Das Wort des Lebens
lebensstudium

Christliches Leben und seine Leiden (7)

14 Min. Lesezeit

Leiden als Christ können uns tief erschüttern, besonders wenn wir den Eindruck haben, im Strom dieser Welt unterzugehen. Petrus greift das eindrückliche Bild der Tage Noahs und der Flut auf, um zu zeigen, dass Gott nicht nur durch das Gericht hindurchträgt, sondern uns gerade darin aus einer verdorbenen Welt herauslöst und in eine völlig neue Lebenswirklichkeit stellt. Die Taufe ist dabei kein leeres Ritual, sondern ein kraftvolles Zeichen für einen Wechsel der Lebensordnung: weg von einem vererbten, vergeblichen Lebenswandel hin zu einem Leben in der Auferstehungskraft Christi, verbunden mit seinem Sieg und seiner Herrlichkeit.

Die Arche und die Wasser – ein Bild für Rettung durch Gericht hindurch

Wenn Petrus an die Tage Noahs erinnert, führt er uns in eine Welt, die unter dem Gericht Gottes steht und zugleich von seiner Geduld umfangen ist. Es heißt, dass „die Langmut Gottes in den Tagen Noahs wartete, während die Arche bereitet wurde, in die wenige, das heißt acht Seelen, hineingingen und sicher durch das Wasser hindurchgebracht wurden“ (1.Petr. 3:20). Die Flut ist kein bloßes Katastrophenbild, sondern ein Spiegel für das, was Gottes Gericht bedeutet: Gott lässt das Böse nicht einfach laufen, er setzt ihm ein Ende. Und doch ist mitten im Gericht ein Raum der Bewahrung bereitet – die Arche. Wer in ihr ist, erlebt das gleiche Wasser, aber anders: Für die einen ist es Verderben, für die anderen Durchgang in eine neue Wirklichkeit.

Die Arche rettete Noah und seine Familie vor Gottes Gericht, vor der Strafe von Gottes Verurteilung, die durch die Flut kam. Das Wasser jedoch rettete sie, indem es sie von jenem verdorbenen Zeitalter absonderte und sie in ein neues Zeitalter hinüberführte, damit sie ein neues Leben auf einer neuen Erde beginnen konnten. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft fünfundzwanzig, S. 226)

So tritt uns im Bericht von Noah ein doppeltes Wirken Gottes entgegen. Die Arche rettete Noah und seine Familie vor der Strafe des göttlichen Gerichts; das Wasser hingegen trennte sie von einem völlig verdorbenen Zeitalter und brachte sie in einen neuen Anfang. Ähnlich standen die Kinder Israels am Rand des Roten Meeres: „Dann gingen die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken“ (2.Mose 14:22). Dasselbe Meer, das für Pharao Untergang war, wurde für Israel zur Bahn in die Freiheit. In dieser Spannung gewinnt auch unser Leben unter Leiden Kontur: Gott verspricht nicht, dass seine Gläubigen an den Wassern vorbeigeführt werden, aber er schenkt ihnen in Christus eine „Arche“, in der sie hindurchgetragen werden. Leid, Anfechtung, innere Kämpfe bleiben nicht die letzte Wirklichkeit; sie werden zur Grenze, an der das Alte untergeht und das Neue aufscheint. Gerade wenn die Wellen hochschlagen, darf der Glaube innerlich sagen: Ich bin nicht ausgeliefert, ich bin in Ihm geborgen, der stärker ist als das Wasser.

In dieser Sichtweise wird die Taufe zu einem kraftvollen Bild unserer Rettung. Paulus schreibt: „Wir sind darum zusammen mit Ihm begraben worden durch die Taufe in Seinen Tod hinein, damit, gleichwie Christus von den Toten auferweckt wurde durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln können“ (Röm. 6:4). Das Untertauchen steht für das Hineingenommenwerden in den Tod Christi, das Auftauchen für das Hineinkommen in seine Auferstehungssphäre. Wie Noah sich in die Arche begab, so werden wir in Christus hineingestellt; wie die Flut die alte Welt hinwegspülte, so markiert die Taufe den Abschied von einem Lebenswandel, der von Sünde und Sinnlosigkeit geprägt ist. Das Wasser richtet das Alte, aber es richtet nicht uns, weil wir in Ihm sind, der das Gericht schon getragen hat. Es ist ein stilles, aber klares Zeichen: Mein altes Leben hat sein Recht verloren, ein anderer ist an seine Stelle getreten.

