Das Wort des Lebens
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Vorherbestimmt zur Sohnschaft

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Viele Christen wissen, dass sie gerettet sind, aber nur wenige sehen, wie weit Gottes Plan mit ihnen wirklich geht. Die Bibel spricht nicht nur von Vergebung und einem heiligen Leben, sondern davon, dass Gott uns als seine Söhne bei sich haben will. Diese große Bestimmung gibt unserem Alltag, unseren Kämpfen und selbst den Spannungen im Gemeindeleben einen völlig neuen Sinn: Gott ist dabei, uns in das Bild seines Sohnes zu verwandeln.

Von Ewigkeit her zur Sohnschaft bestimmt

Wenn Paulus in Epheser 1.schreiben kann, dass wir „vor Grundlegung der Welt“ erwählt und vorherbestimmt wurden, dann öffnet sich vor uns der Blick in Gottes Herz vor jeder Schöpfung. Noch bevor es Engel, Galaxien oder die Erde gab, hatte Gott sich vorgenommen, nicht nur Geschöpfe, sondern Söhne zu haben. Erwählung und Vorherbestimmung gehören in dieser Perspektive eng zusammen: Er erwählt, indem Er uns aus der namenlosen Masse herausnimmt, und Er bestimmt vorher, indem Er unserem Dasein ein Ziel einprägt – die Sohnschaft. Es geht Ihm nicht in erster Linie darum, aus schlechten Menschen bessere Menschen zu machen, sondern aus bloßen Geschöpfen Söhne, die an seinem Leben Anteil haben und in seiner Nähe zuhause sind. Darum heißt es von denen, die zu Christus gehören, dass sie „auserwählt wurden nach der Vorkenntnis Gottes des Vaters in der Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi“ (1.Petrus 1:2). Das Ziel dieser souveränen Geschichte ist kein abstrakter Plan, sondern ein familiärer Raum: der Vater mit vielen Söhnen.

Gottes Erwählen lässt sich nicht von Seiner Vorherbestimmung trennen. Beides sind zwei Aspekte ein und derselben Sache. Gottes Erwählen geht mit Seiner Vorherbestimmung einher, und Seine Vorherbestimmung ist eins mit Seinem Erwählen. Es ist sehr schwer zu sagen, was zuerst kommt. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft vier, S. 35)

Dass wir zuerst als Menschen geschaffen werden mussten, schmälert dieses Ziel nicht, sondern bereitet es vor. Als Geschöpfe tragen wir die Spur seiner Weisheit, als Söhne tragen wir sein eigenes Leben in uns. Sohnschaft bedeutet beides: Leben und Stellung. Johannes beschreibt diesen Übergang mit den schlichten Worten: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind“ (Johannes 1:12–13). Aus Gott geboren zu sein meint ein reales Teilhaben an seinem Leben; das „Recht“ meint eine neue Stellung vor Ihm. Vorherbestimmt zur Sohnschaft heißt darum: Gott hat uns in der vergangenen Ewigkeit in seinem Herzen als Söhne gesehen, die aus seinem Leben leben und mit einem legitimen Erbteil vor Ihm stehen. Wer sich in diesem Licht wahrnimmt, muss sich nicht mehr an seinen eigenen Leistungen festhalten. Hinter allem Gelingen und Versagen steht ein Vater, der sich selbst nicht mehr anders denken will als umgeben von vielen Söhnen. Diese Gewissheit kann leise und dennoch kraftvoll in den Alltag hineinwirken: Unsere Geschichte ist älter als unsere Fehler und größer als unsere Möglichkeiten; sie beginnt im Wohlgefallen Gottes und läuft auf seine Herrlichkeit zu.

In dieser Sicht bekommt auch die Heiligung ihren Ort. Gott macht uns heilig, weil Er Söhne haben will, die zu Ihm passen. „Heilig und ohne Tadel vor ihm“ zu sein ist nicht das Ende der Reise, sondern der Weg, auf dem Er uns für die Sohnschaft formt, so wie reines Gold erst gestaltet werden muss, um zu einem Leuchter zu werden. Darum heißt es von Christus, dass Gott durch Ihn „viele Söhne zur Herrlichkeit führen“ will (Hebräer 2:10). Das Ziel ist nicht ein einzelner heroischer Glaubender, sondern eine ganze Familie, die denselben Erstgeborenen über sich hat und sich in seinem Bild widerspiegelt. In diesem Licht verlieren unsere Tage etwas von ihrer Zufälligkeit: Hinter verborgenen Wegen steht der Vorsatz eines Vaters, der nicht auf unsere Launen reagiert, sondern beharrlich an seiner Absicht festhält. Das kann uns still machen und zugleich ermutigen. Wo wir nur Bruchstücke sehen, weiß Er um das Ganze: Er hat uns gekannt, bevor die Welt begann, und Er wird uns als Söhne in seine Herrlichkeit bringen, wenn Himmel und Erde erneuert sind.

