Das Wort des Lebens
lebensstudium

Der alte Mensch und der neue Mensch

13 Min. Lesezeit

Viele Christen kennen Vergebung, Erlösung und persönliches geistliches Leben – und empfinden trotzdem eine innere Leere, als ob ein entscheidendes Stück noch fehlt. Die Epheserbriefe öffnen den Blick dafür, dass das Ziel des Evangeliums nicht nur unsere individuelle Rettung ist, sondern ein neues, gemeinsames Leben als ein einziger neuer Mensch in Christus. Dort entscheidet sich, was mit unserem alten Menschen geschieht, wie der neue Mensch Gestalt gewinnt und wie das lebendige Wort uns reinigt, damit die Gemeinde wirklich Wohnstätte Gottes sein kann.

Der ganze Umfang des Evangeliums: Vom Kreuz zum einen neuen Menschen

Wenn das Neue Testament vom Evangelium spricht, öffnet sich ein weiter Horizont, als wir oft im Blick haben. Am Anfang von Epheser 2.wird unser Zustand nüchtern beschrieben: „ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt“ (Epheser 2:12). Das ist mehr als ein persönliches Defizit im Inneren; es ist ein getrennter Zustand – von Gott und voneinander. Christus ist nicht nur gekommen, um unsere individuelle Schuld aus der Welt zu schaffen, sondern um eine ganze getrennte Menschheit an der Wurzel zu berühren. Darum heißt es weiter: „Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden“ (Epheser 2:13). Nahe geworden heißt: hineingenommen in einen neuen Raum, in eine neue Ordnung, in der das Trennende nicht länger bestimmen darf.

In Seinem Fleisch hat Er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, abgeschafft, um die zwei in Sich Selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen (V. 14–15). So hat Er Frieden gemacht zwischen den Nationen und den Juden. In Vers 16 fährt Paulus fort: „und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem Er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte“. Christus versöhnte die Juden und die Nationen in einem Leib mit Gott. Das zeigt, dass Versöhnung eine gemeinschaftliche Angelegenheit ist. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft einundsiebzig, S. 597)

In diesem Licht bekommt das Kreuz eine viel weitere Bedeutung. Christus „ist unser Friede, der die beiden eins gemacht und die trennende Zwischenwand, die Feindschaft, niedergerissen hat“ (Epheser 2:14). Die Mittelwand war eine religiöse, kulturelle, historische Grenze – und genau sie hat Er in Seinem Fleisch außer Kraft gesetzt, „damit Er in Sich Selbst die zwei zu einem neuen Menschen schaffe und so Frieden stifte“ (Epheser 2:15). Versöhnung ist damit nicht nur die Wiederherstellung einer gestörten Gottesbeziehung, sondern ein gemeinschaftliches Werk: „und die beiden in einem Leib durch das Kreuz mit Gott versöhne, nachdem Er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte“ (Epheser 2:16). Wer das Evangelium so sieht, erkennt: Gottes Ziel ist nicht die Summe einzelner Geretteter, sondern der eine neue Mensch – eine Menschheit in Christus, in der die alten Trennungen ihre Macht verloren haben.

Aus dieser Versöhnung erwächst eine neue Wirklichkeit, die sich nicht auf das Innere des Einzelnen beschränkt, sondern sich in einer konkreten Geschichte von Beziehungen ausdrückt. „Denn durch Ihn haben wir beide in einem Geist den Zugang zum Vater“ (Epheser 2:18). Zugang zum Vater ist ein gemeinsamer Zugang: Juden und Heiden, Alte und Junge, Starke und Schwache treten nicht nebeneinander, sondern miteinander ein. So heißt es weiter: „So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Glieder des Haushaltes Gottes“ (Epheser 2:19). Das Evangelium macht nicht nur aus Schuldigen Begnadigte, sondern aus Fremden Hausgenossen, aus Vereinzelten Mitbürger im Reich Gottes. Unser Glaube hört auf, eine private Angelegenheit zu sein, und wird zum Anteil an einem göttlichen Haushalt, in dem der Vater, der Sohn und der Geist wohnen.

