Das Wort des Lebens
lebensstudium

Zehn Aspekte Christi

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Viele Christen kennen einzelne Wahrheiten über Jesus, etwa dass Er für unsere Sünden gestorben ist oder dass Er wiederkommen wird. Doch die Bibel zeichnet ein viel umfassenderes Bild: Vom ersten Buch 1. Mose bis zur Offenbarung entfaltet Gott Schritt für Schritt, wer Christus ist, was Er getan hat und wie wir in Ihm leben können. So wie Israel das gute Land einnehmen sollte, ist Christus heute das weite, reiche Land, in das Gott uns hineinführt – mit Bergen und Tälern, Flüssen und Quellen geistlicher Erfahrungen. Wer diese Fülle entdeckt, findet einen Halt, der stärker ist als persönliche Schwankungen, kirchliche Traditionen oder religiöse Diskussionen.

Christus – von der Ewigkeit in unsere Geschichte

Am Anfang aller Wege Gottes steht nicht ein Plan, sondern eine Person. Bevor Himmel und Erde geschaffen wurden, war Christus als der Sohn Gottes beim Vater, ja eins mit Ihm. Johannes bezeugt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Johannes 1:1). Christus ist nicht eine spätere Ergänzung zu Gottes Vorhaben, sondern die ewige Selbstmitteilung des unsichtbaren Gottes. Als der einziggeborene Sohn, der „in der Brust des Vaters ist“, macht Er das Herz Gottes sichtbar, hörbar und greifbar (Johannes 1:18). Wenn wir an den ewigen Christus denken, sehen wir nicht zuerst Macht und Majestät, sondern die innigste Nähe zwischen Vater und Sohn, in der Liebe, Wille und Herrlichkeit Gottes auf ewig in vollkommener Harmonie ruhen.

In der Ewigkeit war Christus allein Gott und noch nicht Mensch. Er war der Sohn Gottes als die Verkörperung Gottes (Joh. 1:18) und das Wort Gottes als die Definition Gottes (V. 1). (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft dreizehn, S. 85)

In diese Ruhe hinein tritt ein Entschluss: derselbe ewige Sohn nimmt die Begrenzung der Zeit und der Menschlichkeit an. Die Menschwerdung ist kein bloßes Herabsteigen, sondern ein echtes Hineingehen in unsere Geschichte. Paulus beschreibt dieses Geheimnis so, dass Gott „Seinen eigenen Sohn in der Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und der Sünde wegen sandte“ (Römer 8:3). Der, der als ewiges Wort Gott offenbart, wird als Gott-Mensch in Bethlehem geboren, wächst in einer unscheinbaren Familie auf und arbeitet in Nazareth mit seinen Händen. In seinem Alltag atmen die göttlichen Eigenschaften durch menschliche Tugenden: Seine Barmherzigkeit erscheint in Tränen am Grab des Lazarus, seine Heiligkeit in der Sanftheit gegenüber Sündern, seine Autorität in einem Wort, das Wind und Wellen beruhigt. So wird sichtbar, wie Gott selbst Menschsein gedacht hat: nicht als Gegensatz zu Ihm, sondern als durchscheinendes Gefäß für seine Gegenwart.

Der Weg dieses Gott-Menschen führt jedoch nicht an der Tiefe des Leidens vorbei. Am Kreuz verdichtet sich die Geschichte Gottes mit der Welt in einem Punkt. Jesus hängt dort als das Lamm Gottes, von dem es heißt: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1:29). In diesem Opfer trägt Er nicht nur unsere einzelnen Verfehlungen, sondern die Macht der Sünde selbst wird gerichtet. Zugleich erfüllt sich, was in der ehernen Schlange vorgebildet war: der Sohn des Menschen wird erhöht, um die alte Schlange, den Teufel, zu entmachten (vgl. Johannes 3:14; Hebräer 2:14). In einem einzigen Ereignis begegnen sich Liebe, Heiligkeit und Gericht – Gott verurteilt die Sünde und öffnet zugleich den Raum für eine neue Gemeinschaft mit sich.

Doch das Kreuz ist mehr als ein Gerichtstag über Schuld. Jesus deutet sein Sterben mit dem Bild des Samenkorns: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“ (Johannes 12:24). In seinem Tod wird das in Ihm verborgene göttliche Leben freigesetzt und vermehrt. Damit wird nicht nur Schuld abgetragen, sondern eine neue Schöpfung in Gang gesetzt. „Unser alter Mensch“ wird mit Ihm mitgekreuzigt (Römer 6:6), die gottferne Existenz des gefallenen Menschen verliert ihren Anspruch auf uns. Gleichzeitig werden die Mauern, die Menschen voneinander trennen – religiöse, kulturelle, soziale Ordnungen – in seinem Fleisch abgebrochen, damit Er „die zwei zu einem neuen Menschen schaffe und so Frieden stifte“ (Epheser 2:15).

