Das neue Jerusalem (6)
Viele Christen denken beim neuen Jerusalem zuerst an eine ferne, himmlische Stadt. Doch die Offenbarung zeichnet ein viel tieferes Bild: Gott selbst ist die Stadt, und alle Erlösten sind in diese Stadt hineinkomponiert. Was bedeutet es, dass Gott unsere Wohnung, unser Licht und unsere Herrlichkeit ist – nicht erst in der Ewigkeit, sondern bereits heute im Gemeindeleben?
Gott und das Lamm als unser Tempel und unsere Wohnstätte
Wenn Johannes in der Offenbarung von einer Stadt ohne Tempel berichtet, öffnet sich ein weiter Blick in das Herz Gottes. Es heißt: „Und ich sah in ihr keinen Tempel, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel“ (Offb. 21:22). Was im Alten Bund streng getrennt war – die heilige Stadt draußen und der Tempel drinnen, der nur wenigen zugänglich war – fällt im neuen Jerusalem zusammen: Die ganze Stadt wird zum Allerheiligsten. So wird sichtbar, was Gott von Anfang an wollte: nicht ein abgegrenztes Heiligtum neben dem Leben des Volkes, sondern ein ganzes Gemeinwesen, das selbst zum Heiligtum geworden ist. Darum ist auch die Maßangabe der Stadt so sprechend: „ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind gleich“ (Offb. 21:16). Die Kubusform erinnert an das Allerheiligste der Stiftshütte und des Tempels – nun aber in eine Stadt ausgedehnt.
Offenbarung 21:22 heißt: „Und ich sah in ihr keinen Tempel, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel.“ Dieser Vers sagt eindeutig, dass es im Neuen Jerusalem keinen Tempel geben wird. Der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel. Im Alten Testament war die Stiftshütte Gottes der Vorläufer, der Wegbereiter, des Tempels Gottes. Das Neue Jerusalem als die Stiftshütte Gottes (V. 3) wird der Tempel Gottes sein. Das zeigt, dass im neuen Himmel und auf der neuen Erde der Tempel Gottes zu einer Stadt ausgeweitet sein wird. Die drei gleichen Maße der Stadt (V. 16) machen deutlich, dass die ganze Stadt das Allerheiligste, der innere Tempel, sein wird. (Witness Lee, Life-Study of Revelation, Botschaft vierundsechzig, S. 734)
Diese Linie zieht sich durch die Schrift. In 1.Mose wohnt Gott in Zelten, mitten in der Bewegung und Verletzlichkeit des Unterwegsseins. Später wird in der Wüste die Stiftshütte errichtet, dann in Jerusalem der Tempel. Schrittweise verdichtet sich die Aussage: Gott sucht nicht Steine, sondern eine Wohnstätte bei Menschen. Johannes fasst diese Bewegung im Evangelium zusammen: „Und das Wort wurde Fleisch und stiftshüttete unter uns … voller Gnade und Wirklichkeit“ (Johannes 1:14). In Jesus tritt der lebendige Tempel Gottes mitten in die Welt. Sein Leib ist der wahre Tempel, von dem er sagen konnte: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten“ (Johannes 2:19). Kreuz und Auferstehung sind darum mehr als die Geschichte eines Einzelnen; sie sind der Übergang von einem äußerlichen Heiligtum zu einer lebendigen, gekreuzigten und auferstandenen Wohnstätte Gottes.
In der Gemeinde beginnt diese Wirklichkeit schon heute. Paulus erinnert die Korinther: „Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel Gottes seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1.Kor. 3:16). Hier tritt die gegenseitige Wohnung hervor: Gott nimmt Wohnung in uns, und wir werden in ihn hineingestellt. Wenn wir in Christus bleiben und Christus in uns bleibt, wird unser ganzes Leben – mit seinen Beziehungen, Entscheidungen und Verwundungen – zu Räumen, in denen Gott sich niederlässt und erkennbar wird. Das neue Jerusalem ist dann nicht fernes Traumgebilde, sondern der vollendete Ausdruck dessen, was Gott bereits im Verborgenen in seiner Gemeinde wirkt.
