Das Wort des Lebens
lebensstudium

Die Ausbreitung in Jerusalem, Judäa und Samaria durch den Dienst der Gruppe um Petrus (23)

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Viele Christen fragen sich, ob sie den Heiligen Geist wirklich schon empfangen haben oder ob noch ein zweites Erlebnis fehlen könnte. Andere ringen mit der Frage, wie das, was Christus vor langer Zeit getan hat, heute ganz konkret in ihrem Leben wirksam wird. Ein Blick auf die Linie vom Kreuz bis zur Ausgießung des Geistes und auf den Dienst des Petrus in der Apostelgeschichte hilft, Gottes feste Ordnung zu erkennen und in eine ruhige Gewissheit vor Ihm hineinzukommen.

Sechs ewige Heilstatbestände – einmal vollbracht, für immer wirksam

Wenn die Apostelgeschichte von der Ausbreitung des Evangeliums erzählt, steht sie nicht am Anfang einer offenen Entwicklung, deren Ausgang noch ungewiss wäre. Sie setzt vielmehr voraus, dass Gott in Christus die entscheidenden Schritte Seines Heils bereits abgeschlossen hat. Die Menschwerdung des Sohnes, Sein Kreuzestod, die Auferstehung, das Hineinhauchen des Geistes in die Jünger, die Auffahrt zur Rechten des Vaters und das Ausgießen des Geistes sind keine lose aneinandergereihten Episoden der Religionsgeschichte, sondern ein in sich geschlossenes Werk des Dreieinen Gottes. In ihnen hat Er Sein eigenes Kommen zu den Menschen, die Beseitigung der Sünde, den Durchbruch des neuen Lebens, die innere Gegenwart des Geistes und die himmlische Herrschaft Christi ein für alle Mal in der Geschichte verankert. Darum heißt es von dem Herrn Jesus, Er sei „das geschlachtete Lamm von Grundlegung der Welt an“ (Offenbarung 13:8): Was zeitlich in Golgatha geschah, trägt in Gottes Blick eine Reichweite, die vor Anfang aller Zeiten beginnt und über die Vollendung hinausreicht.

Die Fleischwerdung, die Kreuzigung, die Auferstehung, das Hineinhauchen des Geistes in die Jünger, die Auffahrt und das Ausgießen des Geistes auf die Jünger sind alle ewig. Es sind keine zeitlichen Angelegenheiten; das heißt, sie sind nicht durch das Element der Zeit begrenzt. (Witness Lee, Life-Study of Acts, Botschaft einunddreißig, S. 254)

Gerade weil diese Heilstatbestände in der Geschichte geschehen sind, sind sie in Gottes Augen ewig. Sie müssen nicht ergänzt, korrigiert oder wiederholt werden. Als der Herr am Kreuz rief: „Es ist vollbracht“, wurde nicht nur eine persönliche Biographie abgeschlossen, sondern ein Heilsgebäude fertiggestellt, das nie wieder eingerissen werden muss. Der Hebräerbrief spricht darum von einer „ewigen Erlösung“, und Paulus bekennt: „Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir“ (Galater 2:20). Er lebte Jahrzehnte nach Golgatha und doch sieht er sich in dieses längst vollzogene Geschehen hineingenommen. So wird das bereits Geschehene zur gegenwärtigen Wirklichkeit: Der Gläubige lebt in derselben Story, deren entscheidende Kapitel Gott selbst schon geschrieben hat. Diese Sicht schenkt Ruhe und Zuversicht. Das Heil hängt nicht an der Stärke heutiger Gefühle, sondern an der Treue des Gottes, der in Christus gehandelt hat. Wer sich im Glauben an dieses vollendete Werk bindet, darf Schritt für Schritt entdecken, wie tief diese ewigen Tatsachen seine Gegenwart durchdringen, klären und tragen.

