Die Auferstehung des Menschen-Erretters (5)
Viele Christen verbinden Auferstehung vor allem mit dem leeren Grab und der historischen Tatsache, dass Jesus den Tod besiegt hat. Doch die Bibel zeichnet ein noch tieferes Bild: In der Auferstehung geschieht etwas Unsichtbares, aber höchst Wirkliches in uns – der auferstandene Christus berührt unser innerstes Wesen. Wer diese Seite der Auferstehung entdeckt, versteht nicht nur mehr über Jesu Sieg, sondern beginnt zu begreifen, warum ein Mensch von Grund auf neu werden und wie daraus die Gemeinde entstehen kann.
Die Auferstehung als Keimung der neuen Schöpfung
Wenn Jesus sich selbst mit einem Weizenkorn vergleicht, das in die Erde fällt, stirbt und dann viel Frucht bringt, öffnet Er uns einen Blick in das Innerste von Gottes Handeln mit dem Menschen. Es geht nicht zuerst um eine Veränderung der äußeren Lebensführung, sondern um ein verborgenes Geschehen im Herzen. Das Korn verschwindet, wird aufgelöst, und gerade darin beginnt das Leben zu keimen. So ist der auferstandene Christus in Seinem Tod gleichsam in die „Erde“ der gefallenen Menschheit hineingegangen. Von Natur her beschreibt die Schrift uns als geistlich tot, obwohl wir äußerlich atmen und handeln. „Und euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden,“ heißt es in Epheser 2:1, und doch ist dies nicht das letzte Wort über den Menschen.
In Johannes 12:24 sagt der Herr Jesus, dass, wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, es viel Frucht bringt. Hier geht es um das Keimen durch die Auferstehung. Dazu sagt Petrus: „Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,“ (1.Petr. 1:3). Als Christus auferweckt wurde, waren wir, Seine Gläubigen, alle in Ihm mit eingeschlossen. Daher sind wir mit Ihm zusammen auferweckt worden (Eph. 2:6). In Seiner Auferstehung hat Er das göttliche Leben in uns hineingespendet und uns in Leben und Natur dem gleich gemacht, was Er ist. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft vierundsiebzig, S. 626)
Entscheidend wird es, wenn der tote Mensch die Stimme des lebendigen Sohnes Gottes berührt. Jesus selbst sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben“ (Joh. 5:25). Wo ein Mensch im Innersten auf dieses Rufen reagiert, geschieht mehr als eine moralische Wende: Der auferstandene Christus kommt als lebengebender Geist in ihn hinein, und das göttliche Leben wird wie ein Keim in sein Wesen eingepflanzt. Petrus fasst es so: „… der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ (1.Petr. 1:3). Wiedergeburt heißt nicht, dass das alte Material ein wenig poliert wird; es bedeutet, dass das Leben Gottes selbst in den Menschen hineinkommt und in ihm zu wachsen beginnt.
Diese Keimung hat ihren Ursprung in der Auferstehung Christi. Als Christus aus den Toten hervorkam, war Er nicht mehr nur der eine Sohn Gottes, getrennt von uns, sondern der, in dem alle, die an Ihn glauben, mit eingeschlossen waren. „Und hat uns zusammen mit Ihm auferweckt und uns zusammen mit Ihm niedergesetzt im Himmlischen in Christus Jesus“ (Eph. 2:6), heißt es. Die Auferstehung ist damit nicht nur ein historisches Ereignis außerhalb von uns, sondern eine Lebensquelle, die hineingeströmt ist in alle, die zu Christus gehören. In diesem Sinn ist jedes echte Glaubensanfangen ein Teilnehmen an der Auferstehung, ein Aufkeimen neuen Lebens im Verborgenen. Der Mensch bleibt äußerlich derselbe, aber an seinem inneren Ursprung hat sich etwas Grundsätzliches geändert.
