Die Tugenden der göttlichen Geburt zur Ausübung der göttlichen Liebe (1)
Es gibt Lieben, die schnell an ihre Grenzen kommen: Sympathie, die kippt, wenn wir verletzt werden; Hilfsbereitschaft, die versiegt, wenn nichts zurückkommt. Das Neue Testament spricht jedoch von einer Liebe, die nicht aus unserem natürlichen Leben stammt, sondern aus einer neuen Herkunft: von Gott geboren zu sein. Diese neue Geburt ist mehr als eine fromme Idee – sie bringt ein neues Leben in uns hervor, das sich gerade daran zeigt, wie wir mit unseren Geschwistern und mit einer feindlich gesinnten Welt umgehen.
Die göttliche Geburt: neues Leben, neue Natur, neue Liebe
Wenn die Schrift von der neuen Geburt spricht, meint sie nicht nur einen Neubeginn in unseren Entschlüssen, sondern das reale Einpflanzen eines anderen Lebens in unser Inneres. Gottes eigenes Leben kommt wie ein Same in unseren wiedergeborenen Geist. Dieses Leben trägt die Natur dessen, von dem es ausgeht: „Gott ist Liebe“ – darum trägt dieser Same Liebe in sich. Johannes fasst es nüchtern zusammen: „Wir wissen, dass wir aus dem Tod ins Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tod“ (1.Joh. 3:14). Die Liebe zu den Geschwistern ist in diesem Licht nicht zuerst eine Forderung, sondern ein Lebenszeichen. Wo das Leben Gottes wirklich eingezogen ist, beginnt in der Stille ein neues Wollen: ein drängendes, manchmal noch tastendes Verlangen, nicht mehr nur um sich selbst zu kreisen, sondern den anderen gut zu meinen, ihn zu tragen, ihm Raum zu geben.
Um die göttliche Liebe als Tugend des göttlichen Lebens auszuüben, brauchen wir das göttliche Leben und den göttlichen Geist. Das göttliche Leben ist der göttliche Same, den wir alle in unserem wiedergeborenen Geist in uns tragen. Zusätzlich zu dem göttlichen Leben, das als göttlicher Same in unser Sein gesät worden ist, haben wir auch den göttlichen Geist in unserem Geist. Das göttliche Leben und der göttliche Geist sind das „Kapital“ in uns, das uns befähigt, die göttliche Liebe zu praktizieren. (Witness Lee, Life-Study of 1 John, Botschaft siebenundzwanzig, S. 241)
Zu diesem göttlichen Leben tritt der Heilige Geist, der in unser Inneres kommt, um das in uns angelegte Leben zur Entfaltung zu bringen. Er ist nicht ein äußerer Aufseher, der uns mit Forderungen überhäuft, sondern die innere, sanfte Kraft, die das, was Gott in uns gelegt hat, in den Alltag übersetzt. Wenn der Herr sagt: „Ein neues Gebot gebe Ich euch, dass ihr einander liebt, so wie Ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt“ (Joh. 13:34), spricht Er zu Menschen, die dieses Leben und diesen Geist empfangen sollen. Das Gebot steht wie eine klare Linie vor uns, aber seine Erfüllung wächst aus dem, was in uns wohnt. Deshalb entlarvt der Umgang mit den Brüdern und Schwestern so deutlich, woher wir tatsächlich leben: Wer nur Formen übernimmt, aber innerlich gleichgültig oder bitter bleibt, stößt an die Grenze seiner selbst. Wer jedoch in allem Ringen immer wieder zu dieser inneren Quelle zurückkehrt, entdeckt mit der Zeit staunend, dass er fähig wird, anders zu reagieren als früher – milder, geduldiger, freigebiger. In dieser stillen Verwandlung liegt Trost: Die göttliche Liebe ist kein Hochleistungsprogramm, das wir aus eigener Kraft durchhalten müssten, sondern die Frucht eines Lebens, das uns geschenkt wurde und eines Geistes, der in uns wirkt. Wer sich von dieser Wirklichkeit prägen lässt, darf mit Zuversicht rechnen, dass sein Leben – oft unspektakulär, aber real – zum Zeugnis dafür wird, dass er wirklich von Gott geboren ist.
