Das Wort des Lebens
lebensstudium

Teilnahme an der Gemeinschaft Christi

13 Min. Lesezeit

Viele Christinnen und Christen wissen, dass sie „gerettet“ sind, aber nur wenige leben aus der tiefen Gewissheit, dass sie von Gott persönlich in eine konkrete Gemeinschaft hineingerufen wurden – in die Gemeinschaft seines Sohnes. Zwischen frommen Gewohnheiten, kirchlichen Traditionen und persönlichen Vorlieben gerät leicht aus dem Blick, dass Gottes Herz schon vor Grundlegung der Welt auf ein gemeinsames Fest mit seinem Volk ausgerichtet war. Wer diese Berufung zur Gemeinschaft Christi neu entdeckt, gewinnt eine neue Sicht auf sich selbst, auf die Gemeinde und auf den Alltag mit Jesus.

Gottes Wohlgefallen: berufen in die Gemeinschaft seines Sohnes

Wenn Paulus den Korinthern schreibt, dass sie „hinein in die Gemeinschaft Seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn“ berufen worden sind, hebt er den Vorhang vor Gottes innerem Ratschluss (1.Kor 1:9). Diese Berufung beginnt nicht erst an dem Tag, an dem wir das Evangelium hören; sie reicht zurück in Gottes eigenes Herz vor aller Zeit. In der vergangenen Ewigkeit sah Gott nicht zuerst eine Welt voller Aufgaben, sondern Menschen, in die er sich selbst hineingeben wollte. Darum formte er den Menschen nicht nur als denkendes und fühlendes Wesen, sondern gab ihm einen Geist als inneren Raum, in dem der Dreieine Gott wohnen, sich ausbreiten und vertraut werden kann. Gemeinschaft Christi meint daher nicht in erster Linie unsere Bewegung auf Gott zu, sondern seine Bewegung zu uns hin: der mächtige Gott, der in Jesus Mensch wird, sich am Kreuz hingibt und in der Auferstehung als lebengebender Geist in unser Inneres kommt, um dort zu bleiben (Jesaja 9:6; 1.Kor 15:45).

Um diese beiden Verse zu verstehen, müssen wir mit Gott in die vergangene Ewigkeit, an den Anfang, zurückgehen. Bevor Gott das Universum schuf, hatte Er ein Vergnügen, ein Herzensverlangen. Jeder Mensch sucht nach irgendeiner Art von Vergnügen. Auch Gott hat Sein Vergnügen. Gemäß diesem Wohlgefallen fasste Gott einen Plan. Dieser Plan war, Sich Selbst in eine Anzahl von Menschen auszuteilen und Sich Selbst in sie hineinzuwirken. (Witness Lee, Life-Study of 1 Corinthians, Botschaft elf, S. 98)

So bekommt auch der nüchterne Gruß des Paulus ein warmes, tiefes Licht: Er nennt die Glaubenden „die in Christus Jesus geheiligt worden sind, an die berufenen Heiligen, zusammen mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus an jedem Ort anrufen, ihres und unseres Herrn“ (1.Kor 1:2). Geheiligt heißt hier: für Gottes eigenes Wohlgefallen ausgesondert, damit er sich in uns mitteilt. Gemeinschaft mit seinem Sohn ist dann nicht ein schöner Zusatz zum Christsein, sondern die eigentliche Zielrichtung all seines Handelns. Gott schenkt uns nicht vor allem Dinge – Vergebung, Hilfe, Kraft –, sondern in all dem schenkt er uns seinen Sohn. Wo dieser Blick unser Inneres gewinnt, verändert sich unser Verständnis von Glauben: Christsein reduziert sich nicht mehr auf ein korrektes Bekenntnis oder ein moralisches Programm, sondern wird zur lebendigen Teilhabe an einer Person. Diese Sicht nimmt Druck und schafft zugleich Erwartung: Wer berufen ist, an Christus Anteil zu haben, darf davon ausgehen, dass Gott selbst diese Gemeinschaft trägt, vertieft und bewahrt. In dieser Treue Gottes liegt eine stille, aber starke Ermutigung, unser Leben immer neu auf diesen Ruf auszurichten.

Die biblische Geschichte zeigt, wie konsequent Gott seinen Plan der Selbstmitteilung verfolgt. Von 1. Mose an begleitet er Menschen, macht Bund mit ihnen, wohnt inmitten Israels in der Stiftshütte und im Tempel und deutet damit an, was er eigentlich will: Wohnung unter Menschen. In Jesus Christus nimmt diese Geschichte einen entscheidenden Schritt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ – und dieses Wort wurde Fleisch und schlug sein Zelt unter uns auf (Johannes 1:1.14). Was in der Wüste nur als Bild sichtbar war, wird in Christus Wirklichkeit. Der, der von Ewigkeit bei Gott war und Gott ist, tritt in unsere Geschichte ein, um den Abstand zu überbrücken, den wir niemals hätten überwinden können. Gemeinschaft mit dem Sohn beginnt damit, dass er sich auf unsere Seite stellt, unseren Weg betritt, unsere Not trägt und uns in seine eigene Gemeinschaft mit dem Vater hineinzieht.

