Das Wort des Lebens
lebensstudium

Ein göttlicher Hoherpriester, lebendig und fähig zu erretten

13 Min. Lesezeit

Viele Christen wissen, dass Jesus als unser Hoherpriester für uns eintritt, doch oft bleibt unklar, wie lebendig, göttlich und wirksam dieses Priestertum wirklich ist. Hebräer 7 öffnet den Blick für eine großartige Wirklichkeit: Christus ist nicht nur einmal für unsere Sünden gestorben, sondern lebt jetzt als König und als göttlicher Hoherpriester, der in der Kraft eines unzerstörbaren Lebens handelt. Wo Er als dieser Hohepriester gegenwärtig ist, weicht die Atmosphäre des Todes, und es entsteht ein Raum von Gerechtigkeit, Frieden und Leben, in dem wir Gott nahekommen können.

Der königliche und der göttliche Hohepriester

Wenn der Hebräerbrief in Kapitel 7 Christus zugleich als „König der Gerechtigkeit“ und „König des Friedens“ beschreibt, öffnet sich ein weiter Horizont für das Verständnis seines Priestertums. Gerechtigkeit und Frieden sind keine abstrakten Ideen, sondern die Atmosphäre seiner Herrschaft. Wo Er als König anerkannt wird, endet das chaotische Durcheinander widersprüchlicher Maßstäbe. Gerechtigkeit bedeutet: Alles steht in rechter Ordnung vor Gott, nichts wird verdunkelt, nichts beschönigt. Frieden bedeutet: Die Folgen dieser geordneten Wirklichkeit sind Ruhe, Versöhnung, ein inneres Aufatmen. So schafft Christus als königlicher Hoherpriester den Raum, in dem Gott sich dem Menschen zuwenden, ihn nähren und ihm dienen kann. Das Bild Melchisedeks, der Abraham „Brot und Wein“ bringt, deutet an, dass Gottes Versorgung auf einem Boden von Gerechtigkeit und Frieden geschieht; ohne diese Atmosphäre würde seine Zuwendung von Schuld, Unordnung und Konflikt dauernd zerrissen werden.

Das Königtum steht sowohl mit Gerechtigkeit als auch mit Frieden in Verbindung, denn Königtum bedeutet Herrschaft und Autorität. Um Gerechtigkeit und Frieden zu bewahren, brauchen wir Autorität. Damit Christus uns den verarbeiteten Gott als unser Brot und unseren Wein darreichen kann, muss eine Atmosphäre vorhanden sein, die von Gerechtigkeit und Frieden erfüllt ist. Immer wenn wir zum Tisch des Herrn kommen, sollten wir tief empfinden, dass wir uns in einem Zustand der Gerechtigkeit und des Friedens befinden. (Witness Lee, Life-Study of Hebrews, Botschaft dreiunddreißig, S. 373)

Gleichzeitig macht derselbe Abschnitt deutlich, dass dieses Priestertum nicht nur eine Frage der Herrschaftsform, sondern des Wesens ist. Am Ende des Kapitels heißt es, der Sohn sei „für immer vollendet“ und sei als Hoherpriester „durch das Wort des Eides“ eingesetzt, das „den Sohn, der in Ewigkeit vollendet ist“, benennt (Hebräer 7:28). Sein Priesterdienst ist göttlich durchdrungen: Er ist der Sohn Gottes, getragen von der ganzen Fülle der Gottheit, und handelt „nach der Kraft eines unzerstörbaren Lebens“ (Hebräer 7:16). Man könnte sagen: Sein Königtum ordnet die äußeren Verhältnisse – sein göttliches Leben füllt diese geordnete Sphäre mit der Wirkung der Auferstehung. Wie Licht die Finsternis nicht diskutiert, sondern sie einfach vertreibt, so bedeutet seine Gegenwart das Ende des Todes in all seinen Gestalten. Wo Er als König Raum erhält, kommt sein göttliches Leben zur Entfaltung: Schuld verliert ihre Macht, innerer Zerfall wird begrenzt, Hoffnung beginnt neu zu wachsen. Diese Verbindung von königlicher Autorität und göttlichem Leben ist keine entfernte Lehre, sondern ein stiller Trost: Wir sind nicht auf uns selbst zurückgeworfen, sondern stehen unter einem Hohepriester, der unsere Situation ordnen und sie zugleich von innen her mit Leben durchdringen kann.