Die Arche selbst weist voraus auf Christus. Er sagt von sich: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer in Mich hineinglaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11:25). Der Sohn Gottes ist in die tiefsten „Todeswasser“ hinabgestiegen, hat sie durchschritten und ist als der Auferstandene hervorgegangen. Darum konnte von Ihm bezeugt werden, dass Gott „die Wehen des Todes aufgelöst hatte, da es nicht möglich war, dass Er von ihm festgehalten wurde“ (Apg. 2:24). Wer an diesen Christus glaubt, wird nicht mehr als Einzelner den Wellen ausgesetzt, sondern in seine Person hineingenommen. Gericht und Leiden verlieren ihren absoluten Charakter; sie bleiben ernst, aber sie haben nicht mehr das letzte Wort. Sie werden zu Wegen, auf denen Gott trennt, was nicht bleiben kann, und festigt, was ewig Bestand hat.

die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs wartete, während die Arche bereitet wurde, in die wenige, das heißt acht Seelen, hineingingen und sicher durch das Wasser hindurchgebracht wurden, (1.Petr. 3:20)

Dann gingen die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. (2.Mose 14:22)

Die Arche Noah lehrt, die eigenen Leiden nicht isoliert, sondern im Licht von Gottes großem Übergang zu sehen. Christen stehen wie Noah zwischen einer untergehenden Welt und einer kommenden neuen Schöpfung. Wer sich im Glauben an Christus bindet, ist nicht mehr den Fluten ausgeliefert, sondern wird durch dieselben Wasser hindurch in eine neue Lebenssphäre getragen. So können Anfechtungen ihre Dominanz verlieren: Sie bleiben real, aber sie bekommen den Charakter eines Durchgangs, nicht eines Endes. In der Verbundenheit mit Christus, unserer wahren Arche, lernen wir, selbst mitten im Gericht Gottes Treue und Bewahrung zu erwarten und unsere Geschichte nicht vom Sturm her zu lesen, sondern von der sicheren Hand, die uns hindurchführt.

Die Taufe als Appell eines guten Gewissens zu Gott

Wenn Petrus von der Taufe spricht, nimmt er uns den oberflächlichen Blick auf das Wasser. Er schreibt: „das als das Gegenbild jetzt auch euch rettet, das heißt die Taufe, nicht ein Wegtun des Schmutzes des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi“ (1.Petr. 3:21). Er grenzt die äußere Wirkung gleichsam ab: Nicht das Wasser reinigt den Menschen von innen, nicht der Ritus löst das Problem der Sünde. Zugleich betont er, dass in der Taufe eine Rettung Wirklichkeit wird – aber auf eine andere Weise als magisches Denken es erwarten würde. Die Taufe ist Antwort auf ein schon geschehenes Heilshandeln Gottes, sie ist das erwachende Gewissen, das sich an Gott wendet und seinen Frieden in der Auferstehung Christi findet.

In Vers 21 sagt Petrus: „Welches Gegenbild jetzt auch euch rettet, die Taufe, nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens zu Gott hin durch die Auferstehung Jesu Christi.“ Wie wir sehen werden, lehrt dieser Vers keine taufbedingte Errettung. Daher glauben wir nicht, dass die Wasser der Taufe die Unreinigkeit des Fleisches wegnehmen. Gemäß diesem Vers ist die Taufe vielmehr das Begehren eines guten Gewissens zu Gott hin. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft fünfundzwanzig, S. 226)

Was macht dieses „gute Gewissen“ aus, von dem Petrus spricht? In denselben Versen seines Briefes erinnert er: „weil ihr wisst, dass ihr nicht mit verderblichen Dingen, mit Silber oder Gold, von eurer nichtigen, von euren Vätern überlieferten Lebensweise erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut als eines Lammes ohne Makel und ohne Flecken, mit dem Blut Christi“ (1.Petr. 1:18–19). Das Gewissen wird nicht dadurch beruhigt, dass es eigene Anstrengungen auflistet, sondern indem es auf die Vollendung des Werkes Christi verweist. Die Taufe ist der Moment, in dem dieses innere Vertrauen nach außen tritt. Das Herz sagt Ja zu dem, was Gott in Christus getan hat; der Körper bekennt es im Untertauchen und Aufstehen. So wird das Gewissen nicht durch Wasser, sondern durch das Blut des Lammes und durch das öffentliche Bekenntnis zu diesem Blut geklärt.

Zwischen innerem Glauben und äußerem Zeichen besteht daher eine enge, aber keine verwechselbare Verbindung. Jesus selbst hat gesagt: „Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden“ (Mk. 16:16). Das Heil ruht auf dem Glauben, doch derselbe Herr stellt ihn in einer Linie mit der Taufe. Wo das Herz Christus ergreift, drängt der Glaube zu einem sichtbaren Ausdruck. Darum sagt Ananias zu Saulus: „Und nun, was zögerst du? Steh auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst“ (Apg. 22:16). Auch hier ist klar: Nicht das Wasser selbst nimmt die Sünden weg; das geschieht „indem du seinen Namen anrufst“. Aber die Taufe ist der Ort, an dem dieses Anrufen eine Form, ein Datum, einen Körper bekommt.

