Das Wort des Lebens
lebensstudium

Die vollständige Errettung des Dreieinen Gottes und ihre Ergebnisse (5)

14 Min. Lesezeit

Wenn wir auf die Weltlage und manchmal auch auf unser eigenes Herz schauen, scheint Unglaube eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Gerade in solcher Dunkelheit stellt sich die Frage, ob Gottes Heilsplan wirklich feststeht oder ob er an den Menschen scheitern könnte. Der erste Petrusbrief zeichnet eine erstaunliche Linie: Schon die alttestamentlichen Propheten suchten und forschten nach dem Zeitpunkt und der Art der Zeit, in der Christus leiden und verherrlicht werden sollte – und der Geist Christi selbst arbeitete in ihnen. Ihre Weissagungen, die Predigt der Apostel und sogar das staunende Interesse der Engel zeigen, wie fest und umfassend die vollständige Errettung des Dreieinen Gottes ist und welche Folgen sie für unser Leben heute hat.

Der Geist Christi offenbart die Zeit der Leiden inmitten von Unglauben und Gefangenschaft

Wenn Petrus schreibt, die Propheten hätten geforscht, „auf welche Zeit oder welche Art von Zeit der Geist Christi in ihnen hindeutete, wenn Er im Voraus die Leiden Christi und die Herrlichkeiten danach bezeugte“ (1.Petr. 1:11), richtet er den Blick nicht zuerst auf den Kalender, sondern auf die geistliche Beschaffenheit einer Epoche. Die „Art der Zeit“, in der Christus leiden sollte, war nicht von geistlichem Aufbruch, sondern von Verstockung, Unglauben und Gefangenschaft geprägt. Schon sehr früh, gleich nach dem Fall, ließ Gott durch ein dunkles, aber tröstliches Wort aufscheinen, dass Erlösung mitten im Konflikt stattfinden wird: „Und Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dich am Kopf zermalmen, doch du wirst ihn an der Ferse zermalmen“ (1.Mose 3:15). Der Same der Frau wird siegreich sein, aber sein Sieg führt über Verletzung, über den Stich in die Ferse. Damit ist angedeutet, dass der Weg des Messias kein triumphaler Umzug durch ideale Verhältnisse sein wird, sondern ein Weg der Verletzbarkeit in einer feindlichen Welt.

Der erste Vers aus Jesaja 53 lautet: „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?“ Dieser Vers macht deutlich, dass Christus in einer Zeit des tiefen Unglaubens kam, in einer Zeit, in der Gottes Volk nicht an Ihn glaubte. Der Prophet stellt die Frage: „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt?“ Er verkündigte, predigte, machte eine Botschaft bekannt, aber niemand hörte auf ihn. Das bedeutet, dass das Volk Gottes voller Unglauben war, als Christus kam. So war die Beschaffenheit jener Zeit. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft neun, S. 73)

Jesaja nimmt diesen Faden auf und beschreibt die Atmosphäre, in der der Knecht des HERRN erscheint: „Wer hat unserer Verkündigung geglaubt?“ (Jes. 53:1). Die Frage des Propheten entlarvt die Grundstimmung: Gottes Reden verhallt in Ohren, die nicht hören wollen, und in Herzen, die sich verhärten. Daniel wiederum sieht den Gesalbten „ausgerottet“ werden, ohne sichtbare Hilfe, in einer Zeit, in der Stadt und Heiligtum zerstört und von Kriegen zerrissen sind (Dan. 9:26). Der Geist Christi zeigt durch alle diese Stimmen: Gottes Weg mit dem Messias ist so fest beschlossen, dass er gerade nicht von günstigen Umständen abhängt. Er vollzieht sich mitten in Gerichtszeiten, in nationaler Enge, in geistlicher Öde. Darin liegt ein tiefes Trostmoment für heutige Gläubige. Wenn unsere Tage von Unglauben, innerer Gefangenschaft, kirchlicher Schwäche oder gesellschaftlicher Gottesferne gezeichnet sind, steht über allem dieselbe Gewissheit: Der Ratschluss des Dreieinen Gottes ist an keine „gute Zeit“ gebunden. Der Geist, der einst in den Propheten auf die Leiden Christi hinwies, ist derselbe Geist, der heute die vollbrachte Erlösung auf die Gemeinde anwendet. Das macht Vertrauen möglich, gerade dort, wo die äußere Lage keinen Anlass zum Optimismus gibt: Gottes Plan trägt, auch wenn unsere Zeit nicht danach aussieht.