Die sechs großen Taten Gottes in Christus stehen wie tragende Pfeiler über jeder einzelnen Christenbiographie. Fleischwerdung bedeutet: Gott hat sich unserer Geschichte nicht von außen genähert, sondern ist in sie hineingegangen. Kreuzigung heißt: Schuld und Macht der Sünde sind an einem bestimmten Ort endgültig verurteilt worden. Auferstehung bezeugt: Ein neues Leben ist aufgebrochen, das nicht mehr dem Tod unterliegt. Das Hineinhauchen des Geistes in die Jünger macht deutlich, dass dieses Leben innerlich mitgeteilt wird. Die Auffahrt Christi eröffnet den Horizont, in dem Er als Herr der Geschichte regiert. Die Ausgießung des Geistes schließlich zeigt, wie dieses vollendete Werk in die Welt hinein ausgeteilt wird. All das ist geschehen, und doch wirkt es sich bis heute aus. Es ist, als würde ein einziger Strom aus der Mitte der Geschichte heraus durch alle Jahrhunderte fließen. Wer glaubt, stellt sich nicht an einen trockenen Brunnen, sondern an einen Strom, der nie versiegt.

So wird das Leben des Glaubens zur täglichen Erinnerung an das, was Gott getan hat, und gleichzeitig zur stillen Erwartung dessen, was aus diesem Werk weiter hervorgeht. Nichts von dem, was Christus vollbracht hat, wird je veralten oder an Kraft verlieren; jede neue Situation ist nur eine weitere Gelegenheit, in bekannten Tatsachen neu zu leben. Darin liegt eine leise Freiheit: Der Gläubige muss sich nicht anstrengen, eine eigene Heilsgeschichte zu erfinden, sondern darf sich der einen Geschichte Gottes mit der Welt anvertrauen. Je bewusster er sich darin verortet, desto deutlicher wird: Die großen Taten Gottes sind nicht nur dogmatische Lehrsätze, sondern tragfähige Realität. Sie sind wie ein Fundament, auf dem man sicher stehen kann, auch wenn vieles im eigenen Umfeld in Bewegung gerät.

Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, (jeder,) dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an. (Offb. 13:8)

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; und das Leben, das ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben, in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt und Sich Selbst für mich hingegeben hat. (Gal. 2:20)

Wer sich von der Schrift zeigen lässt, dass die grundlegenden Taten Gottes in Christus abgeschlossen und ewig wirksam sind, gewinnt eine andere Perspektive auf sein geistliches Leben. Anfechtungen und eigene Unzulänglichkeit erscheinen nicht mehr als Bedrohung eines fragilen Heils, sondern als Situationen, in denen das bereits vollbrachte Werk neu in Anspruch genommen wird. Es darf immer wieder ausgesprochen werden: Nicht mein wechselhaftes Empfinden trägt, sondern die Treue dessen, der in der Geschichte gehandelt hat und dessen Werk nicht revidiert werden muss. Aus dieser Gewissheit erwächst stille Dankbarkeit und eine nüchterne Freude, die den Alltag durchzieht.

Die Taufe in den Heiligen Geist – vollzogen in zwei Schritten, gültig für den ganzen Leib

Bevor der Herr Jesus in den Himmel aufgenommen wurde, wies Er die Jünger auf ein bestimmtes, noch ausstehendes Ereignis hin: „Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach nicht mehr vielen Tagen“ (Apostelgeschichte 1:5). Die Jünger standen damit kurz vor einem einmaligen Übergang. Was Christus in Seinem Tod und Seiner Auferstehung vollbracht hatte, sollte ihnen nun durch den Heiligen Geist als erlebte Wirklichkeit mitgeteilt werden. Diese „Taufe in den Heiligen Geist“ ist nicht ein ständig wiederholbares Einzelereignis für Einzelne, sondern – wie die Apostelgeschichte zeigt – eine einmalige Handlung des erhöhten Hauptes an Seinem ganzen Leib. Sie findet ihren ersten sichtbaren Ausdruck am Pfingsttag in Jerusalem, als die jüdischen Gläubigen den Geist empfangen und in Kraft Zeugen werden.

