Das Wort des Lebens
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Christus lernen, wie die Wahrheit in Jesus ist

14 Min. Lesezeit

Viele Christen spüren tief in sich, dass ihr Alltag oft nicht zu dem passt, was sie über Jesus wissen. Zwischen der Fülle seines Lebens und der Leere menschlicher Wege klafft eine Spannung. Epheser 4 beschreibt genau diesen Kontrast: Die Welt lebt in der Eitelkeit des Denkens, Christus aber hat einen Weg eröffnet, in dem Gottes Licht, Leben und Wahrheit sichtbar werden. Wer zu ihm gehört, ist nicht dazu bestimmt, nur religiös zu werden, sondern in ein neues Muster hineingestellt zu werden: das Leben Jesu selbst.

Aus der Eitelkeit des alten Lebens herausgerufen

Wenn Paulus davon spricht, dass wir „nicht mehr wandeln [sollen] wie auch die Nationen wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes“ (vgl. Eph. 4), öffnet er uns einen Blick in das innere Getriebe des alten Lebens. Die Nichtigkeit des Sinnes ist nicht einfach ein Mangel an Intelligenz oder Bildung. Sie ist ein Denken, das von Gott abgekoppelt ist und deshalb leer bleibt, wie groß die Pläne und Ideale auch sein mögen. Darauf weist auch der Römerbrief hin, wenn es heißt: „weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde“ (Röm. 1:21). Das Zentrum ist: Gott wird aus den Überlegungen verdrängt. Dann verliert der Mensch den Maßstab für Wahrheit und Wirklichkeit und kreist um sich selbst, um seine Wünsche, seine Ängste, seine Bilder von Erfolg. Vieles mag beeindruckend aussehen, aber vor Gott ist es ohne Substanz.

Die Nationen, die Heiden, sind die gefallenen Menschen, die in ihren Überlegungen nichtig geworden sind (Röm. 1:21). Sie wandeln ohne Gott in der Nichtigkeit ihres Sinnes und werden von ihren nichtigen Gedanken beherrscht und geleitet. Alles, was sie gemäß ihrem gefallenen Sinn tun, ist Nichtigkeit; es ist alles ohne Wirklichkeit. Das Leben der gefallenen Menschheit ist ein Wandel in der Nichtigkeit des Sinnes. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft sechsundvierzig, S. 394)

Dieses innere Wegdriften von Gott bleibt nicht folgenlos. Der verfinsterte Sinn führt in Entfremdung vom Leben Gottes, das Herz verhärtet, und das Gewissen stumpft ab. Schließlich heißt es in der Schrift: „Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt“ (Röm. 1:28). Dahingegeben sein – das ist das erschütternde Kennzeichen des alten Lebens: Der Mensch treibt in seinen Begierden, er ist innerlich getrieben statt geleitet. Auch wir standen unter diesem Gesetz, bis Gott in Christus eine neue Linie zog. In dem Moment, in dem Christus uns begegnet, ruft er uns nicht zu einer bloßen Verbesserung unseres alten Denkens, sondern zu einem Wechsel der Quelle: Weg von der Nichtigkeit des gefallenen Sinnes, hin zur Wirklichkeit, die im Geist und im Wort Gottes ist. In diesem Ruf liegt eine tiefe Würde und eine große Ermutigung: Wir sind nicht dazu bestimmt, von leeren Gedanken beherrscht zu werden, sondern in der klaren, tragfähigen Wirklichkeit Gottes zu leben. Je mehr wir uns diesem Ruf öffnen, desto mehr ordnet sich unser inneres Chaos, und an die Stelle der diffusen Unruhe tritt eine stille, wachsende Gewissheit, dass unser Leben im Licht eines größeren Willens steht.

Christlich zu leben heißt deshalb nicht zuerst, ein paar schlechte Gewohnheiten abzulegen oder gewisse moralische Standards zu erfüllen. Es bedeutet, dass unsere innere Steuerung ausgetauscht wird. Die Gedankenwelt des alten Menschen – so religiös sie sich auch kleiden mag – wird als unzuverlässige Quelle entlarvt. An ihre Stelle tritt das Denken, das vom Geist Gottes erhellt ist und sich an Gottes Wirklichkeit ausrichtet. Das verändert nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern den ganzen Ton unseres Lebens. Wo früher Überheblichkeit oder Resignation waren, wächst eine nüchterne Hoffnung; wo wir uns früher an Eitelkeiten festhielten, lernen wir, in das zu investieren, was Bestand hat. In dieser Bewegung aus der Nichtigkeit in die Wirklichkeit hinein wird der Ruf Christi konkret erfahrbar: Wir sind herausgerufen aus einem Leben, das uns im Innersten aussaugt, und hineingerufen in einen Weg, auf dem unser Denken, Fühlen und Wollen nach und nach in einen weiten Raum gestellt wird – in die lebendige Gemeinschaft mit Gott.

weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde. (Röm. 1:21)

Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht geziemt: (Röm. 1:28)

Dass Gott uns aus der Eitelkeit des alten Lebens herausruft, stellt unser inneres Leben in ein neues Licht: Unsere Gedanken sind nicht länger ein geschlossener Kreislauf, sondern ein Ort, an dem Gottes Licht aufgehen darf. Diese Perspektive bewahrt davor, angesichts der eigenen inneren Verfassung zu verzweifeln. Denn der Maßstab ist nicht mehr, wie „fromm“ unsere Gedanken wirken, sondern ob sie vom Leben Gottes herkommen. Wer sich von dieser Wahrheit berühren lässt, entdeckt inmitten des Alltags einen leisen, aber beharrlichen Trost: Wir sind dem alten Sinn nicht ausgeliefert. In Christus ist ein neuer Anfang gesetzt worden, der tiefer reicht als unsere Geschichte, unsere Prägungen und unsere Versuche. Darin liegt eine stille Freiheit, die Mut macht, immer wieder neu an Gottes Wirklichkeit anzuknüpfen, statt den Gedanken der alten Schöpfung das letzte Wort zu lassen.

Zurück zum Baum des Lebens – das Leben Gottes als Gegenmittel

Bevor der Mensch fiel, stellte Gott ihn bewusst vor eine Entscheidung, die tiefer ging als Moral oder Kultur. In 1. Mose heißt es: „Und Jehovah Gott pflanzte in Eden im Osten einen Garten; und dorthin setzte Er den Menschen, den Er geformt hatte. Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (1. Mose 2:8–9). In der Mitte des Gartens steht der Baum des Lebens – ein Zeichen dafür, dass der Mensch mehr braucht als sein geschaffenes, menschliches Leben. Er soll an Gottes ungeschaffenem, ewigem Leben teilhaben. Dieses Leben ist nicht bloß eine Verlängerung unseres natürlichen Lebens, sondern eine andere Qualität: Es ist das Leben, in dem Gott selbst lebt, liebt und handelt.

Die Nationen sind auch „entfremdet von dem Leben Gottes“ (V. 18). Dieses Leben ist das ungeschaffene, ewige Leben Gottes, das der Mensch zur Zeit der Schöpfung nicht empfing. Nachdem er geschaffen worden war, wurde der Mensch mit dem geschaffenen menschlichen Leben vor den Baum des Lebens gestellt (1.Mose 2:8–9), um das ungeschaffene göttliche Leben zu empfangen. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft sechsundvierzig, S. 394)

Durch den Sündenfall wurde dieser Weg zum Leben versperrt. Die Schrift beschreibt es so: „So trieb Er den Menschen hinaus und stellte östlich vom Garten Eden die Cherubim auf sowie die Flamme eines Schwertes, das sich hin und her wendete, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen“ (1. Mose 3:24). Gottes eigene Herrlichkeit, Heiligkeit und Gerechtigkeit stehen dem gefallenen Menschen entgegen wie Cherubim und flammendes Schwert. Entfremdung vom Leben Gottes bedeutet deshalb mehr als ein Gefühl der Distanz. Es heißt, dass der Mensch zwar biologisch lebt, aber innerlich keinen Zugang zu dem Leben hat, für das er geschaffen ist. In dieser Lage kann er religiös, moralisch oder erfolgreich sein – und doch bleibt ein Grundton von Leere, von Nicht-Angekommensein.

In Jesus Christus hat Gott diese verhängnisvolle Trennung nicht einfach umgangen, sondern durchschritten. Der Sohn hat in seinem Kreuz alle Forderungen von Herrlichkeit, Heiligkeit und Gerechtigkeit erfüllt und ist als Mensch mit seinem Blut in das himmlische Allerheiligste eingegangen. Dort, im Zentrum von Gottes Gegenwart, ist der wahre Baum des Lebens zugänglich geworden. Deshalb kann nun gesagt werden: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen einziggeborenen Sohn hingab, damit jeder, der in Ihn hineinglaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Joh. 3:16). Ewiges Leben ist hier nicht nur eine unendliche Dauer, sondern die Teilnahme an Gottes eigenem Leben, die jetzt beginnt und über den Tod hinausreicht.