Die neue Geburt öffnet uns damit eine völlig andere Lebensgeschichte. Sie setzt nicht an den Rändern unseres Verhaltens an, sondern an der Wurzel unseres Seins. Gottes Leben in uns, getragen und bewegt durch Gottes Geist in uns – das ist das innere Kapital, aus dem heraus göttliche Liebe erwächst. Manchmal spüren wir diese Liebe gegen alle unsere spontanen Reaktionen: eine leise Erinnerung, nicht nachzutragen; eine innere Hemmung, verletzende Worte auszusprechen; eine plötzliche Bereitschaft zu vergeben, wo wir früher hart geblieben wären. In solchen Momenten zeigt sich die Herkunft unseres neuen Lebens. Und während unsere Gefühle schwanken, bleibt Gottes Zuspruch stehen: Wer die Brüder liebt, gibt damit ein Zeichen aus einer anderen Welt. Diese Gewissheit darf uns ermutigen, auch in unvollkommenen Anfängen nicht zu resignieren. Denn das Werk, das Gott in uns begonnen hat, trägt das Gepräge Seiner eigenen Treue – und Seine Liebe wird nicht ruhen, bis sie in uns eine erkennbare Gestalt gewonnen hat.
Wir wissen, dass wir aus dem Tod ins Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer nicht liebt, bleibt im Tod. (1.Joh. 3:14)
Ein neues Gebot gebe Ich euch, dass ihr einander liebt, so wie Ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt. (Joh. 13:34)
Die Einsicht, dass göttliche Liebe aus einem neuen Leben und dem inwohnenden Geist hervorgeht, befreit von der Last, aus eigener Kraft ein Ideal erfüllen zu müssen, und führt in eine Haltung des stillen Vertrauens: Gott hat das Seine bereits in uns gelegt und wird es auch zur Reife führen; unser Teil ist es, dieser inneren Wirklichkeit nicht zu widerstehen, sondern ihr Raum zu geben.
Licht und Finsternis entlarvt: Cain, Abel und der Hass der Welt
Die Gegenüberstellung von Kain und Abel legt ein verborgenes Gefälle offen, das durch die ganze Menschheitsgeschichte läuft. Äußerlich sind sie Brüder, Kinder desselben Elternpaares. Innerlich stehen sie auf entgegengesetzten Seiten. Abel bringt ein Opfer, das Gott annimmt; seine Haltung ist durch Vertrauen und Hingabe gekennzeichnet. Kain reagiert mit Zorn und Neid, und aus diesem inneren Feuer wächst der Entschluss zum Mord. Johannes fasst das scharf: „Nicht wie Kain (sollen wir sein, der) aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete. Und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht“ (1.Joh. 3:12). Der Hass ist hier nicht bloß ein Ausrutscher eines sonst neutralen Herzens, sondern das Zutage-Treten einer inneren Prägung – „aus dem Bösen“ sein. Daran wird sichtbar, aus welcher Quelle ein Mensch tatsächlich lebt.
Dass Kain ein Kind des Teufels war, wird dadurch erwiesen, dass er seinen Bruder hasste und ihn erschlug. Dies zeigt, dass Kain weder das Leben Gottes noch den Geist Gottes hatte. Warum hasste Kain seinen Bruder? Er hasste ihn, weil er das hassende Leben Satans in sich hatte. Warum tötete Kain Abel? Er tötete ihn, weil er die böse Natur Satans in sich trug. (Witness Lee, Life-Study of 1 John, Botschaft siebenundzwanzig, S. 243)
Dieser Gegensatz erklärt auch, warum die Welt den Kindern Gottes gegenüber oft mit Ablehnung oder Spott reagiert. Johannes schreibt nüchtern: „Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch haßt“ (1.Joh. 3:13). Es ist, als ob zwei unterschiedliche Atmosphären aufeinandertreffen: Die eine ist von Selbstbehauptung, Vergleich und verdeckter Feindschaft durchzogen; die andere ist von einem Leben geprägt, das sich schenken und dienen will. „Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden“ (Joh. 12:31), heißt es über den Herrschaftswechsel, den Christus herbeiführt. Wer aus Gott geboren ist, wird aus dem Einflussbereich dieses Fürsten herausgerufen, bleibt aber zunächst in einer Welt, die von dieser alten Herrschaft geprägt ist. Dass diese Welt das Leben aus Gott als Fremdkörper empfindet, ist schmerzhaft, aber es trägt auch eine stille Bestätigung in sich: Wir gehören nicht mehr zu dem System, in dem Hass und Konkurrenz selbstverständlich sind.
Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt die Bruderliebe ihren eigentlichen Ernst. Sie ist nicht einfach ein freundlicher Umgangston im innergemeindlichen Miteinander, sondern ein sichtbarer Ausdruck eines anderen Ursprungs. Wo wir inmitten von Unrecht, Missverständnissen oder Zurückweisung dennoch innerlich dazu gelangen, den Bruder nicht zu hassen, sondern ihn vor Gott zu tragen, wird die unsichtbare Grenze zwischen den beiden Bereichen deutlich: hier der Strom des Bösen, dort die leise, aber beharrliche Bewegung der göttlichen Liebe. Das bedeutet nicht, dass Kinder Gottes niemals mit bitteren Regungen kämpfen. Der Unterschied liegt darin, dass sich in ihnen ein anderer Wille zu Wort meldet, der dem Hass widerspricht und nach einem Weg der Versöhnung sucht. In diesen inneren Auseinandersetzungen zeigt sich, woher unser Leben wirklich stammt. Und selbst wenn wir versagen, bleibt der Ruf des Evangeliums nicht anklagend über uns stehen, sondern erinnert uns daran, dass Gott uns in Seinem Sohn eine neue Herkunft gegeben hat. Wer sich dieser Herkunft immer wieder neu zuwendet, wird erfahren, dass Gottes Liebe stärker ist als die alten Muster – und dass sie ihn befähigt, dort zu lieben, wo er es aus sich selbst nie vermocht hätte.
So wird der Hass der Welt und die Spannung, die daraus entsteht, nicht zum Anlass, zu verhärten, sondern zu einer Schule der Liebe. In den Spannungen der Beziehungen, in der Erfahrung, missverstanden oder abgewiesen zu werden, lernt das neue Leben, sich auf seine Quelle zu stützen. Die Erinnerung an Kain und Abel bleibt dabei wie ein Spiegel: Wo steht mein Herz? Trage ich, vielleicht fein getarnt, die Bewegungen Kains in mir? Oder wächst in mir – trotz allem Ringen – etwas von Abels stiller Gerechtigkeit? Solche Fragen engen nicht ein, sondern öffnen den Raum für Gottes Wirken. Denn gerade dort, wo wir die Diskrepanz zwischen unserem inneren Kampf und dem Ruf zur Liebe wahrnehmen, darf uns neu bewusst werden: Gott hat uns nicht dem alten herrschenden Prinzip überlassen. Er hat uns eine neue Familie geschenkt, deren Kennzeichen die Liebe ist – sogar gegenüber Gegnern – und in dieser Familie lernt unser Herz nach und nach, aus dem Licht zu leben und die Finsternis hinter sich zu lassen.
Nicht wie Kain (sollen wir sein, der) aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete. Und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht. (1.Joh. 3:12)
Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch haßt. (1.Joh. 3:13)
Die Gegenüberstellung von Kain und Abel lehrt, Hass nicht als harmlosen Gefühlsausbruch zu verharmlosen, sondern als Hinweis auf tiefere Quellen zu erkennen und gleichzeitig in der Spannung zwischen Ablehnung und dem Ruf zur Liebe nicht zu verzweifeln, sondern darin Gottes Einladung zu sehen, aus der neuen Herkunft in Christus zu leben und die Trennlinie zwischen Finsternis und Licht zunehmend im eigenen Inneren durch Seinen Geist ziehen zu lassen.
Vom Baum der Erkenntnis zum Baum des Lebens: Aus dem Tod in das Leben
Die beiden Bäume im Garten Eden sind mehr als eine Kulisse einer alten Geschichte. In ihnen verdichtet sich eine geistliche Wirklichkeit, die bis heute unser Dasein durchzieht. „Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (1.Mose 2:9). Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen steht für einen Weg, auf dem der Mensch sich selbst zum Maßstab macht – er beurteilt, ordnet ein, entscheidet, was gut und böse ist, und bleibt dabei doch von einer unsichtbaren Macht bestimmt, die zum Tod führt. Es ist bemerkenswert, dass dieser Weg durchaus moralisch aussehen kann: viel Wissen, klare Urteile, deutliche Maßstäbe. Und doch ist sein Element Tod, weil er den Menschen von der Quelle des Lebens trennt.
Der Tod ist vom Teufel, von Gottes Feind Satan, und wird durch den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen versinnbildlicht, der den Tod bringt. Das Leben ist von Gott, der Quelle des Lebens, und wird durch den Baum des Lebens versinnbildlicht, der in Leben mündet (1.Mose 2:9, 16–17). Tod und Leben sind nicht nur mit diesen beiden Quellen, Satan und Gott, verbunden; sie sind auch zwei Wesen, zwei Elemente und zwei Sphären. Aus dem Tod hinauszugehen bedeutet, aus der Quelle, dem Wesen, dem Element und der Sphäre des Todes hinauszugehen und in die Quelle, das Wesen, das Element und die Sphäre des Lebens einzugehen. (Witness Lee, Life-Study of 1 John, Botschaft siebenundzwanzig, S. 244)
Dem gegenüber steht der Baum des Lebens als Bild für Gott selbst, der sich dem Menschen als Leben schenken will. „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen“ (1.Mose 2:16) – im Zentrum dieses Freiraums steht der Ruf, aus der Hand Gottes zu empfangen, statt sich selbständig zu machen. Durch den Fall Adams wurde die ganze Menschheit jedoch in die Sphäre des Todes hineingezogen. Jeder Mensch kommt in eine Atmosphäre hinein, in der Selbständigkeit, Misstrauen gegenüber Gott und letztlich das Abgeschnittensein von der Quelle des Lebens normal geworden sind. In dieser Sphäre wächst Hass wie von selbst. Die Aussage „wer nicht liebt, bleibt im Tod“ (1.Joh. 3:14) erhält vor diesem Hintergrund ihr Gewicht: Nicht zu lieben ist nicht nur eine moralische Unterlassung, sondern ein Zeichen dafür, in welcher Sphäre ein Mensch sich bewegt.