Die Bibel spricht darum von einer neuen Schöpfung. Paulus formuliert es schlicht und kraftvoll: „Wenn nun jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Die alten Dinge sind vergangen; siehe, sie sind neu geworden“ (2.Kor 5:17). Das alte, von sich selbst her definierte Leben verliert seine Mitte, und an seine Stelle tritt Christus als innere Quelle. Johannes beschreibt die, die an Christus glauben, als solche, „die weder von dem Blut noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott gezeugt wurden“ (Joh. 1:13). Aus einem Teil der alten Schöpfung, der ohne Gottes Leben war, wird ein Mensch, dessen Innerstes von Gottes eigenem Leben durchpulst wird. Das verändert früher oder später auch Denken, Fühlen und Handeln, doch der Ursprung liegt tiefer: Gott selbst hat im Verborgenen angefangen.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. (Joh. 5:25)
Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, (1.Petr. 1:3)
Die innere Keimung des göttlichen Lebens durch die Auferstehung Christi lädt dazu ein, das eigene Leben nicht mehr primär unter moralischen oder psychologischen Vorzeichen zu betrachten, sondern aus der Perspektive dessen, was Gott bereits in der Tiefe gewirkt hat. Wer sich als neue Schöpfung versteht, lernt, das leise Wachsen dieses Lebens ernst zu nehmen, ihm Raum zu lassen und es höher zu achten als das beharrliche Reden der alten Gewohnheiten. Das schenkt eine nüchterne Ehrlichkeit über das eigene Versagen, ohne in Verzweiflung zu fallen, weil das Entscheidende nicht unsere Leistung ist, sondern der in uns eingepflanzte Christus. Aus dieser Sicht wächst eine stille Zuversicht: Was Gott in der Auferstehung begonnen hat, wird Er nicht unvollendet lassen, sondern zu einem reifen, tragfähigen Leben heranführen.
Die Auferstehung als Vermehrung Christi und Entstehung der Gemeinde
Das Bild des Weizenkorns führt weiter als nur bis zur persönlichen Wiedergeburt. Ein einziges Korn, das in die Erde fällt und stirbt, kommt nicht als ein veredeltes Einzelkorn wieder hervor, sondern als eine Vielzahl von Körnern. So hat Jesus gesagt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“ (Joh. 12:24). Die Auferstehung Christi bedeutet daher nicht nur, dass Er selbst dem Tod entronnen ist, sondern dass Er sich vervielfältigt hat. Was in Ihm als dem einen Menschensohn an Menschlichkeit und Gottverbundenheit sichtbar war, bleibt nicht singulär, sondern entsteht in vielen Menschen neu – in all denen, in die Er als lebengebender Geist hineingekommen ist.
Die Auferstehung des Menschen-Heilandes war auch Seine Vermehrung, um die Gemeinde als Seine Vervielfältigung hervorzubringen. Durch Seine Auferstehung konnte der Menschen-Heiland vermehrt werden und dadurch Seine Vermehrung haben. Als eine Veranschaulichung der Vermehrung des Herrn durch Auferstehung betrachten wir ein Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt. Nachdem ein Weizenkorn in die Erde gefallen und gestorben ist, wächst es auf und wird zu vielen Körnern. Die vielen Körner sind die Vervielfältigung des einen Korns, und diese Vervielfältigung ist die Vermehrung dieses Weizenkorns. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft vierundsiebzig, S. 628)
Darum spricht die Schrift von der Gemeinde als einer Frucht der Auferstehung. Sie ist kein von außen aufgebautes System, sondern das gemeinsame Hervorgehen der vielen „Körner“, die aus dem einen Christus hervorgebracht wurden. In der Auferstehung hat Gott Christus erhöht und Ihn an Seine rechte Seite gesetzt: „die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten niedersetzte im Himmlischen, hoch über jedem Fürstentum und jeder Gewalt und Macht und Herrschaft …“ (Eph. 1:20–21). Diese Erhöhung bleibt jedoch nicht bei Christus allein. Alles, was Er als das verherrlichte Haupt empfangen hat – seine Stellung, seine Autorität, sein Sieg –, ist dazu bestimmt, in Seinem Leib, der Gemeinde, Ausdruck zu finden.
