Das Wort des Lebens
lebensstudium

Umwandlung und Gleichgestaltung durch das gepfropfte Leben (2)

13 Min. Lesezeit

Viele Christinnen und Christen kennen die biblischen Aussagen über Kreuz, Auferstehung und neues Leben, erleben aber wenig davon in ihrem Alltag. Paulus beschreibt im Römerbrief, dass unser Weg mit dem Herrn nicht in erster Linie aus Lehre und Anstrengung besteht, sondern aus einem realen Wachstumsprozess in einem eingepflanzten Leben. Wenn wir verstehen, was es bedeutet, dass unser menschliches Leben mit dem göttlichen Leben „verheiratet“ und gepfropft ist, sehen wir Gottes Ziel mit uns klarer und entdecken, wie dieses Leben ganz praktisch unsere Gedanken, unsere Beziehungen und unseren Charakter verwandelt.

Das gepfropfte Leben: göttliches und menschliches Leben vereint

Wenn die Bibel erzählt, dass Gott den Menschen nach Seinem Bild und nach Seiner Ähnlichkeit schuf, legt sie damit mehr als nur einen hohen Ursprung des Menschen fest. In 1. Mose 1:26 heißt es: „Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen in Unserem Bild, nach Unserer Ähnlichkeit; und sie sollen herrschen …“ Bild und Ähnlichkeit weisen auf Übereinstimmung hin, nicht in der Gottheit, wohl aber in der Ausdrucksfähigkeit. Der Mensch ist wie ein sorgfältig geformtes Gefäß, reich gegliedert, fähig zu denken, zu lieben, zu entscheiden – und doch innerlich leer, solange Gott nicht in ihm wohnt. Wie ein Handschuh, der der Hand ähnlich ist, aber ohne Hand keinen Sinn erfüllt, so trägt auch das menschliche Leben ein Echo des göttlichen Lebens in sich, ohne selbst göttlich zu sein. Seine Würde setzt gerade voraus, dass es nicht in sich selbst ruht, sondern offen ist für einen Anderen, den es enthalten soll.

Entsprechend Gottes Souveränität in der Schöpfung ist das menschliche Leben dem göttlichen Leben ähnlich, so wie ein Handschuh einer Hand ähnelt. Ohne Hand hat der Handschuh keinen Zweck und ist nutzlos. Nach demselben Prinzip ist das menschliche Leben ohne Gott zwecklos und nutzlos. Das menschliche Leben wurde im Bild und nach der Ähnlichkeit des göttlichen Lebens geschaffen, mit dem Ziel, das göttliche Leben zu enthalten. Enthält es das göttliche Leben nicht, ist das menschliche Leben wie ein leerer Handschuh, der keinen Zweck hat. Der Sinn des menschlichen Lebens besteht darin, das göttliche Leben zu enthalten. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundsechzig, S. 676)

In Christus hat der Dreieine Gott diesen ursprünglichen Entwurf aufgegriffen und vollendet. Durch Seine Menschwerdung hat der Sohn Gottes das menschliche Leben angenommen; am Kreuz hat Er die Sünde und alle Dinge, die uns von Gott trennten, gerichtlich beendet; in Auferstehung und Himmelfahrt hat Er als verherrlichter Mensch das göttlich‑menschliche Leben in sich vereint. Dieses Leben ist nun nicht eine abstrakte Energie, sondern der lebendige Christus, der sich schenken will. Wenn die Schrift sagt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal. 2:20), beschreibt sie genau diesen Pfropfungs‑Vorgang: Unser von Gott geschaffenes, aber gefallene Menschsein wird nicht ausgelöscht, sondern mit dem göttlichen Leben verbunden. Wie ein edler Zweig in einen einfachen Stamm eingepfropft wird und mit dessen Saftfluss eins wird, so werden wir durch den Glauben in Christus hineingenommen (Röm. 6:5).

In dieser Verbindung wird sichtbar, warum unser Menschsein so sorgfältig gestaltet wurde. Unsere Vernunft, unsere Gefühle, unser Wille – sie sind nicht dazu bestimmt, in religiöser Selbstkreislauf‑Optimierung beschäftigt zu sein, sondern dazu, von innen her von einem anderen Leben durchströmt zu werden. Wenn Christus in uns wohnt, beginnt Er, die Fähigkeiten, die Gott in die Schöpfung des Menschen gelegt hat, zu beleben, zu reinigen und zu erhöhen. Unser Denken wird klarer, weil es sich an der Wahrheit Gottes ausrichtet; unsere Zuneigungen werden reiner, weil sie von der Liebe Christi geordnet werden; unser Wille wird freier, weil er aus der Bindung an sich selbst gelöst wird. So entsteht eine neue Qualität menschlichen Lebens – ganz echt menschlich, aber getragen und durchdrungen vom göttlichen Leben.

