Gerettet im Leben von Selbstähnlichkeit (2)
Manche Christen fragen sich, warum Gott so viel Schwieriges in ihrem Leben zulässt, obwohl sie doch gerettet sind. Andere wundern sich, warum trotz vieler guter Vorsätze ihr Charakter tief im Inneren scheinbar derselbe bleibt. Die Botschaft des Römerbriefes verbindet diese beiden Fragen miteinander: Gottes Ziel ist nicht nur, uns zu vergeben, sondern uns dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu machen – von innen heraus, durch einen geistlichen „Stoffwechsel“, der unser ganzes Wesen durchdringt.
Der Geist der Heiligkeit – die göttliche Essenz in uns
Wenn Paulus in Römer 1.Christus als Sohn Gottes beschreibt, spannt er einen Bogen zwischen zwei Wirklichkeiten: „geworden aus dem Samen Davids nach dem Fleisch“ und „erwiesen als Sohn Gottes in Kraft dem Geist der Heiligkeit nach aus der Auferstehung der Toten“. Auf der einen Seite steht seine wirkliche, schlichte Menschlichkeit – der Sohn Davids, hineingeboren in eine gewöhnliche Geschichte, sichtbar, angreifbar, müde, hungrig. Auf der anderen Seite steht etwas, das mit bloßem Auge während seines irdischen Lebens kaum zu erkennen war: eine innere, göttliche Essenz, ganz durchdrungen von Heiligkeit. Diese Essenz nennt Paulus „Geist der Heiligkeit“. Gemeint ist nicht nur ein anderer Name für die Person des Heiligen Geistes, sondern das, was Christus im innersten Kern ist – Gott selbst, als Geist, in heiligem Sein. Deshalb heißt es in Kolosser 2:9: „denn in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“. Die ganze Fülle, nicht ein Anteil, nicht ein Strahl, sondern die ganze Gottheit ruht in dieser Person, verborgen unter dem Gewand der Menschlichkeit.
Der Geist der Heiligkeit steht hier im Gegensatz zum Fleisch in Vers 3, wo von Christus als dem Samen Davids nach dem Fleisch die Rede ist. So wie sich das Fleisch in Vers 3 auf das menschliche Wesen Christi bezieht, so bezieht sich der Geist in diesem Vers nicht auf die Person des Heiligen Geistes Gottes, sondern auf das göttliche Wesen Christi, das „die ganze Fülle der Gottheit“ ist (Kol. 2:9). Dieses göttliche Wesen Christi, das Gott, der Geist, Selbst ist (Joh. 4:24), ist von Heiligkeit geprägt, durch und durch erfüllt von der Natur und Eigenschaft, heilig zu sein. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundvierzig, S. 499)
Durch Kreuz und Auferstehung trat ans Licht, was zuvor verborgen war. Was in Nazareth und auf den staubigen Wegen Galiläas wie ein gewöhnliches menschliches Leben aussah, wurde in der Auferstehung als das Leben des Sohnes Gottes in Kraft offenbar gemacht. Die heilige Essenz, die sein Geist prägte, durchdrang nun auch seinen verherrlichten Leib. Und gerade so, wie der Sohn Gottes in der Menschheit Mariens verborgen war, wird er bei der neuen Geburt in unseren Geist gesät – unscheinbar, ohne äußeres Spektakel, aber real. Petrus bezeugt: „… der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ (1. Petrus 1:3). In dem Augenblick, in dem uns Christus begegnet und wir ihm vertrauen, zieht diese heilige Essenz in den tiefsten Bereich unseres Wesens ein. Sie wohnt zunächst verborgen in unserer natürlichen Menschlichkeit – in gewohnten Reaktionsmustern, gelernten Prägungen, alten Empfindlichkeiten.
Gottes Absicht erschöpft sich daher nicht in Vergebung, neuer Stellung oder einem veränderten äußeren Verhalten. Sein Ziel ist weit radikaler und zugleich zarter: Er will, dass der Geist der Heiligkeit, der Christus prägt, unser ganzes Menschsein durchdringt. Johannes fasst das Wesen dieses Lebens so: „In Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Johannes 1:4). Wo dieses Leben einzieht, bleibt es nie bloß ein äußerer Zusatz; es beginnt zu leuchten, zu durchdringen, zu unterscheiden. Gottes Heilswerk ist eine stille, aber unaufhaltsame innerliche Umwandlung – von innen nach außen. Schrittweise wird das Selbstähnliche, Selbstbezogene, Selbstsichere relativiert, und die Sohn-Ähnlichkeit wächst: dieselbe Gesinnung wie in Christus Jesus, dieselbe stille Freude am Vater, dieselbe innere Absonderung und Durchsättigung mit Gott, von der die Schrift spricht, wenn es heißt: „Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen im Geist und in Wahrhaftigkeit anbeten“ (Johannes 4:24).