Dieser Haushalt ist kein loses Netzwerk, sondern ein Bau. Die Gemeinde ist „aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus Selbst der Eckstein ist, in welchem der ganze Bau, zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel im Herrn wächst“ (Epheser 2:20–21). Hier begegnet uns eine Dynamik: Zusammengefügt und wachsend – nicht ein statisches System, sondern ein lebendiges, organisches Werden. Und noch näher heißt es: „in dem auch ihr miteinander aufgebaut werdet zu einer Wohnstätte Gottes im Geist“ (Epheser 2:22). Die Versöhnung, von der das Evangelium redet, läuft darauf hinaus, dass Gott eine Wohnstätte hat, die aus Menschen besteht; ein Tempel, in dem Er sich ausdrückt, und ein Leib, durch den Er handelt. Erlösung durch das Blut und Rettung „in Seinem Leben“ (Römer 5:10) sind nicht Selbstzweck, sondern dienen diesem Ziel: dass in der Geschichte und im Alltag sichtbar wird, wie der eine neue Mensch Christus ausdrückt.

zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheißung; und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. (Eph. 2:12)

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. (Eph. 2:13)

Die Ausrichtung auf den einen neuen Menschen bewahrt davor, das Evangelium auf private Bedürfnisse zu verkürzen. Wo wir lernen, unsere Versöhnung mit Gott als Teil eines gemeinsamen Werkes zu sehen, erhalten Beziehungen, Gemeinde und Alltag ein anderes Gewicht. Konflikte und Unterschiede werden nicht verdrängt, sondern in die Wirklichkeit des Kreuzes hineingehalten, in der Christus die Feindschaft getötet hat. So wird der Glaube Schritt für Schritt zu einem Bau, in dem der Vater durch den Sohn im Geist Wohnung nimmt – sichtbar in einer Gemeinde, die mehr ist als Struktur: ein lebendiger Ausdruck des neuen Menschen.

Den alten Menschen ablegen: Befreiung von alten Mustern für ein flexibles Gemeindeleben

Wenn Paulus vom alten Menschen spricht, hat er nicht nur eine innere Neigung oder eine dunkle Seite unserer Seele vor Augen. Er fasst ein ganzes Lebensgeflecht zusammen: „dass ihr im Blick auf euren früheren Lebenswandel den alten Menschen ablegt, der nach den Begierden des Betrugs verdorben wird“ (Epheser 4:22). Der frühere Lebenswandel meint unsere eingeübten Muster: wie wir gelernt haben zu reagieren, zu reden, uns zu schützen, Anerkennung zu suchen, uns durchzusetzen. Es umfasst Familienprägungen, kulturelle Selbstverständlichkeiten, religiöse Gewohnheiten und die Art, wie wir Beziehungen gestalten. Dieser alte Mensch ist nicht neutral; er „wird verdorben“ – er trägt in sich eine Tendenz zur Verzerrung, zum Missbrauch und zur Selbstdrehung. Wo dieser alte Mensch unberührt bleibt, bringt er seine ganze Geschichte in das Gemeindeleben mit hinein.

Epheser 4:22 zeigt, dass der alte Mensch allumfassend ist: „dass ihr im Blick auf euren früheren Lebenswandel den alten Menschen auszieht, der sich nach den Begierden des Betrugs verderbt“. Hier spricht Paulus davon, dass wir im Blick auf unseren früheren Lebenswandel den alten Menschen ausziehen. Dieser frühere Lebenswandel umfasst alles, was mit uns zu tun hat: was wir sind, was wir haben, unser Familienleben und unser gesellschaftliches Leben. Paulus meint hier, dass wir alles ausziehen müssen, was wir sind, alles, was wir tun, und alles, was wir haben. Wir sollen unsere ganze Lebensweise ausziehen. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft einundsiebzig, S. 598)

So wird verständlich, warum das Evangelium nicht bei der Vergebung der Sünden stehenbleibt. Wer gerechtfertigt ist und dennoch seinen alten Menschen als Selbstverständlichkeit weiterlaufen lässt, erlebt früher oder später, wie alte Muster das gemeinsame Leben überdecken. In einer Gemeinde werden dann plötzlich Herkunft, Bildung, Frömmigkeitsstil oder Temperament wichtiger als Christus. Meinungen werden zu Mauern, Empfindlichkeiten zu unsichtbaren Stacheldrähten, Traditionen zu stillen Gesetzbüchern. Die Folge ist nicht nur Spannungen nach außen, sondern eine innere Traurigkeit des Geistes: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, in dem ihr auf den Tag der Erlösung hin versiegelt worden seid“ (Epheser 4:30). Der Geist ist da, als Siegel der zukünftigen Herrlichkeit, aber Er wird bedrückt, wenn der alte Mensch sich im Raum der Gemeinde breit macht.

Demgegenüber zeigt das Neue Testament eine andere Bewegung. Paulus selbst, einst ein harter Verteidiger religiöser Formen, konnte später sagen, er sei „allen alles“ geworden (1. Korinther 9:22), um Menschen zu gewinnen. Das war kein taktischer Trick, sondern Ausdruck eines tiefen inneren Loslassens. Wo der alte Mensch abgelegt wird, entsteht eine überraschende Flexibilität: nicht Beliebigkeit, sondern die Freiheit, nicht mehr an die eigenen Muster gebunden zu sein. Der Maßstab ist nicht länger: „So bin ich eben“, sondern: Wie kann Christus in dieser konkreten Situation Gestalt gewinnen? Der alte Mensch reagiert berechenbar – er verteidigt sich, fordert sein Recht, zieht sich verletzt zurück oder dominiert. Der neue Mensch ist frei, anders zu antworten, ohne sich selbst zu verlieren.