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Joh. 1:1)

Niemand hat Gott je gesehen; der einziggeborene Sohn, der in der Brust des Vaters ist, Er hat Ihn kundgetan. (Joh. 1:18)

Der Blick auf Christus, der von der Ewigkeit in unsere Geschichte eintritt, löst uns aus der engen Sicht auf unsere eigenen Umstände. Wenn Er schon vor aller Zeit der Ausdruck des Vaters war und sich nicht scheute, die gewöhnliche, gebrochene Wirklichkeit des Menschseins zu betreten, dann trägt jede Phase unseres Lebens die Möglichkeit, zu einem Ort seiner Offenbarung zu werden. Sein Kreuz steht als fester Bezugspunkt da: Dort ist unsere Schuld getragen, unsere alte Existenz gerichtet und ein Weg in ein neues Leben geöffnet worden. Im Innersten bedeutet das: Wir sind nicht länger auf uns selbst zurückgeworfen. Selbst das, was uns als Endpunkt erscheint – Scheitern, Schuld, Verlust –, ist für Ihn ein Ort, an dem das Samenkorn sterben und viel Frucht bringen kann. Wer sich innerlich an diesen Christus hält, lernt, seine Geschichte nicht mehr nur an den sichtbaren Ergebnissen zu messen, sondern an dem unsichtbaren Wirken dessen, der vom ewigen Wort zum gekreuzigten Weizenkorn wurde, um unsere Gegenwart mit Gottes Zukunft zu verbinden.

Christus – verherrlicht, gegenwärtig und vermehrt

Mit der Auferstehung Christi beginnt nicht nur ein neuer Abschnitt der Geschichte, sondern eine neue Ordnung der Wirklichkeit. Christus, der von Ewigkeit her der einziggeborene Sohn ist, tritt aus dem Grab hervor als der Erstgeborene unter vielen Brüdern. Apostelgeschichte 13:33 legt aus, dass Gott die Verheißung erfüllt hat, indem Er Jesus auferweckte, wie geschrieben steht: „Du bist Mein Sohn; heute habe Ich Dich gezeugt.“ In der Auferstehung wird seine Menschheit in eine neue Beziehung zu Gott hineingenommen; das, was Er als Mensch erlitten, gelernt und gehorsam durchschritten hat, wird in die Sohnschaft hineingehoben. Paulus fasst dieses Ziel Gottes so: „damit Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei“ (Römer 8:29). Was in Bethlehem verborgen begann, wird in der Auferstehung öffentlich: Gott will nicht nur einen Sohn, sondern eine Familie von Söhnen, die dem Bild dieses Sohnes gleichgestaltet werden.

Er wurde in Seiner Auferstehung von Gott gezeugt, damit Er als Erstgeborener Sohn Gottes unter vielen Brüdern sei (Röm. 8:29). Von Ewigkeit her war Er der einziggeborene Sohn Gottes (Joh. 1:18; 3:16). Nach der Fleischwerdung wurde Er in Seiner Menschlichkeit durch die Auferstehung von Gott gezeugt, um der Erstgeborene Sohn Gottes zu sein. Man kann sagen, dass in Seiner Auferstehung Seine Menschlichkeit „sohnifiziert“ wurde. (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft dreizehn, S. 88)

Diese neue Familie entsteht nicht aus menschlicher Anstrengung, sondern aus dem Leben des Auferstandenen selbst. Johannes 3:16 deutet an, dass der, der als einziggeborener Sohn gegeben wurde, gerade dadurch vielen das ewige Leben mitteilt: „damit jeder, der in Ihn hineinglaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ In der Auferstehung wird Christus zum lebensspendenden Geist, der seine ganze Geschichte – Menschsein, Gehorsam, Leiden, Tod und Sieg – in sich trägt und als Kraft in denen wirkt, die an Ihn glauben. Wenn Er zu Marta sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11:25), spricht Er nicht nur über ein Ereignis am Ende der Zeit, sondern über eine gegenwärtige Wirklichkeit, die in unserem Inneren Raum gewinnt. In jeder Situation, in der wir aus diesem Geist leben, nimmt sein Auferstehungsleben in uns Gestalt an – oft unscheinbar, aber real.