Wenn ein Mensch sich zu Gott wendet, wenn er umkehrt und an Christus glaubt, dann bleibt er nicht länger auf sich selbst zurückgeworfen. Durch die Buße – „Dann hat Gott also auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben“ (Apg. 11:18) – öffnet Gott den inneren Zugang zu diesem Leben. Es beginnt ein Prozess, in dem Entfremdung, Finsternis und innere Leere nicht nur äußerlich überdeckt, sondern von der Wurzel her angegangen werden. Das Leben Gottes bringt ein neues Verlangen hervor, es macht das Herz wieder empfindsam für Gottes Reden und schenkt eine Erkenntnis, die nicht aus bloßer Information stammt, sondern aus der Gemeinschaft mit Ihm. So wird der Gläubige aus Unwissenheit und Härte herausgeführt – nicht durch Druck, sondern durch ein Leben, das ihn von innen her neu ordnet.

Und Jehovah Gott pflanzte in Eden im Osten einen Garten; und dorthin setzte Er den Menschen, den Er geformt hatte. (1.Mose 2:8)

Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2:9)

Das Bewusstsein, dass Gott uns für den Baum des Lebens geschaffen hat, verändert den Blick auf unser inneres Erleben. Leere, Unruhe und geistliche Müdigkeit werden nicht mehr als endgültige Zustände verstanden, sondern als Signale, dass das geschaffene Leben seine Grenze erreicht hat. Gleichzeitig wird die Einladung deutlich, mit allem, was uns arm vorkommt, an eine andere Quelle zu treten. Das nimmt dem geistlichen Leben den Druck der Selbsterzeugung: Es geht nicht darum, aus eigener Anstrengung Fülle zu konstruieren, sondern dem Leben Raum zu geben, das Gott bereits geschenkt hat. Wer das im Herzen bewegt, findet auch in kleinen Momenten – einem Wort aus der Schrift, einem leisen inneren Hinweis, einem Aufmerken im Gebet – Spuren dieses göttlichen Lebens. Sie erinnern daran, dass der Weg zum Baum des Lebens nicht hinter uns liegt wie eine verlorene Möglichkeit, sondern vor uns geöffnet ist in der Person Christi. Darin liegt eine Hoffnung, die tiefer trägt als jede Stimmung und die uns ermutigt, unser Vertrauen immer wieder neu auf Ihn zu setzen.

Christus lernen – in das göttliche Muster hineingeformt werden

Wenn Paulus davon spricht, dass wir „Christus gelernt“ haben und dass wir so lernen sollen, „wie die Wahrheit in Jesus ist“ (vgl. Eph. 4), lenkt er den Blick auf die Evangelien in einer besonderen Weise. Sie berichten nicht nur von Worten und Wundern, sondern zeichnen eine Gestalt: das Leben eines Menschen, der vollkommen in Gott verwurzelt und von Gott durchdrungen ist. In Jesus sehen wir, wie die Wirklichkeit Gottes in einem menschlichen Alltag Gestalt annimmt – in Begegnungen, Entscheidungen, in Stille und Dienst. Darum konnte Er zu den Jüngern sagen: „Denn Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so tut, wie Ich an euch getan habe“ (Joh. 13:15). Dieses Beispiel ist keine äußere Schablone, sondern die Offenbarung eines Lebens, das Gott völlig entspricht.

Christus ist für uns nicht nur das Leben, sondern auch ein Vorbild (Joh. 13:15; 1.Petr. 2:21). Wir lernen von Ihm (Mt. 11:29) gemäß Seinem Vorbild, nicht durch unser natürliches Leben, sondern durch Ihn als unser Leben. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft sechsundvierzig, S. 397)

Christus ist dieser Wahrheit nach nicht nur unser Retter, sondern zugleich die Form, in die Gott uns hineinstellt. Die Schrift sagt, dass wir dazu bestimmt sind, „dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein“ (vgl. Röm. 8:29). Gleichgestaltet werden heißt: Gott legt unser Leben in die Form Christi, damit sein Charakter, seine Gesinnung, seine Beziehung zum Vater sich in uns abzeichnen. Darum schreibt Petrus: „Denn dazu seid ihr berufen worden, weil auch Christus für euch gelitten und euch damit ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr Seinen Fußstapfen folgen könnt“ (1. Petr. 2:21). Dieses Vorbild ist nicht nur für außergewöhnliche Situationen gedacht, sondern für den ganzen täglichen Wandel – für den Umgang mit Ansehen und Ablehnung, mit Erfolg und Schwachheit, mit Menschen, die uns leichtfallen, und mit denen, die uns schwerfallen.

