien und unsere Gemeinden mit der stillen, aber wirkungsvollen Kraft Deiner Auferstehung, damit unser Bekenntnis „Jesus Christus ist Herr“ nicht nur auf unseren Lippen, sondern in allem sichtbar wird, was wir sind. Stärke die Müden, richte die Entmutigten auf und tröste die, die um Deines Namens willen auf Anerkennung verzichten, und lass sie erfahren, dass Deine Erhöhung auch ihre Hoffnung und ihre Freude ist. Dir sei alle Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Philippians, Chapter 11