Darum trägt die Verheißung der Stadt einen tiefen Trost. Über ihr ertönt: „Siehe, die Stiftshütte Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen stiftshütten, und sie werden seine Völker sein und Gott selbst wird bei ihnen sein und ihr Gott sein“ (Offb. 21:3). Gott bleibt nicht in sicherer Distanz, sondern macht sich selbst zu unserer Umgebung, unserem Schutzraum, unserem Zuhause. Wer sich auf diese Bewegung einlässt, entdeckt, dass Glauben nicht zuerst bedeutet, für Gott etwas zu leisten, sondern von Gott bewohnt zu werden. Und je mehr er unsere inneren Räume füllt, desto mehr wird unser Leben zu einem stillen, aber deutlichen Hinweis auf jene Stadt, in der Gott alles in allem sein wird. In dieser Hoffnung darf das Herz zur Ruhe kommen: Die Geschichte läuft auf eine gegenseitige Wohnung zu – Gott in seinem Volk, und sein Volk in Gott – und schon jetzt beginnt dieses neue Zuhause in der unscheinbaren Wirklichkeit des Gemeindelebens aufzuleuchten.
Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron sagen: Siehe, die Stiftshütte Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen stiftshütten, und sie werden seine Völker sein und Gott selbst wird bei ihnen sein und ihr Gott sein. (Offb. 21:3)
Und die Stadt war viereckig angelegt, und ihre Länge ist ebenso groß wie ihre Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf eine Länge von zwölftausend Stadien; ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind gleich. (Offb. 21:16)
Das neue Jerusalem malt kein idealistisches Bild überfrommer Menschen, sondern zeigt den Endpunkt von Gottes geduldigem Wohnen unter unvollkommenen Menschen. Wer das erkennt, darf das eigene Leben nicht zuerst als Baustelle der eigenen Anstrengungen sehen, sondern als Haus, in das der Dreieine Gott Schritt für Schritt einzieht. Wo Christus in Beziehungen, im Gemeindeleben, im Verborgenen des Alltags zur Mitte wird, tastet man bereits die Konturen jener Stadt ab, deren Tempel Gott und das Lamm selbst sind. Diese Perspektive entlastet und ermutigt: Die Vollendung liegt nicht in unserer Hand, wohl aber das offene Herz, in dem Gott sich eine bleibende Wohnstätte schaffen möchte.
Der Dreieine Gott als ewiges Licht der Stadt
Das Bild der Stadt, die keiner äußeren Lichtquelle bedarf, trifft eine tiefe Sehnsucht des menschlichen Herzens: endlich in einem Licht zu stehen, das nichts verzerrt und nichts beschönigt, das zugleich aufdeckt und heilt. Über das neue Jerusalem heißt es: „Die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie in ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtete sie, und ihre Lampe ist das Lamm“ (Offb. 21:23). Der Dreieine Gott selbst ist das Licht, Christus als das Lamm ist die Lampe, und die Herrlichkeit ist die Ausstrahlung dieses göttlichen Lichtes. Nicht ein unpersönlicher Glanz erfüllt die Stadt, sondern die Gegenwart Gottes im Angesicht des gekreuzigten und auferstandenen Christus.
Vers 23 heißt: „Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit sie in ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtete sie, und ihre Lampe ist das Lamm.“ Im Tausendjährigen Reich wird das Licht der Sonne und des Mondes verstärkt sein (Jes. 30:26). Aber im Neuen Jerusalem im neuen Himmel und auf der neuen Erde besteht kein Bedarf an Sonne und Mond. Sonne und Mond werden im neuen Himmel und auf der neuen Erde vorhanden sein, aber sie werden im Neuen Jerusalem nicht benötigt; denn dort wird Gott, das göttliche Licht, viel heller leuchten. Der Tempel der Stadt ist Gott selbst, und das Licht ist ebenfalls Gott selbst. (Witness Lee, Life-Study of Revelation, Botschaft vierundsechzig, S. 738)
Schon die Propheten kündigten eine Zeit an, in der das geschaffene Licht nicht mehr die letzte Größe sein würde. Jesaja zeichnet das Bild eines übersteigerten Sonnen- und Mondlichtes: „Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der HERR den Bruch seines Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird“ (Jesaja 30:26). Selbst dieses gesteigerte Licht bleibt aber Vorstufe. Im neuen Jerusalem geht ein anderes Licht auf, das nicht von außen auf die Wunden fällt, sondern von innen her heilt: Gott selbst, der die Stadt erfüllt, und das Lamm, das als Lampe den Weg durch die Ewigkeit erhellt. Die Wunden der Geschichte werden nicht durch Vergessen, sondern im Licht der Gnade Gottes überwunden.