Die Himmelfahrt führt diese Bewegung weiter: Der Auferstandene wird von Gott als Herr bestätigt und als Christus eingesetzt. Petrus verkündigt: „Das ganze Haus Israel wisse darum mit Gewissheit, dass Gott Ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt“ (Apostelgeschichte 2:36). Derselbe, der am Kreuz verworfen wurde, sitzt nun zur Rechten Gottes und trägt den Titel „Herr über alle“ (Apostelgeschichte 10:36). Als solcher lenkt Er die Geschichte nicht mit distanzierter Macht, sondern mit dem Herzen des Lammes, das sein Leben hingegeben hat. In Offenbarung 1:5 wird Er „der Erstgeborene der Toten und der Fürst über die Könige der Erde“ genannt; sein Regiment ist von der Liebe geprägt, die uns „durch Sein Blut von unseren Sünden befreit hat“. So verbinden sich kosmische Herrschaft und persönliche Erlösung in einer Person.

Gleichzeitig bleibt Christus nicht isoliert in der himmlischen Sphäre. In der Auferstehung und Himmelfahrt wird Er vergrößert, vermehrt und ausgedehnt. Paulus verwendet das Bild des Leibes: Wie der menschliche Leib aus vielen Gliedern besteht und doch eine Einheit bildet, so ist es mit Christus und den Seinen. „Denn wie der Leib einer ist und viele Glieder hat… so auch der Christus“ (1. Korinther 12:12). Der eine Gott-Mensch ist nicht nur das Haupt im Himmel, sondern hat auf der Erde einen Leib aus vielen Gliedern, die durch sein Leben organisch mit Ihm verbunden sind. Überall, wo dieser Leib in seinem Geist lebt, dient, vergibt, tröstet, verkündigt und leidet, wird Christus als der Gegenwärtige sichtbar. Die Auferstehung ist nicht nur eine Vergangenheitstatsache, sondern eine gegenwärtige Lebensform: Christus, verherrlicht im Himmel, gegenwärtig im Geist, vermehrt in seinem Leib.

dass Gott diese Verheißung an uns, ihren Kindern, völlig erfüllt hat, indem Er Jesus hat auferstehen lassen, wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist Mein Sohn; heute habe Ich Dich gezeugt.“ (Apg. 13:33)

Weil Er die, die Er vorher erkannt hat, auch vorherbestimmt hat, dem Bild Seines Sohnes gleichgestaltet zu sein, damit Er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei; (Röm. 8:29)

Christus als verherrlichter, gegenwärtiger und vermehrter Herr öffnet einen weiten Horizont für das Verständnis von Gemeinde und persönlichem Glauben. Er ist nicht nur Objekt unserer Verehrung, sondern das Leben selbst, das uns geschenkt wurde. In Ihm ist unsere Identität als Söhne Gottes gegründet, unsere Zukunft als Mit-Erben gesichert und unsere Gegenwart als Glieder seines Leibes bejaht. Das nimmt dem Glauben den Druck, aus sich selbst heraus geistlich „produzieren“ zu müssen, und schenkt die Freiheit, aus der Fülle des Auferstandenen zu leben. Gerade in der Schwachheit, im Unscharfen und Unfertigen unseres Glaubens entfaltet sich seine Gegenwart als Herr und Bruder. Wo dieser Blick wächst, wird Gemeindeleben weniger zu einem Projekt, das gelingen muss, und mehr zu einem Raum, in dem der eine Christus in vielen Ausdrucksformen sichtbar wird – zum Trost der Müdigen, zur Freude der Suchenden und zur Ehre dessen, der vom Grab zur Rechten Gottes erhöht wurde.

Christus – das gute Land und die ewige Vollendung

Wenn das Alte Testament von einem „guten Land“ spricht, dann geht es um mehr als um Geografie. 5. Mose 8 zeichnet ein Bild, das in seiner Fülle über jedes Stück Erde hinausweist: „Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig“ (5. Mose 8:7–8). Hier begegnet uns ein Land, das in die Tiefe und in die Höhe reicht, das Nässe und Nahrung, Frucht und Kraftquellen in sich trägt. In all dem spiegelt sich der allumfassende Christus wider, den Gott seinem Volk zum Genuss schenkt: Er ist Wasser für die dürstende Seele, Brot für den Alltag, Wein der Freude, Öl der Salbung, süßer Honig für den Geschmack des Herzens.