Wer so auf Gottes Weg schaut, merkt, wie sehr Gemeinschaft mit Christus ein Geschenk und kein Projekt ist. Wir werden „hineingerufen“, nicht hineingearbeitet. Der, der ruft, ist derselbe, der trägt; der, der beginnt, ist derselbe, der vollendet. Diese Einsicht macht innerlich frei: Wir müssen nicht aus eigener Kraft ein bestimmtes Niveau geistlicher Erfahrungen erreichen, um würdig zu sein, sondern dürfen aus der Zusage leben, dass Gott selbst die Gemeinschaft mit seinem Sohn sucht. Aus dieser Gewissheit wächst leise eine neue Haltung: Dankbarkeit, Vertrauen und die Bereitschaft, sich immer tiefer in diesen göttlichen Strom hineinstellen zu lassen. Wo diese Ruhe im Herzen ankommt, wird Gottes Berufung nicht zur Forderung, sondern zur Einladung – zu einem Leben, das von innen her von Christus her gestaltet und getragen wird.

Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid hinein in die Gemeinschaft Seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. (1.Kor 1:9)

an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die, die in Christus Jesus geheiligt worden sind, an die berufenen Heiligen, zusammen mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus an jedem Ort anrufen, ihres und unseres Herrn: (1.Kor 1:2)

Die Berufung in die Gemeinschaft des Sohnes macht deutlich, dass das Zentrum unseres Glaubens nicht unsere Leistung, sondern Gottes Zuwendung ist. Wer in seinem Alltag damit rechnet, dass der Dreieine Gott sich in Christus mitteilen will, beginnt anders zu hören, zu denken und zu handeln: weniger aus Angst, etwas zu verpassen, mehr aus Vertrauen, dass Gott sein Werk vollendet. In dieser Perspektive dürfen auch unscheinbare Wege – Arbeit, Familie, Gemeindealltag – zu Orten werden, an denen die stille Wirklichkeit wahr ist: Gott ist treu und führt tiefer in die Gemeinschaft seines Sohnes hinein.

Der allumfassende Christus als unser gemeinsamer Anteil

Der Christus, in dessen Gemeinschaft wir gerufen sind, ist größer als alle unsere Vorstellungen. Die Schrift zeichnet ihn nicht als eine einzelne religiöse Gestalt neben anderen, sondern als den allumfassenden Sohn, in dem Gott sich selbst zeigt und mitteilt. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ – in diesem einen Satz bündelt das Johannesevangelium die ganze Tiefe seiner Person (Johannes 1:1). Derselbe, der von Ewigkeit her bei Gott ist und Gott ist, wird Mensch, geht durch Leiden, Kreuz und Tod, um als Auferstandener sagen zu können: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11:25). In ihm begegnet uns nicht ein Teilaspekt Gottes, sondern Gott selbst in einer Weise, die unsere Begrenztheit erreicht, durchdringt und verwandelt.

Dann fährt er fort und sagt, dass Christus „ihr und unser“ ist. Derselbe Christus, den wir im Namen anrufen, ist sowohl ihr als auch unser. Vielleicht hast du diesen Vers schon viele Male gelesen, ohne auf diesen Ausdruck zu achten. Die Bedeutung dieser Worte ist tief und gewichtig. (Witness Lee, Life-Study of 1 Corinthians, Botschaft elf, S. 97)

Wenn Paulus sagt, dass Christus „ihr und unser“ ist, berührt er eine tiefe Realität (1.Kor 1:2). Der Christus, der den Korinthern verkündigt wurde, ist genau derselbe, den wir heute im Glauben anrufen. Er gehört nicht einer besonderen geistlichen Richtung, keiner bestimmten Tradition oder Frömmigkeitsform exklusiv. Er ist der gemeinsame Anteil aller Heiligen. Darum spricht die Schrift gern in den Bildern des gemeinsamen Mahls: Ein König richtet seinem Sohn ein Hochzeitsfest aus und lädt viele; ein Mensch bereitet ein großes Abendmahl und sagt: „Kommt, denn schon ist alles bereit“ (Matthäus 22:2; Lukas 14:17). In Christus hat Gott ein reiches, allumfassendes Mahl bereitet. Alles, was wir für Leben, Trost, Leitung, Reinigung, Erneuerung brauchen, liegt in dieser einen Person bereit. Gemeinschaft mit Christus heißt dann: gemeinsam von diesem Mahl leben, gemeinsam aus demselben Reichtum schöpfen.