Gerade so wird verständlich, in welchem Sinn die Taufe „rettet“. Sie trennt den Menschen von seinem alten, vergeblichen Lebenswandel und verbindet ihn sichtbar mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Wer in das Wasser hinabsteigt, erklärt vor Gott, vor sich selbst und vor Zeugen: Ich erkenne das Urteil Gottes über mein altes Leben an, und ich fliehe zu dem Einen, der dieses Urteil getragen hat. Wer daraus hervorkommt, bekennt ebenso: Meine Zukunft steht nicht mehr unter der Herrschaft meiner Schuld, sondern unter der Kraft der Auferstehung Jesu Christi. Ein solches Bekenntnis stillt das Gewissen, weil es sich nicht mehr mit Ausreden beschäftigt, sondern sich in die endgültige Antwort Gottes auf die Sünde stellt.

das als das Gegenbild jetzt auch euch rettet, das heißt die Taufe, nicht ein Wegtun des Schmutzes des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, (1.Petr. 3:21)

weil ihr wisst, dass ihr nicht mit verderblichen Dingen, mit Silber oder Gold, von eurer nichtigen, von euren Vätern überlieferten Lebensweise erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut als eines Lammes ohne Makel und ohne Flecken, mit dem Blut Christi, (1.Petr. 1:18-19)

Die Einsicht, dass die Taufe nicht als magischer Akt, sondern als Antwort eines erwachten Gewissens auf die Auferstehung Christi zu verstehen ist, entlastet und zugleich vertieft sie den Glauben. Christen müssen nicht auf die Qualität ihrer Ritus-Erfahrung zurückschauen, sondern auf die Treue dessen, in dessen Namen sie getauft wurden. Die Taufe markiert eine Grenze: Die alte, ererbte Lebensweise hat ihren Anspruch verloren, ein neues Verhältnis zu Gott ist eröffnet. Wer diese Bedeutung innerlich erfasst, findet auch in Phasen innerer Anfechtung einen Anhaltspunkt: Das Gewissen darf sich immer wieder auf das verweisen, was in Christus objektiv geschehen ist und in der Taufe bezeugt wurde. Dadurch entsteht eine nüchterne, aber tiefe Gelassenheit gegenüber Schuldgefühlen und Anklagen – nicht, weil sie bagatellisiert, sondern weil sie in das Licht der Auferstehung gestellt werden.

Leben in der Auferstehung und die herrliche Einheit mit dem erhöhten Christus

Petrus lässt die Taufe nicht bei einem abgeschlossenen Ereignis stehen, sondern verbindet sie unmittelbar mit der Auferstehung und Erhöhung Christi. Er schreibt, dass sie wirkt „durch die Auferstehung Jesu Christi, der ist zur Rechten Gottes, nachdem er in den Himmel gegangen ist, und Engel und Mächte und Kräfte sind ihm unterworfen“ (1.Petr. 3:21–22). Damit zeichnet er eine weite Linie: Vom Untergehen im Wasser, das den Tod bedeutet, über das Herauskommen, das auf die Auferstehung weist, bis hin zur himmlischen Stellung des Herrn, zur Rechten Gottes. In diese Bewegung hineingestellt zu sein, ist der eigentliche Sinn des christlichen Lebens nach der Taufe. Es geht nicht nur darum, der Vergangenheit entflohen zu sein, sondern darum, in einer neuen Ordnung zu leben – unter dem Zeichen eines erhöhten Christus.

Vers 21 endet mit den Worten „durch die Auferstehung Jesu Christi“. Ohne die Auferstehung Jesu Christi könnten wir kein Auferstehungsleben haben, und wir könnten den lebengebenden Geist nicht in uns haben. Durch den Glauben und durch die Taufe sind wir alle in eine organische Einheit mit dem Dreieinen Gott hineingebracht worden. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft fünfundzwanzig, S. 229)

Paulus beschreibt diese Verbindung, wenn er sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass alle von uns, die in Christus Jesus hineingetauft worden sind, in Seinen Tod hineingetauft worden sind?“ (Röm. 6:3). Und an anderer Stelle: „Denn so viele von euch in Christus hineingetauft worden sind, haben Christus angezogen“ (Gal. 3:27). Die Taufe bedeutet hier nicht nur ein äußeres Bekenntnis, sondern eine organische Einheit: in Christus sein, von Christus umkleidet sein. Diese Einheit ist nicht statisch; sie entfaltet sich als Auferstehungsleben im Alltag. Jesus, der sagt „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, teilt dieses Leben aus, indem er als lebengebender Geist in den Seinen wohnt. So wird die Vergangenheit mit Christus begraben, aber die Gegenwart erfüllt sich in seinem lebendigen Wirken. Der Gekreuzigte und Auferstandene ist nicht nur das Ziel unseres Glaubens, er ist auch die Kraft unseres täglichen Weges.