Nach demselben Prinzip hat Christus, das Haupt des Leibes, alle Seine Gläubigen, jedes Glied des Leibes, ein für alle Mal in zwei Schritten in den Geist hineingetauft. Der erste Schritt erfolgte am Tag der Pfingsten, als die jüdischen Gläubigen im Heiligen Geist getauft wurden. Der zweite Schritt fand im Haus des Kornelius statt, als die heidnischen Gläubigen im Heiligen Geist getauft wurden. (Witness Lee, Life-Study of Acts, Botschaft einunddreißig, S. 256)

Ein zweiter, ebenso entscheidender Schritt geschieht im Haus des Kornelius. Während Petrus das Evangelium verkündigt, berichtet Lukas: „Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten“ (Apostelgeschichte 10:44). Später erkennt Petrus im Rückblick: „Der Heilige Geist fiel auf sie, so wie auch auf uns im Anfang“ (Apostelgeschichte 11:15), und er verbindet beide Vorgänge ausdrücklich mit der Verheißung des Herrn über die Geisttaufe. Hier wird deutlich: In Jerusalem und bei Kornelius vollzieht Christus die eine, universale Taufe in den Geist – zuerst mit dem gläubigen Rest aus Israel, dann mit den Heiden. Paulus greift diese heilsgeschichtliche Linie auf, wenn er schreibt: „Denn wir alle sind auch in einem Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob Juden oder Griechen“ (1. Korinther 12:13). Die Taufe in den Geist ist damit eine vollendete Tatsache an der ganzen Gemeinde.

Für den einzelnen Glaubenden heute bedeutet das: Er braucht die Geisttaufe nicht als eine noch ausstehende Sondererfahrung zu suchen, sondern darf wissen, dass Christus ihn bereits in ein vollzogenes Geschehen hineinstellt. Wer das Evangelium hört, an Christus glaubt und in Seinem Namen getauft wird, tritt in die Realität dieser einen Geisttaufe ein. Er wird mit allen anderen Heiligen in denselben Leib hineingezogen, erhält denselben Geist zu trinken und steht unter der gleichen himmlischen Leitung wie die Jünger in Jerusalem und die Hausgemeinschaft des Kornelius. Das, was dort mit sichtbaren Zeichen begann, wirkt sich heute in der stillen, aber gewisseren Weise aus, dass Menschen durch das Wort getroffen werden, Christus im Glauben ergreifen und innerlich merken: Ich bin diesem Herrn zugehörig geworden.

Die Apostelgeschichte lädt so zu einer nüchternen Zuversicht ein. Die Frage, ob man die Geisttaufe „schon erlebt“ habe, wird nicht durch die Intensität bestimmter Gefühle, sondern durch den Blick auf das Handeln des erhöhten Christus beantwortet. Er hat Seinen Geist ausgegossen, Er hat Seinen Leib in einem Geist getauft, und Er fügt bis heute Menschen zu diesem Leib hinzu. In diesem Licht gewinnt der Weg des Glaubens eine stille Würde: Jeder, der durch Wort, Glauben und Taufe zu Christus kommt, ist Träger derselben geistlichen Wirklichkeit wie die ersten Jünger. Aus dieser Gewissheit heraus wächst ein einfaches Vertrauen, dass der Heilige Geist, der den Leib Christi gebildet hat, auch das einzelne Glied leitet, stärkt und in den Dienst für andere stellt.

denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach nicht mehr vielen Tagen. (Apg. 1:5)

Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. (Apg. 10:44)

Die Einsicht, dass die Taufe in den Heiligen Geist eine bereits vollzogene Handlung des erhöhten Christus am ganzen Leib ist, entlastet und sammelt. Sie löst den Druck, eine besondere Erfahrung vorweisen zu müssen, und lenkt den Blick auf die Treue des Herrn, der Sein Wort erfüllt hat. Wer sich an diese Verheißung hält, darf seine eigene Geschichte als Teil der großen Bewegung Gottes mit Seiner Gemeinde sehen: in einem Geist getauft, in einen Leib hineingestellt, von derselben Kraft getragen. Daraus erwächst eine stille Dankbarkeit, die sich nicht nach Spektakulärem sehnt, sondern im Vertrauen auf die beständige Gegenwart des Geistes wächst.