Diese gepfropfte Einheit führt über die persönliche Erfüllung weit hinaus. Die Schrift bezeugt, dass Gott den Sohn „zum Erstgeborenen unter vielen Geschwistern“ bestimmt hat und dass wir „dem Bilde seines Sohnes gleichförmig“ sein sollen (vgl. Röm. 8:29). Das bedeutet: Aus dieser Verbindung von göttlichem und menschlichem Leben erwachsen „viele Söhne“, viele Christus‑Ausdrücke, die zusammen den Leib Christi bilden. In diesem Leib wird Christus als der Erstgeborene unter vielen sichtbar; Gott gewinnt eine Wohnstätte, in der Er sich durch viele Menschen hindurch ausdrückt. So wird der Mensch tatsächlich zum Brennpunkt der Schöpfung: nicht als Krone seiner Selbstentfaltung, sondern als Gefäß, in dem der ewige Vorsatz Gottes Gestalt gewinnt.

Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen in Unserem Bild, nach Unserer Ähnlichkeit; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. (1. Mose 1:26)

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; und das Leben, das ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben, in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt und Sich Selbst für mich hingegeben hat. (Gal. 2:20)

Das gepfropfte Leben lädt dazu ein, die eigene Existenz nicht mehr als Projekt zur Selbstvervollkommnung zu sehen, sondern als geöffnetes Gefäß für Christus. Wer so auf sein Dasein schaut, kann sowohl die eigene Begrenzung als auch die Größe der göttlichen Berufung annehmen: begrenzt, weil wir aus uns selbst nichts Göttliches hervorbringen; groß, weil gerade dieses gewöhnliche Menschsein der Ort ist, an dem der Sohn Gottes Seine Fülle hineingeben will. In dieser Spannung wächst ein stilles Vertrauen: Gott hat den Menschen nicht umsonst so gemacht, wie er ist – und Er wird das Leben, das Er in Christus in uns hineingelegt hat, nicht ungenutzt lassen.

Transformation: der organische, stoffwechselartige Wandel im Leben

Wenn die Bibel von Verwandlung spricht, denkt sie nicht zuerst an ein verändertes Auftreten, sondern an eine Verwandlung im innersten Bereich des Menschen. Paulus beschreibt diese Bewegung so: „Und werdet nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes“ (Röm. 12:2). Das Bild stammt aus der lebendigen Welt: So wie Nahrung, die wir aufnehmen, im Verborgenen unseren Leib verändert, wirkt das göttliche Leben als eine Art geistlicher Stoffwechsel. Es geht nicht darum, neue Regeln zu lernen, sondern ein neues Leben in sich wirken zu lassen. Dieses Leben ist der auferstandene Christus, der sich als lebengebender Geist in unser Inneres hineingibt.

Heute ist der lebengebender Geist eine allumfassende Dosis göttlicher „Medizin“, voller Bestandteile. Diese Dosis ist in Wirklichkeit der verarbeitete Dreieine Gott Selbst als der allumfassende lebengebender Geist. In diesem Geist sind die Göttlichkeit, die Menschlichkeit sowie Christi Fleischwerdung, menschliches Leben, Kreuzigung, Auferstehung und Auffahrt. Wenn wir daher den Namen des Herrn Jesus anrufen, kommt dieser allumfassende Geist mit all diesen wunderbaren Bestandteilen in uns hinein. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundsechzig, S. 678)

Die Schrift schildert diesen Geist als reich an „Bestandteilen“. Im Vorbild des zusammengesetzten Salböls (2. Mose 30:22–33) finden sich verschiedene Gewürze in Öl vermengt – ein Bild für den Heiligen Geist, in dem Göttlichkeit, Menschlichkeit, das menschliche Leben Jesu, Sein Kreuz, Seine Auferstehung und Seine Auffahrt vereint sind. Wenn es in Epheser 2:5–6 heißt, dass Gott uns „zusammen mit Christus lebendig gemacht“ und „zusammen mit Ihm auferweckt“ hat, dann ist das nicht nur eine Stellung, sondern eine Quelle: Der, der gestorben und auferstanden ist, wohnt durch Seinen Geist in uns. Immer wenn wir Seinen Namen anrufen, Sein Wort im Glauben aufnehmen, unser Inneres Ihm öffnen, tritt dieser allumfassende Geist neu in Funktion. Er bringt das Werk des Kreuzes mit und die Kraft der Auferstehung zugleich.