Praktisch heißt das: Das Kreuz wirkt in einem Christen niemals isoliert, sondern immer im Rahmen der Auferstehung. Paulus kann deshalb schreiben: „denn wer gestorben ist, ist von der Sünde gerechtfertigt“ (Röm. 6:7). Die Taufe hat dieses Sterben symbolisch vollzogen, doch das eigentliche Sterben ist der Tod Christi, in den wir hineingenommen wurden. Auferstehung bedeutet dann, dass eine neue Bewegungsrichtung in unser Leben kommt: nicht mehr von unserer Schwachheit her, sondern von seiner Kraft her denken und handeln. Wenn Versuchungen, alte Muster, gewohnte Reaktionen auftauchen, ist die Frage nicht zuerst: Wie stark bin ich? Sondern: Mit wem bin ich verbunden? Der erhöhte Herr, der zur Rechten Gottes sitzt, ist derselbe, der in seinem Geist in uns wohnt und uns teilhaben lässt an seinem Sieg.

Gerade im Blick auf Leiden entfaltet diese Einheit eine besondere Tröstung. Petrus hat seinen Lesern zuvor gesagt: „Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun“ (1.Petr. 3:17). Leiden um der Gerechtigkeit willen wird so in den Horizont des erhöhten Christus gestellt. Es steht nicht losgelöst im Raum, sondern ist eingewoben in den Weg dessen, der durch das Kreuz zur Herrlichkeit gegangen ist. Wer im Glauben und in der Taufe in diesen Christus hineingenommen ist, bleibt in seinen Leiden nicht auf sich zurückgeworfen. Er darf wissen: Über allem, was mich niederdrücken will, steht Einer, dem alle Mächte und Kräfte unterworfen sind. Diese Gewissheit nimmt dem Schmerz nicht die Schärfe, aber sie raubt ihm die absolute Macht. Sie macht aus der Ohnmacht keinen Stolz, sondern eine stille Teilnahme am Weg des Herrn.

das als das Gegenbild jetzt auch euch rettet, das heißt die Taufe, nicht ein Wegtun des Schmutzes des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi, Der ist zur Rechten Gottes, nachdem er in den Himmel gegangen ist, und Engel und Mächte und Kräfte sind ihm unterworfen. (1.Petr. 3:21-22)

Oder wisst ihr nicht, dass alle von uns, die in Christus Jesus hineingetauft worden sind, in Seinen Tod hineingetauft worden sind? (Röm. 6:3)

Die Verbindung von Taufe, Auferstehung und Erhöhung Christi verankert das christliche Leben in einer größeren Wirklichkeit als der eigenen Erfahrung. Wer sich seiner Einheit mit dem erhöhten Herrn bewusst ist, wird Leiden und Anfechtung nicht verharmlosen, aber auch nicht absolut setzen. Die Taufe erinnert daran, dass das letzte Wort über unserem Leben nicht von Sünde, Vergangenheit oder Mächten gesprochen wird, sondern von dem, der zur Rechten Gottes sitzt. Diese Perspektive ermutigt, inmitten von Schwachheit und Druck die eigene Identität aus Christus abzuleiten und nicht aus wechselnden Umständen. So wächst ein Lebensstil, der nüchtern die Realität sieht, aber zugleich aus der verborgenen Kraft des Auferstandenen lebt – ein Leben, das in den Tiefen des Alltags von der leisen, aber tragenden Gewissheit des Sieges Christi bestimmt ist.


Herr Jesus Christus, du bist der Herr der Auferstehung, der wie die Arche Noah sicher durch die Wasser des Gerichts hindurchgegangen ist und uns in sich selbst in eine neue Lebenswirklichkeit hinüberführt. Danke, dass dein vollbrachtes Werk unsere Schuld getragen und unserem vergeblichen alten Lebenswandel ein Ende gesetzt hat. Wo wir mitten in Leid, Widerstand oder inneren Kämpfen stehen, lass uns im Glauben sehen, dass wir mit dir begraben und mit dir auferstanden sind und dass unser Leben verborgen ist in dir, der zur Rechten des Vaters erhöht ist. Stärke unser Gewissen durch deinen Geist, nimm jede Verdammnis weg und erfülle uns mit dem Frieden, der aus deiner Auferstehungskraft kommt. Lass uns aus dieser Einheit mit dir leben, so dass dein Sieg, deine Reinheit und deine Hoffnung in unserem Alltag sichtbar werden und Gott durch unser Leben geehrt wird. In deiner Gnade bergen wir uns und vertrauen darauf, dass kein Wasser dieser Welt uns aus deiner Hand reißen kann. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of 1 Peter, Chapter 25

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