Das Wort des Lebens
lebensstudium

Die Vorbereitung des Menschen-Erretters in Seiner Menschlichkeit mit Seiner Göttlichkeit (8)

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Wer die ersten Kapitel des Lukasevangeliums aufmerksam liest, merkt: Die Geburt und Vorbereitung Jesu geschieht nicht zufällig, sondern sorgfältig geführt durch Gottes Handeln und Zeugnisse von Engeln und Menschen. Zugleich erinnert Lukas an Gottes ursprüngliche Absicht mit dem Menschen in 1. Mose – und daran, wie dieser Auftrag ohne Gott im Inneren scheitert. Im Kontrast dazu tritt Jesus als wahrer Gott-Mensch auf, der der Versuchung nicht nur standhält, sondern ihr in göttlicher Ausrüstung entgegentritt.

Der Man-Erretter – Gottes ganze Absicht in einer Person

Am Anfang des Lukasevangeliums öffnet sich gewissermaßen ein vielstimmiger Chor, in dem Engel und Menschen über dieselbe Person sprechen – und doch jeweils einen anderen Aspekt hervorheben. Gabriel kündigt Maria einen Sohn an, der zugleich Sohn Davids und Sohn des Allerhöchsten ist: „Er wird groß sein und wird Sohn des Allerhöchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird Ihm den Thron Davids, Seines Vaters, geben“ (Lukas 1:32). Kurz darauf nennt er das, was geboren werden soll, „das Heilige“, das der Sohn Gottes heißen wird (Lukas 1:35). In diesen wenigen Sätzen verdichten sich Jahrhunderte der Erwartung: der verheißene König aus Davids Haus steht unmittelbar bevor, und dieser König ist in seinem tiefsten Wesen Gottes eigener Sohn. Das königliche Menschsein Davids und die ewige Sohnschaft Gottes treffen in einem einzigen Kind aufeinander.

Wenn wir all diese Aspekte des Menschen-Erretters betrachten, sehen wir, dass Er nicht nur sowohl Gott als auch Mensch ist, sondern alles, was Gott beabsichtigte, Seinem Volk zu geben und für sie zu tun. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft zehn, S. 83)

Elisabeth und Zacharias nehmen diese göttliche Ankündigung auf und setzen sie in ihre eigene Sprache um. Elisabeth spricht Maria selig und nennt Jesus „die Frucht deines Leibes“ und zugleich „meinen Herrn“ (Lukas 1:42–43). Für sie ist er nicht nur das Kind einer Verwandten, sondern Gegenwart Gottes in menschlicher Nähe. Zacharias wiederum sieht in ihm das „Horn des Heils“ aus dem Haus Davids und verbindet dieses Bild mit einer aufstrahlenden Morgenhelle: „wegen der barmherzigen Erbarmungen unseres Gottes, in denen uns die aufgehende Sonne aus der Höhe besuchen wird“ (Lukas 1:78). Rettende Kraft („Horn des Heils“) und mildes, alles durchlichtendes Erbarmen („aufgehende Sonne“) sind in dieser kommenden Person vereint. Gott kommt nicht nur, um zu regieren und zu richten, sondern um zu heilen, zu wärmen, zu wecken.

In der Nacht bei den Hirten fasst der Engel die Botschaft in eine konzentrierte Verkündigung: „Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, Herr, in Davids Stadt“ (Lukas 2:11). Drei Titel stehen nebeneinander: Retter – er kommt, um aus Not und Verlorenheit herauszureißen; Christus – er ist der Gesalbte, Träger aller Verheißungen und Aufgaben Gottes; Herr – er teilt den göttlichen Namen und die göttliche Autorität. Simeon sieht in diesem Kind Gottes Heil und erkennt, dass es weit über Israel hinausreicht: „ein Licht zur Erleuchtung der Nationen und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel“ (Lukas 2:32). In seiner Hand wird Israels Geschichte vollendet und zugleich ein Licht für alle Nationen angezündet. Anna wiederum spricht von ihm als der Erlösung, auf die Jerusalem wartet (Lukas 2:38) – Erlösung, die sowohl Schuld als auch Gefangenschaft umfasst.

Wenn man diese Stimmen nicht nebeneinander stellt, sondern sie ineinanderklingen lässt, entsteht ein erstaunlich dichtes Bild: Jesus ist nicht nur wahrer Gott und wahrer Mensch, sondern der Ort, an dem Gott alles zusammenführt, was er je verheißen hat. Rettung, Heilung, Trost, Licht, Herrlichkeit, Erlösung, Königsherrschaft – nichts davon steht für sich, alles ist in einer Person verkörpert. Wer ihm begegnet, steht nicht einem bloßen Mittler gegenüber, der etwas vermittelt, sondern der Summe dessen, was Gott seinem Volk schenken und mit ihm tun will. Darin liegt eine große Befreiung: Die Frage ist nicht mehr, ob alle einzelnen Bedürfnisse in uns irgendwo erfüllt werden, sondern ob wir uns von dieser Person umgreifen lassen. In seiner Nähe lernen Menschen nach und nach, dass ihr tiefster Mangel in ihm bereits beantwortet ist – nicht abstrakt, sondern in einem lebendigen Gott-Menschen, in dessen Angesicht Gottes ganze Absicht sichtbar wird.

