Die vollständige Errettung des Dreieinen Gottes und ihre Ergebnisse (3)
Wer an Christus glaubt, lebt in einer Spannung: Wir erfahren Gottes Nähe und dennoch scheint vieles verborgen, unvollendet und angefochten zu sein. Petrus richtet in seinem Brief den Blick darauf, dass Gott gerade durch Prüfungen unseren Glauben bewährt, uns in eine lebendige Hoffnung hineinregeneriert hat und auf ein Ziel zugeht, das weit über unsere augenblicklichen Erfahrungen hinausreicht: die Errettung unserer Seele bei der Enthüllung Jesu Christi.
Bewährter Glaube – kostbarer als geläutertes Gold
Wenn Petrus von einem Glauben spricht, der bewährt werden muss, rückt er nicht die Größe unseres Glaubens in den Vordergrund, sondern seine Echtheit. In seinem Brief heißt es: „damit die Erprobung eures Glaubens, die viel kostbarer als Gold ist, das vergeht, obwohl es durch Feuer geprüft wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre bei der Offenbarung Jesu Christi befunden werde“ (1.Petr. 1:7). Gold ist an sich schon kostbar, doch sobald es im Feuer geläutert wird, tritt seine Reinheit hervor. So verhält es sich mit dem Glauben: Er ist ein von Gott geschenktes Gut, aber erst im Feuer der Prüfungen wird sichtbar, was in ihm steckt – ob er wirklich auf Gott gegründet ist oder auf Vorstellungen, Gefühle und Umstände. Prüfungen sind nicht das Zeichen, dass Gott uns verlassen hätte; sie sind die Bühne, auf der er zeigt, dass sein Werk in uns echt ist. Der Dreieine Gott bewahrt uns „durch die Kraft Gottes sicher … mittels des Glaubens“ (1.Petr. 1:5), und gerade indem dieser Glaube durch „mancherlei Prüfungen“ hindurchgeht, wird er aus dem Bereich des bloß Gedachten in den Bereich des Bewährten übergeführt.
In Vers 7 fährt Petrus fort: „Damit die Bewährung eures Glaubens, viel kostbarer als die des vergänglichen Goldes, das durchs Feuer erprobt wird, erfunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre bei der Offenbarung Jesu Christi.“ In diesem Vers nennt Petrus den Grund, warum wir in Prüfungen hineingestellt werden: Wir kommen in Prüfungen, weil unser Glaube geprüft, bewährt werden muss. Das griechische Wort, das mit „Bewährung“ wiedergegeben wird, bedeutet ein Prüfen zur Anerkennung. Es ist die Bewährung, das Prüfen, unseres Glaubens – nicht unser Glaube selbst –, die zu Lob erfunden werden mag. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft sechs, S. 46)
Die Welt sieht in Leid und Anfechtung vor allem Verlust. Petrus dagegen verbindet sie mit der unsichtbaren Gegenwart Christi. Der Herr hat zugesagt: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Mt. 28:20). Er ist gegenwärtig, aber verhüllt; wir sehen ihn nicht mit den physischen Augen, doch wir dürfen mit ihm unter diesem Schleier leben. Wer in Prüfungen nichts mehr in der Hand hat als dieses verborgene Dasein des Herrn, entdeckt eine neue Tiefe des Glaubens. Dann ist nicht mehr entscheidend, ob sich Situationen nach unserem Wunsch entwickeln, sondern ob wir uns von ihm tragen lassen. In solchen Zeiten wird unser Vertrauen gereinigt von Nebenmotiven, von Berechnungen und Sicherheiten, die wir unbemerkt an die Stelle Gottes gesetzt haben. Was bleibt, ist ein schlichter, aber tragfähiger Glaube, der sich an Christus selbst festhält.
Die Bewährung dieses Glaubens ist in Gottes Augen „viel kostbarer als Gold“. Gold vergeht, selbst wenn es geläutert wurde; der geprüfte Glaube hingegen hat eine Wirkung, die in die Ewigkeit hineinreicht. Petrus sagt, dass diese Bewährung „zu Lob und Herrlichkeit und Ehre“ gefunden werden soll (1.Petr. 1:7). Hier geht es nicht um kurzlebige Anerkennung, sondern um das Urteil des Herrn bei seiner Enthüllung. Was heute im Verborgenen geschieht – die stille Entscheidung, Gott zu vertrauen, wenn nichts mehr spricht –, wird einmal vor dem ganzen Universum offenbar werden. Dann wird deutlich, dass jeder Schritt im Dunkeln, jeder „trotz allem“ ausgesprochene Glaube, in Gottes Waagschale gefallen ist. Prüfungen sind damit nicht nur Belastungen, sondern geheime Anlässe, in denen Gott zukünftiges Lob in unser Leben hineinwebt.
