Das Wort des Lebens
lebensstudium

Die vollendete göttliche Offenbarung in der gesamten Heiligen Schrift bezüglich des Bedürfnisses des Menschen vor Gott

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Viele Menschen empfinden, dass ihnen vor Gott etwas fehlt – aber nur wenige können benennen, was es wirklich ist. Die Bibel zeichnet vom ersten bis zum letzten Buch eine große Linie: Gott schafft den Menschen für sich selbst, der Mensch sucht Erfüllung in eigenen Leistungen und Tugenden, und Gott offenbart Schritt für Schritt, wie Er selbst zur Antwort auf dieses innere Bedürfnis wird. Zwischen 1. Mose, Hiob und der Offenbarung entsteht ein zusammenhängendes Bild, das zeigt, warum moralische Aufrichtigkeit nicht genügt und wie Gottes eigenes Leben in Christus alles ersetzt, was wir aus uns heraus aufzubauen versuchen.

Geschaffen, um Gott als Leben zu brauchen – nicht nur moralisch gut zu sein

Am Anfang der Heiligen Schrift begegnet uns der Mensch nicht als ein Wesen, das vor allem moralische Orientierung braucht, sondern als ein Gegenüber Gottes mit einem viel tieferen Hunger. In 1. Mose wird erzählt, wie Gott berät: „Lasst Uns den Menschen machen in Unserem Bild, gemäß Unserer Gleichgestalt“ (1. Mose 1:26). Bild und Gleichgestalt deuten auf Beziehung und Widerspiegelung, nicht lediglich auf richtiges Verhalten. Der Mensch soll Gott sichtbar machen und auf der Erde vertreten; seine Bestimmung ist königliche Stellvertretung, nicht nur anständige Lebensführung. Diese innere Ausrichtung erklärt, warum der Garten Eden nicht zuerst vom Gesetz, sondern vom Baum des Lebens geprägt ist. Es ist bezeichnend, dass 1. Mose berichtet: „Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (1. Mose 2:9). Zwei Wege werden sichtbar: Leben aus Gott oder Erkenntnis von Gut und Böse.

Als von Gott nach Seinem Bild geschaffener Mensch (1.Mose 1:26) musste der Mensch Gott (symbolisiert durch den Baum des Lebens) als sein Leben ergreifen, damit er Gott leben, Gott zum Ausdruck bringen und Gott repräsentieren konnte (2:9); und als ein solcher musste er in kostbare Materialien verwandelt werden (V. 10–12) und als Gegenüber Gottes aufgebaut werden (V. 18–24). (Witness Lee, Life-Study of Job, Botschaft fünfunddreißig, S. 187)

Diese frühe Szene enthüllt das eigentliche Bedürfnis des Menschen vor Gott. Er wurde so geschaffen, dass er Gott selbst als Leben aufnehmen soll. In dieser Perspektive ist Gut und Böse zwar nicht belanglos, aber zweitrangig. Wer sich hauptsächlich mit der Unterscheidung von Gut und Böse beschäftigt, kann leicht an dem vorbeigehen, was in der Mitte des Gartens steht. Gottes Anliegen ist, dass der Mensch innerlich von Ihm selbst genährt und bestimmt wird, damit er Gott lebt, Gott zum Ausdruck bringt und im Alltag Gottes Herrschaft repräsentiert. Deshalb stehen in der Beschreibung des Gartens die Andeutungen von Gold, Bdellium und Onyxstein nicht zufällig. Sie verweisen auf eine geplante Verwandlung: der natürliche Mensch soll durch Gottes Wirken in etwas Kostbares verwandelt und dann zu einem Gegenüber Gottes aufgebaut werden. Wer das übersieht, wird – wie Hiob – bei aller Aufrichtigkeit innerlich unbefriedigt bleiben, weil er sein Vertrauen an das eigene moralische Gebäude knüpft. Die frühe Offenbarung der Schrift lädt ein, von dieser Selbstbezogenheit loszukommen und das eigentliche Ziel Gottes zu erkennen: Er will im Menschen wohnen, ihn in Seinem Leben verwandeln und ihn in eine Beziehung führen, in der moralische Güte nicht abgeschafft, sondern übertroffen wird – als Frucht eines Lebens, das aus Gott selbst stammt.

Vor Gott genügt es nicht, nur „gut“ zu sein; das Herz des Menschen findet Ruhe, wenn es in seiner Bestimmung ankommt: aus Gott zu leben und Ihn widerzuspiegeln. Wer sich in dieser Sichtweise bergen kann, muss seine Tugenden nicht mehr wie ein Schutzschild vor sich hertragen, sondern darf ehrlich arm erscheinen, damit Gottes Leben Raum gewinnt. Daraus erwächst eine stille, aber tiefe Ermutigung: In der Geschichte Gottes mit uns geht es nicht um die Perfektionierung des Alten, sondern um einen Austausch der Quelle. Wir dürfen entdecken, dass unser tiefstes Bedürfnis die Nähe und das Leben Gottes selbst ist – und dieser Gott verbirgt sich nicht, sondern stellt sich vom ersten Buch der Bibel an als Quelle des Lebens in die Mitte.