Sein königliches Priestertum bleibt jedoch nicht auf einzelne Momente beschränkt, wie etwa eine besonders gesammelte Stunde am Tisch des Herrn. Wo immer Er als König der Gerechtigkeit anerkannt wird, beginnt eine unsichtbare Neuordnung. Verdeckte Unwahrheiten kommen ans Licht, unbereinigte Spannungen werden benennbar, überdehnte Ansprüche verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Dafür tritt eine neue Klarheit ein: Dinge stehen wieder im richtigen Verhältnis zu Gott, zu anderen, zu uns selbst. In einer solchen Atmosphäre kann Gott uns „Brot und Wein“ reichen – nicht nur im Sichtbaren, wenn wir an das Gedächtnismahl denken, sondern in der alltäglichen Wegstrecke, in der wir von seinem Wort, seiner Gegenwart und seinem Geist genährt werden. Sacharja 6:13 deutet dies auf majestätische Weise an: „Auch wird ein Priester auf seinem Thron sein; und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein.“ König und Priester fallen in Christus zusammen; seine Herrschaft ist priesterlich, und sein Priesterdienst ist königlich.

Gerade in innerer Erschöpfung zeigt sich, wie sehr wir diese doppelte Wirklichkeit brauchen. Es genügt nicht, dass Christus irgendwo im Himmel Hoherpriester ist, wenn unsere persönliche Lebenswelt in Unordnung versinkt. Und es genügt nicht, eine gewisse äußere Ordnung herzustellen, wenn das Innere trocken und leer bleibt. Wir brauchen den König, der Gerechtigkeit und Frieden aufrichtet, und wir brauchen den göttlichen Priester, der diese Atmosphäre mit seiner Auferstehungskraft erfüllt. Wer sich dieser Wirklichkeit öffnet, erfährt, dass Stürme nicht automatisch verschwinden, aber ihren absoluten Anspruch verlieren: Sie stehen unter der Autorität dessen, der uns zugleich regiert und nährt. In dieser Spannung ist seine Gegenwart eine leise, aber tragende Ermutigung: Es gibt einen Thron über deiner Geschichte, und derselbe, der dort regiert, reicht dir mitten darin das Brot des Lebens und den Wein der Freude.

der es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach der Kraft eines unzerstörbaren Lebens. (Hebräer 7:16)

Denn das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit haben; das Wort des Eides aber, das nach dem Gesetz gekommen ist, den Sohn, der in Ewigkeit vollendet ist. (Hebräer 7:28)

Christus als königlicher und göttlicher Hoherpriester bedeutet, dass unser Leben nicht von kalter Macht oder abstrakter Theologie gehalten wird, sondern von einer Person, die zugleich ordnet und belebt. In allem, was unübersichtlich und widersprüchlich erscheint, steht seine Herrschaft über uns, und in allem, was müde und ausgelaugt ist, pulsiert sein unzerstörbares Leben. Wer sich an Ihn hält, entdeckt im Lauf der Zeit: Gerechtigkeit und Frieden sind keine Forderungen, die wir aus eigener Kraft erfüllen müssen, sondern Gaben, die aus seiner Gegenwart wachsen – und in dieser Atmosphäre wird Gottes Versorgung zu einer realen, tragenden Erfahrung.