So beschreibt Paulus den weiteren Schritt: Gott „hat Ihm gegeben, Haupt über alles zu sein, der Gemeinde, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Eph. 1:22–23). Die Auferstehung Christi hat also eine doppelte Richtung: nach oben, hin zum Vater, wo Christus als Haupt eingesetzt ist, und nach außen, hin zu den Menschen, in denen dieses Haupt sich einen Leib bildet. Die Gemeinde entsteht dort, wo Menschen nicht mehr nur einzeln vom auferstandenen Christus leben, sondern in ein organisches Ganzes hineingenommen werden, in dem sie miteinander und mit dem Haupt verbunden sind. Die vielen Gläubigen sind dann nicht Varianten eines religiösen Ideals, sondern die lebendige Fortsetzung des einen Christus in dieser Welt.
Diese Sicht entlastet und ermutigt zugleich. Die Gemeinde ist nicht das Werk besonders begabter Christen, sondern das Ergebnis der allmächtigen Auferstehungskraft Gottes. „Den hat Gott auferweckt, nachdem Er die Wehen des Todes aufgelöst hatte, da es nicht möglich war, dass Er von ihm festgehalten wurde“ (Apg. 2:24). In derselben Unmöglichkeit, dass der Tod Christus festhalten konnte, liegt auch die Gewissheit, dass nichts die Vermehrung Christi in Seiner Gemeinde dauerhaft verhindern kann. Menschen können scheitern, Strukturen können zerbrechen, aber das Leben, das Gott durch die Auferstehung Seines Sohnes in so viele hineingelegt hat, drängt immer wieder zum gemeinsamen Ausdruck.
Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. (Joh. 12:24)
die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten niedersetzte im Himmlischen, (Eph. 1:20-23)
Die Erkenntnis, dass die Gemeinde die Vermehrung Christi aus der Auferstehung ist, verändert den Blick auf das Miteinander der Glaubenden. An die Stelle der Erwartung, dass menschliche Fähigkeiten oder Strukturen die Gemeinde tragen müssen, tritt die stille Zuversicht in das wirksame Leben des auferstandenen Herrn in ihrer Mitte. Das hilft, Enttäuschungen und Spannungen nicht zum letzten Maßstab zu machen, sondern auf den zu sehen, der als Haupt über allem steht und sein Leben unaufhaltsam in den Leib einströmen lässt. Wer so denkt, kann dankbar wahrnehmen, wie Christus sich in anderen zeigt, und zugleich gelassen bleiben, wo vieles unvollkommen ist – im Vertrauen darauf, dass die Frucht der Auferstehung nicht von unserer Perfektion, sondern von Seiner Treue abhängt.
Die Gemeinde als Fülle des alles erfüllenden Christus
Der Blick auf die neue Schöpfung und auf die Gemeinde als Leib Christi führt zu einer letzten, weitreichenden Frage: Wozu das alles? Die Antwort der Schrift überrascht durch ihre Größe. Der auferstandene Menschen-Erretter ist heute der lebengebende Geist, nicht nur damit einzelne Menschen gerettet werden, sondern damit Gott in Seinem Sohn einen sichtbaren Ausdruck in dieser Welt gewinnt. Paulus schreibt, dass Gott Christus „gegeben [hat], Haupt über alles zu sein, der Gemeinde, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Eph. 1:22–23). Christus ist der, der „alles in allem“ erfüllt, der in der Schöpfung, in der Geschichte und im Leben der Menschen die letzte Mitte bildet. Gerade weil Er so umfassend ist, will Er nicht unsichtbar bleiben, sondern sich in einer Fülle zeigen, die zu Ihm passt.
Heute ist der Menschen-Erretter in Seiner Auferstehung der lebengebender Geist, um uns, Gottes auserwähltes Volk, zu Seiner Vervielfältigung zu machen. Diese Vervielfältigung ist die Gemeinde, Sein Leib, die Ihn als Seine Fülle zum Ausdruck bringt. Dies ist das letztendliche Ergebnis der Auferstehung Christi. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft vierundsiebzig, S. 631)
Diese Fülle ist die Gemeinde. Sie ist nicht nur Empfängerin göttlicher Gaben, sondern Trägerin des Ausdrucks Christi. Paulus beschreibt sein eigenes Evangeliumsamt mit den Worten: „Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Heiden den unerforschlichen Reichtum Christi als das Evangelium zu verkünden“ (Eph. 3:8). Die unerforschlichen Reichtümer Christi – seine Liebe, seine Weisheit, seine Heiligkeit, seine Barmherzigkeit – sind dazu da, von den Glaubenden aufgenommen zu werden, damit sie in ihnen Gestalt gewinnen. Je mehr die Gläubigen aus diesem Reichtum leben, desto mehr entsteht eine Fülle, ein gemeinsamer Ausdruck, in dem Christus erkennbar wird. Die neue Schöpfung bleibt dann nicht abstrakte Lehre, sondern wird in konkreten Beziehungen, Entscheidungen und Haltungen sichtbar.