Zu wissen, dass der Geist der Heiligkeit in uns wohnt, verändert den Blick auf das eigene Innenleben. Innere Spannungen, Widerstände, auch das schmerzliche Erkennen der eigenen Begrenztheit werden nicht mehr nur als Störung erlebt, sondern als Orte, an denen die heilige Essenz Christi arbeitet. Es ist tröstlich, dass die göttliche Fülle nicht über uns schwebt, sondern unser geistliches Erbgut geworden ist. Wo wir uns in unserem Alltag wiederfinden – müde, angespannt, vielleicht enttäuscht von uns selbst –, da ist genau derselbe Christus gegenwärtig, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt. Er trägt in sich die Kraft, uns aus der Selbstähnlichkeit herauszulösen und uns immer deutlicher in die Form des Sohnes hineinzubilden. Diese Gewissheit darf still mutig machen: Unser Inneres ist kein abgeschlossener Raum des Alten, sondern das Feld, auf dem Gott seine heilige Gegenwart aussät, wachsen lässt und zur Reife bringt.
denn in Ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, (Kol. 2:9)
Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen im Geist und in Wahrhaftigkeit anbeten. (Joh. 4:24)
Wer den Geist der Heiligkeit in Christus erkennt, beginnt das eigene Leben weniger als Baustelle moralischer Selbstverbesserung und mehr als Raum göttlicher Durchdringung zu sehen. Die Erinnerung daran, dass in Christus die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt und dass gerade dieses Leben in uns gesät ist, schenkt Zuversicht mitten in der Erfahrung der eigenen Unzulänglichkeit. Statt an der eigenen Selbstähnlichkeit zu verzweifeln, darf ein stilles Vertrauen wachsen: Die heilige Essenz, die Christus durchdrang, ist bereits in uns wirksam und wird ihren Weg finden.
Alle Dinge dienen unserer organischen Umwandlung
Wenn Paulus in Römer 8 sagt, dass „denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken“, beschreibt er kein frommes Wunschdenken, sondern einen präzisen Zusammenhang zwischen Gottes Vorsehung und seinem inneren Werk an uns. Das „Gute“ ist nicht primär ein angenehmer Verlauf unserer Geschichte, sondern dass wir „dem Bild seines Sohnes gleichförmig werden“ (Römer 8:29). Hinter dem Gewirr aus Termindruck, Missverständnissen, familiären Spannungen, unerfüllten Wünschen und unerwarteten Freuden steht ein Gott, der den Geist der Heiligkeit in uns nicht ruhen lässt. Er bringt nicht nur einzelne Ereignisse, sondern „alle Dinge“ in eine leise, aber entschiedene Mitarbeit: Sie berühren unsere selbstverständlichen Muster, durchkreuzen unsere spontanen Reaktionen, entlarven versteckte Motive.
Als Errettete haben wir den Sohn Gottes in unserem Geist. In dem Augenblick, als wir errettet wurden, wurde Er in uns hineingesät. Wieder ist der Sohn Gottes in der Menschheit verborgen, diesmal in unserem menschlichen Leben, in unserer Menschheit, in unserem Fleisch. Es besteht kein Zweifel, dass der Sohn Gottes als das göttliche Wesen der Heiligkeit in jedem Gläubigen ist. Doch dieses heilige Wesen ist in unserem natürlichen Menschen verborgen und eingeschlossen. Aus diesem Grund lässt Gott alle Dinge zu unserem Guten zusammenwirken. Auf diese Weise werden wir bearbeitet, das heißt, wir werden stoffwechselmäßig umgewandelt. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundvierzig, S. 500)
Ein hilfreiches Bild dafür ist der körperliche Stoffwechsel. Was wir essen, wird nicht unverändert gespeichert, sondern in einem verborgenen Prozess verdaut, umgewandelt und zum Baustoff unseres Leibes. Ähnlich ist Christus als „organischer Same“ in unseren Geist gelegt. Jede Begegnung, jede Herausforderung, jeder Konflikt berührt diesen inneren Same und gibt dem göttlichen Leben Gelegenheit, sich auszubreiten. So erklärt sich, warum gerade die Menschen, mit denen wir eng verbunden sind – Ehepartner, Kinder, Glaubensgeschwister im Gemeindeleben, Kolleginnen und Kollegen –, oft zu Spiegeln unseres inneren Zustands werden. Sie lösen in uns Freude aus, aber auch Widerstand, Ärger, Verletzbarkeit. Unter der souveränen Hand Gottes werden solche Situationen zu einem geistlichen „Prozesslabor“, in dem der Geist der Heiligkeit unsere natürlichen Reaktionen mit dem Leben des Sohnes konfrontiert.