Er wird groß sein und wird Sohn des Allerhöchsten genannt werden; und der Herr, Gott, wird Ihm den Thron Davids, Seines Vaters, geben, (Lk. 1:32)

wegen der barmherzigen Erbarmungen unseres Gottes, in denen uns die aufgehende Sonne aus der Höhe besuchen wird, (Lk. 1:78)

Wer den Man-Erretter so sieht, wird innerlich von der Zersplitterung weggezogen. Statt nach vielen getrennten Lösungen zu suchen – ein wenig Licht hier, ein bisschen Trost dort, Hilfe gegen Schuld an anderer Stelle – wächst die Gewissheit: In Christus hat Gott sich selbst als umfassende Antwort gegeben. Diese Sicht bewahrt vor Enttäuschung an Teilaspekten des Glaubens und stärkt das Vertrauen auf die Person, die hinter allen Gaben steht. Im Alltag kann das wie eine stille innerliche Neuorientierung wirken: In schwierigen Gesprächen, in Schuldgefühlen oder in Ratlosigkeit geht der Blick immer wieder zu diesem einen Gesicht. So wird Christsein weniger ein System von Hilfen, sondern ein Weg mit dem Gott-Menschen, in dem Gottes ganze Absicht tragen und trösten will.

Vom Gott-geschaffenen Menschen zum Gott-Menschen

Wer vom Man-Erretter im Lukasevangelium liest, steht unmerklich in einer langen Linie, die in 1. Mose beginnt. Dort wird der Mensch „im Bild Gottes“ geschaffen, dazu bestimmt, Gottes Eigenschaften von Liebe, Licht, Heiligkeit und Gerechtigkeit sichtbar zu spiegeln. Aber dieser erste Mensch trägt Gott nur als Abdruck, nicht als innewohnende Wirklichkeit in sich. Er ist ein Gott-geschaffener Mensch, nicht ein Gott-Mensch. In 1. Mose 2.stellt Gott ihn vor den Baum des Lebens, der auf Gott selbst als Quelle unvergänglichen Lebens weist. In diesem Bild ist der Weg angedeutet: Der Mensch sollte nicht bei seiner geschaffenen Würde stehenbleiben, sondern durch das Empfangen von Gottes Leben innerlich mit Gott verbunden werden. Dass Adam statt des Lebensbaums die Stimme der Schlange hört, zeigt, wie verletzlich ein noch nicht mit Gott erfüllter Mensch der Versuchung gegenüber ist.

Der in 1. Mose 1 von Gott geschaffene Mensch trug jedoch lediglich Gottes Bild. Er hatte Gott nicht in sich. Daher war er lediglich ein von Gott geschaffener Mensch; er war noch kein Gott-Mensch. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft zehn, S. 84)

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Darstellung Jesu bei Lukas Tiefe. Das Kind, das Maria empfängt, wird nicht durch menschliche Zeugung, sondern „durch den Heiligen Geist“ gezeugt; der Engel sagt: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, der Sohn Gottes genannt werden“ (Lukas 1:35). In ihm ist von Anfang an Wirklichkeit geworden, was im Garten Eden offenstand, aber ungenutzt blieb: ein Mensch, der Gottes Leben und Natur in sich trägt. Bei seiner Taufe öffnet sich der Himmel, der Geist kommt in leiblicher Gestalt auf ihn herab, und die Stimme des Vaters bezeugt ihn als den geliebten Sohn (Lukas 3:21–22). So tritt der wahre Gott-Mensch in die Öffentlichkeit: voller Mensch und doch von Gottes Geist durchdrungen und mit Gottes Wohlgefallen umgeben.

Die Versuchungsszene macht diesen Unterschied greifbar. Adam wird in einem Garten der Fülle von der Schlange aufgesucht und fällt. Jesus hingegen wird, „voll Heiligen Geistes“, in die Wüste geführt, vierzig Tage lang geprüft und widersteht dort (Lukas 4:1–13). Die äußeren Umstände sind entgegengesetzt, und doch siegt der zweite Mensch, wo der erste versagt hat. Nicht, weil er ein moralisch stärkerer „Adam“ wäre, sondern weil er als Gott-Mensch lebt: Er antwortet nicht aus eigenem Einfall, sondern aus dem geschriebenen Wort, er hält sich im Vertrauen an den Vater, er steht unter der Leitung des Geistes. In ihm wird sichtbar, was Gott von Anfang an wollte: einen Menschen, der sein Bild trägt und zugleich sein Leben in sich hat, sodass er dem Feind standhalten und Gottes Auftrag treu ausführen kann.