Diese kommende Wirklichkeit wirft bereits jetzt ihr Licht in die Gemeinde hinein. Jesus sagt zu den Seinen: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben“ (Matthäus 5:14). Die Gemeinde ist keine perfekte Vorwegnahme des neuen Jerusalem, aber sie ist ein Vorgeschmack: In ihr soll sich zeigen, wie Menschen unter einem anderen Licht leben – nicht unter dem harten Schein von Leistung und Urteil, sondern unter dem sanften, aber klaren Leuchten der göttlichen Wahrheit. Paulus beschreibt das mit den Worten: „Ihr wart einst Finsternis, doch jetzt seid ihr Licht im Herrn; wandelt als Kinder des Lichts“ (Epheser 5:8). Wer so lebt, trägt bereits jetzt etwas von jener kommenden Stadt in eine dunkle Welt hinein.
Dieses Licht ist nicht triumphaler Selbstglanz, sondern die stille Ausstrahlung eines Lebens, das sich von Gott durchleuchten lässt. In der Gemeinde lernt man, dass Gottes Licht nicht vernichtet, sondern ordnet; dass es nicht beschämt, um wegzustoßen, sondern beschämt, um zu umarmen. In dieser Atmosphäre kann Vertrauen wachsen, Schuld bekannt, Versöhnung gewagt werden. So wird die Gemeinde – bei allen Brüchen – zu einem Ort, an dem Menschen einen ersten Eindruck jener Ewigkeit gewinnen, in der kein Schatten mehr bleibt. Wer sich diesem Licht nicht entzieht, sondern es an sich heranlässt, erfährt: Das ewige Leuchten des neuen Jerusalem beginnt schon jetzt in Herzen, die sich dem Lamm als Lampe öffnen.
Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der HERR den Bruch seines Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird. (Jes. 30:26)
Gott verheißt nicht eine Welt ohne Nacht, sondern ein Licht, das jede Nacht durchdringt und am Ende überflüssig macht. Wer Christus als das Lamm kennt, das zur Lampe wird, muss das eigene Dunkel nicht verdrängen oder schönreden. Es darf ins Licht gestellt werden, das zugleich aufdeckt und heilt. In einer Gemeinde, die sich diesem Licht aussetzt, wird ein anderer Umgang mit Schuld, Schwäche und Versagen möglich. So wächst unter uns etwas von jener Stadt heran, deren Leuchten nicht von Menschen gemacht ist, sondern aus der Herrlichkeit Gottes kommt. Diese Aussicht macht Mut, in einer verdrehten Generation klein, aber treu als Lichtkörper zu scheinen und darauf zu vertrauen, dass Gottes Licht stärker ist als jede Finsternis.
Die Herrlichkeit und Erscheinung Gottes im Volk Gottes
Wenn die Offenbarung das neue Jerusalem beschreibt, rückt sie nicht zuerst Mauern, Tore oder Straßen in den Vordergrund, sondern die Ausstrahlung der Stadt: „Sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Licht war gleich einem überaus kostbaren Stein, wie ein Jaspisstein, klar wie Kristall“ (Offb. 21:11). Herrlichkeit meint hier nicht eine diffuse religiöse Stimmung, sondern den Ausdruck Gottes selbst. Wo sein Wesen sichtbar wird, wo sein Charakter aufleuchtet, dort ist Herrlichkeit. Der Jaspis als Bild für die Erscheinung Gottes wird zur Signatur der Stadt: durchsichtig, ohne Trübung, geeignet, das Licht zu tragen und zu brechen. Die Stadt ist nicht die Quelle des Lichtes, sondern das Medium, durch das die Herrlichkeit Gottes zu den Nationen strahlt.
In Vers 11 haben wir eine Beschreibung der Herrlichkeit des Neuen Jerusalem: „Sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Licht war gleich einem überaus kostbaren Stein, wie ein Jaspisstein, klar wie Kristall.“ Die Herrlichkeit Gottes ist der Ausdruck Gottes, Gott ausgedrückt. Wenn Gott offenbar gemacht wird, ist das Herrlichkeit. Wir sind zu dieser Herrlichkeit vorherbestimmt und zu dieser Herrlichkeit berufen worden (1.Kor. 2:7; 1.Petr. 5:10; 1.Thess. 2:12). Wir werden in diese Herrlichkeit umgewandelt (2.Kor. 3:18), und wir werden in sie hineingebracht werden (Hebr. 2:10). Schließlich werden wir mit Christus verherrlicht werden (Röm. 8:17, 30), um die Herrlichkeit Gottes für Gottes Ausdruck im Neuen Jerusalem zu tragen. (Witness Lee, Life-Study of Revelation, Botschaft vierundsechzig, S. 740)
Diese Perspektive wirft ein anderes Licht auf das Ziel des Glaubens. Wir sind nicht nur dazu berufen, errettet oder bewahrt zu werden, sondern in Gottes Herrlichkeit hinein verwoben zu werden. So heißt es: „Wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit“ (1.Korinther 2:7). Und Petrus nennt Gott den, „der euch berufen hat hinein in seine ewige Herrlichkeit in Christus Jesus“ (1.Petrus 5:10). Diese Berufung meint keine äußere Ehrenstellung, sondern die innere Verwandlung, durch die Gottes Wesen in uns Gestalt gewinnt. Der Geist Gottes arbeitet geduldig daran, dass unser undurchsichtiger, widersprüchlicher Charakter mehr und mehr kristallklar wird für das Licht Gottes.