Im Neuen Jerusalem wird Christus selbst die heilige Stadt sein. Das Neue Jerusalem wird die vollendete Offenbarung Christi als Verkörperung des Dreieinen Gottes darstellen. (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft dreizehn, S. 89)

Unter Josua führt der HERR Israel tatsächlich in dieses Land hinein. Die Verheißung wird greifbar: „So gab der HERR Israel das ganze Land, das er ihren Vätern zu geben geschworen hatte. Und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin“ (Josua 21:43). Damit ist mehr gemeint als ein politischer Erfolg. Das auserwählte Volk soll lernen, in dem zu leben, was Gott zugesagt hat – Boden zu bearbeiten, Frucht einzubringen, in einem Land zu wohnen, das nicht selbst geschaffen, sondern empfangen ist. Sogar der Stamm Levi, der kein äußerliches Erbteil erhält, wird nicht ausgeschlossen: „Der HERR, der Gott Israels, er ist ihr Erbteil“ (Josua 13:33). Diese Worte öffnen den Blick: Das wahre Erbteil ist letztlich Gott selbst, und das gute Land ist ein vielschichtiges Gleichnis für Christus als den Raum, in dem Gott sich seinem Volk schenkt.

Entlang der Geschichte der Kirche hat der Herr immer wieder neue „Landstriche“ dieses Christus erschlossen. Frühe Märtyrer zeigten die Tiefe seiner Treue in Verfolgung, Kirchenväter tasteten sich an die Geheimnisse der Göttlichen Dreieinigkeit heran, Reformatoren entdeckten neu die Gnade, andere betonten das innere Leben im Geist oder die praktische Nächstenliebe. Wie in Israel unterschiedliche Stämme verschiedene Regionen einnahmen, so hat der Herr seinem Volk im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Aspekte des guten Landes zugänglich gemacht. Keiner sieht alles, keiner besitzt allein die Fülle. Doch alle werden eingeladen, an dem einen Erbteil Anteil zu bekommen: Christus als die göttliche Fülle für sein Volk.

Die Schrift bleibt nicht bei der Gegenwart stehen, sondern führt in eine künftige Entfaltung dieses Erbes. Im Tausendjährigen Königreich wird Christus als König sichtbar seine Herrschaft aufrichten. Johannes sieht diejenigen, die mit Ihm verbunden sind, und schreibt: „sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre“ (Offenbarung 20:4). Und weiter: „Gesegnet und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat… sie werden Priester Gottes und Christi sein und werden mit Ihm tausend Jahre lang regieren“ (Offenbarung 20:6). Hier zeichnet sich ab, was es heißt, das gute Land nicht nur im Glauben, sondern auch im kommenden Reich zu bewohnen: Teilhabe an der Herrschaft Christi, Einbindung in seinen priesterlichen Dienst, Mitleben in seiner Gerechtigkeit und seinem Frieden. Was wir heute innerlich berühren, wird dann eine äußere, weltumspannende Gestalt annehmen.

Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; (5.Mose 8:7)

ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig; (5.Mose 8:8)

Christus als das gute Land und als die ewige Vollendung im Neuen Jerusalem stellt unser Erleben von Glauben auf einen breiten, tragfähigen Boden. Er ist nicht nur die Antwort auf unsere unmittelbaren Nöte, sondern eine weite, von Gott geschenkte Lebenslandschaft, in der wir Schritt für Schritt heimisch werden. In den täglichen Spannungen, Begrenzungen und Fragen darf der Gedanke Raum gewinnen, dass jedes ehrliche Ringen und jeder leise Gehorsam ein Stück Land markiert, das im Licht des kommenden Reiches und der ewigen Stadt wertvoll ist. So verliert das Gegenwärtige nicht an Ernst, aber es wird eingerahmt von der Gewissheit eines reichen Erbes. Wer innerlich aus diesem Vorrat lebt, findet auch in mageren Zeiten Gründe, den Herrn zu preisen, wie es heißt: „Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat“ (5. Mose 8:10). In dieser Haltung wächst eine Hoffnung, die nicht ausblendet, was schwer ist, die aber tiefer verankert ist in dem, der unser Land, unsere Zukunft und unser ewiges Zuhause zugleich ist.


Herr Jesus Christus, danke, dass du der ewige Gott, der wahre Mensch, der gekreuzigte Erlöser, der auferstandene Herr und das reiche gute Land bist, in das uns der Vater hineinführt. Wo unsere Sicht eng ist und unsere Umstände uns bedrängen, öffne unsere Augen für die Fülle deiner Person und deines vollbrachten Werkes. Lass die Realität deiner Auferstehung uns innerlich tragen, deine Liebe uns formen und dein Geist unser tägliches Leben durchdringen. Aus deiner Fülle ist immer neue Gnade verfügbar; so mögen Herz, Haus und Gemeinde zu einem Ort werden, an dem deine Gegenwart spürbar und dein Name geehrt wird. Bewahre uns in der Hoffnung auf dein Kommen und erfülle uns mit der Freude, dass du unsere endgültige Heimat im Neuen Jerusalem bist. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Joshua, Chapter 13