Dieser Prozess zielt nicht auf bloße Verhaltenskorrektur. Ein „natürlich netter“ Mensch, der gelernt hat, sich zu beherrschen, bleibt im Zentrum doch bei sich selbst. Gottes Absicht reicht tiefer: Die heilige Essenz Christi soll unsere Gedanken, unsere Wertungen, unsere Gefühle und Entscheidungen durchdringen. Wo wir vielleicht nur um Ruhe oder Anerkennung ringen, arbeitet Gott daran, uns aus der Selbstzentrierung herauszulösen und uns in die Sohn-Ähnlichkeit hineinzuziehen. Manchmal geschieht dies gerade durch das, was wir als Störung empfinden. Nicht wenige der Wege, die uns mühsam vorkommen, sind heimlich die Wege, auf denen Gott uns von einer inneren Festlegung löst – von einem Bild, wie wir sein wollen, von einer Sicherheit, auf die wir uns stützen. So werden wir „stoffwechselmäßig umgewandelt“, ohne dass wir jeden Schritt bewusst steuern.
In dieser Perspektive verändert sich der Blick auf den Alltag. Die Summe der Termine wird weniger zur Last, und die unerwarteten Wendungen verlieren etwas von ihrem nackten Schrecken, wenn sie in einem größeren Licht stehen: Gott hat sich in Christus an uns gebunden, und der Geist der Heiligkeit in uns sucht Gelegenheiten, Raum zu gewinnen. Wo das Vertrauen wächst, dass alle Dinge – auch die sehr unscheinbaren, auch die schmerzhaften – mitwirken, damit Christus Gestalt in uns gewinnt, entsteht ein leiser, aber tragfähiger Trost. Der Weg, auf dem die Selbstähnlichkeit abnimmt und die Christusähnlichkeit zunimmt, ist oft unspektakulär. Dennoch ist er real. Jede kleine innere Verschiebung – ein milderes Wort, ein verzichtetes Recht, eine neu entdeckte Freude am Willen Gottes – trägt die Handschrift dieses inneren Stoffwechsels.
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind. (Röm. 8:28)
Denn welche Er zuvor erkannt hat, die hat Er auch zuvor bestimmt, dem Bild Seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit Er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. (Röm. 8:29)
Zu sehen, dass Gott alle Dinge in den Dienst unserer inneren Umwandlung stellt, lädt zu einem stillen Vertrauen ein: Der Alltag ist nicht ein loses Nebeneinander von Zufällen, sondern ein gewebter Teppich, in den Gott seine Absicht hineinlegt. Die Erfahrung von Begrenzung, Reibung und Enttäuschung verliert nicht ihren Schmerz, aber sie wird von der Hoffnung gehalten, dass der Geist der Heiligkeit in allem einen Weg sucht, Christus in uns Gestalt zu geben.
Viele Söhne in der Herrlichkeit – unauslöschliche Heiligkeit
Hebräer 2 öffnet den Blick für das Ziel, auf das Gottes Umwandlungswerk zusteuert: „Denn es geziemte Ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem Er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen“ (Hebräer 2:10). Gottes Absicht ist, nicht nur einzelne gerettete Menschen um sich zu sammeln, sondern „viele Söhne“ zur Herrlichkeit zu bringen – ein Haus voller Kinder, die dem Erstgeborenen Sohn ähnlich sind. Im nächsten Vers wird diese Nähe noch vertieft: „Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle aus einem“ (Hebräer 2:11). Christus, der Erstgeborene, und die, die in ihm geheiligt werden, haben denselben Vater, dieselbe Quelle, dasselbe Leben, dieselbe Natur. Diese Einheit ist der Grund, warum er sich nicht schämt, uns Brüder zu nennen.