Das Ziel Gottes mit der Gemeinde ist daher nicht zuerst Aktivität, sondern Ausdruck. In der Sprache der Schrift bedeutet das, dass die Glaubenden Anteil an der göttlichen Natur bekommen: „… damit ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben entronnen seid, das durch die Begierde in der Welt ist“ (2.Petr. 1:4). Teilhaber der göttlichen Natur zu sein heißt nicht, selbst zu Gott zu werden, sondern von Seinem Wesen geprägt zu werden. Wenn Geduld nicht nur aus Anstrengung, sondern aus der inneren Ruhe Christi kommt, wenn Liebe nicht nur Prinzip, sondern Antwort auf das Erbarmen Gottes ist, dann leuchtet etwas von dieser Fülle auf. So wird die Gemeinde zu einem Ort, an dem die neue Schöpfung greifbar, hörbar, spürbar wird – mitten in der alten Welt.
Gerade weil das so groß ist, wird im Alltag vieles zunächst klein und unscheinbar bleiben. Die Fülle Christi zeigt sich oft in unspektakulären Gesten: in der Treue in verborgenen Diensten, in der Bereitschaft zur Versöhnung, im geduldigen Tragen anderer. Doch aus der Perspektive Gottes sind es genau solche Dinge, in denen der auferstandene Christus sich vervielfältigt und Seinen Leib baut. Was uns gering vorkommt, ist Teil eines größeren Bildes, in dem der, der alles in allem erfüllt, sich eine Gemeinde formt, die Ihm entspricht.
und Er hat alles Seinen Füßen unterworfen und hat Ihm gegeben, Haupt über alles zu sein, der Gemeinde, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. (Eph. 1:22-23)
Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, den Heiden den unerforschlichen Reichtum Christi als das Evangelium zu verkünden (Eph. 3:8)
Die Einsicht, dass die Gemeinde die Fülle des alles erfüllenden Christus ist, lädt ein, das eigene Leben und das gemeinsame Glaubensleben in einem weiteren Horizont zu sehen. Statt sich an der eigenen Begrenztheit oder der offensichtlichen Unvollkommenheit der Gemeinde zu stoßen, darf der Blick auf den Reichtum Christi gerichtet bleiben, den Gott in Seinem Volk zur Darstellung bringen will. Das nimmt Druck, immer etwas Außergewöhnliches hervorbringen zu müssen, und stärkt zugleich die Wertschätzung für die vielen stillen Ausdrucksformen Christi im Alltag. Wer so lebt, lernt, in kleinen Schritten und unscheinbaren Diensten einen Anteil an Gottes großem Ziel zu entdecken: dass der auferstandene Herr durch eine vervielfältigte Menschheit sichtbar wird und Gottes Herz gerade darin Ruhe und Freude findet.
Herr Jesus Christus, danke, dass Deine Auferstehung mehr ist als ein vergangenes Ereignis, dass Du heute als lebengebender Geist in uns wohnst und aus geistlich Toten neue Schöpfung machst. Stärke in uns den Glauben, dass Dein auferstandenes Leben mächtiger ist als unsere Sünde, unsere Vergangenheit und unsere Schwachheit. Lass Dein Leben in uns wachsen, damit wir nicht aus eigener Anstrengung, sondern aus Deiner Fülle leben und gemeinsam als Gemeinde Deinen Reichtum widerspiegeln. Erfülle Dein Volk neu mit Hoffnung, dass Dein Sieg endgültig und Deine Gegenwart treu ist, und dass nichts uns aus Deiner Hand reißen kann. Zu Deiner Ehre und zum Aufbau Deines Leibes bewahre uns in dieser lebendigen Verbindung mit Dir. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Luke, Chapter 74