Für das Gemeindeleben hat diese Sicht weitreichende Folgen. Unsere Gemeinsamkeit gründet sich nicht zuerst in ähnlichen Biografien, Temperamenten oder Überzeugungen über Nebenfragen, sondern in der Tatsache, dass wir alle von derselben Person her leben. Wer den Namen des Herrn anruft, greift nach derselben Quelle, trinkt denselben Geist, empfängt dieselbe Lebensversorgung. „In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort und aller Erkenntnis“ (1.Kor 1:5). Wo das bewusst wird, verlieren manche Unterschiede ihre Schärfe: Der eine erlebt Christus vielleicht besonders stark in der Stille, der andere im Lobpreis, der dritte im diakonischen Dienst – und doch ist es derselbe Christus, der sich in unterschiedlichen Gestalten mitteilt. Das Gemeinsame liegt tiefer als die Form, in der wir ihn erfahren.

Diese Sicht bewahrt vor dem Druck, sich vergleichen oder messen zu müssen, und sie lädt ein zu einem großzügigen Umgang miteinander. Wenn Christus unser gemeinsamer Anteil ist, dann schwächt das nicht die persönliche Beziehung, sondern vertieft sie: Weil ich weiß, dass er im Bruder oder in der Schwester derselbe Herr ist wie in mir, kann ich in ihnen etwas von seinem Reichtum entdecken, das mir selbst vielleicht noch fremd ist. So wird das Miteinander in der Gemeinde zu einem wechselseitigen Beschenktwerden aus einem einzigen, unerschöpflichen Vorrat. Diese Haltung entkrampft und ermutigt: Wir müssen nicht alles in uns selbst finden; aber wir dürfen sicher sein, dass in Christus alles vorhanden ist. Und gerade weil er der allumfassende Herr „ihr und unser“ ist, kann er ein Leben formen, in dem Verschiedenheit nicht Bedrohung, sondern Ausdruck seiner Fülle wird.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (John 1:1)

Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer in Mich hineinglaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; (John 11:25)

Christus als gemeinsamen Anteil zu sehen, verschiebt das Gewicht im persönlichen Glaubensleben wie im Miteinander der Gemeinde. Statt auf eigene Stärken oder auf bestimmte religiöse Ausdrucksformen fixiert zu sein, wächst die Erwartung an ihn: dass er in seiner Weite und Tiefe wirklich genügt. Wo diese Erwartung lebendig bleibt, entsteht ein stiller Mut, einander als Mitteilungsformen desselben Herrn wahrzunehmen. So kann inmitten aller Begrenztheit etwas von dem Raum aufgehen, den Gott in Christus eröffnet hat: ein Raum, in dem sein Sohn selbst das verbindende Zentrum und die reichhaltige Lebensversorgung aller wird.

Gemeinschaft statt Spaltung: Leben aus dem einen Christus

Die Gemeinde in Korinth macht sichtbar, wie schnell sich das Herz von Christus weg an Menschen und Vorlieben hängt. „Ich meine aber dies, daß jeder von euch sagt: ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi“ (1.Kor 1:12). Hinter diesen Namen stehen verschiedene Begabungen, Stile und geistliche Betonungen – und sie wurden zur Trennlinie. Paulus reagiert nicht mit organisatorischen Maßnahmen, sondern mit einer Frage, die ins Zentrum zielt: „Ist der Christus zerteilt?“ (1.Kor 1:13). Wer in die Gemeinschaft des Sohnes berufen ist, lebt aus einem ungeteilten Christus; Spaltungen entstehen dort, wo dieser Christus durch menschliche Vorlieben überdeckt wird. Darum fleht Paulus: „dass ihr alle dasselbe redet und dass keine Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr euch auf denselben Sinn und auf dieselbe Meinung ausrichten lasst“ (1.Kor 1:10). Gemeint ist kein äußerlicher Gleichschritt, sondern eine innere Ausrichtung auf die eine Person, die uns allen gehört.

Wir sind nicht zu Vorlieben, nicht zu Spaltungen berufen worden, sondern zu der einzigartigen Gemeinschaft, zu dem einzigartigen Genuss Christi und zur Teilhabe an Christus. (Witness Lee, Life-Study of 1 Corinthians, Botschaft elf, S. 103)

Gemeinschaft mit Christus bewahrt vor Spaltung, weil sie die Mitte verschiebt. Wenn in der Gemeinde nicht mehr Menschen, Methoden oder Traditionen den ersten Platz einnehmen, sondern Christus als der allumfassende Herr, verlieren viele Streitpunkte ihre scheinbare Wichtigkeit. Der Blick wird neu darauf gerichtet, was Gott eigentlich mit uns vorhat: „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau“ (1.Kor 3:9). Ackerfeld und Bau gehören nicht verschiedenen Besitzern, sie stehen unter derselben Hand. So ist auch die Gemeinde kein Verbund von geistlichen Einzelprojekten, sondern ein gemeinsames Werk, an dem Gott selbst formend tätig ist. In der praktischen Gemeinschaft wird das spürbar: Wo Christus miteinander genossen wird – im Hören auf sein Wort, im Gebet, im Mahl, im gegenseitigen Dienen –, verliert das Bedürfnis, sich abzugrenzen, seine Kraft. An seine Stelle tritt das Verlangen, dass er selbst mehr Raum gewinnt.