Der Sohn Gottes: einziggeboren, erstgeboren und vollkommen qualifiziert

Die Schrift spricht vom Sohn Gottes in zwei Blickrichtungen, die sich nicht widersprechen, sondern einander ergänzen. Als einziggeborener Sohn existiert Er von vergangener Ewigkeit her in reiner Gottheit – unergriffen, unangefochten, vollkommen in sich selbst. In diesem Sinn war Christus nie auf einen Reifungsprozess angewiesen; Gott muss nicht „besser“ werden. Doch derselbe Sohn tritt in der Fülle der Zeit in unsere Geschichte ein, nimmt wirkliche Menschlichkeit an und geht den ganzen Weg menschlichen Lebens. Damit öffnet sich die zweite Blickrichtung: In der Auferstehung erscheint Er als erstgeborener Sohn, in dem Gottheit und verherrlichte Menschheit untrennbar vereint sind. Die Auferstehung ist nicht nur der Sieg über den Tod, sondern der Augenblick, in dem der Mensch Jesus in eine neue Stufe der Sohnschaft eintritt. Apg. 13:33 heißt es: „Du bist Mein Sohn; heute habe Ich Dich gezeugt.“ Dieses „Heute“ ist der Auferstehungstag; dort beginnt seine Stellung als Erstgeborener in der neuen Schöpfung.

Der einziggeborene Sohn, der von der vergangenen Ewigkeit her existierte, besaß nur Göttlichkeit. Der Erstgeborene Sohn hingegen, der gemäß Psalm 2 und Apostelgeschichte 13:33 am Tag der Auferstehung als solcher geboren wurde, hat sowohl Göttlichkeit als auch Menschlichkeit. Am Tag der Auferstehung wurde der Mensch Jesus als Sohn Gottes geboren. Dies bezieht sich nicht auf den Aspekt, dass Er der einziggeborene Sohn ist, sondern auf den Aspekt, dass Er der Erstgeborene Sohn ist. (Witness Lee, Life-Study of Hebrews, Botschaft dreiunddreißig, S. 376)

Damit wird verständlich, warum der Hebräerbrief davon spricht, dass Christus als Hoherpriester „vollendet“ wurde. Nicht seine Gottheit wurde verbessert, sondern seine Menschheit wurde durch Leiden, Versuchung, Tod und Auferstehung hindurchgeführt und in einem neuen Zustand bestätigt. Hebräer 2:17–18 beschreibt dieses Geheimnis: Er musste „in allem den Brüdern gleich werden“, damit Er ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, „um die zu helfen, die versucht werden“. Als einziggeborener Sohn kannte Er jede Realität in göttlicher Allwissenheit; als erstgeborener Sohn kennt Er dieselbe Realität von innen her im durchlittenen Menschsein. So entsteht ein Priestertum, das sowohl absolut göttlich als auch tief menschlich mitleidend ist.

In diesem Licht erkennen wir, wie vollkommen Christus als Hoherpriester qualifiziert ist. Er steht nicht vor Gott als distanzierter Beobachter unserer Schwachheit, sondern als einer, der unseren Weg tatsächlich gegangen ist. Seine Gottheit befähigt Ihn, zu retten, zu tragen, zu verwandeln; seine erprobte Menschlichkeit befähigt Ihn, zu verstehen, mitzufühlen, mitzugehen. Röm. 8:28–29 verbindet diese beiden Seiten auf eine leise, aber kraftvolle Weise: „Und wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten zusammenwirken, denen, die nach Seinem Vorsatz berufen sind. Denn die Er vorher erkannt hat, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Bild Seines Sohnes gleichförmig zu sein.“ Das Ziel Gottes ist, uns dem Bild dieses Sohnes gleichförmig zu machen – eines Sohnes, der göttlich ist und zugleich verherrlichte Menschlichkeit trägt.