Paulus fasst diesen Prozess mit dem Bild des Anschauens und Widerspiegelns: „Wir alle aber, die wir wie ein Spiegel mit unverschleiertem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen und widerspiegeln, werden in dasselbe Bild umgewandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, so wie von dem Herrn Geist“ (2.Korinther 3:18). Das neue Jerusalem ist die Vollendung dieser Umwandlung: eine Stadt aus vielen „Steinen“, in denen das Angesicht Christi durch den Geist eingeprägt ist. Jeder Gläubige trägt eine eigene Geschichte, eigene Brüche, eigene Lernwege – und doch fügt Gott sie zu einem Ganzen, in dem er selbst erkennbar wird. So wird die Stadt zu einem lebendigen Zeugnis dafür, dass Gottes Gnade stärker ist als die Widerstände des menschlichen Herzens.
Schon jetzt beginnt dieser Ausdruck Gottes im Gemeindeleben. Wenn Menschen, die einst Finsternis waren, nun „Licht im Herrn“ sind (Epheser 5:8), wenn sie inmitten einer „verkehrten und verdrehten Generation“ wie „Lichtkörper in der Welt“ scheinen (Philipper 2:15), dann ahnt die Welt etwas von jener kommenden Stadt. Oft geschieht das unscheinbar: in einer versöhnten Beziehung, in der Treue eines verborgenen Dienstes, in der Geduld eines Menschen, der unter Druck nicht hart wird. Gerade dort, wo keine äußere Herrlichkeit zu sehen ist, beginnt Gottes Herrlichkeit in ihrer eigentlichen Form aufzuleuchten – als Ausdruck seiner Liebe, seiner Wahrheit, seiner Langmut.
Sie hatte die Herrlichkeit Gottes. Ihr Licht war gleich einem überaus kostbaren Stein, wie ein Jaspisstein, klar wie Kristall. (Offb. 21:11)
Aber der Gott aller Gnade, der euch berufen hat hinein in seine ewige Herrlichkeit in Christus Jesus, wird euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, selbst zurüsten, festigen, stärken und gründen. (1.Petr. 5:10)
Die Herrlichkeit des neuen Jerusalem ist keine ferne Dekoration des Himmels, sondern der Zielpunkt von Gottes Wirken an uns. Wer sich diesem Wirken nicht entzieht, sondern es im Alltag geschehen lässt – im Hören auf das Wort, im stillen Gebet, im Ringen um Versöhnung –, beteiligt sich an einem Bau, dessen Vollendung gewiss ist. Das befreit von der Fixierung auf sichtbaren Erfolg und äußere Eindrücke. Entscheidend ist, dass Gottes Wesen Raum gewinnt und durchscheint. So wird das eigene Leben, bei aller Zerbrechlichkeit, Teil eines großen Ganzen: der Stadt, die die Herrlichkeit Gottes trägt und seine Schönheit in Ewigkeit widerspiegelt.
Herr Jesus Christus, du Lamm Gottes, danke, dass du uns nicht nur eine künftige Stadt verheißen hast, sondern dich selbst als unsere ewige Wohnstätte, unser Licht und unsere Herrlichkeit. Vater, wir staunen darüber, dass du dein Volk zu einer gegenseitigen Wohnung machst, in der du in uns wohnst und wir in dir geborgen sind. Heiliger Geist, wir bitten dich, präge diese Wirklichkeit tiefer in unser Herz ein, sodass unser Gemeindeleben heute schon ein Widerschein des neuen Jerusalem wird. Wo Dunkelheit, Müdigkeit oder Verwirrung über uns liegen, da lass dein göttliches Licht neu aufleuchten und unsere Gedanken und Wege klären. Verwandle uns weiter in lebendige, durchsichtige Steine, durch die deine Schönheit und Freundlichkeit sichtbar werden. Lass deine Herrlichkeit mitten unter uns leuchten, zur Ehre deines Namens und zur Ermutigung vieler Menschen. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Revelation, Chapter 64