Echtes Gemeindeleben wächst daher dort, wo die Berufung „in die Gemeinschaft seines Sohnes“ konkret wird. Nicht in spektakulären Ereignissen zuerst, sondern in der alltäglichen Weggemeinschaft: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, die sich seiner Gegenwart öffnen, seine Stimme suchen, seine Lebensversorgung teilen. Das macht geduldig mit den Schwächen der anderen und nüchtern gegenüber den eigenen. Vorlieben verschwinden nicht einfach, aber sie verlieren ihren Rang als Maßstab. Das Maß wird Christus selbst: Was fördert seine Erkenntnis, was öffnet für seine Liebe, was dient seinem Bau? In diesem Licht werden auch Korrektur und Versöhnung möglich, ohne dass das Band zerreißt, weil die gemeinsame Mitte stärker ist als die Verletzung.

In einem solchen Miteinander liegt eine leise, aber tiefgehende Hoffnung. Spaltungen und harte Fronten scheinen oft endgültig; die Gemeinschaft Christi eröffnet eine andere Perspektive. Wenn derselbe Herr allen gehört und in allen wohnen will, dann ist kein Bruch das letzte Wort. Die Einsicht, dass wir gemeinsam Gottes Ackerfeld und Gottes Bau sind, kann die Bereitschaft wachsen lassen, sich von Christus neu bestimmen zu lassen – in Denken, Reden und Handeln. So wird Gemeindeleben nicht zur Bühne für das eigene Profil, sondern zum Raum, in dem sichtbar wird, was Gott durch seinen Sohn unter Menschen zu schaffen begonnen hat. Diese Aussicht mag unscheinbar erscheinen, doch sie trägt: Wo Menschen sich von der Gemeinschaft Christi prägen lassen, entsteht mitten in aller Begrenztheit eine Gemeinschaft, an der Gottes Treue erkennbar wird.

Ich flehe euch nun an, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle dasselbe redet und dass keine Spaltungen unter euch seien, sondern dass ihr euch auf denselben Sinn und auf dieselbe Meinung ausrichten lasst. (1.Kor 1:10)

Ich meine aber dies, daß jeder von euch sagt: ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. (1.Kor 1:12)

Die Gemeinschaft Christi aus dem Zentrum zu leben, verändert den Umgang mit Unterschiedlichkeit und Konflikt. Wer lernt, in Bruder und Schwester zuerst jemanden zu sehen, der genauso wie man selbst von Christus her lebt, wird vorsichtiger mit Urteilen und freier, eigene Vorlieben zurücktreten zu lassen. So wächst Raum für ein Gemeindeleben, das nicht perfekt, aber echt ist: begleitet von Fehlern, getragen von Vergebung und ausgerichtet auf die eine Mitte, die uns allen geschenkt ist. In dieser Ausrichtung liegt ein leiser Trost: Spaltungen haben nicht das letzte Wort, weil der ungeteilte Christus seine Gemeinschaft nicht preisgibt.


Herr Jesus Christus, danke, dass du mich nicht nur aus der Finsternis gerettet, sondern in deine eigene Gemeinschaft hineingerufen hast. Du bist der allumfassende Herr, der für mich Mensch geworden ist, für mich gestorben ist und als Lebensgeist in mir lebt. Erneuere meine Sicht, damit ich dein Wohlgefallen erkenne und mein Herz mehr von deinem Leben als von meinen Vorlieben bestimmen lasse. Lass dein gemeinsames Mahl, deine Gegenwart inmitten deines Volkes, für mich kostbarer werden als alle äußeren Formen. Wo Gedanken der Trennung, des Vergleichens oder der Entmutigung aufkommen, erfülle mich neu mit der Freude an dir als meinem Anteil. Segne deine Gemeinde mit einem tieferen Hunger nach dir, damit wir dich gemeinsam genießen, deine Stimme hören und deine Liebe sichtbar wird. Stärke in uns die Gewissheit, dass du uns treu durchträgst und deine Gemeinschaft uns bis in die Ewigkeit trägt. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of 1 Corinthians, Chapter 11

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