Diese Linie endet nicht mit Christus als einem einsamen Vollkommenen. Durch sein Kommen öffnet sich erneut der Weg vom Gott-geschaffenen Menschen zum Gott-Menschen – diesmal nicht mehr symbolisch, sondern wirklich. Wer an ihn glaubt, wird „von Gott geboren“ und empfängt sein Leben und seine Natur. So heißt es: „ES geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, daß der Himmel aufgetan wurde“ (Lukas 3:21) – in seiner Taufe wurde gleichsam das Tor geöffnet, durch das Menschen in die Sphäre des Himmels eintreten können. In dieser neuen Geburt liegt eine stille, aber tiefgreifende Würde: Ein Mensch, der in Christus ist, bleibt ganz Mensch und wird doch in seinem innersten Sein von Gott her bestimmt. Daraus erwächst die Hoffnung, den Versuchungen und Zumutungen unserer Zeit nicht mehr nur mit eigener Kraft, sondern aus einer neuen Quelle her zu begegnen – als Menschen, die Gottes Leben in sich tragen und Schritt für Schritt lernen, aus diesem Leben zu leben.

Und der Engel antwortete und sagte zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, der Sohn Gottes genannt werden. (Lk. 1:35)

ES geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, daß der Himmel aufgetan wurde (Lk. 3:21)

Die Verbindung zwischen 1. Mose und Lukas lenkt den Blick weg von der resignierten Diagnose des Menschen hin zu Gottes ursprünglichem und bleibendem Plan. Wenn Christus der wirkliche Gott-Mensch ist, dann ist er nicht nur Gegenstand unserer Bewunderung, sondern auch die Form, in die Gott uns hineinprägen will. Diese Sicht befreit aus dem Druck, sich aus eigener Kraft zu einem „besseren Menschen“ machen zu müssen, und öffnet die Erwartung, dass Gottes eigenes Leben in uns zu wirken beginnt. Inmitten von Rückfällen, Enttäuschungen und inneren Kämpfen kann leise Gewissheit wachsen: Ich bin nicht auf mich selbst zurückgeworfen; der Weg vom bloßen Geschöpf zum gottgeprägten Menschen ist in Christus offen, und sein Geist hört nicht auf, mich in diese Richtung zu ziehen.

Die höchste Moral – menschliche Tugenden, erfüllt von göttlichen Eigenschaften

Im Lukasevangelium fällt auf, wie selbstverständlich und zugleich wie eigentümlich anders die Menschlichkeit Jesu geschildert wird. Er ist hungrig, müde, gerührt, er weint und freut sich – alles Züge eines echten Menschen. Und doch schimmert durch jede Szene hindurch eine Qualität, die über reine Vorbildlichkeit hinausgeht. Seine Liebe ist nicht nur warmherzig, sie trägt die Tiefe der göttlichen Barmherzigkeit; seine Klarheit ist nicht bloß charakterliche Geradlinigkeit, sie spiegelt das Licht Gottes. Wenn er dem Versucher in der Wüste begegnet und mit den Worten antwortet: „Es steht geschrieben: ‚Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes‘“ (Lukas 4:4), dann zeigt sich darin eine Menschlichkeit, die sich nicht mehr selbst genügt. Er lebt als Mensch ganz aus Gott – seine Entscheidungen, sein Umgang mit Macht, sein Schweigen und Reden sind durchdrungen von den göttlichen Eigenschaften, die ihn erfüllen.

Diese Moralität ist eine Sache davon, dass die menschlichen Tugenden durch die göttlichen Eigenschaften gestärkt und bereichert werden. Wenn die von Gott geschaffenen menschlichen Tugenden durch die göttlichen Eigenschaften gestärkt und bereichert werden, ist das der höchste Maßstab der Moralität. Gott wird in dem Leben ausgedrückt, das dem höchsten Maßstab der Moralität entspricht. (Witness Lee, Life-Study of Luke, Botschaft zehn, S. 86)

Diese durchlichtete Menschlichkeit ist mehr als moralische Höchstleistung. Sie ist Ausdruck einer inneren Vermengung: menschliche Tugenden, die von göttlichen Eigenschaften gestärkt und bereichert sind. Liebe wird zum Träger göttlicher Liebe, Geduld zum Träger göttlicher Langmut, Gerechtigkeit zum Träger göttlicher Treue. Darum ist seine Moral nicht bloß eine strengere Version menschlicher Maßstäbe, sondern eine andere Qualität von Leben. Sie zeigt sich nicht nur in den großen Momenten, sondern im Stillen: in der Art, wie er auf Unbedeutende achtet, wie er auf Kritik reagiert, wie er mit Ruhm und Ablehnung umgeht. Dass „kein Mensch Gott jemals so sehr gefürchtet hat wie Jesus“ zeigt sich auch darin, dass er nicht aus eigener Initiative handelt, nicht seine eigene Ehre sucht, nicht seine Worte durchsetzen will. Eine solche Ehrfurcht vor Gott formt einen Charakter, der zugleich demütig und stark, weich und standhaft ist.

