Das Wort des Lebens
lebensstudium

Prophetie über das Königreich (3)

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Wenn vom Kommen Jesu gesprochen wird, gehen die Vorstellungen oft weit auseinander: Einige rechnen mit dramatischen Zeichen am Himmel, andere haben die Erwartung fast völlig aus dem Blick verloren. Matthäus 24–25 verbindet beides auf überraschende Weise: sichtbare Entwicklungen in Israel und unauffällige Alltagsmomente von Jüngern, die treu arbeiten, beten und dienen. So verschränkt der Herr Weltgeschichte und persönliches Christenleben – und gerade dort, wo alles „ganz normal“ scheint, setzt er an, um seine Jünger wach, nüchtern und treu zu machen.

Israel als Zeichen und die Vollendung des Zeitalters

Wenn der Herr Jesus vom Feigenbaum spricht und sagt, man solle ihn ansehen und daraus lernen, dann lädt er ein, die Geschichte Israels mit wachen Augen zu beobachten. Der verfluchte Baum, der durch einen langen Winter geht, spiegelt das zerstreute Volk wider, das nach dem Gericht über Jerusalem scheinbar aus der Mitte der Geschichte verschwunden ist. Doch ein Winter ist keine Auslöschung, sondern eine Zeit verborgenen Überlebens. Wenn die Zweige wieder weich werden und Blätter treiben, zeigt sich, dass das Leben nicht erloschen war, sondern zurückkehrt. In den Worten des Herrn liegt eine stille Zuversicht: Gott hat sein irdisches Volk nicht verworfen, sondern führt seinen Plan mit ihm weiter, auch wenn die Wege durch Gericht und Verborgenheit gehen. Wenn die Jünger in Apostelgeschichte 1 fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ (Apg. 1:6), zeigt das, dass sie diese Verbindung von Israels Wiederherstellung und dem Reich Gottes erahnen, auch wenn sie Zeitpunkt und Art verkennen. Die Antwort des Herrn lenkt sie weg von Berechnungen hin zu ihrem Auftrag, aber sie widerruft nicht die Hoffnung auf das Reich für Israel.

Der Feigenbaum, der die Nation Israel versinnbildlicht, wurde in 21:19 verflucht. Danach durchlief er einen langen Winter, vom ersten Jahrhundert bis 1948 n. Chr., als die Nation Israel wiederhergestellt wurde. Das war das Weichwerden seines Zweiges und das Hervortreiben seiner Blätter. Dieser Feigenbaum ist ein Zeichen des Ende dieses Zeitalters und ein Zeichen für die Gläubigen. Weich zu werden bedeutet, dass das Leben zurückgekehrt ist, und Blätter hervorzutreiben bedeutet äußere Aktivität. Der Winter bezeichnet die Zeit des Verdorrtseins, die Zeit der Drangsal (24:7–21). Der Sommer bezeichnet das Zeitalter des wiederhergestellten Königreichs (Lk. 21:30–31), das bei der zweiten Wiederkunft des Herrn beginnen wird. (Witness Lee, Life-Study of Matthew, Botschaft dreiundsechzig, S. 734)

So steht der Feigenbaum wie ein lebendiges Gleichnis am Rand der Heilsgeschichte. Sein Ausschlagen zeigt, dass die Vollendung des Zeitalters näher rückt, doch der Sommer – das messianische Reich – ist damit noch nicht angebrochen. Zwischen Frühling und Sommer liegt eine Zeit des Wachstums, der Spannung und des Wartens. Die Gemeinde lebt genau in dieser Zwischenzeit. Sie hält einerseits an der Treue Gottes fest, der seine Zusagen an Israel nicht bricht; andererseits nimmt sie ernst, dass die moralische Gestalt dieser Welt sich bis zur Wiederkunft kaum verändert. Der Herr spricht von einer „Generation“, deren inneres Gepräge der Bosheit bleibt, während ringsum Gottes Plan unaufhaltsam voranschreitet. Dazwischen stehen die Worte, die nicht vergehen: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (vgl. Mt. 24:35).

Daraus erwächst für die Gemeinde eine eigenartige Spannung: Sie soll die Zeichen sehen, ohne in den Zauber der Zahlen, Karten und Spekulationen zu geraten; sie soll die Wiederherstellung Israels achten, ohne ihr das letzte Gewicht der Hoffnung zuzuschreiben. Die Vollendung des Zeitalters wird nicht von der Stärke einer Nation, sondern von der Erscheinung des Sohnes des Menschen bestimmt. Gerade weil niemand den Tag und die Stunde kennt, verwandelt sich das Beobachten der Zeichen in eine Schule des Vertrauens. Die Geschichte Israels wird zum Spiegel: So wie Gott ein Volk durch winterliche Jahrhunderte hindurchtreibt und doch am Ende neu hervorbringt, so trägt er auch seine Gemeinde durch Phasen der Verfolgung, des Verfalls und der Erneuerung, ohne dass seine Zusagen ermatten.