Dass wir Christus lernen, bedeutet jedoch nicht, dass wir mit unserem natürlichen Leben versuchen, sein Verhalten zu imitieren. Der Versuch, das Leben Jesu aus eigener Kraft nachzubauen, endet entweder in Stolz oder in Entmutigung. Die Schrift zeigt einen anderen Weg: „So steht auch geschrieben: ‚Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele‘; der letzte Adam wurde zu einem Leben gebenden Geist“ (1. Kor. 15:45). Der, der uns das Vorbild hinterlassen hat, ist zugleich als lebengebender Geist in uns gekommen. Er ist unser Leben. Wenn wir von Ihm lernen, geschieht es nicht isoliert, sondern in einer lebendigen Beziehung: Er, der uns von außen vor Augen tritt, ist derselbe, der innen in uns wirkt, uns erinnert, überführt, tröstet und stärkt.

Aus dieser Einheit von Vorbild und innerem Leben erklärt sich auch, was es heißt, „den alten Menschen ausziehen“ und „den neuen Menschen anziehen“ (vgl. Eph. 4). Der alte Mensch ist jene Lebensweise, die von eitlen Gedanken, selbstbezogenen Motiven und begierlichem Wollen durchzogen ist. Den alten Menschen ausziehen bedeutet nicht, dass wir versuchen, uns selbst zu verbessern, sondern dass wir ihm sein Herrschaftsrecht entziehen, wenn der Geist uns zeigt, wie er sich äußert. Der neue Mensch dagegen ist das von Christus geprägte Leben, in dem Wahrheit, Sanftmut, Gehorsam und Liebe nicht angelernt, sondern gewirkt sind. Wo wir dem inneren Reden des Herrn Raum geben, gewinnt dieser neue Mensch Gestalt: Es können dieselben äußeren Situationen sein, aber es wirkt ein anderer Geist in uns.

Denn Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so tut, wie Ich an euch getan habe. (Joh. 13:15)

Denn dazu seid ihr berufen worden, weil auch Christus für euch gelitten und euch damit ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr Seinen Fußstapfen folgen könnt, (1.Petr. 2:21)

Christus zu lernen, wie die Wahrheit in Jesus ist, führt weg von der Fixierung auf die eigene Leistung und hin zu einer Beziehung, in der Er selbst Lehrer, Maßstab und Kraftquelle ist. Wer das anerkennt, darf seine Schwachheit nüchtern sehen, ohne innerlich zu resignieren. Denn die Frage lautet nicht mehr: Bin ich fähig, so zu leben wie Er, sondern: Darf Er der sein, der Er ist, in mir und durch mich? Diese Verschiebung nimmt dem geistlichen Wachstum den Druck und zugleich die Beliebigkeit. Sie lädt dazu ein, die kleinen Berührungen mit Christus im Alltag ernst zu nehmen – ein Wort, das uns trifft, ein inneres Stoppen, ein unerwarteter Impuls zur Demut oder zum Verzicht. In ihnen spiegelt sich das Wirken desselben Herrn, der in den Evangelien vor uns steht. Zu wissen, dass Gott uns gerade durch solche unscheinbaren Schritte in das Bild seines Sohnes hineinwachsen lässt, schenkt eine stille, tragfähige Freude. Sie trägt auch dann, wenn der Weg durch Spannungen und Unklarheiten führt, weil wir wissen dürfen: Er, den wir lernen, ist zugleich der, der uns ans Ziel bringt.


Herr Jesus Christus, du bist die Wahrheit, wie sie in deinem Leben auf dieser Erde geleuchtet hat, und du bist zugleich das Leben, das uns von innen her erneuert. Danke, dass du uns aus der Eitelkeit unserer alten Wege herausgerufen und uns den Weg zurück zum Baum des Lebens geöffnet hast. Stärke in uns das Verlangen, dich besser zu kennen, und erhelle unseren Verstand, damit wir nicht in Finsternis, sondern im Licht deiner Gegenwart denken und leben. Forme unser Inneres nach deinem Muster, so dass dein Charakter, deine Sanftmut und deine Liebe in unserem Alltag sichtbar werden. Wenn unser Herz hart oder abgestumpft ist, berühre es neu durch deinen Geist und mach es weich und empfindsam für dein Reden. Lass uns erfahren, dass wir nicht aus eigener Anstrengung, sondern in der Kraft deines lebengebenden Geistes in dieser Wahrheit wandeln. Bewahre uns in der Gemeinschaft mit dir, bis dein Bild immer klarer in uns zu erkennen ist. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Ephesians, Chapter 46

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