Der, der heiligt, ist Christus als der Erstgeborene Sohn Gottes, und die, die geheiligt werden, sind die Gläubigen in Christus als die vielen Söhne Gottes. Dass Er und wir alle aus Einem sind, bezieht sich auf den Vater als die Quelle. Sowohl der Erstgeborene Sohn als auch die vielen Söhne Gottes sind von demselben Vater in der Auferstehung geboren (Apg. 13:33; 1.Petr. 1:3). Daher haben der Erstgeborene Sohn und die vielen Söhne eine Quelle, ein Leben, eine Natur und ein Wesen. (Witness Lee, Life-Study of Romans, Botschaft fünfundvierzig, S. 503)
Diese Heiligung geschieht nicht zuerst durch äußere Absonderung, sondern durch eine innere Prägung: der Geist der Heiligkeit, der Christus erfüllt, wohnt in uns und durchdringt unser Wesen Schicht um Schicht. So wie am Auferstehungstag der Vater seinen Sohn in eine neue Weise „gezeugt“ hat, indem er ihn aus den Toten auferweckte (Apostelgeschichte 13:33), so hat derselbe Gott auch uns „wiedergeboren … zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ (1. Petrus 1:3). Damit ist ein heiliges Element in unser Sein hineingelegt, das sich nicht wieder ausradieren lässt. Selbst wenn ein Gläubiger Wege geht, auf denen er sich von Gott entfernt, bleibt dieses innere Gepräge bestehen. Man kann vieles verdrängen, man kann sich betäuben, aber man kann nicht mehr der Mensch sein, der man vor der Begegnung mit Christus war. Die heilige Essenz Gottes hat Spuren hinterlassen, die nicht mehr gelöscht werden.
Je länger wir in der Gegenwart Gottes leben und uns im gesunden Gemeindeleben einfügen, desto tiefer senkt sich diese Prägung ein. Die Verbindung mit Geschwistern, mit denen wir Christus teilen, die Teilnahme am Brotbrechen, die gemeinsame Anbetung – all dies sind Wirkstätten der Heiligung. Hier wirkt der Geist der Heiligkeit nicht nur individuell, sondern gemeinschaftlich: Wir werden einander zu Erinnerungen an das, was Gott aus uns machen will. Der Weg ist dabei nicht geradlinig. Es gibt Rückschritte, Umwege, Phasen der Müdigkeit. Doch die innere Tendenz ist unumkehrbar: vom Selbst zur Sohn-Ähnlichkeit, vom bloßen Christen-Bild zur wirklichen Teilhabe an der heiligen Natur Gottes.
Das Ziel dieses Weges heißt Herrlichkeit. Was jetzt oft verborgen bleibt, manchmal nur in Momenten aufscheint – ein Wort, das deutlich von Christus geprägt ist, eine Haltung, in der seine Sanftmut durchdringt –, wird eines Tages in voller Klarheit sichtbar werden. Dann wird die Umwandlung, die jetzt durch alle Dinge hindurch geschieht, vollendet sein. Die vielen Söhne werden in der Herrlichkeit des neuen Jerusalems stehen, durchdrungen von derselben heiligen Essenz wie der Erstgeborene. In der Gegenwart dieser Verheißung darf das Heute in einem milden Licht erscheinen. Es bleibt ernsthaft und real, aber es ist umgeben von der Zusage, dass Gottes Werk an uns nicht an unserer Schwachheit scheitert. Die Heiligkeit, die er in Christus offenbar gemacht hat und in uns hineingelegt hat, ist unauslöschlich und findet ihren Weg – bis in die Herrlichkeit.
Denn es geziemte Ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem Er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen. (Hebr. 2:10)
Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle aus einem; um welcher Ursache willen Er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen, (Hebr. 2:11)
Die Vergewisserung, dass wir als viele Söhne auf dem Weg in die Herrlichkeit sind und dass Christus sich nicht schämt, uns Brüder zu nennen, schenkt eine tiefe Gelassenheit im Blick auf den eigenen inneren Zustand. Schwächen und Rückschritte verlieren ihren zerstörerischen Stich, wo klar ist, dass Gottes heiliges Gepräge in uns unauslöschlich ist. In diesem Licht lassen sich die langsamen, unscheinbaren Schritte der Umwandlung dankbar annehmen, im Vertrauen darauf, dass der, der heiligt, sein Werk vollenden und uns in die Herrlichkeit hineinführen wird.
Vater, wir danken Dir, dass Du uns nicht nur vergeben, sondern uns in Christus als Deine vielen Söhne bestimmt hast, die der Gestalt Deines erstgeborenen Sohnes ähnlich sind. Danke, dass der Geist der Heiligkeit in uns wohnt und Dein heiliges Wesen unauslöschlich in unser inneres Sein einprägt. Wo wir unsere Begrenzungen und unsere hartnäckige Selbstähnlichkeit sehen, tröste uns mit der Gewissheit, dass Du alle Dinge gebrauchen kannst, um uns in Liebe zu durchdringen und zu verwandeln. Stärke unseren inneren Menschen, damit Christus immer freier in uns Gestalt gewinnt und Deine Herrlichkeit in unserem Alltag aufscheint. Du wirst Dein gutes Werk vollenden und uns in Deine Herrlichkeit führen, und nichts und niemand kann Deine heilige Spur in unserem Leben auslöschen. Darauf vertrauen wir und preisen Dich jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Romans, Chapter 45