So entsteht eine stille, aber widerstandsfähige Zuversicht. Wer erkennt, dass der Herr Seine größten Heilstatbestände gerade nicht im Sonnenschein, sondern in Nächten des Unglaubens und der Gefangenschaft vollbrachte, darf seine eigene Geschichte anders lesen. Zeiten der Verengung verlieren ihren Schrecken, wenn sie als der Boden erkennbar werden, auf dem Gott Seine Treue erweist. Der Geist Christi, der die „Art der Zeit“ der ersten Ankunft Christi beleuchtete, beleuchtet auch unsere Gegenwart. Er öffnet die Schrift, erhellt das Evangelium und legt inmitten von Dunkelheit eine Spur der Hoffnung. Man muss das nicht laut ausrufen; es genügt, wenn das Herz innerlich Ruhe findet: Mein Leben ist nicht dem Klima des Unglaubens ausgeliefert, sondern eingebettet in den souveränen Heilsplan des Dreieinen Gottes.

indem sie danach geforscht haben, auf welche Zeit oder welche Art von Zeit der Geist Christi in ihnen hindeutete, wenn Er im Voraus die Leiden Christi und die Herrlichkeiten danach bezeugte. (1.Petr. 1:11)

Und Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dich am Kopf zermalmen, doch du wirst ihn an der Ferse zermalmen. (1.Mose 3:15)

Wer den Blick des Geistes auf die „Art der Zeit“ lernt, in der Christus litt, wird sensibel dafür, dass Gottes Treue nicht erst beginnt, wenn alles aufblüht. Die nüchterne Wahrnehmung von Unglauben und geistlicher Gefangenschaft führt dann nicht in Resignation, sondern in ein tieferes Vertrauen: Gerade hier will der Herr Seine Errettung erfahrbar machen. So kann der eigene Alltag – mit seinen Spannungen, Grenzen und Widerständen – als ein Raum verstanden werden, in dem der Geist Christi dieselbe Kraft entfaltet wie damals in den Tagen der Propheten: Er hält an Gottes Plan fest und stärkt diejenigen, die in einer ungläubigen Umgebung an Christus festhalten.

Die Leiden Christi und seine vielen Herrlichkeiten als Zentrum der vollständigen Errettung

Wenn Petrus von den „Leiden Christi und den Herrlichkeiten danach“ spricht (1.Petr. 1:11), fasst er in einer knappen Wendung den ganzen Weg des Sohnes Gottes zusammen. Die Leiden sind nicht zufällige Begleiterscheinung, sie bilden den tiefsten Einschnitt in die Geschichte der alten Schöpfung. In ihnen trägt Christus die Last der Sünde und nimmt auf sich, was den Menschen von Gott trennt. Jesaja beschreibt den Knecht des HERRN als den, dem es „gefiel“, ihn zu zerschlagen, und fügt hinzu: „Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird (seine) Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen“ (Jes. 53:10). Hier berühren sich Leid und Frucht: Das Opfer beendet die alte Rechnung und öffnet zugleich einen Raum neuer Fruchtbarkeit. Daniel sieht, dass der Gesalbte „ausgerottet“ wird (Dan. 9:26), und gerade in diesem „Abgeschnittenwerden“ vollzieht sich der Übergang von der alten in die neue Ordnung Gottes.