So gewinnt das Leiden im Licht der vollständigen Errettung des Dreieinen Gottes eine andere Farbe. Es ist nicht mehr Sinnlosigkeit, sondern ein Durchgang, in dem der Vater unseren Glauben läutert, der Sohn als der verhüllte Gegenwärtige uns trägt und der Geist in uns das Vertrauen auf Gott lebendig erhält. „Simon Petrus, ein Sklave und Apostel Jesu Christi, an die, die einen gleich kostbaren Glauben wie wir … bekommen haben“ (2.Petr. 1:1): Dieser kostbare Glaube ist uns gegeben, damit er bewährt werde. Wo die Prüfungen ihren Lauf tun, wächst in der Tiefe eine stille Gewissheit: Gott hat meinen Glauben nicht zerstört, sondern gereinigt. Aus dieser Gewissheit kann ein leiser, aber echter Jubel entstehen – nicht über das Feuer, sondern über den, der darin mitgeht und aus allem etwas hervorbringt, was bei der Offenbarung Jesu Christi zu Lob, Herrlichkeit und Ehre gefunden wird.
die ihr durch die Kraft Gottes sicher bewahrt werdet mittels des Glaubens zu einer Errettung, die bereit steht, um in der letzten Zeit offenbart zu werden, (1.Petr. 1:5)
in der ihr jubelt, obwohl ihr jetzt für kurze Zeit, wenn es sein muss, durch mancherlei Prüfungen betrübt worden seid, (1.Petr. 1:6)
Wenn sich Prüfungen nicht mehr nur wie ein sinnloses Gegenüber von Schmerz und Schweigen Gottes anfühlen müssen, sondern als der Ort, an dem der Dreieine Gott die Echtheit unseres Glaubens ans Licht bringt, dann löst sich etwas in unserem Innern. Wir müssen Leid nicht schönreden, und doch dürfen wir lernen, es nicht mehr als Beweis gegen Gott zu deuten. Jeder Schritt des Vertrauens mitten im Unverständlichen wird zu einem stillen Ja zu Gottes Werk in uns. So kann selbst eine dunkle Strecke Teil einer Geschichte werden, deren Ziel feststeht: dass unser bewährter Glaube einmal in der Gegenwart Christi als etwas Kostbares erscheinen wird. Diese Perspektive nimmt dem Tag nicht sein Gewicht, aber sie gibt ihm Richtung – hin auf den Moment, in dem der Herr selbst die verborgenen Wege des Glaubens mit Lob, Herrlichkeit und Ehre beantworten wird.
Die Enthüllung Jesu Christi und die Errettung der Seele
Petrus spannt vor unseren Augen einen großen Bogen der Errettung. Am Anfang steht die Wiedergeburt des Geistes, in der Gott uns in Christus ein neues Leben schenkt. Der Herr Jesus sagt: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes hineingehen“ (Johannes 3:5). In dieser Geburt aus dem Geist wird unser innerster Mensch, unser Geist, lebendig gemacht und mit Christus verbunden. Hier geschieht die anfängliche Errettung: Gott rechtfertigt den Sünder, schenkt ihm sein eigenes Leben und stellt ihn in eine neue Beziehung zu sich. Doch Petrus bleibt nicht bei diesem Anfang stehen. Er spricht von einer Errettung, „die bereit steht, um in der letzten Zeit offenbart zu werden“, und fügt hinzu: „so empfangt ihr das Ende eures Glaubens: die Errettung eurer Seelen“ (1.Petr. 1:5.9). Zwischen dem bereits geretteten Geist und der zukünftigen Erlösung des Leibes liegt die Geschichte unserer Seele.
Vers 9 fährt fort: „Indem ihr das Ende eures Glaubens, die Errettung eurer Seelen, davontragt.“ Dieser Vers ist die direkte Fortsetzung von Vers 7. Die Bewährung unseres Glaubens, die zu Lob, Herrlichkeit und Ehre erfunden wird, führt dazu, dass wir das Ende unseres Glaubens erlangen, das heißt die Errettung unserer Seelen. Die Errettung in Vers 9 ist die vollständige Errettung, die Errettung in drei Stufen – die anfängliche Stufe, die fortschreitende Stufe und die vollendende Stufe. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft sechs, S. 51)
Unsere Seele ist der Ort unserer Gedanken, Gefühle und Entscheidungen. Ihr Erleben ist es, was uns als Glück oder Schmerz bewusst wird. Wenn Petrus von der Errettung der Seele spricht, geht es nicht darum, ob jemand ewig verloren oder gerettet ist, sondern darum, ob die Seele bei der Enthüllung Christi in die volle Freude und Herrlichkeit des Herrn eintritt. Paulus beschreibt die Vollendung von Gottes Errettung mit den Worten: „wir … seufzen in uns und erwarten sehnlichst die Sohnschaft, die Erlösung unseres Leibes“ (Röm. 8:23). Dann wird auch unser Körper an der Herrlichkeit Christi Anteil haben. Dazwischen aber steht der Weg der Jüngerschaft, auf dem unsere Seele lernt, sich nicht mehr als Mittelpunkt zu verstehen. Der Herr Jesus spricht davon, das Seelenleben in diesem Zeitalter zu verlieren, um es im kommenden zu finden: „Wer sein Seelen-Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Seelen-Leben um meinetwillen verliert, wird es finden“ (Mt. 10:39). Er deutet damit an, dass die Weise, wie unsere Seele heute an Dingen hängt oder sich von ihnen löst, eine Auswirkung auf die kommende Zeit hat.