Wer diesen Feigenbaum mit den Augen des Herrn sieht, lernt, das eigene Glaubensleben in einem größeren Horizont zu verorten. Die persönliche Biografie mit ihren Brüchen, Fragezeichen und Winterzeiten ist nicht losgelöst von Gottes großem Plan. Der Gott, der ein ganzes Volk durch die Jahrhunderte bewahrt, ist auch der Gott, der die einzelnen Glieder seines Hauses trägt. So wird der Blick auf Israel nicht zum Stoff für hitzige Debatten, sondern zu einer stillen Ermutigung: Gottes Wege sind länger als unsere Geduld, seine Zusagen tiefer als unsere Stimmungen, seine Treue beständiger als die politische Landschaft. In dieser Gewissheit lässt sich wach durch eine finstere Generation gehen, ohne zynisch zu werden: Die Zweige werden wieder weich, der Sommer rückt näher, und die Worte des Herrn bleiben wie ein fester Grund, auf dem man ruhig stehen kann.

wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, daß der Sommer schon nahe ist. (Lk. 21:30)

So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist. (Lk. 21:31)

Die Wiederherstellung Israels erinnert daran, dass Gott seinen Plan nicht aufgibt, auch wenn er sich durch lange Winterzeiten hindurchzieht. Das bewahrt vor Resignation und vor hektischer Endzeit-Neugier zugleich. Wer den Feigenbaum als Zeichen sieht, darf seine eigene Geschichte neu lesen: nicht als zufällige Abfolge von guten und schlechten Phasen, sondern als Teil eines Weges, auf dem der Herr auf die Vollendung hinführt. So wird das Warten auf das kommende Königreich nicht zu einer Flucht aus der Gegenwart, sondern zu einer stillem, vertrauenden Leben inmitten einer Generation, die sich kaum ändert – in der Gewissheit, dass der Herr seine Zusagen erfüllt und der Sommer seines Reiches wirklich heraufkommt.

Wie in den Tagen Noahs: nüchtern leben in einer betäubten Welt

Wenn Jesus seine Wiederkunft mit den Tagen Noahs vergleicht, legt er den Finger nicht zuerst auf spektakuläre Verbrechen, sondern auf die Normalität: essen, trinken, heiraten, verheiratet werden. Es geht um ein Leben, das sich ganz in den Kreislauf legitimer Bedürfnisse und Freuden einrollt, bis jeder Sinn für Gottes Reden und Gottes Kommen abgestorben ist. Die Menschen jener Zeit waren nicht ahnungslos, weil Gott geschwiegen hätte – Noah war ein Prediger der Gerechtigkeit –, sondern weil sie innerlich betäubt waren. Genau darauf spielt der Herr an, wenn er von einer Generation spricht, die von den Sorgen und Anforderungen dieses Lebens benebelt ist und nicht erkennt, dass Gottes Gericht wie die Flut heranrückt.

Während der Parusie des Herrn werden die Menschen unverändert bleiben, benebelt von den Sorgen und Anforderungen dieses Lebens und ohne zu erkennen, dass das Gericht Gottes (versinnbildlicht durch die Flut) mit der Wiederkunft des Herrn über sie kommen wird. Die Gläubigen jedoch sollten entnüchtert und nüchtern sein und wissen, dass Christus kommt, um Gottes Gericht über diese verdorbene Welt auszuführen. (Witness Lee, Life-Study of Matthew, Botschaft dreiundsechzig, S. 736)

Die Parallele zu unserer Zeit ist weniger in äußeren Katastrophen als in der inneren Atmosphäre zu suchen. Beruf, Studium, Familie, Freizeit – all das kann gut und von Gott gewollt sein, wenn es unter seinem Licht gelebt wird. Es wird gefährlich, wenn diese Dinge das letzte Maß werden, wenn die Frage nach Gottes Willen aus dem Alltag verschwindet und die Seele sich zwischen Sorgen und Vergnügungen einschläfert. Der Herr beschreibt zwei Männer auf dem Feld, zwei Frauen an der Mühle: äußerlich verrichten sie dieselbe Arbeit, innerlich unterscheidet sie, ob ihr Herz vom System dieser Welt verschlungen ist oder inmitten desselben auf den kommenden Herrn ausgerichtet bleibt. Der Unterschied, dass einer genommen und der andere zurückgelassen wird, markiert kein äußerlich sichtbares Elite-Christentum, sondern einen verborgenen Reifegrad im Glauben.