Die Leiden Christi, wie sie den Propheten geoffenbart und von ihnen in Psalm 22:1, 6–8, 12–18; Jesaja 53:2–10a, 12b; Daniel 9:26 und Sacharja 12:10 und 13:6–7 geweissagt wurden, dienen der Vollbringung von Gottes Erlösung. Diese hat alle Probleme zwischen dem Menschen und Gott gelöst, auf der negativen Seite die alte Schöpfung beendet und auf der positiven Seite das ewige Leben Gottes freigesetzt für die Erfüllung Seines ewigen Vorsatzes. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft neun, S. 76)

Doch die Schrift bleibt nicht beim Karfreitag stehen. Wieder und wieder wird die Notwendigkeit des Leidens mit dem Ziel der Herrlichkeit verknüpft. Der auferstandene Herr selbst legt den Emmausjüngern die Propheten aus und fragt: „Musste der Christus nicht diese Dinge erleiden und in Seine Herrlichkeit eingehen?“ (Lk. 24:26). Die „Herrlichkeiten danach“ haben mehrere Gesichter: die Herrlichkeit der Auferstehung, in der der Vater den Sohn bestätigt und verherrlicht; die Herrlichkeit der Himmelfahrt, in der Er sich zur Rechten der Majestät niedersetzt (Hebr. 1:3; Hebr. 2:9); die Herrlichkeit Seiner Wiederkunft, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron Seiner Herrlichkeit sitzen wird (Mt. 25:31); und die Herrlichkeit des Reiches, in der die mit Ihm Leidenden als Miterben mitverherrlicht werden (Röm. 8:17). Es sind „viele Herrlichkeiten“, weil in jeder Phase ein anderer Aspekt dessen sichtbar wird, wer Christus ist: in Seiner Erniedrigung, in Seiner Erhöhung, in Seinem himmlischen Dienst, in Seinem kommenden Königtum.

Die vollständige Errettung des Dreieinen Gottes besteht darin, dass diese ganze Bewegung – von den Leiden bis zu den Herrlichkeiten – nicht nur als objektives Heilsgeschehen neben uns steht, sondern uns zugeeignet wird. Jesus betet: „Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche Deinen Sohn, damit der Sohn Dich verherrliche“ (Joh. 17:1). In dieser Bitte schwingt nicht nur die eigene Erhöhung mit, sondern auch das Ziel, viele Söhne in dieselbe Herrlichkeit hineinzubringen. Paulus fasst das kühn zusammen: „Wenn Kinder, dann auch Erben; einerseits Erben Gottes, andererseits Miterben Christi, wenn wir wirklich zusammen mit Ihm leiden, damit wir auch zusammen mit Ihm verherrlicht werden“ (Röm. 8:17). Die Leiden Christi sind damit der Boden, auf dem unsere Rechtfertigung und Versöhnung stehen; die Herrlichkeiten Christi sind die Sphäre, in die wir hineingenommen werden – schon jetzt im Vorgeschmack, zukünftig in voller Ausprägung.

Wer so auf die Errettung blickt, verliert den eindimensionalen Blick auf Vergebung allein. Die Schuldvergebung ist unersetzlich, aber sie ist nicht das Ende, sondern der Eingang in einen Weg, auf dem das Leben und die Herrlichkeit Christi zunehmend unser Anteil werden. Die vielen Herrlichkeiten des Herrn sind nicht nur zukünftiger Lohn, sondern Gegenwart, weil Er selbst als der verherrlichte Christus durch den Geist in uns wohnt. Leid, das wir um Seinetwillen tragen, erhält in diesem Licht eine andere Qualität: Es ist nicht sinnlose Last, sondern Verbindung mit dem Weg unseres Herrn. Am Ende steht nicht das Dunkel, sondern der Glanz Seiner Gegenwart. Die Aussicht, „zusammen mit Ihm verherrlicht“ zu werden, macht die vollständige Errettung zu einer Quelle leiser, aber tragfähiger Hoffnung – einer Hoffnung, die schon jetzt das Herz weit macht und zugleich die Blickrichtung klärt: von den Wunden hin zu der Herrlichkeit, die daraus hervorgeht.