Außergewöhnliche und normale Fälle – Gewissheit statt Unsicherheit im Geistempfang

Beim Lesen der Apostelgeschichte fällt auf, dass der Empfang des Heiligen Geistes nicht immer nach demselben Muster beschrieben wird. Neben vielen schlichten Bekehrungen, in denen Glaube, Taufe und neues Leben fast selbstverständlich zusammengehören, stehen einige markante Szenen, in denen das Kommen des Geistes besonders hervorgehoben wird. Drei Gruppen ragen dabei hervor: die Samariter (Apostelgeschichte 8), Saulus von Tarsus (Apostelgeschichte 9) und die Jünger in Ephesus (Apostelgeschichte 19). In allen drei Fällen wird die Gabe des Geistes mit dem bewussten Handauflegen von Dienern Christi verbunden. Gerade diese Besonderheit macht deutlich, dass hier nicht der Normalfall vorliegt, sondern Situationen, in denen Gott der jungen Gemeinde ein öffentlich sichtbares Zeichen geben wollte.

Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, sehen wir, dass Lukas drei außergewöhnliche Fälle in Bezug auf das empfangen des Heiligen Geistes in wirtschaftlicher Hinsicht beschreibt. Der erste Fall betrifft die samaritanischen Gläubigen. … Statt nun direkt etwas in Bezug auf den wirtschaftlichen Geist zu tun, hielt Christus, das Haupt, den wirtschaftlichen Geist zurück, bis zwei Apostel, Petrus und Johannes, von Jerusalem nach Samaria kamen, um den samaritanischen Gläubigen die Hände aufzulegen, damit sie den Heiligen Geist empfangen konnten (8:14–17). Erst dann fiel der wirtschaftliche Geist auf sie, und das war ein starkes Zeugnis dafür, dass die samaritanischen Gläubigen als Glieder des Leibes angenommen worden waren. (Witness Lee, Life-Study of Acts, Botschaft einunddreißig, S. 265)

Die Samariter bildeten eine Grenzgruppe zwischen Juden und Heiden, misstrauisch beäugt von beiden Seiten. Als sie das Wort Gottes annahmen und „allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus“ waren, berichtet Lukas: „Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist“ (Apostelgeschichte 8:17). Christus, das Haupt, hält den sichtbaren Aspekt des Geistempfangs zurück, bis Petrus und Johannes aus Jerusalem kommen und durch ihr Handeln bezeugen: Diese Samariter gehören voll und ganz zu demselben Leib. Ähnlich ist es bei Saulus, dem früheren Verfolger. Sein Empfang des Geistes geschieht nicht im Verborgenen, sondern unter der Hand des Hananias, sodass die Gemeinde später nicht nur seine Bekehrung, sondern auch seine geistliche Begabung bezeugt weiß. In Ephesus schließlich werden Jünger, die nur die Taufe des Johannes kannten, durch die Verkündigung des Evangeliums, die Taufe „in den Namen des Herrn Jesus“ (Apostelgeschichte 19:5) und das Handauflegen des Paulus in die volle neutestamentliche Wirklichkeit hineingeführt.