Den alten Menschen ablegen heißt daher nicht, einen Teil der Persönlichkeit zu amputieren, sondern das Ganze der alten Lebensweise in das Licht des Kreuzes zu stellen. Epheser 4 verbindet dies mit einer inneren Erneuerung: „und dass ihr im Geist eures Verstandes erneuert werdet und den neuen Menschen anzieht, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wirklichkeit“ (Epheser 4:23–24). Der Verstand wird nicht ausgeschaltet, sondern durchdrungen; Gefühle werden nicht verdrängt, sondern gereinigt; Wille wird nicht gebrochen, sondern neu ausgerichtet. So entsteht ein Gemeindeleben, das nicht von starren Ordnungen oder starken Persönlichkeiten beherrscht wird, sondern von einer inneren Beweglichkeit, in der der Geist Gottes Raum hat, Menschen zu verbinden und zu führen.

dass ihr im Blick auf euren früheren Lebenswandel den alten Menschen ablegt, der nach den Begierden des Betrugs verdorben wird, (Eph. 4:22)

und dass ihr im Geist eures Verstandes erneuert werdet und den neuen Menschen anzieht, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wirklichkeit. (Eph. 4:23-24)

Die Entschiedenheit, den alten Menschen abzulegen, öffnet Raum für ein Gemeindeleben, das nicht von alten Verletzungen und eingefahrenen Mustern dominiert wird. Wo Menschen sich vom Geist im Innersten ansprechen lassen, beginnen sie, vertraute Reaktionsweisen zu durchschauen und nicht mehr zu rechtfertigen. In diesem ehrlichen Licht wächst Vertrauen, und Beziehungen werden belastbarer. Die Gemeinde wird zu einem Ort, an dem nicht Perfektion, sondern Bereitschaft zur Verwandlung zählt – und in dem der Heilige Geist nicht länger betrübt, sondern frei ist, Christus in vielfältiger Weise sichtbar zu machen.

Den neuen Menschen anziehen: Leben im Geist und Reinigung durch das lebendige Wort

Der neue Mensch ist keine abstrakte Idee, sondern eine erfahrbare Wirklichkeit: ein von Christus durchdrungenes gemeinsames Leben. Epheser 4 beschreibt ihn als etwas, das „nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wirklichkeit“ (Epheser 4:24). Er hat seine Quelle nicht in unseren Idealen, sondern in der Person Christi, der als lebengebender Geist mit unserem Geist verbunden ist. Wo Menschen in dieser Verbindung leben, entsteht Gemeinde als Ausdruck des neuen Menschen: Christus ist nicht nur ihr Bekenntnis, sondern ihr inneres Klima, ihr Maßstab und ihre Kraft. Ordnungen, Zugehörigkeiten und Rangfolgen treten zurück, weil eine andere Identität ins Zentrum rückt: in Christus, in einem Leib, in einem Geist.

Für das Gemeindeleben müssen wir nicht nur den alten Menschen ausziehen, sondern auch den neuen Menschen anziehen. Der neue Mensch ist das praktische Gemeindeleben, das Christus als der lebengebende Geist ist, der in gemeinschaftlicher Weise mit unserem Geist vermengt ist. Das Gemeindeleben als den neuen Menschen anzuziehen bedeutet, dieses Gebilde anzuziehen, das durch die Vermengung des göttlichen Geistes mit dem menschlichen Geist hervorgebracht worden ist. (Witness Lee, Life-Study of Ephesians, Botschaft einundsiebzig, S. 600)

Diese Wirklichkeit bleibt jedoch verborgen, wenn der Heilige Geist in uns ständig gedämpft wird. Darum verbindet Paulus den Ruf, den neuen Menschen anzuziehen, mit der Ermahnung: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes“ (Epheser 4:30). Betrübt wird der Geist nicht nur durch offene Sünde, sondern auch durch subtile Formen von Gleichgültigkeit – wenn die Impulse zum Gebet übergangen, Einladungen zum Dienen innerlich abgewehrt oder Brüder und Schwestern innerlich abgeschrieben werden. Epheser 5 entfaltet demgegenüber ein Bild eines erfüllten Gemeindelebens: „Und werdet nicht betrunken mit Wein, in dem Zügellosigkeit ist, sondern werdet im Geist erfüllt, indem ihr zueinander sprecht in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern und dem Herrn mit euren Herzen singt und musiziert, sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus! und indem ihr euch einander unterordnet in der Furcht Christi“ (Epheser 5:18–21). Das ist kein Programm, sondern die spontane Frucht eines Lebens, das vom Dreieinen Gott innerlich erfüllt ist.