Durch Buße und Glauben an Christus geschieht nun ein unsichtbarer, aber radikaler Übergang. Das Evangelium ruft uns nicht bloß zu besseren Entscheidungen, sondern versetzt uns aus einem Bereich in einen anderen. Gottes Leben wird uns geschenkt, wir werden aus dem „Fürstentum“ des Todes herausgenommen und in das Reich des Sohnes Seiner Liebe gestellt. In dieser neuen Sphäre ist Liebe nicht mehr nur Gebot, sondern Atmosphäre. Sie wird zur inneren Luft, die wir atmen. Deshalb ist die Liebe zu den Geschwistern ein so klares Kennzeichen: Wo sie – trotz aller Schwäche und Rückschläge – wachsen darf, wird sichtbar, dass jemand tatsächlich aus dem Tod ins Leben hinübergegangen ist. Es ist, als ob im Inneren ein neuer Baum verwurzelt worden wäre, dessen Frucht nach und nach sichtbar wird.
Darin liegt zugleich eine ernste und eine tröstliche Seite. Ernst, weil anhaltender Hass und harte Gleichgültigkeit gegenüber den Geschwistern entlarven, dass jemand, auch bei aller religiösen Aktivität, in der Sphäre des Todes bleiben kann. Tröstlich, weil selbst schwache Ansätze echter Liebe – ein Neuaufbruch zur Versöhnung, ein stilles Tragen fremder Schuld, ein innerer Schmerz über eigene Härte – bezeugen, dass das Leben des Baumes des Lebens begonnen hat, sich auszubreiten. Solche Bewegungen sind nicht selbstverständlich; sie sind Gesten eines anderen Lebens in uns. Wer darauf achtet, entdeckt im eigenen Weg Spuren dieses Übergangs: alte Reaktionsmuster, die brüchig werden; neue Gedanken, die nicht mehr vom Recht-haben, sondern vom Bewahren der Gemeinschaft bestimmt sind. So wird die Geschichte der beiden Bäume zu einem Spiegel unseres Herzens. Und in diesem Spiegel dürfen wir erkennen, dass Gott uns nicht im Bereich des Todes belassen hat, sondern uns in die Sphäre Seines Lebens hinübergeführt hat, in der die göttliche Liebe nicht nur gefordert, sondern möglich geworden ist.
Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2:9)
Und Jehovah Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, (1.Mose 2:16)
Die Betrachtung der beiden Bäume hilft, Liebe nicht als isolierte moralische Leistung zu verstehen, sondern als Ausdruck eines vollzogenen Sphärenwechsels: Wer erkennt, dass Gott ihn aus dem Bereich des Todes in den Bereich Seines Lebens versetzt hat, kann die manchmal unscheinbaren Regungen der Liebe im eigenen Inneren als Zeichen dieses neuen Lebens wahrnehmen und sich dadurch ermutigen lassen, in dieser Atmosphäre des Lebens weiterzuwachsen, statt in alte Muster des Todes zurückzufallen.
Herr Jesus Christus, danke, dass Du mich aus dem Bereich des Todes herausgerufen und mir Dein eigenes Leben geschenkt hast. Danke, dass Deine Liebe nicht nur ein Maßstab über mir ist, sondern als göttlicher Same in mir lebt und durch Deinen Geist wirksam wird. Wo in mir noch Spuren von Hass, Bitterkeit oder Gleichgültigkeit sind, lass Dein Leben stärker sprechen als meine alten Reaktionsmuster und durchdringe mein Herz mit Deiner Liebe. Stärke in mir die Gewissheit, dass ich von Gott geboren bin, damit ich aus dieser neuen Identität heraus meine Geschwister sehen und ihnen begegnen kann. Lass Deine göttliche Liebe in mir zu einem lebendigen Zeugnis werden – mitten in einer Welt, die oft von Kälte und Ablehnung geprägt ist, und erfülle mich mit der Hoffnung, dass Deine Liebe stärker ist als jede Dunkelheit. Bewahre mich im Bleiben in Dir, damit Dein Leben und Deine Liebe meinen Alltag prägen. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of 1 John, Chapter 27