Die frühe Entrückung der Überwinder wird so zu einem ernsten, aber zugleich tröstlichen Hinweis. Sie ist kein Privileg für besonders Begabte, sondern der Ausdruck eines gewachsenen Maßes an Wachsamkeit und Nüchternheit inmitten einer betäubten Welt. Für die, die zurückgelassen werden, bleibt sie ein spätes, aber eindringliches Zeichen, dass der Herr seine Warnungen ernst meinte. Hinter dieser Unterscheidung steht kein Wechsel der Gnade – gerettet wird, wer an Christus glaubt –, wohl aber eine Differenz der Vorbereitung auf seine Erscheinung. Wo Christus die innere Mitte bleibt, werden selbst unscheinbare Alltagsarbeiten zu einem Ort des Wartens; wo andere Dinge die Mitte einnehmen, verlieren geistliche Wirklichkeiten ihr Gewicht.

In diesem Licht gewinnt Nüchternheit eine andere Farbe. Sie bedeutet nicht Weltflucht oder Verachtung der irdischen Güter, sondern ein waches Herz inmitten der Welt. Man kann das Feld bestellen, an der „Mühle“ der täglichen Pflichten stehen und zugleich innerlich frei bleiben von der Betäubung der Zeit. Wer so lebt, erfährt, dass die Wiederkunft des Herrn nicht eine entfernte Drohkulisse, sondern eine leise, tragende Hoffnung wird. Die Tage Noahs sind dann nicht mehr nur ein düsteres Vorbild des Gerichts, sondern auch ein Spiegel für die Gnade: Gott wartet lange, redet vielfach und ruft dazu, inmitten des Lärms dieser Welt innerlich nüchtern zu bleiben. Darin liegt eine leise Ermutigung: Selbst in einer betäubten Umgebung kann das Herz wach sein – nicht aus eigener Stärke, sondern weil der kommende Herr es durch seine Gegenwart klar und frei erhält.

So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist. (Lk. 21:31)

Das Bild der Tage Noahs entlarvt die Versuchung, sich in der Normalität des Alltags so einzurichten, dass der kommende Herr praktisch keine Rolle mehr spielt. Gerade weil essen, arbeiten, lieben und planen gut und notwendig sind, kann ihre Macht über das Herz unbemerkt wachsen. Nüchtern zu leben heißt dann, diese Dinge im Licht der Wiederkunft Jesu zu sehen, ohne sie zu verabsolutieren. Wer sein Leben so versteht, muss die Welt nicht meiden, aber er wird innerlich weniger von ihr beherrscht. In einer Zeit, die viele betäubt, kann diese Haltung zu einem stillen Zeugnis werden: dass es einen Herrn gibt, der kommt, der gerecht richtet und der diejenigen kennt, deren Herzen im Verborgenen auf ihn ausgerichtet bleiben.

Treue und Klugheit im Dienst im Blick auf den kommenden Herrn

Nachdem der Herr zur Wachsamkeit gerufen hat, richtet er den Blick auf die Art und Weise, wie seine Jünger in der Zwischenzeit dienen. Er spricht von einem Hausherrn, der einen Knecht über sein Haus setzt, „um ihnen zur rechten Zeit die Speise zu geben“. In diesem Bild verdichtet sich der Auftrag der Gemeinde: Sie ist nicht ein loser Zusammenschluss religiöser Individuen, sondern der Haushalt Gottes, in dem Versorgung, Ordnung und Verantwortung miteinander verwoben sind. Paulus schreibt: „So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Glieder des Haushaltes Gottes“ (Eph. 2:19). Und an Timotheus: „…damit du weißt, wie man sich im Haus Gottes verhalten muss, das die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, die Säule und die Grundfeste der Wahrheit“ (1.Tim. 3:15).

Vers 45 sagt: „Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, um ihnen zur rechten Zeit die Speise zu geben?“ Treue richtet sich auf den Herrn, Klugheit hingegen auf die Gläubigen. Wachsamkeit ist im Blick auf die Entrückung in die Gegenwart des Herrn, Treue hingegen im Blick auf das Herrschen im Reich (V. 47). (Witness Lee, Life-Study of Matthew, Botschaft dreiundsechzig, S. 742)

Treue und Klugheit werden vom Herrn bewusst nebeneinander gestellt. Treue richtet sich auf ihn selbst: Es geht darum, sein Interesse, sein Wort, seine Herde höher zu achten als Bequemlichkeit, Anerkennung oder Eigennutz. Klugheit zielt auf den Umgang mit den Menschen, die ihm gehören: das rechte Maß, die passende Zeit, die Weise, in der das Wort nicht als Last, sondern als Speise gegeben wird. Der treue und kluge Knecht ist nicht der spektakuläre Leiter, sondern derjenige, der beständig und passend mit Christus als Lebensversorgung dient. Wachsamkeit steht im Zusammenhang mit der Entrückung in seine Gegenwart; Treue und Klugheit stehen im Zusammenhang mit dem Anteil am zukünftigen Königreich. „Wachsamkeit ist im Blick auf die Entrückung in die Gegenwart des Herrn, Treue hingegen im Blick auf das Herrschen im Reich“, lässt sich die Linie dieser Worte zusammenfassen.