Und Gott sprach: Lasst Uns den Menschen machen in Unserem Bild, gemäß Unserer Gleichgestalt, und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über jedes Kriechtier, das auf der Erde umherkriecht! (1.Mose 1:26)

Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2:9)

Wer erkennt, dass er für den Baum des Lebens geschaffen wurde, kann sich von der Last lösen, sich vor Gott durch Tugenden zu legitimieren. Die innere Orientierung verschiebt sich: weg von der Frage, ob man „genug“ moralisch ist, hin zur Frage, aus welcher Quelle man lebt. In dieser Haltung wird der Alltag zu einem Raum, in dem Gott sein Leben mitteilt, verwandelt und aufbaut – oft unscheinbar, aber real. Gerade dort, wo die eigenen Ressourcen schwach werden, kann neu sichtbar werden, dass Gott den Menschen nicht als Selbstversorger gedacht hat, sondern als jemand, der in der Abhängigkeit von Gottes Leben seine wahre Würde findet.

Vom Tabernakel bis Christus – Gott wird betretbar für das Bedürfnis des Menschen

Altes Testament zeigt, wie Gott sich dem Menschen nähert, der Ihn zwar braucht, aber vor Ihm zurückscheut. Nach dem Sündenfall ruft Gott den Menschen nicht in eine abstrakte Idee zurück, sondern in eine konkrete, von Ihm bestimmte Ordnung der Nähe. In der Wüste lässt Er eine Stiftshütte bauen – ein zeltartiges Heiligtum mitten im Lager Israels. Dort verbinden sich Altar, Blut, Schaubrottisch, Leuchter und Räucheraltar zu einem zusammenhängenden Bild: Gott schafft einen Weg, auf dem der Mensch mit Schuld, Hunger, Dunkelheit und Sprachlosigkeit zu Ihm kommen kann, ohne verbrannt oder zurückgestoßen zu werden. Das Opferblut spricht von Vergebung, der Schaubrottisch davon, dass der Mensch göttliche Speise braucht, der Leuchter von Licht, das von innen her aufleuchtet, und der Räucheraltar von einer Gemeinschaft, deren Duft Gott erfreut. In dieser Ordnung wird sichtbar: Der Mensch braucht weit mehr als nur einen Freispruch; er braucht einen Ort und eine Weise, wie er Gott kennen und genießen kann.

Die Stiftshütte im Alten Testament ist ein Vorbild der Menschwerdung Christi (Joh. 1:14). Die eigentliche Stiftshütte ist Gott Selbst, verkörpert in Christus. Diese Stiftshütte ist eine Wohnstätte nicht nur für Gott, sondern auch für Gottes auserwähltes Volk. Das bedeutet, dass Gott seit der Menschwerdung betretbar ist. In Christus zu sein bedeutet, in Gott einzutreten, um Gott zu genießen. (Witness Lee, Life-Study of Job, Botschaft fünfunddreißig, S. 189)

Das Johannesevangelium greift dieses Bild in überraschender Weise auf: „Und das Wort wurde Fleisch und stiftshüttete unter uns“ (Johannes 1:14). Der Gott, der sich in der Stiftshütte verhüllt hatte, tritt in Christus aus der Symbolik heraus und wird in einer Person betretbar. Wer Christus begegnet, steht nicht vor einem religiösen System, sondern vor der lebendigen Wohnstätte Gottes. Alles, was die Stiftshütte vorbildlich andeutete, findet in Ihm seine Wirklichkeit: In Seinem Kreuz ist das wahre Opfer vollbracht, in Seinem Wort und Seinem Leib wirkt die wahre Speise, in Seinem Licht wird der Mensch durchsichtig, und durch Seine Fürsprache wird menschliche Schwachheit vor Gott angenommen. Damit richtet Gott den Blick des Menschen weg von der Selbstoptimierung hin auf das Köstliche Seiner Gegenwart. Die Psalmen geben diesem Verlangen eine Stimme, wenn es heißt: „Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott“ (Psalm 42:2). Nicht die Verstärkung eigener Vollkommenheit steht im Vordergrund, sondern ein Durst nach Gott selbst, oft gerade aus der Tiefe der Not heraus.

