Das Wort des Lebens
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Die Vorbereitung vor dem Angriff

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Es gibt Zeiten, in denen wir spüren, dass eine Auseinandersetzung vor uns liegt – nicht unbedingt sichtbar, aber innerlich oder in unserer Umgebung. Dann zeigt sich, ob wir nur spontan reagieren oder ob unser Herz zuvor von Gott vorbereitet wurde. Die Geschichte Israels vor der Einnahme des verheißenen Landes macht deutlich, dass Gottes Volk nicht ungerüstet in den Kampf geschickt wird, sondern durch konkrete Erfahrungen mit Ihm innerlich zugerüstet wird.

Ein neues Volk durch das Gericht über das Fleisch

Wenn Gott Sein Volk für den Kampf vorbereitet, beginnt Er nicht bei den Feinden, sondern beim Herzen Seiner Geliebten. Bevor Israel eine einzige Stadt in Kanaan angreifen durfte, führte der Herr sie nach Gilgal. Dort geschah etwas, das nach außen unspektakulär war, innerlich aber alles veränderte: die Beschneidung der neuen Generation. In 1. Mose 17:10–11 heißt es: „Dies ist Mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen Mir und euch und deinem Samen nach dir: Jeder unter euch, der männlich ist, soll beschnitten werden. Und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden, und es soll als Zeichen eines Bundes zwischen Mir und euch dienen.“ Gott markiert hier Sein Volk an der empfindlichsten Stelle ihrer natürlichen Kraft. Das Fleisch, das sich selbst behaupten will, wird gekennzeichnet als etwas, das unter Gottes Urteil steht. In Gilgal wird später gesagt, dass Gott dort die „Schmach Ägyptens“ von Israel abwälzte – das alte Leben unter fremder Herrschaft sollte nicht mit hinübergenommen werden in das gute Land.

Der Zweck der Beschneidung bestand darin, das auserwählte Volk Gottes zu einem neuen Volk zu machen, das das Erbe des verheißenen Landes empfängt (1.Mose 17:7–12; Josua 5:6). (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft fünf, S. 27)

Dieses Handeln Gottes erreicht im Neuen Bund eine tiefere Wirklichkeit. Der Apostel Paulus schreibt: „In Ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen gemacht ist, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung Christi“ (Kolosser 2:11). Am Kreuz hat Christus das ganze alte System des Fleisches, unser eigenwilliges, selbstbezogenes Leben, unter das endgültige Urteil Gottes gestellt. Wer an Ihn glaubt, ist durch den Glauben mit Ihm gestorben und auferstanden; die wahre Beschneidung ist geschehen, auch wenn sie äußerlich unsichtbar bleibt. Geistliche Vorbereitung vor jedem Angriff bedeutet darum, innerlich zu bejahen, was Gott bereits entschieden hat: Mein altes Ich hat kein Recht mehr, den Ton anzugeben. Wo das Herz sich dieser Wahrheit stellt, verliert der Feind einen seiner stärksten Angriffspunkte – das ungebrochene, verletzbare Ich.

Mit dieser Sicht verändert sich der Blick auf Versuchung, Anfechtung und geistlichen Kampf. Es geht nicht zuerst darum, sich zusammenzureißen oder stärker zu sein als die feindliche Macht, sondern darum, auf der Seite des Kreuzes zu stehen. In Kolosser 2:12 wird diese Bewegung beschrieben: „da ihr zusammen mit Ihm begraben wurdet in der Taufe, in der ihr auch zusammen mit Ihm auferweckt wurdet durch den Glauben an die Wirkkraft Gottes, der Ihn von den Toten auferweckt hat.“ Begraben und auferweckt – das ist die Linie, in der geistliche Standfestigkeit wächst. Wer sich daran erinnert, dass sein Leben nicht mehr in der alten Natur verwurzelt ist, sondern in der Auferstehungswirklichkeit Christi, nimmt dem Angriff die Grundlage. Das bedeutet nicht, dass Gefühle, alte Gewohnheiten oder Schwächen plötzlich verschwinden, aber es bedeutet, dass sie nicht mehr die letzte Autorität haben. Über allem steht der Bund Gottes, in dem Christus selbst unser von Gott zugeloster Anteil geworden ist.