Petrus verbindet die Errettung der Seele mit der Enthüllung Jesu Christi. Solange Christus verhüllt ist, lebt der Glaube von einem unsichtbaren Gegenüber: „den ihr liebt, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt, in den ihr hineinglaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht“ (1.Petr. 1:8). In dieser Spannung zwischen Unsichtbarkeit und Liebe reift die Seele. Sie lernt, sich nicht an Sichtbarem zu orientieren, sondern an der Treue dessen, der verheißen hat, wiederzukommen. Wenn der Sohn des Menschen dann in der Herrlichkeit des Vaters erscheint, wird auch offenbar, wie unsere Seele diesen verborgenen Herrn behandelt hat. Jesus kündigt an, dass er kommen und einem jeden „nach seinem Tun vergelten“ wird (Mt. 16:27). Die Bilder der treuen und untreuen Sklaven, der Freude des Herrn und der äußeren Finsternis (Mt. 24:45–46.51; 25:21.23.30) zeigen, wie ernst es Gott mit der inneren Ausrichtung unserer Seele ist.
So wird die Errettung der Seele zu einem Ziel, das unsere heutige Glaubenspraxis durchzieht. Es geht nicht darum, das eigene Erleben zu unterdrücken, sondern darum, dass die Seele von der Herrschaft des Eigenwillens in die Freiheit der Hingabe an Christus hineinwächst. „Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und zugrunde gehen, sondern von denen, die Glauben haben und die Seele gewinnen“ (Hebr. 10:39). Glauben heißt hier, inmitten von Druck und Unklarheit an Christus festzuhalten und ihm Raum zu geben, unsere inneren Reaktionen zu formen. Wo diese Bewegung geschieht, ist die Seele nicht mehr Gefangene der augenblicklichen Stimmung, sondern wird nach und nach auf den Tag hin ausgerichtet, an dem Christus enthüllt wird.
den ihr liebt, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt, in den ihr hineinglaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, und mit einer Freude jubelt, die unaussprechlich und verherrlicht ist, (1.Petr. 1:8)
so empfangt ihr das Ende eures Glaubens: die Errettung eurer Seelen. (1.Petr. 1:9)
Wenn die Errettung der Seele als Ziel deutlich wird, tritt die Frage in den Hintergrund, ob sich das Leben sofort nach unseren Wünschen ordnet. Wichtiger wird, wie unsere inneren Antworten auf Gottes Handeln und auf die Spannungen des Alltags aussehen. Die vollständige Errettung des Dreieinen Gottes nimmt auch das Unfertige, Wankende und Verletzte unserer Seele ernst, um es in die Freude Christi zu verwandeln. Darum dürfen selbst zerrissene Gefühle und mühsame Entscheidungen im Licht dieses Ziels betrachtet werden: Gott arbeitet nicht nur an dem, was andere von uns sehen, sondern gerade an dem, was in uns verborgen ist. Die Aussicht, „das Ende unseres Glaubens, die Errettung unserer Seelen“ (1.Petr. 1:9) zu empfangen, macht Mut, den Weg mit Christus weiterzugehen – mit der stillen Gewissheit, dass kein Schritt des Vertrauens vergeblich ist und dass die Freude des Herrn real auf uns wartet.
Lebendige Hoffnung aus der Regeneration des Vaters
Wenn Petrus den Blick auf den Anfang unseres Glaubenslebens richtet, stellt er nicht zuerst unsere Entscheidung in den Mittelpunkt, sondern das Handeln des Vaters. Er preist „den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus“, der uns „wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das in den Himmeln aufbewahrt ist“ (1.Petr. 1:3–4). Wiederzeugung bedeutet: Der Vater hat sein eigenes Leben in uns hineingegeben. Dieses neue Leben ist nicht statisch; es bringt eine Hoffnung mit sich, die der Qualität dieses Lebens entspricht. Weil das Leben, das uns geschenkt wurde, ewig, unverderblich und göttlich ist, ist auch die Hoffnung, in die wir hineingestellt sind, lebendig. Sie gleicht nicht einem idealistischen Wunsch, der an der Realität zerschellt, sondern einer Kraft, die mitten in der Realität wirkt.