Die Folge ist tief tröstlich: Vor Gott stehen wir nicht allein mit unserer fragmentarischen Biografie. Zwischen unserer Geschichte und Gottes heiligem Anspruch steht ein Hoherpriester, dessen Leben beide Seiten kennt. Er ist der einziggeborene Sohn, in dem Gottes ewiger Vorsatz fest und unerschütterlich ist, und Er ist der erstgeborene Sohn, in dem menschliche Schwachheit nicht verdrängt, sondern durch Auferstehung hindurchgetragen wurde. Diese doppelte Sohnschaft macht seinen Dienst so zuverlässig. Wenn wir an unsere Grenzen geraten, stoßen wir nicht auf einen unbeteiligten Richter, sondern auf einen, der gerade dort Hoherpriester ist, wo wir am schwächsten sind. In seiner Person ist schon verwirklicht, was für uns noch in weiter Ferne scheint: ein Leben, in dem Menschsein und Gottes Nähe sich nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig durchdringen. Darin liegt eine stille Ermutigung: Unsere Unreifenheit ist für diesen Priester kein Hindernis, sondern genau der Bereich, in dem seine vollendete Sohnschaft ihr Gewicht entfaltet.

dass Gott diese Verheißung an uns, ihren Kindern, völlig erfüllt hat, indem Er Jesus hat auferstehen lassen, wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: „Du bist Mein Sohn; heute habe Ich Dich gezeugt.“ (Apg. 13:33)

Daher musste Er in allem den Brüdern gleich werden, damit Er in den Dingen mit Gott ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin Er selbst gelitten hat, als Er versucht wurde, vermag Er denen zu helfen, die versucht werden. (Hebräer 2:17–18)

Die beiden Aspekte der Sohnschaft Christi – einziggeboren und erstgeboren – zeigen, dass unser Hoherpriester zugleich über allem steht und mitten in allem mitgeht. In jeder Erfahrung von Begrenzung, Unvollkommenheit oder versäumter Möglichkeit trifft uns darum nicht der kalte Blick eines unbeteiligten Gottes, sondern der Blick dessen, der unsere Wirklichkeit aus erster Hand kennt und sie bereits in die Auferstehung getragen hat. Sein Dienst als Hoherpriester ist damit mehr als eine theologische Kategorie: Er ist der bleibende Zuspruch, dass nichts von dem, was uns begegnet, außerhalb der Reichweite des Sohnes liegt, der ewig Gott ist und zugleich unser erprobter, verherrlichter Bruder.

Ein unzerstörbares Leben, das bis zum Äußersten rettet

Die levitischen Priester des Alten Testaments standen unter einem doppelten Vorbehalt: Sie waren selbst schwach und sie waren dem Tod unterworfen. Ihr Dienst wurde beständig unterbrochen – durch eigene Sünde, durch körperliche Begrenzung, schließlich durch das Sterben selbst. Hebräer 7 zeichnet dieses Bild bewusst, um die Einzigartigkeit Christi hervorzuheben. Von Ihm heißt es, Er sei Hoherpriester „nach der Kraft eines unzerstörbaren Lebens“ (Hebräer 7:16). Er hat den Tod nicht nur gestreift, sondern ihn geschmeckt und überwunden. Apg. 2:24 bringt das eindringlich zum Ausdruck: Gott hat Jesus auferweckt, „da es nicht möglich war, dass Er von ihm festgehalten wurde.“ Der Tod konnte Ihn nicht binden, weil in Ihm ein Leben wirkte, das nicht aus dieser Welt stammt. Dieses Auferstehungsleben ist das innere Element seines Priestertums; es ist der Grund, warum sein Dienst nicht abbricht und nicht verblasst.

Während das aaronische Priestertum noch dem Tod unterworfen war, ist das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks, das mit dem Element des Lebens konstituiert ist, durch die Abwesenheit des Todes gekennzeichnet. Das Leben, mit dem es konstituiert ist, ist durch den Tod hindurchgegangen und hat den Tod verschlungen. Dieses Leben ist unzerstörbar. (Witness Lee, Life-Study of Hebrews, Botschaft dreiunddreißig, S. 377)