In dieser Perspektive wird auch die Auseinandersetzung um Hiob verständlicher. Hiob ringt darum, seine eigene Integrität zu verteidigen; seine Freunde versuchen, sein Schicksal moralisch zu erklären. Gott aber führt ihn darüber hinaus, hin zu einer Begegnung, in der Hiob nicht mehr seine Gerechtigkeit, sondern Gottes Größe und Nähe sieht. So wird deutlich: Das Bedürfnis des Menschen ist nicht, ein unanfechtbares moralisches Profil zu besitzen, sondern einen Gott, den er „betreten“ kann, der Raum für Klage, Fragen, Schuld und Freude hat. Dieser Gott ist in Christus nicht fern geblieben. Wer sich von dieser Wirklichkeit berühren lässt, darf entdecken, dass Gottes betretbare Nähe kein Privileg für besonders Erfolgreiche ist, sondern gerade denen offensteht, die innerlich durstig geworden sind. So kann selbst die Erfahrung innerer Trockenheit zu einem Weg werden, auf dem Gott sich neu als Wohnstätte und Ruheort für das suchende Herz zeigt.

Die Linie von der Stiftshütte zu Christus macht Mut, den Blick zu lösen von der Frage, was man Gott vorweisen kann. Wer lernt, Christus als die wahre „Wohnstätte“ Gottes zu sehen, in die er eintreten darf, findet inmitten der Wüste des Alltags einen Raum der Zuflucht, der Speise und des Lichts. Die eigenen Leistungen verlieren ihre Macht, das Verhältnis zu Gott zu definieren, weil ein größerer Maßstab sichtbar wird: Gottes Bereitschaft, in Christus mitten unter unvollkommenen Menschen zu wohnen. In diesem Licht wird auch der Weg durch dunkle oder unklare Zeiten nicht sinnlos, sondern zu einer Schule, in der das Herz Stück für Stück erfährt, wie tragfähig und freundlich Gottes betretbare Nähe ist.

Und das Wort wurde Fleisch und stiftshüttete unter uns (und wir haben Seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als des Einziggeborenen vom Vater), voller Gnade und Wirklichkeit. (Joh. 1:14)

Wie ein Hirsch lechzt nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott. (Ps. 42:2)

Wer Christus als die wahre Stiftshütte erkennt, muss Gott nicht länger vor allem als Richter oder Fordernden vor Augen haben. Das Herz darf Ihn als den sehen, der in Christus zugänglich geworden ist – mit einem offenen Weg vom Altar bis ins Allerheiligste. Daraus erwächst eine stille Freiheit: Gott kann man nicht beeindrucken, aber man kann sich von Ihm aufnehmen lassen. Gerade in Momenten innerer Wüste wird so der Glaube genährt, dass es im Kern nicht darum geht, alles im Griff zu haben, sondern den Ort zu kennen, an dem Gott Wohnung genommen hat und an dem der Mensch mit seinem ganzen Bedürfnis willkommen ist.

In Christus erfüllt: vom Glauben zur Verwandlung und zum Leib Christi

Im Neuen Bund tritt Gottes Antwort auf das menschliche Bedürfnis in einer endgültigen Klarheit hervor. Der inkarnierte Sohn Gottes geht den Weg über Kreuz und Auferstehung, um als lebensspendender Geist zu den Menschen zu kommen. Glauben bedeutet in dieser Sichtweise nicht, einer Lehre beizustimmen, sondern in Christus hineinzugehen und Ihn in sich aufzunehmen. Dadurch wird der Mensch nicht nur von Schuld entlastet, sondern erhält Anteil an einem neuen Leben. Der Apostel Paulus spricht davon, dass Gott jene, die an Christus glauben, mit einer überragenden Kraft berührt: „und was die überragende Größe Seiner Kraft an uns ist, die wir glauben, nach der Wirksamkeit der Macht Seiner Stärke, die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte“ (Epheser 1:19–20). Dieses Auferstehungsleben ist nicht ein schmückender Zusatz zum alten Menschen, sondern der Beginn einer neuen Schöpfung.

Die von Gott Erwählten und Berufenen müssen an Jesus Christus glauben, der der inkarnierte Gott ist, der für uns und mit uns gestorben, auferstanden und aufgefahren ist und der als der lebengebende Geist, als der pneumatische Christus, für uns geworden ist, damit Er unsere Errettung, unser Leben und unser Alles sei. (Witness Lee, Life-Study of Job, Botschaft fünfunddreißig, S. 189)

Dieses neue Leben bleibt nicht statisch. Gottes Ziel ist ein „Wachstum im Leben bis zur Reife“, in dem der Gläubige von innen her verwandelt wird. Paulus formuliert es so: „dass Er euch gebe, nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit, durch Seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden hinein in den inneren Menschen, damit Christus durch den Glauben in euren Herzen Wohnung mache“ (Epheser 3:16–17). Hier wird deutlich: Der Glaube führt nicht nur in eine neue Stellung, sondern öffnet den inneren Raum, in dem Christus selbst Wohnung macht und nach und nach die Gestalt des Menschen prägt. Diese Verwandlung ist nicht selbstzweckhaft; sie dient dem Aufbau des Leibes Christi. Die Fülle Gottes soll nicht in isolierten Einzelnen wohnen, sondern in einem Leib, in dem viele Glieder durch dasselbe Leben verbunden sind und gemeinsam den einen neuen Menschen bilden.