Die Wiederzeugung des Vaters bringt das ewige Leben in uns hinein. Darüber hinaus bringt die Wiederzeugung des Vaters uns in die Hoffnung, das Erbe des ewigen Lebens, hinein. So ist das ewige Leben in uns hineingebracht worden, und wir sind in die Hoffnung, das Erbe, des ewigen Lebens hineingebracht worden. Wir haben jetzt das ewige Leben, und wir genießen auch das Erbe dieses ewigen Lebens. Dies ist die Wiederzeugung des Vaters mit ihren Ergebnissen, mit ihrem Ergebnis. (Witness Lee, Life-Study of 1 Peter, Botschaft sechs, S. 52)
Petrus beschreibt unser Erbe als unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich. Das ist mehr als eine Zusicherung für die ferne Zukunft. In der Wiederzeugung sind zwei Bewegungen geschehen: „Die Wiederzeugung des Vaters bringt das ewige Leben in uns hinein. Darüber hinaus bringt die Wiederzeugung des Vaters uns in die Hoffnung, das Erbe des ewigen Lebens, hinein.“ Das bedeutet: Das ewige Leben wohnt jetzt in uns, und zugleich sind wir in den Raum dieser Hoffnung hineingestellt worden. Wo dieses Leben in uns wirksam ist, beginnt es, unsere Sicht zu verändern. Die Grenzen unserer Erfahrung bleiben spürbar, aber sie sind nicht mehr das Letzte. Auch in Schwachheit und Scheitern kann innerlich ein leiser Satz aufsteigen: Meine Geschichte endet nicht hier, weil das Leben in mir weitergeht.
Diese lebendige Hoffnung verbindet Petrus eng mit dem Glauben und dem Wirken des Geistes. Er wendet sich „an die, die einen gleich kostbaren Glauben wie wir … bekommen haben“ (2.Petr. 1:1) und erinnert die Galater daran, dass sie den Geist „aus dem Hören des Glaubens“ empfangen haben (Gal. 3:2). Der Geist ist es, der das durch die Wiederzeugung geschenkte Leben in uns zur Wirkung bringt; und aus dieser Wirkung entspringt Hoffnung. Paulus formuliert es an anderer Stelle so: „Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten“ (Röm. 3:21). Dieses „jetzt“ der offenbarten Gerechtigkeit Gottes umfasst auch das „jetzt“ der lebendigen Hoffnung: Gott hat in Christus gehandelt, und aus dem vollbrachten Werk Christi fließt ein Strom von Leben und Hoffnung in die Gegenwart der Glaubenden hinein.
Lebendige Hoffnung zeigt sich deshalb gerade nicht nur an Tagen, an denen alles gelingt, sondern besonders dort, wo Grenzen spürbar werden. Wie der Leib eine innere Lebenskraft hat, die an verletzten Stellen Heilung anbahnt, so beginnt das göttliche Leben in uns, seelische Wunden nicht einfach zu überdecken, sondern im Licht Christi zu bearbeiten. Hoffnung bedeutet hier nicht, die Schwere zu leugnen, sondern in ihr von einer anderen Wirklichkeit her gehalten zu werden. „Noch eine kleine Weile und die Welt schaut mich nicht mehr an, ihr aber schaut mich an; weil ich lebe, sollt auch ihr leben“ (Johannes 14:19). Dass Christus lebt und wir mit ihm verbunden sind, ist der Grund, warum unsere Hoffnung nicht sterben muss, wenn sichtbare Sicherheiten bröckeln.
Relevante Schriftstellen: 1.Petr. 1:3–4; Röm. 3:21; 8:23–25; Gal. 3:2; 2.Petr. 1:4.
Diese Wahrheit ermutigt dazu, vor dem Herrn still zu werden und neu zu sehen, wie sein Leben Denken, Fühlen und Handeln von innen her prägt.
Herr Jesus Christus, du bist jetzt schon bei uns, auch wenn du für die Augen dieser Welt noch verhüllt bist, und in dir bewahrt der Vater eine vollkommene Errettung für Geist, Seele und Leib. Stärke unseren Glauben in den Prüfungen, läutere ihn wie Gold und fülle uns inmitten aller Unsicherheit mit der lebendigen Hoffnung, die aus deinem ewigen Leben in uns entspringt. Lass unsere Seele mehr und mehr in deiner Gegenwart zur Ruhe kommen, damit die Unsagbarkeit deiner Freude und der Glanz deiner Herrlichkeit schon heute in unserem Innern aufleuchten, während wir auf den Tag warten, an dem du enthüllt wirst und wir mit dir. Bewahre uns in deiner Gnade, bis wir voll in deine Freude eintreten und dich von Angesicht zu Angesicht sehen. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of 1 Peter, Chapter 6