Das Wort des Lebens
lebensstudium

Umwandlung im Praktizieren des Leibeslebens (2)

14 Min. Lesezeit

Wo Menschen zusammenkommen, begegnen sich sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, Begabungen und Prägungen – das gilt erst recht in der Gemeinde. Einerseits ist das reich und schön, andererseits entstehen gerade hier schnell Vergleiche, verletzter Stolz oder das Gefühl, übersehen zu werden. Das Neue Testament beschreibt das Gemeindeleben als Leib Christi: vielfältig, lebendig, aufeinander angewiesen. Diese Sicht stellt unser Denken über uns selbst und über die anderen auf den Prüfstand und zeigt, wie Gott durch innere Umwandlung ein praktisches Leibesleben hervorbringt, das nicht von spektakulären Erscheinungen, sondern von gereiftem Leben und dienender Liebe geprägt ist.

Nüchternes Selbstbild nach dem Maß des Glaubens

Wenn Paulus von einem nüchternen Denken nach dem Maß des Glaubens spricht, berührt er eine tiefe Wurzel aller Störungen im Leibesleben: das Bedürfnis, uns selbst größer oder zentraler zu sehen, als wir in Gottes Augen sind. In uns allen lebt eine verborgene Tendenz, uns innerlich zu erhöhen – selbst wenn unser Auftreten sehr bescheiden wirkt. Dieses innere Bild von uns selbst ist nicht neutral; es drängt sich in die Mitte und verdeckt den Blick auf Christus als das Haupt. Wo ich mich selbst für unverzichtbar halte, werden die anderen Glieder unbemerkt klein. Die Folge ist, dass das Leben des Leibes geschwächt wird, weil nicht mehr Christus, sondern das eigene Ich die Perspektive bestimmt. Darum verbindet Paulus das nüchterne Selbstbild mit der Erneuerung des Sinnes: unser Denken braucht eine Umwandlung, in der das Leben Christi hineinwirkt und unsere hohen Vorstellungen von uns selbst gleichsam verschlingt. Nüchtern ist in diesem Sinn nicht kalt oder distanziert, sondern klar, wahrhaftig und von der Gegenwart Gottes durchleuchtet.

Jeder von uns hält viel von sich selbst. Äußerlich magst du demütig wirken, aber innerlich denkst du ziemlich hoch von dir. Das ist ein Problem für das Gemeindeleben. Wenn wir ein richtiges Gemeindeleben haben wollen, muss zuerst die hohe Meinung, die wir von uns selbst haben, niedergerissen werden. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft sechsundzwanzig, S. 303)

Das „Maß des Glaubens“, von dem die Schrift spricht, ist mehr als ein inneres Leistungsbarometer. Es bezeichnet das Maß, in dem Gott sich selbst in uns hineingesenkt hat – seine überströmende Fülle der Gnade, sein eigenes Element, das unser Inneres durchdringt. Über die Wirkung dieses göttlichen Überflusses heißt es: „Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die überströmende Fülle der Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus“ (Röm. 5:17). Wo dieses Leben in uns herrscht, verändert sich unser Selbstbild unmerklich: Wir erkennen uns als geliebtes Glied unter vielen, nicht als Maßstab für andere. Vergleiche verlieren ihre Schärfe, heimliche Konkurrenz verliert ihren Reiz, und der innere Dünkel verliert seine Nahrung. An die Stelle der Selbstüberhöhung tritt Dankbarkeit, an die Stelle des Recht-haben-Müssens die Bereitschaft, sich einfügen zu lassen. In dieser Haltung wird das Leibesleben weit und frei: Christus gewinnt Raum, sich in der Vielfalt der Glieder auszudrücken, und wir dürfen den Frieden erfahren, den es mit sich bringt, nicht Mittelpunkt sein zu müssen, sondern in der Zuordnung zu den anderen unsere von Gott zugemessene Gnade zu genießen.

Diese nüchterne Sicht auf uns selbst bleibt keine innere Theorie. Sie prägt den Umgang miteinander ganz konkret. Wer sich nach dem Maß des Glaubens sieht, hört anders zu, redet anders und bewertet Dienst anders. Gaben anderer werden nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen, sondern als Ergänzung; eigene Grenzen erscheinen nicht mehr als Mangel, sondern als Hinweis auf die Ergänzung, die der Herr durch andere Glieder schenkt. So wird das Miteinander entgiftet. Selbstkritik verliert ihre zerstörerische Schärfe, weil sie in der Liebe Gottes gehalten ist; Selbstüberschätzung verliert ihre Verkleidung, weil das Licht der Gnade sie entlarvt. Das Ergebnis ist eine stille Freiheit: vor Gott ehrlich zu sein und vor Menschen nicht mehr mehr scheinen zu müssen, als man tatsächlich ist.