Der Gegenpol dazu ist der böse Knecht, der im Herzen sagt: „Mein Herr bleibt noch aus.“ Sein Problem ist nicht, dass er die Lehre von der Wiederkunft nicht kennt, sondern dass die Verzögerung des Herrn für ihn zum Freibrief wird, um nachlässig zu leben. Er beginnt, die Mitsklaven zu schlagen und sich mit den Betrunkenen dieser Welt zu berauschen. Das Bild ist scharf: Missbrauch geistlicher Autorität, harte Umgangsweise gegenüber anderen Gläubigen und eine stille Solidarisierung mit der betäubten Welt hängen zusammen. Wenn der Herr solcher Untreue begegnet, geschieht das nicht, indem er die Gnade zurücknimmt und den Knecht als Ungläubigen behandelt. Aber es gibt einen ernsten Verlust: Ausschluss vom Genuss des Reiches, zeitweilige Züchtigung und die Erfahrung, dass das Leben ohne Anteil an der Herrschaft des Herrn ärmer und beschämender ist, als es hätte sein müssen.

So lebt die Gemeinde in einem Spannungsfeld von unverdienter Gnade und realer Verantwortung. Dass jemand gerettet ist, ruht allein auf dem Werk Christi; wie jemand im Haus Gottes lebt und dient, hat aber Gewicht für die kommende Zeit. Gerade dieser Ernst ist eine Form der Wertschätzung: Der Herr nimmt seine Jünger so ernst, dass er ihren Dienst für das zukünftige Königreich berücksichtigt. Das gibt dem unscheinbaren Dienen, dem geduldigen Speisen anderer, dem beharrlichen Tragen von Verantwortung eine Würde, die weit über die Sichtbarkeit in der Gegenwart hinausgeht. In diesem Licht kann Treue, auch wenn sie wenig beachtet wird, zur Quelle leiser Freude werden: Der Herr vergisst nicht, was in seinem Haus um seinetwillen getan wird, und er wird bei seiner Offenbarung denen Anteil an seiner Herrschaft geben, die gelernt haben, jetzt schon mit ihm und für ihn zu dienen.

So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Glieder des Haushaltes Gottes, (Eph. 2:19)

Falls ich mich aber verzögere, schreibe ich, damit du weißt, wie man sich im Haus Gottes verhalten muss, das die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, die Säule und die Grundfeste der Wahrheit. (1.Tim. 3:15)

Treue und Klugheit im Dienst werden leicht unterschätzt, weil sie oft im Verborgenen bleiben und keine schnellen Ergebnisse versprechen. Die Worte Jesu zeigen jedoch, wie eng der kommende Lohn mit dem jetzigen Leben im Haus Gottes verbunden ist. Wer den Blick des Herrn auf sein eigenes Dienen nimmt, entdeckt, dass jede Form der Versorgung anderer mit Christus – ein klärendes Wort, ein mitgetragenes Gebet, ein geteiltes Stück Schrift – Gewicht für die Zukunft hat. Das bewahrt vor Müdigkeit und Bitterkeit und löst zugleich von dem Druck, sich beweisen zu müssen. Im Angesicht der Wiederkunft wird der Dienst zu einem stillen Ausdruck der Liebe: Man dient, weil der Herr es wert ist, nicht um einen Rang im Reich zu verdienen; und gerade so bereitet man sich unmerklich auf die Herrlichkeit vor, in der er seine Treuen offen ehren wird.


Herr Jesus Christus, du kommst gewiss, auch wenn Tag und Stunde verborgen sind. Inmitten einer betäubten und rastlosen Welt richte unser Herz neu auf dich aus, damit wir in den ganz gewöhnlichen Dingen des Alltags nüchtern bleiben und deine Gegenwart nicht verlieren. Stärke in uns ein tiefes Vertrauen auf dein Wort, das nicht vergeht, auch wenn Generationen vergehen und die Bosheit zunimmt. Erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir wie Noah deinem Reden Glauben schenken, deine Warnungen ernst nehmen und in einer verderbten Umgebung für dich leben. Lehre uns, treu und klug zu sein im Dienst an deinem Haus, die Geschwister mit dir als Lebensbrot zu nähren und in Liebe statt in Härte miteinander umzugehen. Bewahre uns davor, deine Wiederkunft zu verdrängen, und schenke uns vielmehr Freude an deiner Nähe und Erwartung deiner Herrlichkeit. Lass dein Königreich in uns heute schon Gestalt annehmen, damit wir an dem Tag, an dem du offenbart wirst, vor dir stehen dürfen als solche, die du in Gnade durchgetragen und für deinen Lohn bereitet hast. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Matthew, Chapter 63