indem sie danach geforscht haben, auf welche Zeit oder welche Art von Zeit der Geist Christi in ihnen hindeutete, wenn Er im Voraus die Leiden Christi und die Herrlichkeiten danach bezeugte. (1.Petr. 1:11)

Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird (seine) Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen. (Jes. 53:10)

Die Verbindung von Leiden und Herrlichkeit im Weg Christi bewahrt davor, das eigene Leben entweder in einer Spiritualisierung des Leidens oder in einer Schönfärbung der Herrlichkeit zu verfehlen. Wer im Licht der Schrift erkennt, dass Gott durch die Leiden des Sohnes die alte Schöpfung beendet und durch Seine Herrlichkeiten eine neue Ordnung eröffnet hat, darf auch den eigenen Weg als hineingenommen in diese Bewegung verstehen. Das relativiert Schmerz nicht, aber es umrahmt ihn mit einer größeren Geschichte. So wächst eine stille Bereitschaft, mit Christus zu gehen – in der Gewissheit, dass kein Leiden um Seinetwillen vergeblich ist und dass jeder Schritt mit Ihm von der kommenden Herrlichkeit her einen Sinn erhält.

Der Geist wendet Gottes Errettung durch Wortverkündigung an – unter dem staunenden Blick der Engel

Petrus spannt in wenigen Sätzen einen großen Bogen durch die Heilsgeschichte, wenn er sagt, dass den Propheten offenbart wurde, „dass sie nicht sich selbst, sondern euch mit diesen Dingen dienten, die euch jetzt durch jene verkündet worden sind, die euch durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist das Evangelium gepredigt haben, Dinge, in die die Engel hineinzuschauen begehren“ (1.Petr. 1:12). Die alttestamentlichen Propheten und die neutestamentlichen Apostel stehen nicht als zwei voneinander unabhängige Gruppen nebeneinander; sie sind Werkzeuge desselben Geistes. Der Geist Christi inspirierte die Propheten, die Leiden und die Herrlichkeiten des Messias vorauszusagen, und derselbe Heilige Geist, nun „vom Himmel gesandt“, ist es, der durch die Apostel das Evangelium predigt. So wird deutlich: Gottes Errettung bleibt kein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit. Sie wird durch das lebendige Wort, getragen vom Geist, in die Gegenwart der Menschen hineingetragen.

Die Predigt der Apostel ist die praktische Anwendung von Gottes Errettung im Neuen Testament durch den Geist. Sowohl das Weissagen der Propheten als auch die Predigt der Apostel waren ein Wirken des Geistes. Das bedeutet, dass der Geist Gottes vollständige Errettung durch zwei Mittel anwendet: durch das Weissagen der Propheten und durch die Predigt der Apostel. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft neun, S. 78)

Lukas beschreibt, wie der erhöhte Christus beim Vater die Verheißung des Geistes empfängt und sie dann auf die Jünger ausgießt: „Nachdem Er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat Er dies ausgegossen, was ihr sowohl seht als auch hört“ (Apg. 2:33). Die Predigt der Apostel ist deshalb mehr als religiöse Rede über Gott; sie ist Raum, in dem der Geist selbst wirkt, überführt, tröstet, neues Leben schenkt. Wenn das Evangelium so verkündet wird, tritt ein Mensch in die Wirklichkeit ein, von der die Propheten nur in Bildern und Vorankündigungen sprachen: Schuld wird vergeben, das Gewissen wird gereinigt, das Herz wird für das Leben Gottes geöffnet. Der Dreieine Gott wendet durch den Geist die vollbrachten Leiden und Herrlichkeiten Christi persönlich an – in ganz unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Biografien, aber immer mit demselben Ziel: Menschen in die Gemeinschaft mit Sich selbst zu bringen.