die auserwählt wurden nach der Vorkenntnis Gottes des Vaters in der Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi: Gnade euch und Friede werde euch vermehrt. (1.Petr. 1:2)

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind. (Joh. 1:12-13)

Wer sich als von Ewigkeit her zur Sohnschaft bestimmt sieht, kann den eigenen Glaubensweg nicht mehr nur an den sichtbaren Etappen messen. Hinter jeder Station steht der Vorsatz eines Vaters, der sein Ziel nicht aufgibt: uns seinem Sohn gleichzugestalten. Diese Sicht löst Druck aus der Seele, ohne uns passiv zu machen. Sie lädt ein, den Alltag nicht mehr nur als Abfolge von Pflichten, Erfolgen und Enttäuschungen zu deuten, sondern als die leise, aber konsequente Geschichte eines Gottes, der seine Söhne heimbringt. Inmitten von Fragen und Kämpfen darf sich ein Vertrauen bilden, das sagen kann: Meine Herkunft liegt in Gottes Vorkenntnis, meine Gegenwart in seiner Heiligung, meine Zukunft in seiner Herrlichkeit.

Der Geist, das Leben und die Stellung der Söhne

Die ewige Vorherbestimmung zur Sohnschaft wird in der Zeit erfahrbar, wenn Gott seinen Geist in unsere innerste Wirklichkeit gibt. Paulus spricht davon, dass wir „den Geist der Sohnschaft empfangen haben, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Römer 8:15). Dieses Rufen ist nicht das Ergebnis einer eingeübten Frömmigkeitssprache, sondern das Aufbrechen eines neuen Innenlebens. Der Geist, der in uns wohnt, ist der Geist des Sohnes; er bringt in uns dasselbe Vertrauen, dieselbe Zärtlichkeit, dieselbe Freiheit hervor, mit der Jesus den Vater anredete. Wo aus einem Menschen, der Gott fern war, plötzlich ein schlichtes „Vater“ aufsteigt, zeigt sich, dass die unsichtbare Wirklichkeit der Sohnschaft begonnen hat. Sie zeigt sich weniger in spektakulären Erfahrungen als in dieser leisen Gewissheit: Ich bin vor Gott nicht mehr Fremder, sondern Kind.

Als wir an den Herrn Jesus glaubten und wiedergeboren wurden, kam der Geist Gottes als der Geist des Sohnes Gottes in uns hinein. Das ist der Grund, warum wir nach der Wiedergeburt so leicht und so süß rufen können: „Abba, Vater.“ … Dies ist ein starker Beweis dafür, dass der Geist Gottes in uns ist. Wir haben den Geist der Sohnschaft. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft vier, S. 40)

Diese innere Gewissheit ruht auf einer objektiven Tatsache. Johannes fasst sie knapp: „Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht“ (1.Johannes 5:12). Mit dem Sohn empfangen wir nicht nur eine neue Lehre, sondern Gottes eigenes Leben. Neben unserem natürlichen, verletzlichen Leben ist in uns etwas, das aus Gott geboren ist und auf Gott reagiert. Manchmal macht sich dieses neue Leben bemerkbar, indem es Bitteres nicht mehr ertragen kann – Worte, Haltungen, Muster, die früher selbstverständlich waren, werden innerlich fremd. Nicht weil ein äußerer Druck sie verbietet, sondern weil ein anderes Leben in uns „Nein“ sagt. So wirkt die Sohnschaft von innen nach außen: Der Geist des Sohnes und das Leben des Sohnes formen unsere Regungen, Urteile und Wünsche um.

Zur Sohnschaft gehört jedoch nicht nur das innere Leben, sondern auch eine neue Stellung. Am Morgen der Auferstehung sendet der Herr Maria mit einer überraschenden Botschaft: „Ich fahre auf zu Meinem Vater und eurem Vater und zu Meinem Gott und eurem Gott“ (Johannes 20:17). Der Vater Jesu ist jetzt auch unser Vater; der Gott Jesu ist unser Gott. In Christus stehen wir vor demselben Angesicht, unter derselben Zuwendung, mit derselben Erbperspektive. Darum kann die Offenbarung denen, die überwinden, zusagen: „Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein“ (Offenbarung 21:7). Unsere Sohnschaft ist ein Rechtsstatus, der uns ein Erbteil eröffnet – heute schon im unsichtbaren Bereich, im Genuss der Gegenwart Gottes, und in der Gemeinde als Vorgeschmack; eines Tages in voller Offenbarung, wenn der neue Himmel und die neue Erde da sind. In diesem Bewusstsein verliert das Leben im Glauben etwas von seiner Unsicherheit. Wir sind nicht Bittsteller ohne Anspruch, sondern Söhne mit einem zugesagten Erbe – und gerade das macht dankbar und frei, nicht fordernd, sondern vertrauend vor Gott zu stehen.