Zugleich zeigt Epheser 5, dass Christus selbst aktiv am Zustand der Gemeinde arbeitet. Er „heilige“ sie, „indem Er sie durch die Waschung mit dem Wasser im Wort reinigt, damit Er die Gemeinde herrlich vor Sich Selbst hinstelle“ (Epheser 5:26–27). Das Wasser des Wortes ist nicht mit dem Blut zu verwechseln: Das Blut nimmt die Schuld, das Wasser nimmt die Flecken und Runzeln – die kleinen Verhärtungen, Überempfindlichkeiten, täglichen Verunreinigungen. Das Wort, das Christus gebraucht, ist nicht toter Buchstabe, sondern lebendiger Träger des Geistes. Jesus sagt: „Die Worte, die Ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben“ (Johannes 6:63). Wo dieses Wort nicht nur gelesen, sondern im Geist aufgenommen wird, trifft es in die Tiefe: entlarvt versteckte Motive, tröstet verletzte Stellen, richtet müde Herzen auf und löst gebundene Gedanken.

Wie kommt dieses Waschen konkret zu uns? Epheser 6 verknüpft das Wort ausdrücklich mit dem Geist: „Und empfangt den Helm der Errettung und das Schwert des Geistes, der das Wort Gottes ist, durch jede Art von Gebet und Flehen, indem ihr zu jeder Zeit im Geist betet“ (Epheser 6:17–18). Das Wort wird zum Schwert, wo es vom Geist geführt und im Gebet ergriffen wird. In dieser Bewegung – Lesen, inneres Antworten, Bitten, Danken – wird die Schrift zur Begegnung: Wir stehen nicht einem Text gegenüber, sondern der lebendigen Stimme des Herrn. Viele bezeichnen dies als Gebetslesen: das Wort nicht nur studieren, sondern betend aussprechen, wiederholen, auf das eigene Leben beziehen. In solchen Momenten wirkt der lebengebende Geist durch das lebendige Wort, nährt innerlich, wäscht still und macht bereit für Schritte, die aus uns selbst unmöglich wären.

und den neuen Menschen anzieht, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wirklichkeit. (Eph. 4:24)

Und werdet nicht betrunken mit Wein, in dem Zügellosigkeit ist, sondern werdet im Geist erfüllt, indem Ihr zueinander sprecht in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern und dem Herrn mit euren Herzen singt und musiziert, sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus! und indem ihr euch einander unterordnet in der Furcht Christi: (Eph. 5:18-21)

Das Leben aus dem neuen Menschen wird dort erfahrbar, wo Geist und Wort zusammenkommen. Wo die innere Regung des Geistes nicht übergangen, sondern beachtet wird, und das Wort nicht nur Information, sondern lebendige Ansprache ist, hat Christus Raum, uns zu reinigen und zu führen. Ein solches Gemeindeleben bleibt nicht an äußeren Strukturen hängen, sondern lernt, in der Gegenwart des Herrn flexibel zu sein. Daraus wächst eine stille Zuversicht: Auch wenn vieles bruchstückhaft erscheint, arbeitet Christus selbst an Seiner Gemeinde, bis sie als Ausdruck des neuen Menschen in Gerechtigkeit, Heiligkeit und Liebe sichtbar wird.


Herr Jesus Christus, danke, dass dein Evangelium größer ist als unsere persönliche Rettung und dass du am Kreuz alles niedergerissen hast, was uns von Gott und voneinander getrennt hat. Du siehst, wie tief der alte Mensch in unseren Gedanken, Gefühlen und Gewohnheiten verwurzelt ist; wir bringen dir unser ganzes bisheriges Leben und vertrauen dir, dass du uns innerlich erneuerst. Reinige uns durch das Wasser in deinem lebendigen Wort von alten Wunden, Bitterkeit und Starrheit und schenke uns ein weiches Herz, das bereit ist, mit deinem Geist mitzugehen. Fülle uns immer neu im Geist, damit aus unserem Inneren ein Lob und eine Hingabe hervorströmt, die deine Gemeinde erbaut und den neuen Menschen sichtbar macht. Lass unsere lokalen Gemeinden zu einem Vorgeschmack deiner ewigen Wohnstätte werden, in der deine Liebe und dein Friede regieren. Stärke jeden, der müde geworden ist, mit frischer Hoffnung und der Gewissheit, dass du dein Werk an uns und deiner Gemeinde vollenden wirst. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Ephesians, Chapter 71

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