Erstaunlich ist der Blick in die unsichtbare Welt, den Petrus andeutet: Die Dinge, um die es hier geht, sind solche, „in die die Engel hineinzuschauen begehren“ (1.Petr. 1:12). Engel haben die Geburt Jesu verkündet, sie waren Zeugen Seiner Auferstehung, sie dienen als dienstbare Geister denen, die die Errettung erben sollen (Hebr. 1:14). Und doch bleibt ihnen etwas verwehrt, was den Gläubigen geschenkt ist: die innere Teilhabe an der Erlösung, das Einssein mit Christus, das Bewohnenwerden vom Heiligen Geist. Für sie bleiben die Wege Gottes mit der Gemeinde ein staunenswertes Geheimnis, in das sie hineinschauen, ohne es aus eigener Erfahrung zu kennen. Das unterstreicht die Würde der Stellung, die die Gemeinde einnimmt: Was himmlische Wesen ehrfürchtig betrachten, wird der Kirche als Lebensraum geschenkt.

Wer das bedenkt, beginnt das Evangelium neu zu schätzen. Die Verkündigung des Wortes in der Kraft des Geistes wird dann nicht als wiederkehrende religiöse Pflicht wahrgenommen, sondern als Ort, an dem der Dreieine Gott Seine vollständige Errettung konkret macht. In einem schlichten Zeugnis, in einer ausgelegten Schriftstelle, in einem Satz, der das Herz trifft, vollzieht sich das große Werk des Geistes, das schon bei den Propheten begann. Dass Engel darüber staunen, hilft, die eigene Trägheit zu entlarven und ersetzt sie durch leise Dankbarkeit: mitten in der Alltäglichkeit unseres Lebens wirkt der Geist, der die Welten geschaffen hat, und macht die Leiden und Herrlichkeiten Christi zu einer lebendigen Hoffnung. In diesem Bewusstsein wird das Hören des Wortes und das gemeinsame Leben im Evangelium zu einem stillen Vorrecht, das trägt – auch dann, wenn vieles andere brüchig erscheint.

Ihnen wurde offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch mit diesen Dingen dienten, die euch jetzt durch jene verkündet worden sind, die euch durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist das Evangelium gepredigt haben, Dinge, in die die Engel hineinzuschauen begehren. (1.Petr. 1:12)

Nachdem Er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat Er dies ausgegossen, was ihr sowohl seht als auch hört. (Apg. 2:33)

Die Einsicht, dass der Heilige Geist durch das verkündigte Wort die vollständige Errettung Gottes anwendet, verleiht dem Umgang mit der Schrift und mit der Botschaft vom Kreuz eine neue Ernsthaftigkeit und eine neue Freude. Wo das Evangelium gehört, bedacht und im Glauben ergriffen wird, ist mehr im Spiel als menschliche Rede: Der Geist knüpft an Worte an, um Herzen zu berühren, Ketten zu lösen und Hoffnung zu entzünden. Das Bewusstsein, dass Engel in ehrfürchtigem Staunen auf dieses Wirken blicken, hilft, das eigene Hören nicht gering zu achten, sondern als Teil einer großen, himmlisch beobachteten Wirklichkeit zu sehen. So wird das alltägliche Leben mit dem Wort zu einem Ort, an dem die Herrlichkeit der Erlösung immer wieder leise aufscheint.


Herr Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du in einer Zeit des Unglaubens und der Gefangenschaft für uns gelitten und Deine vielen Herrlichkeiten danach empfangen hast. Du hast alle Mächte der Finsternis überwunden und einen vollkommenen Weg der Errettung eröffnet, der über alle Zeiten und Umstände hinaus Bestand hat. Heiliger Geist, wir bitten Dich, dass Du uns tiefer in das Verständnis und in die Erfahrung dieser vollständigen Errettung führst, damit die Leiden und Herrlichkeiten Christi in unserem Leben Wirklichkeit werden. Stärke unser Vertrauen, wenn Unglaube um uns herum überhandnimmt, und lass uns die Hoffnung des Evangeliums festhalten, die selbst Engel staunend betrachten. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus erfülle unsere Herzen mit lebendiger Hoffnung, richte unsere Augen auf die kommende Herrlichkeit und bewahre uns in Seiner Gnade bis zum Ziel. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of 1 Peter, Chapter 9

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