So verbindet Gott in der Sohnschaft drei Linien: den Geist, der in uns ruft, das Leben, das in uns wirkt, und die Stellung, die uns zugesprochen ist. Wo diese drei zusammenkommen, entsteht eine neue Art zu leben: nicht mehr im Modus des Waisenkindes, das um Zugehörigkeit ringt, sondern im Bewusstsein eines Sohnes, der weiß, dass der Vater ihn wollte, ihn kennt und ihn trägt. Dieses Bewusstsein schließt den Schmerz nicht aus, aber es verankert ihn in einer Beziehung, die nicht zerbricht. In Krisen kann das leise Rufen „Abba, Vater“ zum Ausdruck dieser Beziehung werden – manchmal ohne viele Worte, aber mit viel Gewicht. Die Sohnschaft bleibt dann nicht ein Begriff, sondern wird zu einem inneren Ort, an dem Herz und Geist zur Ruhe kommen.

Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen wiederum zur Furcht, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! (Röm. 8:15)

Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. (1.Joh. 5:12)

Die Sohnschaft Gottes konkret zu leben bedeutet, sich vom Geist des Sohnes innerlich anreden zu lassen: mitten in Anforderungen, Erfolgen und Brüchen darf das stille Bewusstsein wachsen, dass wir nicht mehr vor einem fernen Gott stehen, sondern im Haus eines Vaters leben. Wo das Rufen „Abba, Vater“ – laut oder nur im Herzen – Raum gewinnt, verliert das Leben als religiöses Projekt an Schwere und wird mehr zu einem gemeinsamen Weg mit dem Gott, der unser Vater geworden ist. Daraus kann eine gelassene, zugleich wache Haltung erwachsen: Wir rechnen mit dem Wirken des göttlichen Lebens in uns und erwarten zugleich das volle Erbe, das vor uns liegt.

Durch Heiligung zur vollen Sohnschaft geformt

Wenn Gott uns zur Sohnschaft vorherbestimmt hat, dann lässt Er den Weg dorthin nicht dem Zufall. Er heiligt, um zu formen; Er formt, um Söhne hervorzubringen. Epheser 1.stellt beides nebeneinander: Wir sind „auserwählt …, dass wir heilig und untadelig seien vor ihm in Liebe“, und wir sind „vorherbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst“ (Epheser 1:4–5). Heiligung ist hier nicht Endpunkt, sondern Durchgang: Gott trennt uns von dem, was nicht zu Ihm passt, und durchdringt uns mit seiner eigenen Natur, damit unser Inneres dem Wesen des Sohnes entspricht. Petrus spricht davon, dass wir „der göttlichen Natur teilhaftig“ werden (2.Petrus 1:4) – nicht, indem wir aufhören, Menschen zu sein, sondern indem unser menschliches Wesen von Gottes Heiligkeit durchzogen wird. Heilig zu sein bedeutet dann nicht nur, gewisse Dinge zu meiden, sondern von innen her anders geworden zu sein, weil Gott sich in uns hineinlegt.

Heilig zu sein bedeutet, mit Gott vermengt zu sein. Gott heiligt uns, indem Er Sich Selbst in uns hineinlegt und uns dann mit Seiner Natur vermengt. Dabei geht es um die Natur, nämlich darum, dass unsere Natur mit Seiner Natur verwandelt wird. Wir wurden als Menschen, als natürliche Menschen, geboren, aber Gott möchte, dass wir göttlich sind. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft vier, S. 37)

Ein großer Teil dieser Heiligung geschieht nicht im stillen Kämmerlein, sondern im gelebten Gemeindeleben. Die Bibel scheut sich nicht zu sagen, dass Gott „alle Dinge zum Guten mitwirken“ lässt für die, die Ihn lieben, und fügt unmittelbar hinzu, wozu dieses Gute dient: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichgestaltet zu sein“ (Römer 8:28–29). Zu diesen „allen Dingen“ gehören auch Spannungen, Missverständnisse und Verletzungen unter Glaubenden. In Gottes Hand werden sie nicht zu Stolpersteinen seines Plans, sondern zu Werkzeugen, mit denen Er scharfe Kanten unseres Egos abschleift, eine tiefere Bereitschaft zur Vergebung weckt und uns lehrt, nicht im alten Menschen, sondern im Geist zu reagieren. Dort, wo wir innerlich vor der Wahl stehen, nach altem Muster zu handeln oder uns vom Geist der Sohnschaft prägen zu lassen, geschieht dieses geheimnisvolle Formen. Die Gemeinde wird so – bei aller Unvollkommenheit – zu einer Werkstatt, in der Gott an vielen Leben zugleich arbeitet.