Wer auf diesem Weg der Umwandlung steht, entdeckt: Das nüchterne Selbstbild ist kein Verlust an Bedeutung, sondern ein Gewinn an Wirklichkeit. Wir werden nicht klein gemacht, sondern auf einen Platz gestellt, den kein anderes Glied einnehmen kann. So entsteht eine sanfte, aber tragfähige Würde, die nicht aus Vergleich, sondern aus Berufung lebt. In solcher Würde kann man sich freuen, dass andere mehr können, anderes sehen, anderes tragen. Man gönnt ihnen Raum, weil man weiß: Das Ganze wird reich, wenn jedes Teil seinen zugeteilten Anteil bringt. Und während wir so unser Denken erneuern lassen, lernen wir, uns selbst mit den Augen dessen zu betrachten, der uns erwählt, gerechtfertigt und in seinen Leib eingefügt hat – nicht um uns zu isolieren, sondern um uns in lebendiger Verbundenheit zu tragen. Diese Sicht ermutigt, auch die eigenen Widerstände und Verletzungen noch einmal anzuschauen: nicht um darin stecken zu bleiben, sondern um sie der Gnade zu öffnen, die allein imstande ist, unser Inneres so zu wandeln, dass aus Selbstbehauptung ein dankbares Ja zu Gottes Maß wird.

Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die überströmende Fülle der Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. (Röm. 5:17)

Ein nüchternes Selbstbild nach dem Maß des Glaubens ist ein leiser, aber entscheidender innerer Wandel: Weg von der heimlichen Mitte, hin zu einem Leben unter der Herrschaft des göttlichen Lebens. Wer sich von Gottes Gnade so treffen lässt, beginnt, sich selbst und andere mit neuen Augen zu sehen – frei von Überhöhung und Selbstabwertung, verwurzelt in der Gewissheit, als einzigartiges Glied im Leib Christi gewollt und gebraucht zu sein. Aus dieser Gewissheit wächst eine tiefe Bereitschaft, sich einordnen zu lassen und die Gaben anderer zu ehren, sodass Christus in der Gemeinde Raum gewinnt, den er durch keinen Einzelnen allein einnehmen könnte.

Ein Leib, viele Glieder – unterschiedliche Funktionen in Koordination

Das Bild des Leibes mit seinen vielen Gliedern ist nicht nur eine ansprechende Metapher, sondern eine geistliche Wirklichkeit, in der die Gemeinde sich selbst erkennen soll. Ein Leib ist keine Ansammlung gleicher Teile, sondern ein lebendiges Ganzes, in dem Verschiedenheit gewollt und notwendig ist. Paulus beschreibt, dass „wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Funktion haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander“ (vgl. Röm. 12:4-5). Die Formulierung „Glieder voneinander“ ist überraschend: sie betont, dass die Beziehung der Glieder untereinander nicht nebensächlich ist. Nase, Auge, Ohr und Hand sind nicht nur verschieden, sie sind auch aufeinander angewiesen. Genau darin liegt der Reichtum des Leibes – und zugleich die Herausforderung: Verschiedenheit ist kein Fehler, sie ist Gottes Weg.

Wir müssen erkennen, dass die vielen Glieder des einen Leibes unterschiedliche Funktionen haben. Zwei junge Schwestern mögen im Alter sehr nah beieinander liegen und doch verschiedene Funktionen haben. Was die eine Schwester tun kann, kann die andere nicht tun. Wenn wir das alle einsehen würden, würden wir nicht so hoch von uns selbst denken, sondern andere achten. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft sechsundzwanzig, S. 304)

Wo dieses Verständnis fehlt, rutschen wir leicht in zwei Extreme: Entweder wir suchen die eigene Vormachtstellung und sehen uns als Maßstab, oder wir ziehen uns in die Bedeutungslosigkeit zurück und betrachten uns als überflüssig. Beides passt nicht zum Denken des Hauptes. In einem gesunden Leib nimmt jedes Glied seine Funktion wahr, ohne sich über die anderen zu erheben, und kein Glied wird übergangen, weil es vermeintlich weniger sichtbar ist. Der eine kann klar reden, der andere still tragen; die eine hat ein waches Auge für Not, der andere zwei geduldige Hände. Was das eine Glied tun kann, kann das andere oft gerade nicht – und umgekehrt. In dieser gegenseitigen Begrenzung liegt die göttliche Weisheit. Sie bewahrt uns davor, indiviuelle Perfektion anzustreben, und führt uns zu einem gemeinsamen Leben, in dem Christus als Haupt durch viele unterschiedliche Ausdrucksformen sichtbar wird.