So wird Gilgal zu einem inneren Ort: zu der stillen, aber entschiedenen Rückkehr dahin, wo das Fleisch sein Urteil empfangen hat und Christus als neue Mitte aufgerichtet wurde. Wer dort verweilt, muss nicht vorgeben, stark zu sein. Er darf bekennen, wo das alte Ich sich noch meldet, und gerade darin die Kraft des Kreuzes neu umfassen. In dieser Haltung wächst eine merkliche Freiheit: Man muss die Schmach der Vergangenheit nicht mehr mit sich tragen, und man muss die eigenen Möglichkeiten nicht mehr überhöhen. Vor jedem Angriff, vor jeder Herausforderung kann das Herz leise sagen: Nicht ich, sondern Christus ist die Grundlage dieses Weges. Ein solches Bewusstsein lässt den Kampf nicht kleiner erscheinen, aber es macht den Kämpfer innerlich anders – gebrochen gegenüber sich selbst, offen für den Herrn und tief getröstet, dass Gott Seine Vorbereitung ernsthafter nimmt als wir selbst.

Dies ist Mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen Mir und euch und deinem Samen nach dir: Jeder unter euch, der männlich ist, soll beschnitten werden. Und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden, und es soll als Zeichen eines Bundes zwischen Mir und euch dienen. (1.Mose 17:10–11)

In Ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen gemacht ist, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung Christi, da ihr zusammen mit Ihm begraben wurdet in der Taufe, in der ihr auch zusammen mit Ihm auferweckt wurdet durch den Glauben an die Wirkkraft Gottes, der Ihn von den Toten auferweckt hat. (Kolosser 2:11–12)

Vor jeder äußeren Auseinandersetzung führt der Herr nach innen. Wo das Kreuz nicht nur eine Lehre bleibt, sondern zur angenommenen Grenze des alten Menschen wird, entsteht eine stille Festigkeit, die der Feind nicht erklären kann. Die Erinnerung an Gottes Urteil über das Fleisch nimmt dem Selbstvertrauen die Macht, aber sie öffnet Raum für ein Vertrauen, das in Christus ruht. So darf jeder neue Angriff zu einer Erinnerung werden: Ich bin bereits beschnitten „mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen gemacht ist“ – mein Leben ist an den Bund Gottes gebunden, nicht an die Launen meines alten Ich.

Erinnerte Erlösung: das wahre Passah und der Tisch des Herrn

Nachdem in Gilgal das Zeichen des Bundes erneuert war, feierte Israel das Passah. Das Volk stand an der Schwelle eines neuen Abschnitts: Die Wüste lag hinter ihnen, die befestigten Städte Kanaans vor ihnen. In dieser Übergangssituation lässt Gott sie zurückschauen. 2. Mose 12 beschreibt, woran sie sich zu erinnern hatten: „Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Satzung für (all) eure Generationen sollt ihr ihn feiern“ (2. Mose 12:14). Das Passah war die lebendige Erinnerung daran, dass ihr Weg mit einem göttlichen Eingreifen begonnen hatte: dem Blut an den Türpfosten, das sie vor dem Todesgericht schützte, und der mächtigen Rettung durch das Rote Meer, durch die sie der Tyrannei des Pharaos entzogen wurden. Angesichts neuer Kämpfe war diese Rückbesinnung kein sentimentales Zurückschauen, sondern eine Quelle nüchterner Zuversicht: Der Gott, der ihr Leben aus dem Nichts heraus gerettet hatte, würde sie nicht an den Mauern Jerichos im Stich lassen.

Das Passahfest wurde gefeiert, um an Israels Erlösung vom Todesgericht über die erstgeborenen Söhne und an seine Errettung aus Ägypten und aus der Tyrannei des Pharao zu erinnern. Dies ist ein Vorbild auf den Tisch des Herrn. Am Tisch des Herrn gedenken wir Seiner als des Erlösers und des Retters. (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft fünf, S. 26)

In der Nacht des Auszugs gebot Gott: „So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah für den HERRN ist es“ (2. Mose 12:11). Schon damals war die Erinnerung mit Bewegung verbunden: Die, die des Lammes gedachten, waren auf dem Sprung in die Freiheit. In Gilgal kehrt dieses Bild wieder, nun mit einem gereiften Volk. Sie erinnern sich an das Blut, an die Rettung, an die Treue Gottes durch vierzig Jahre Wüste – und gerade diese Erinnerung bereitet sie innerlich auf die kommenden Angriffe vor. Wer weiß, dass er überhaupt nur deshalb hier steht, weil Gott zuerst gerettet hat, kann die neuen Herausforderungen als Fortsetzung eines bekannten Handelns Gottes ansehen, nicht als isolierte Bedrohung.