Dieses Werk Gottes bleibt nicht auf den inneren Menschen beschränkt. Paulus erinnert daran, dass wir „die Erstlingsgabe des Geistes“ haben und darum „seufzen in uns und erwarten sehnlichst die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8:23). Unser Geist ist schon erneuert, unsere Seele wird fortlaufend verwandelt, unser Leib aber wartet noch auf die endgültige Erlösung. Die volle Sohnschaft umfasst auch diesen Bereich: Unser Sterbliches wird von Leben verschlungen, unsere Schwachheit mit Herrlichkeit bekleidet. Wenn Christus wiederkommt, wird Er „den Leib unserer Niedrigkeit umgestalten, sodass er gleichförmig wird dem Leib seiner Herrlichkeit“ (Philipper 3:21). Dann tritt hervor, was Gott in verborgenem Werk bereits begonnen hat: eine Gemeinschaft von Söhnen, die nicht nur in ihrem Inneren, sondern auch in ihrer Erscheinung von der Herrlichkeit des Erstgeborenen geprägt sind.

So betrachtet, ist der oft anstrengende Weg der Heiligung kein Nebenschauplatz, sondern der konkrete Ausdruck von Gottes Vorherbestimmung zur Sohnschaft. Jeder Konflikt, der uns unsere Grenzen spüren lässt, jede Situation, in der unser Rechtsempfinden herausgefordert wird, und jede Stunde, in der wir innerlich „Abba, Vater“ rufen, weil wir anders nicht weiterwissen, kann Teil dieses Formens sein. Gott arbeitet nicht an uns vorbei, sondern mitten durch unsere Geschichte hindurch. Das kann den Blick auf das Gemeindeleben verändern: Was von außen chaotisch wirkt, ist in seiner Hand eine Küche, in der Er aus rohen Zutaten ein Mahl bereitet. Sein Ziel bleibt ein Leib von Söhnen und Töchtern, die Ihn widerspiegeln.

wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und untadelig seien vor ihm in Liebe; und er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens. (Eph. 1:4-5)

durch die er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das in der Welt ist durch die Begierde. (2.Pet. 1:4)

Heiligung als Weg zur Sohnschaft anzunehmen, bedeutet, die Spannungen des Glaubens- und Gemeindelebens nicht nur als Störung zu deuten, sondern als Orte, an denen Gott an unserem Inneren arbeitet. Das nimmt dem Schmerz nicht seine Schärfe, aber es gibt ihm einen Rahmen: Wir sind nicht Opfer blinder Umstände, sondern Menschen, an denen ein Vater mit langem Atem formt. In dieser Sicht können auch mühsame Wegstrecken zu leisen Verheißungen werden, dass Gott aus ihnen etwas Bleibendes hervorbringt. Die Hoffnung auf die volle Sohnschaft – Geist, Seele und Leib – fächert sich dann schon heute in einer nüchternen, aber tiefen Zuversicht auf: Gott wird vollenden, was Er begonnen hat.


Vater, wir danken Dir, dass Du uns nicht nur vergeben hast, sondern uns in Deinem Sohn von Ewigkeit her zur Sohnschaft vorherbestimmt hast. Öffne unsere Augen, damit wir Deine Liebe und Dein Wohlgefallen über uns tiefer erkennen und unser Leben nicht mehr aus Angst oder Pflicht, sondern als geliebte Söhne vor Dir führen. Stärke in uns den Geist der Sohnschaft, damit unser „Abba, Vater“ lauter und freier wird, gerade mitten in den Spannungen und Unklarheiten unseres Alltags und des Gemeindelebens. Verwandle unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Entscheidungen, damit wir dem Bild Deines Sohnes ähnlicher werden und etwas von der kommenden Herrlichkeit des Neuen Jerusalems schon heute widerspiegeln. Bewahre uns in der Hoffnung, dass Du das gute Werk der Sohnschaft in uns vollenden wirst und wir einmal in voller Freude alles erben, was Du bist. In Jesu Namen, Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Ephesians, Chapter 4

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