Koordination im Leib ist deshalb mehr als Organisation. Sie beginnt dort, wo wir innerlich den Platz der anderen anerkennen und ehren. Wenn einer weissagt, „erbaut er die Gemeinde“ (1.Korinther 14:4); wenn viele Glieder mit ihren unterschiedlichen Beiträgen zusammenkommen, entsteht ein Geschehen, das nicht durch einzelne beherrscht, sondern vom Herrn selbst gelenkt wird: „Wenn immer ihr zusammenkommt, hat ein jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Zunge, hat eine Auslegung. Lasst alles für den Aufbau geschehen“ (1.Kor 14:26). Hier tritt die Schönheit der Koordination hervor: Niemand hat alles, aber alle zusammen tragen das, was Christus der Gemeinde schenken will. Verschiedenheit wird nicht eingeebnet, sondern in ein Miteinander gestellt, in dem jedes Glied innerhalb der Führung des Hauptes seinen Anteil bringt.

Wer diesen Blick auf den Leib gewinnt, empfindet Verschiedenheit nicht mehr als Störung, sondern als Einladung. Man muss nicht mehr alle Gaben in sich vereinen, sondern darf sich in die Ergänzung einfügen, die Gott vorgesehen hat. Das nimmt Druck und öffnet das Herz für eine echte Wertschätzung: für die ruhige Treue der Unsichtbaren, für die Spontaneität der Kreativen, für die Klarheit der Ordnenden. Gleichzeitig bewahrt es davor, vom eigenen Beitrag zu viel zu erwarten; selbst starke Gaben finden erst in der Koordination ihren rechten Platz. So entsteht nach und nach eine Atmosphäre, in der niemand übersehen, aber auch niemand überhöht wird. In einem solchen Klima kann der Leib Christi frei atmen: in der Vielfalt der Glieder und in der Einheit, die aus dem gemeinsamen Bezug auf Christus als Haupt erwächst.

Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. (Röm. 12:4-5)

Was nun, Brüder? Wenn immer ihr zusammenkommt, hat ein jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Zunge, hat eine Auslegung. Lasst alles für den Aufbau geschehen. (1.Kor 14:26)

Verschiedenheit und Koordination gehören untrennbar zusammen: Gott hat uns nicht gleichförmig geschaffen, sondern als unterschiedliche Glieder in einem Leib, die einander brauchen und ergänzen. Wer diesen Blick annimmt, kann den eigenen Platz in der Gemeinde mit mehr Frieden einnehmen und die Gaben der anderen mit aufrichtiger Freude sehen, weil alle gemeinsam auf das eine Ziel ausgerichtet sind: dass Christus als Haupt Raum gewinnt und die Gemeinde als sein Leib aufgebaut wird.

Gaben der Gnade aus Wachstum im Leben

Wenn Paulus in Römer 12 die Gaben aufzählt – prophetisches Reden, Dienst, Lehre, Ermahnung, Geben, Leiten, Barmherzigkeit –, zeichnet er kein Bild plötzlicher, spektakulärer Begabungen, die vom Himmel fallen und einzelne Christen zu geistlichen „Spezialisten“ machen. Er beschreibt Gaben der Gnade im Leben: Fähigkeiten, die aus der inneren Gemeinschaft mit Christus wachsen, weil sein Leben in uns zunimmt. Gnade ist nach dem Zeugnis der Schrift nicht zuerst eine abstrakte Zuwendung, sondern Gott selbst in Christus, der sich uns schenkt, um unser Genuss zu sein. Wo dieses göttliche Leben in uns Raum gewinnt, bringt es wie von selbst geistliche Fertigkeiten hervor. Ähnlich wie ein Kind mit dem Wachstum seiner Lebenssubstanz nach und nach sprechen, greifen, denken und tragen kann, entfalten sich in einem wachsenden Christen geistliche Funktionen, die aus dem inwohnenden Leben stammen und nicht aus natürlichem Talent.

Was ist Gnade? Wie wir in einer früheren Botschaft gesehen haben, ist Gnade einfach Gott in Christus als unser Genuss. Wenn diese Gnade, dieses göttliche Element, das das göttliche Leben ist, in unser Wesen hineinkommt, bringt sie bestimmte Fertigkeiten und Fähigkeiten mit sich, nämlich die Gaben. Die Gaben, die geistlichen Fähigkeiten, kommen aus dem göttlichen Element, das wir genossen haben. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft sechsundzwanzig, S. 305)