Neben diesen markanten Erzählungen stehen viele Berichte, in denen der Geist ohne besonderes äußeres Zeichen vorausgesetzt wird. Menschen hören das Wort, kommen zum Glauben, werden getauft – und Lukas hält nicht jedes Mal fest, wie und wann sie den Geist empfangen. Dass er die drei genannten Fälle so ausführlich beschreibt, deutet darauf hin, dass sie eine heilsgeschichtliche Signalfunktion haben: Gruppen, die menschlich, religiös oder historisch an der Grenze standen, sollten vor der ganzen Gemeinde als vollwertige Glieder des Leibes Christi bestätigt werden. Wenn der wirtschaftliche, ausströmende Geist hier sichtbar fällt, ist das weniger ein Muster, das sich in jedem Leben wiederholen müsste, als vielmehr eine göttliche Bestätigung: Der eine Geist, der am Pfingsttag ausgegossen wurde, hat auch diese Menschen erreicht.

Gerade diese Beobachtung hilft, die eigene Erfahrung einzuordnen. Nicht jeder wird auf dramatische Weise „vom Himmel her“ etwas spüren oder ein Handauflegen durch besondere Diener erleben. Die Schrift macht deutlich, dass der normale Weg schlicht ist: das Zeugnis von Christus hören, an Ihn glauben, in Seinem Namen getauft werden und so unter Seine Herrschaft und in Seinen Leib hineingenommen werden. Dass Gott in besonderen Übergangssituationen sichtbare Zeichen gegeben hat, relativiert nicht den stilleren Weg, sondern bestätigt ihn. Wer im Vertrauen auf die Verheißung des Herrn lebt, darf aus der Zusage leben, dass der Heilige Geist gegeben ist und wirkt – auch dann, wenn die eigenen Anfänge unspektakulär waren. In dieser Gewissheit verliert die Frage nach außergewöhnlichen Erlebnissen ihre Schärfe, und der Blick öffnet sich für das leise, aber verlässliche Wirken des Geistes im Alltag.

denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. (Apg. 8:16-17)

Und als sie dies hörten, wurden sie in den Namen des Herrn Jesus hineingetauft. und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. (Apg. 19:5-6)

Die Unterscheidung zwischen außergewöhnlichen und normalen Fällen des Geistempfangs entlastet von der Sorge, etwas verpasst zu haben. Sie lenkt den Blick weg von der Frage nach spektakulären Erlebnissen hin zur Treue dessen, der verheißen hat, Seinen Geist denen zu geben, die an Ihn glauben. So wird der Alltag des Glaubens zu einem Feld, auf dem das stille Wirken des Geistes entdeckt werden kann: im wachsenden Vertrauen, im neuen Verständnis der Schrift, in der Bereitschaft zu dienen. Aus dieser nüchternen Gewissheit erwächst eine Freiheit, in der man die eigenen Wege nicht ständig mit den Erfahrungen anderer vergleicht, sondern dankbar annimmt, wie der Herr selbst führt und trägt.


Herr Jesus Christus, danke, dass Du als das Lamm Gottes von Grundlegung der Welt an in Gottes Plan standest und am Kreuz ein für alle Mal eine ewige Erlösung vollbracht hast. Danke, dass Du Mensch geworden bist, gestorben, auferstanden, aufgefahren bist und den Heiligen Geist ausgegossen hast, sodass heute nichts mehr fehlt, was für Rettung, Leben und Gemeinde nötig ist. Du hast Deinen Leib in einem Geist getauft und auch mich in diese eine Wirklichkeit hineingenommen; bei Dir gibt es keine zweite Klasse von Gläubigen, sondern ein und denselben Geist für alle. Wo Herzen noch unsicher sind und an sich selbst zweifeln, lass Dein Wort neu aufleuchten und schenke die stille Gewissheit, dass Dein Werk genügt und Deine Zusage verlässlich ist. Fülle aus der Fülle Deiner Gnade, erneuere die Freude am Evangelium und lass Dein vollendetes Werk in unserem Alltag sichtbar werden, zur Ehre des Vaters und zur Auferbauung Deines Leibes. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Acts, Chapter 31