Von 1. Mose bis zur Offenbarung spannt sich so eine Linie: Gott schafft den Menschen in Seinem Bild, deutet im Baum des Lebens und in den kostbaren Materialien eine Verwandlung und einen Aufbau an, führt über Stiftshütte und Tempel zur Menschwerdung Christi, und vollendet alles im Neuen Jerusalem – der Stadt, in der der verarbeitete Dreieine Gott und der verwandelte, verherrlichte Mensch für immer zusammenwohnen. In dieser Perspektive wird ersichtlich, wie radikal Gottes Antwort auf das menschliche Bedürfnis ist. Der wiedergeborene, verwandelte und verherrlichte Mensch in Christus hat mit dem alten, aus sich selbst lebenden Menschen nicht mehr viel gemein. Es geht nicht mehr darum, das natürliche Ich moralisch aufzurüsten, sondern mit Christus gekreuzigt, mit Ihm auferstanden und in Ihm als neuem Menschen zu leben.

Diese Sicht entlastet und fordert zugleich. Sie entlastet, weil sie die Vorstellung zerbricht, man müsse durch eigene Tugendleistung vor Gott zu einem endgültigen Ergebnis kommen. Sie fordert, weil sie uns in eine Beziehung ruft, in der Christus tatsächlich unser Leben, unsere Gerechtigkeit und unser Alles sein will. Wo dieses Evangelium ernst genommen wird, verliert die Frage nach dem eigenen religiösen Prestige an Gewicht. Stattdessen wird die Hoffnung stark, die Paulus in wenigen Worten zusammenfasst: dass Christus in uns Wohnung macht und wir „zur ganzen Fülle Gottes erfüllt“ werden (Epheser 3:19). In dieser Hoffnung darf ein Mensch, der seine eigene Unzulänglichkeit klar sieht, dennoch zuversichtlich sein: Gottes vollendete Offenbarung zielt nicht darauf, dass der Mensch sich vor Ihm behauptet, sondern dass er in Christus gefunden wird und durch Ihn in eine Gemeinschaft hineingenommen wird, die bis in die Ewigkeit reicht.

und was die überragende Größe Seiner Kraft an uns ist, die wir glauben, nach der Wirksamkeit der Macht Seiner Stärke, (Eph. 1:19)

die Er in Christus wirken ließ, als Er Ihn von den Toten auferweckte und Ihn zu Seiner Rechten niedersetzte im Himmlischen, (Eph. 1:20)

Das Leben aus Christus befreit von der Fixierung auf das eigene religiöse Profil und öffnet eine neue Blickrichtung: weg vom Selbstentwurf, hin zu Gottes Entwurf mit Seinem Leib und Seiner ewigen Stadt. Im Alltag bedeutet das, die eigenen Erfolge und das eigene Scheitern nicht als letzte Instanz zu betrachten, sondern als Stationen auf einem Weg, den Gottes Auferstehungsleben trägt. Aus dieser Gewissheit erwächst leise, aber tragfähige Zuversicht: Der Dreieine Gott hat mehr mit unserem Leben vor, als wir selbst je planen könnten – und alles, was Er beginnt, führt Er in Christus zu einem guten, ewigen Ende.


Herr Jesus Christus, wir danken Dir, dass Du selbst die Antwort auf unser tiefstes Bedürfnis vor Gott bist. Du kennst unsere Versuche, uns durch eigene Tugenden zu rechtfertigen, und Du rufst uns in Dein Leben hinein, das alles neu macht. Öffne unsere Augen, die Linie Deiner Offenbarung in der ganzen Schrift zu sehen und Dir als Baum des Lebens zu vertrauen, statt auf unser eigenes Gutsein zu bauen. Stärke uns innerlich durch Deinen Geist, damit Du in uns wohnst, uns verwandelst und uns mit Deinen Heiligen zu Deinem Leib aufbaust. Lass uns erfahren, dass Du unsere Vergangenheit bedeckst, unsere Gegenwart erfüllst und unsere Zukunft in Herrlichkeit sicherst. In Dir ist mehr als genug Gnade für jeden Tag und jede Schwachheit. Fülle uns mit dieser Hoffnung und halte unsere Herzen fest in Dir. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Job, Chapter 35