Für die Gemeinde hat der Herr diesen Ort der Erinnerung im Tisch des Herrn verankert. Wenn Er sagt: „Dies ist Mein Leib, der für euch gegeben wird; dies tut zu Meinem Gedächtnis“ und „Dieser Kelch ist der neue Bund in Meinem Blut“ (vgl. Matthäus 26 und 1. Korinther 11), hält Er Seinen Jüngern ein Gegenbild zum Passah vor Augen. Das Brot verweist auf Ihn als das Opferlamm, das unsere Schuld getragen hat; der Kelch spricht von dem Blut, durch das wir aus der Macht der Finsternis herausgerissen wurden. In 2. Mose 12:13 heißt es: „Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen.“ Auch im Neuen Bund beruht unser Schutz nicht auf unserer geistlichen Reife, sondern auf dem Blut Christi, das vor Gott gilt. Der Tisch des Herrn erinnert uns daran, dass über unserem Leben ein göttliches „Vorübergehen“ des Gerichts steht – nicht, weil keine Sünde da wäre, sondern weil sie getragen ist.

Wenn das Herz diese Erinnerung aufnimmt, wird der geistliche Kampf innerlich entgiftet. Anklagen, die von innen oder außen kommen, treffen auf das Zeugnis: Es gibt ein Blut, das stärker spricht als meine Schuld. Die Angst, in den kommenden Auseinandersetzungen zu scheitern, trifft auf die Geschichte Gottes mit uns: Er hat uns aus Ägypten geführt, durch die Wüste getragen und wird uns auch durch die „Kanaaniter“ unserer Zeit hindurchbringen. Die bewusste Erinnerung an die Erlösung nimmt dem Kampf die Illusion, alles hinge jetzt allein von unserer Leistung ab. Sie stellt uns neben den, der schon überwunden hat. Wer so am Tisch des Herrn teilhat oder im Herzen des Lammes gedenkt, geht nicht naiv in den Angriff, sondern mit der stillen Gewissheit: Meine Geschichte ist von Anfang an eine Geschichte geretteter Menschen – und derselbe Erlöser, an den ich mich erinnere, ist heute mein Halt.

So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah für den HERRN ist es. (2.Mose 12:11)

Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Satzung für (all) eure Generationen sollt ihr ihn feiern. (2.Mose 12:13–14)

Die Erinnerung an Gottes Erlösung ist kein Rückzug in vergangene Zeiten, sondern die Wiederentdeckung der Quelle, aus der wir überhaupt leben. Wer den Blick bewusst auf das Lamm richtet, das für ihn geschlachtet wurde, findet Ruhe an einem Ort, der größer ist als die aktuelle Bedrohung. So darf jede Feier des Tisches des Herrn, jedes Nachsinnen über das Passah, die Seele neu verankern: Der, der mich einst aus dem Haus der Knechtschaft geführt hat, wird mich nicht preisgeben, wenn der Kampf dichter wird. Die Geschichte der Erlösung geht weiter – getragen von demselben Blut, derselben Treue, demselben Herrn.

Vom Manna zur Frucht des Landes und Christus als himmlischer Heerführer

Mit dem Eintritt Israels in das gute Land veränderte sich die Art, wie Gott Sein Volk ernährte. Vierzig Jahre lang hatten sie Manna gegessen, „ohne selbst irgendetwas dafür tun zu müssen“. Nun aber, kurz vor dem Angriff auf Jericho, heißt es, dass sie vom Ertrag des Landes aßen und das Manna aufhörte. Diese Veränderung ist mehr als ein Ernährungswechsel; sie markiert einen Schritt in der Beziehung zwischen Gott und Seinem Volk. In 1. Mose 2:5 wird eine erstaunliche Spannung beschrieben: „und als es noch keinerlei Sträucher des Feldes auf der Erde gab und noch keinerlei Kräuter des Feldes emporgesprosst waren – denn Jehovah Gott hatte es noch nicht auf die Erde regnen lassen, und es gab keinen Menschen, um den Erdboden zu bearbeiten“. Gott hält den Regen zurück, weil noch kein Mensch da ist, der mit Ihm den Boden bearbeitet. Frucht entsteht, wenn der Himmel gibt und der Mensch mitarbeitet. Genauso wird der Ertrag Kanaans zur Nahrung Israels: Er ist Geschenk Gottes und zugleich Frucht menschlicher Arbeit in Kooperation mit Ihm.

Vierzig Jahre lang hatten die Kinder Israels Manna gegessen, ohne selbst irgendetwas dafür tun zu müssen. Als das Manna jedoch aufhörte, konnte ihre Nahrung nur noch in Zusammenarbeit mit Gott hervorgebracht werden. Der Ertrag des Landes Kanaan stammte aus der Landwirtschaft. Das bedeutet, dass er das Ergebnis der Arbeit des Menschen in Kooperation mit Gott war. (Witness Lee, Life-Study of Joshua, Botschaft fünf, S. 26)