So geschieht Verwandlung sehr konkret, oft unspektakulär, aber tiefgreifend. In einer angespannten Situation meldet sich spontan unser alter Mensch: verletzter Stolz, alte Muster, vertraute Reaktionen. Aber in uns ist nun ein anderes Leben, das anders reagiert. Die „Todes‑Komponente“ dieses Lebens verurteilt nicht nur unser Fehlverhalten, sie setzt dem alten Menschen ein Ende, indem sie ihn „mit Christus gekreuzigt“ hält. Zugleich meldet sich die Auferstehungsseite: eine stille Sanftmut, die nicht aus uns stammt, ein neuer Gedanke, der Frieden bringt, ein Wille, der bereit wird zu vergeben. Was von Natur aus hart ist, beginnt weicher zu werden; was schwankend ist, gewinnt Festigkeit; was dunkel ist, wird durch das Licht Christi geklärt.

Dieser Prozess berührt nicht nur einzelne Handlungen, sondern den inneren Bau des Menschen. Unser Sinn wird erneuert, indem er lernt, von Gottes Gedanken her zu denken; unsere Gefühle werden geheiligt, indem sie von den Übertreibungen der Selbstbezogenheit gelöst werden; unser Wille wird aus der Sturheit oder Lähmung herausgeführt in eine bereitwillige Zustimmung zu Gott. Paulus verbindet diese Verwandlung ausdrücklich mit Heiligung: Wir werden „zusammen mit Christus lebendig gemacht“ (Eph. 2:5), um nun in einem neuen Bereich zu leben, „im Himmlischen in Christus Jesus“ (Eph. 2:6). Heiligung ist dann nicht ein äußerer Kodex, sondern das Wachstum im Leben bis zur Reife – ein Zugehören zu Gott, das sich tief in unsere Reaktionsweisen einschreibt.

Und werdet nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, damit ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Röm. 12:2)

auch uns, als wir in den Verfehlungen tot waren, zusammen mit Christus lebendig gemacht (durch Gnade seid ihr gerettet worden) und hat uns zusammen mit Ihm auferweckt und uns zusammen mit Ihm niedergesetzt im Himmlischen in Christus Jesus, (Eph. 2:5-6)

Die Sicht der Verwandlung als inneren Lebensprozess nimmt den Zwang, sich ständig selbst optimieren zu müssen, und öffnet für eine andere Aufmerksamkeit: nicht auf die Qualität der eigenen Vorsätze, sondern auf die Gegenwart Christi in der Tiefe des Herzens. Wo der Blick so verschoben wird, bekommen auch Rückschläge und langsame Fortschritte einen anderen Klang – sie werden zu Stationen eines Stoffwechsels, der nicht von unserer Energie abhängt. Zu wissen, dass in uns ein Leben wirkt, das stärker ist als alte Muster, schenkt Hoffnung: selbst unaufgelöste Spannungen und mühsame Lernwege werden nicht vergeblich sein, wenn sie unter der Hand desjenigen stehen, der uns von innen her verwandelt.

Gleichgestaltung: in das Bild des erstgeborenen Sohnes geformt

Jedes Leben trägt seine Gestalt in sich. Ein Samenkorn muss nicht belehrt werden, zu welchem Baum es werden soll; das Gesetz des Lebens in ihm treibt es in eine bestimmte Form. Ähnlich beschreibt die Schrift das göttliche Leben in uns: Es trägt das Bild des Sohnes Gottes in sich und strebt danach, uns diesem Bild anzugleichen. Römer 8:29 fasst dies in eine klare Bestimmung: „Denn die, die Er vorher erkannt hat, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit Er der Erstgeborene sei unter vielen Geschwistern.“ Gleichgestaltung ist mehr als moralische Verbesserung; sie meint ein Formen des ganzen Lebens nach einem lebendigen Vorbild – nach dem erstgeborenen Sohn.

Gleichgestaltung bezeichnet das Formen des Lebens. Wenn das göttliche Leben in uns wächst und uns umwandelt, formt es uns ganz von selbst in das Muster, das Bild, des erstgeborenen Sohnes Gottes. Viele Christen, die für diese Wirklichkeit blind sind, versuchen, sich selbst in die Ähnlichkeit Christi zu formen. Solche eigene Anstrengung führt nie zum Ziel. In dieser Hinsicht ist nur eines wirksam – das göttliche Leben, das in uns wächst, uns heiligt, uns umwandelt und uns formt. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundsechzig, S. 683)

Dieses Formen geschieht nicht in erster Linie durch äußerliche Nachahmung. Wer sich vornimmt, Jesus zu kopieren, stößt schnell an die Grenzen seiner Natur: Geduld erschöpft sich, Liebe wird selektiv, Demut kippt in verdeckten Stolz. Gleichgestaltung setzt tiefer an. Das göttliche Leben in uns arbeitet daran, unser Inneres so zu strukturieren, dass wir aus derselben Quelle leben, aus der Christus als Mensch gelebt hat. Seine Milde, Seine Klarheit, Seine Standfestigkeit, Seine Hingabe sind keine „Verhaltensmodule“, die wir uns antrainieren, sondern Ausdruck des Lebens, das nun auch in uns wohnt. Wenn dieses Leben in uns wächst, beginnt es, unsere spontanen Reaktionsweisen zu formen – nicht auf Knopfdruck, aber über Jahre hinweg.