Für Glaubende bleibt diese Darstellung nicht fern. Durch den Geist Christi beginnt dieselbe Bewegung in uns, wenn auch bruchstückhaft und angefochten. Das Ziel ist nicht, einige besonders vorbildliche Eigenschaften herauszubilden, sondern dass Gott selbst in unseren menschlichen Tugenden Raum gewinnt. In Alltagssituationen – in Familie, Beruf, Gemeinde – kann dasselbe geschehen, was man im Leben Jesu sieht: Die vorhandene menschliche Freundlichkeit wird von göttlicher Liebe getragen, die eigene Wahrhaftigkeit von Gottes Licht vertieft, die natürliche Verantwortlichkeit von göttlicher Treue durchzogen. Dadurch wird das Evangelium glaubwürdig, nicht weil Menschen fehlerlos würden, sondern weil trotz aller Unvollkommenheit etwas von der Schönheit Christi sichtbar wird. Aus dieser Perspektive wird jede unscheinbare Entscheidung, jede kleine Geste der Geduld, jeder Verzicht auf Selbstbehauptung zu einem Ort, an dem der Gott-Mensch seine Gestalt in uns gewinnt.

So entsteht eine stille, aber weitreichende Hoffnung: Menschlichkeit muss nicht entweder schwach oder hart werden, nicht zwischen Anpassung und Selbstbehauptung zerrissen sein. In Christus zeigt Gott eine Menschlichkeit, die von oben her erfüllt ist und gerade so zutiefst menschlich bleibt. Wer sich von dieser Sicht prägen lässt, wird nüchterner im Blick auf die eigene Begrenztheit, aber auch mutiger in der Erwartung, dass Gott sich in einem einfachen Menschenleben ausdrücken will. Aus dieser Erwartung wachsen keine heroischen Programme, sondern eine tiefer werdende Bereitschaft, sich von Gottes Geist formen zu lassen. Schritt um Schritt kann so eine Kultur entstehen, in der nicht Leistung und Glanz im Vordergrund stehen, sondern eine Menschlichkeit, in der der Dreieine Gott erkennbar wird – eine Menschlichkeit, die leise, aber beständig mit Gott glüht und Gott ausstrahlt.

Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: «Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes.» (Lk. 4:4)

Die höchste Moral, die im Leben Jesu sichtbar wird, relativiert menschlichen Perfektionismus und stärkt zugleich den Wunsch, nicht beliebig zu leben. Sie führt aus der Entmutigung über eigene Fehler heraus, weil sie nicht an makellosem Verhalten, sondern an der Gegenwart Gottes ansetzt. Zugleich bewahrt sie vor Bequemlichkeit, weil sie zeigt, wie ernst Gott es mit unserem Charakter meint. Im Alltag macht das einen Unterschied: Entscheidungen werden weniger von Image oder kurzfristigem Vorteil bestimmt, sondern mehr von der Frage, was den Ausdruck Christi fördert. So wächst Schritt für Schritt eine Lebensweise, in der man nicht sich selbst inszenieren muss, sondern in der es genügt, dass durch gewöhnliche menschliche Tugenden etwas von Gottes Wesen durchscheint.


Herr Jesus Christus, Du bist der wahre Gott-Mensch, in dem alle Verheißungen Gottes Ja und Amen geworden sind. Danke, dass Du als von Gott ausgerüsteter Mensch der Versuchung widerstanden und für uns den Sieg errungen hast. Wo unsere eigene Menschlichkeit zu schwach ist, bist Du stark, und wo wir versagen, bleibst Du treu. Schenke uns ein klares Herz, das Dich als den Baum des Lebens ergreift, und erfülle unsere menschlichen Schwächen mit Deinen göttlichen Eigenschaften, damit in unserem Alltag etwas von Deiner Liebe, Deinem Licht und Deiner Heiligkeit aufscheint. Lass uns in dieser Hoffnung ruhen, dass Du Dein gutes Werk in uns vollendest und uns Schritt für Schritt in Deine gott-menschliche Wirklichkeit hineinwächst. Dir sei Ehre in unserem Leben und in Deiner Gemeinde, heute und in Ewigkeit. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Luke, Chapter 10