Geistlich gesehen bleibt Christus derselbe – Er war im Manna die tägliche, unverdiente Versorgung und ist im Ertrag des Landes die reiche, vielfältige Nahrung. Doch die Weise, wie wir Ihn erfahren, kann wachsen. In Kolosser 1:12 heißt es: „indem ihr dem Vater Dank sagt, der euch qualifiziert hat zu einem Anteil am zugelosten Anteil der Heiligen im Licht.“ Das „gute Land“ wird hier als Christus selbst gedeutet, der unser zugeloster Anteil ist. Ihn als Manna zu kennen, bedeutet, Seine Erhaltung in der Wüste zu erfahren, oft unabhängig von unserem Verständnis oder unserer Mitarbeit. Ihn als „Frucht des Landes“ zu genießen, bedeutet, in Seinem Wort zu bleiben, im Gebet zu ringen, in einfachen Diensten treu zu sein – und in dieser Bewegung mehr von Seinem Reichtum zu kosten. Der geistliche Kampf gehört genau in dieses Stadium: Gott ruft nicht Unversorgte in die Auseinandersetzung, sondern solche, die aus dem Land leben, das Er ihnen gegeben hat.

In diesem Zusammenhang erscheint Christus Josua als der „Oberste des Heeres Jehovas“, als himmlischer Heerführer. Die Botschaft ist klar: So sehr Josua als Leiter gebraucht wird, der eigentliche Feldhauptmann ist unsichtbar, hoch über allen menschlichen Strategien. In Kolosser 2:9–10 wird dieser Christus beschrieben: „denn in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid erfüllt worden in Ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.“ Derselbe, der unser gutes Land ist, ist das Haupt jeder Macht – auch der Mächte, gegen die wir kämpfen. Geistliche Vorbereitung vor dem Angriff bedeutet darum, nicht nur die Fülle des Landes zu genießen, sondern sich auch neu unter die Autorität dieses Feldherrn zu stellen. Es ist ein Unterschied, ob man mit eigenen Plänen für Gott antreten will oder ob man unter Seinem Befehl steht, genährt von Ihm und ausgerichtet auf Ihn.

Wo Herz und Blick so geordnet werden, verändert sich das Erleben von Kampf. Er wird nicht leichter, aber er verliert den Charakter des Alleingelassen-Seins. Der Herr verlangt nicht, dass wir aus eigener Kraft Frucht hervorbringen; Er lässt den Regen fallen und macht den Boden fruchtbar. Unsere Mitarbeit – das Pflügen, Säen, Ernten im übertragenen Sinn – wird von Seiner Gegenwart getragen. Und wenn der Angriff kommt, steht derselbe Christus, der uns ernährt hat, als Heerführer an unserer Seite. Die Frucht des Landes, die wir genossen haben, wird zur inneren Reserve; Seine Autorität wird zur äußeren Deckung. So darf jeder Schritt in den geistlichen Kampf hinein zugleich ein Schritt tiefer in das gute Land und näher an den himmlischen Feldherrn sein. Wer so geht, wird nicht nur standhalten, sondern inmitten der Auseinandersetzungen etwas von dem Überschuss Christi hervorbringen, der anderen Nahrung und Gott Freude wird.

und als es noch keinerlei Sträucher des Feldes auf der Erde gab und noch keinerlei Kräuter des Feldes emporgesprosst waren – denn Jehovah Gott hatte es noch nicht auf die Erde regnen lassen, und es gab keinen Menschen, um den Erdboden zu bearbeiten, (1.Mose 2:5)

indem ihr dem Vater Dank sagt, der euch qualifiziert hat zu einem Anteil am zugelosten Anteil der Heiligen im Licht, (Kolosser 1:12)

Gott führt Seine Kinder aus einem Stadium bloßer Versorgung in ein Leben reicher Kooperation mit Ihm. Wo Christus nicht nur als rettendes Manna, sondern als weites, fruchtbares Land erfahren wird, wächst eine innere Fülle, die dem Angriff standhält. Unter der Führung des himmlischen Heerführers wird jede Anstrengung, jede Treue im Kleinen, Teil eines größeren Werkes, in dem Gott Sein Erbteil gewinnt. So darf die Aussicht auf Kampf nicht entmutigen, sondern wecken: Es gibt mehr von Christus zu entdecken, mehr mit Ihm zu bearbeiten, mehr von Seiner Autorität kennenzulernen – und mitten darin die Gewissheit, dass wir unter einem Feldherrn stehen, in dem die „ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ wohnt.


Herr Jesus, führe uns im Licht Deines Wortes und schenke uns Gnade, die gezeigte Wahrheit nicht nur zu verstehen, sondern im Alltag aus Deinem Leben zu erfahren. Bewahre uns in Deiner Gegenwart, damit unser Denken, Reden und Dienen von Dir geprägt wird und Dein Name in der Gemeinde verherrlicht wird. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Joshua, Chapter 5