Dabei geht das Wirken dieses Lebens zweifach vor: Es entlädt, was dem Bild Christi widerspricht, und es belebt, was Gott ursprünglich in uns angelegt hat. Harter Zynismus verliert Sperrkraft, tief eingeübte Selbstsucht wird brüchig, innere Lähmung löst sich. Gleichzeitig werden vergessene oder verkümmerte Gaben freigelegt: die Fähigkeit zur Empathie, Klarheit im Urteil, Treue in kleinen Dingen. So hebt das göttlich‑menschliche Leben unser Menschsein auf ein höheres Niveau, ohne es zu zerstören. Was „wir selbst“ sind, geht nicht unter, aber es wird neu geordnet, gereinigt, durchleuchtet und auf Christus hin ausgerichtet. Gleichgestaltung bedeutet darum weder Uniformierung noch Selbstverlust, sondern Erfüllung der ursprünglichen Berufung des Menschen.

Diese Bewegung bleibt nicht privat. Wenn viele Gläubige so geformt werden, entsteht etwas, das kein Einzelner darstellen kann: der Leib Christi als lebendiger Organismus. Paulus spricht in Epheser 4:13 davon, dass wir gelangen sollen „zu dem Maß des vollen Wuchses der Fülle des Christus“ und dass der Leib sich „selbst aufbaut in Liebe“ (Eph. 4:16). Hier berühren sich persönliche Gleichgestaltung und gemeinschaftlicher Ausdruck. Je mehr das Bild des Sohnes in den einzelnen Gliedern Gestalt gewinnt, desto sichtbarer wird Christus in der Mitte Seines Volkes. Die örtliche Gemeinde wird dann nicht primär durch Strukturen definiert, sondern durch ein Miteinander, in dem etwas von der Person Christi erkennbar wird: in der Art, wie man miteinander spricht, Konflikte austrägt, Schwache trägt, Verantwortung teilt.

Denn die, die Er vorher erkannt hat, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit Er der Erstgeborene sei unter vielen Geschwistern. (Röm. 8:29)

bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Mann, zu dem Maß des vollen Wuchses der Fülle des Christus; (Eph. 4:13)

Die Perspektive der Gleichgestaltung nimmt dem Christenleben sowohl den Perfektionismus als auch die Resignation. Wenn das Ziel nicht ein selbst erzeugtes Ideal, sondern das Bild des Sohnes ist, das das göttliche Leben in uns hervorbringen will, kann man nüchtern auf das eigene Werden blicken – ohne sich zu überschätzen und ohne zu verzweifeln. Jeder Tag, an dem Christus ein wenig mehr Raum in unserem Denken, Fühlen und Wollen gewinnt, steht dann im Dienst eines großen Ziels: dass der Erstgeborene unter vielen Geschwistern sichtbar geehrt wird. Daraus wächst eine stille, aber tragfähige Motivation, den Weg weiterzugehen, auch dort, wo Fortschritte kaum zu erkennen sind – im Vertrauen darauf, dass der, der uns ruft, treu ist und es auch tun wird.


Herr Jesus Christus, danke, dass Du Dein göttliches Leben mit unserem menschlichen Leben verbunden hast und in uns wohnst als der Geist, der Leben gibt. Du siehst, wo wir noch in alten Mustern denken und reagieren, und Du kennst zugleich den guten Vorsatz des Vaters, uns in Dein Bild zu verwandeln. Stärke in uns das Vertrauen, dass Dein Leben in uns mächtiger ist als jede Schwachheit, jede Gewohnheit und jede Dunkelheit. Lass uns Dich im Alltag innerlich mehr betrachten, damit Deine Herrlichkeit uns still und doch tiefgreifend verändert. Möge Dein allumfassendes Leben alles Negative in uns nach und nach wegnehmen, das Gute, das Du geschaffen hast, auferwecken und unseren Charakter zu einem klaren Zeugnis Deiner Gnade machen. Fülle und durchtränke unser ganzes Sein, bis wir als einzelne und gemeinsam als Leib Christi etwas von Deiner Schönheit in dieser Welt widerspiegeln. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Romans, Chapter 65

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