Diese Gaben der Gnade unterscheiden sich daher deutlich von wunderhaften Gaben, die in der Schrift ebenfalls erwähnt werden. Wunderhafte Gaben können als besondere Zeichen auftreten, ohne dass sie notwendigerweise auf geistliche Reife schließen lassen. Die Gaben, die in Römer 12 im Mittelpunkt stehen, sind dagegen auf Dauer angelegt: prophetisches Reden, das Gott vertritt und die Gemeinde erbaut; ein Dienst, der beständig trägt; eine Lehre, die aus Offenbarung und Verständnis der Wahrheit fließt; eine Ermahnung, die tröstet und ausrichtet; ein Geben, das freigebig und unkompliziert geschieht; ein Leiten, das sorgfältig und fleißig ist; eine Barmherzigkeit, die in Sanftmut und Freude ausgeteilt wird (vgl. Röm. 12:6-8). Solche Gaben wachsen im Verborgenen: im Hören auf den Herrn, im Gehorsam in kleinen Dingen, in der Bereitschaft, die Wege Gottes im Alltag zu gehen. Sie sind der Ausdruck davon, dass nicht mehr unsere natürliche Kraft, sondern die göttliche Lebensversorgung den Ton angibt.

Darum sind diese Gaben der Gnade eng mit dem Aufbau des Leibes verbunden. Wo jemand spricht, der wirklich unter der Salbung des Geistes weissagt, „erbaut er die Gemeinde“ (1.Korinther 14:4). Wo viele Glieder in ihren jeweiligen Lebensgaben dienen, heißt es, sollen sie danach streben, „dass ihr für den Aufbau der Gemeinde vortrefflich seid“ (1.Kor 14:12). Die Gemeinde wird nach diesem Verständnis nicht primär durch spektakuläre Ereignisse, sondern durch den beständigen Fluss des göttlichen Lebens aufgebaut, der durch die Glieder in ihren gewachsenen Gaben fließt. Paulus kann deshalb sagen: „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau“ (1.Kor 3:9). Das Bild des Ackerfelds und des Baus betont: Es geht um Wachstum und um sorgfältiges Bauen. Beides braucht Zeit, Treue und die stetige Zunahme des göttlichen Elements in uns.

Wenn Gaben aus Wachstum im Leben hervorgehen, verlieren wir den Zwang, außergewöhnliche Erfahrungen suchen zu müssen, um „gebraucht“ zu werden. Stattdessen wird der Alltag der Ort, an dem Gnade uns formt. Eine Schwester, die in der Stille treu dient, empfängt über Jahre eine Tiefe der Barmherzigkeit, die kein kurzer Höhenflug ersetzen kann. Ein Bruder, der beständig die Schrift betrachtet und im Gebet bewegt, wird nach und nach fähig, mit Klarheit und Gewicht zu lehren, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Eine junge Person, die lernt, unter der Leitung des Herrn zu geben – Zeit, Zuwendung, materielle Mittel –, wächst in eine Schlichtheit des Gebens hinein, die anderen Raum macht. So werden Gaben weniger als dekorative Auszeichnungen verstanden, sondern als Ausdruck eines inneren Werdens: Gnade, die Gestalt annimmt.

Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: sei es Weissagung, so lasst sie geschehen nach dem Maß des Glaubens; sei es Dienst, so (sei es) im Dienen; sei es, der lehrt, in der Lehre; sei es, der ermahnt, in der Ermahnung; der mitteilt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit. (Röm. 12:6-8)

Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. (1.Kor 14:4)

Gaben der Gnade sind keine plötzlichen Auszeichnungen für geistliche Spitzenleistungen, sondern die reifen Früchte eines Lebens, das sich beständig der Gnade Gottes öffnet. Wer diese Sicht annimmt, kann gelassener wachsen und zugleich bewusster mit dem umgehen, was der Herr bereits gewirkt hat: Jede gewachsene Fähigkeit, zu tragen, zu reden, zu leiten oder zu trösten, ist Teil seiner Versorgung für den Leib. So wird das persönliche Wachsen im Leben untrennbar mit dem Aufbau der Gemeinde verbunden – und gerade im Unscheinbaren bereitet Gott Gaben vor, durch die Christus inmitten seines Volkes sichtbar wird.


Herr Jesus Christus, danke, dass du uns nicht als Einzelkämpfer gerettet hast, sondern als Glieder deines Leibes, die aus deiner Gnade leben dürfen. Du kennst unseren Stolz, unsere Vergleiche und unsere Unsicherheit und du allein kannst unser Denken erneuern, damit wir nüchtern, dankbar und in Liebe aufeinander schauen. Lass dein Leben in uns wachsen, damit die Gaben, die du in deine Gemeinde gelegt hast, in Sanftmut, Fleiß und Barmherzigkeit zum Ausdruck kommen und dein Leib aufgebaut wird. Stärke alle, die sich schwach, übersehen oder überfordert fühlen, durch deine überströmende Fülle der Gnade, und erfülle sie mit der Freude, an deinem Werk in der Gemeinde teilzuhaben. Der Friede Gottes bewahre Herzen und Gedanken in dir, damit wir gemeinsam als dein Leib in dieser Welt ein Zeugnis deiner Liebe und deiner Herrschaft sind. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Romans, Chapter 26

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