Gerade hier setzt die Verheißung von Hebräer 7:25 an: „Daher vermag Er auch die völlig zu erretten, die durch Ihn zu Gott kommen, weil Er immer lebt, um für sie zu bitten.“ „Völlig“ meint nicht nur eine punktuelle Rettung aus einer Notlage, sondern ein Durchtragen bis ans Ziel. Sein Erretten reicht von der ersten Bekehrung bis zur endgültigen Verherrlichung, von den offenen Krisen bis zu den leisen Erosionen des Alltags, von sichtbaren Gefahren bis zu unscheinbaren inneren Abwegen. Weil sein Leben unzerstörbar ist, ist auch seine Fürsprache ununterbrochen. Sein Priesterdienst ist kein gelegentliches Eingreifen, wenn die Situation aus dem Ruder läuft, sondern ein stetiger Strom aus dem Himmel in unseren Geist. Offb. 1:18 legt Zeugnis davon ab: „und der Lebendige; und Ich wurde tot, und siehe, Ich bin lebendig in Ewigkeit; und Ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades.“ Derselbe, der die Schlüssel in der Hand hält, tritt für uns ein.

Für den gelebten Glauben bedeutet das: Unser Durchhalten hängt nicht in erster Linie an unserer Zähigkeit, sondern an der Beständigkeit seines Lebens. Viele Erfahrungen zeigen, wie brüchig eigene Vorsätze und Kräfte sind. Hebräer 7:24 spricht darum von einem „unveränderlichen Priestertum“. Christus wird nicht abgelöst, Er wird nicht müde, Er wird nicht schwächer. Was in uns schwankt, wird durch seine Beständigkeit umfangen. Darin liegt eine „bessere Hoffnung“ (Hebräer 7:19): Unsere Zukunft ruht nicht auf der Kurve unseres geistlichen Befindens, sondern auf der Treue des Hohepriesters, der sich selbst als Bürge des neuen Bundes gegeben hat.

Dieses unzerstörbare Leben wirkt jedoch nicht nur „oben“ im Himmel, sondern zugleich „innen“ im Glaubenden. Der Hebräerbrief verbindet Thron und Herz: Der Hohepriester ist in den Himmeln und doch durch den Geist in uns gegenwärtig. Die Fürsprache, von der die Rede ist, ist daher keine rein juristische Handlung, sondern eine lebendige Bewegung seines Lebens in uns hinein. Wenn wir innerlich aus dem Tritt geraten, meldet sich nicht nur die Stimme des Gewissens, sondern – tiefer – der leise Druck seines Lebens, das uns wieder zu Gott hin zieht. Röm. 8:16 beschreibt diesen inneren Zeugen: „Der Geist Selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Dass wir unter einem gottgemäßen Eindruck bleiben, dass wir uns nicht ganz vom Weg entfernen, dass in uns immer wieder ein heimliches „Dennoch“ aufsteigt – all dies gehört zur Weise, wie sein unzerstörbares Leben uns bis zum Äußersten rettet.

der es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach der Kraft eines unzerstörbaren Lebens. (Hebräer 7:16)

Er aber, weil Er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum. Daher vermag Er auch die völlig zu erretten, die durch Ihn zu Gott kommen, weil Er immer lebt, um für sie zu bitten. (Hebräer 7:24–25)

Christus als Hoherpriester in der Kraft eines unzerstörbaren Lebens bedeutet, dass keine Dunkelzone unseres Daseins endgültig abgeschlossen ist. Selbst dort, wo wir nur noch Bruchstücke sehen, bleibt Er der Lebendige, der für uns eintritt. Seine Fürsprache ist kein theoretischer Zuspruch, sondern die konkrete, anhaltende Wirkung seines Auferstehungslebens in unseren Herzen. So wird Er zum stillen Grund, auf dem Mut, Vertrauen und Hoffnung immer wieder neu aufstehen können – nicht weil wir stark wären, sondern weil Er ewig lebt und fähig ist zu erretten, bis alles ans Ziel gekommen ist.


Herr Jesus, führe uns im Licht Deines Wortes und schenke uns Gnade, die gezeigte Wahrheit nicht nur zu verstehen, sondern im Alltag aus Deinem Leben zu erfahren. Bewahre uns in Deiner Gegenwart, damit unser Denken, Reden und Dienen von Dir geprägt wird und Dein Name in der Gemeinde verherrlicht wird. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Hebrews, Chapter 33

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