Das Wort des Lebens
lebensstudium

Der Organismus des Dreieinen Gottes in der göttlichen Ökonomie (1)

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Viele Christen kennen das Bild vom wahren Weinstock und den Reben aus Johannes 15 und haben sofort eine Vorstellung: ein Rebstock, der seine Zweige trägt und Frucht bringt. Doch hinter diesem vertrauten Bild verbirgt sich eine der tiefsten Offenbarungen des Neuen Testaments: Der Dreieine Gott selbst macht sich zu einem lebendigen Organismus, um sich mit Menschen zu verbinden, in ihnen zu wohnen und durch sie sichtbar zu werden. Wer dieses Geheimnis erfasst, sieht die eigene Beziehung zu Christus und zur Gemeinde in einem neuen Licht.

Der Dreieine Gott – Quelle, Zentrum und Wirklichkeit des Organismus

Johannes 15 setzt die innere Offenbarung von Johannes 14 fort, aber in einer anderen Sprache. Was dort als unsichtbare gegenseitige Wohnung beschrieben wird – der Vater im Sohn, der Sohn im Geist in uns und wir als Wohnung des Dreieinen Gottes – wird hier in das Bild eines Weinstocks übersetzt. „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner“ (Johannes 15:1). Der Vater steht am Anfang dieses Organismus: Er ist der Planer, der Weingärtner, dessen Herz, Absicht und Weisheit hinter allem stehen. Was Er ist – Liebe, Heiligkeit, Treue, Kraft, eine unausschöpfliche Fülle – lässt Er nicht verborgen bei sich, sondern Er legt es in den Sohn hinein, damit es sichtbar werde. In Johannes 1:18 heißt es: „Niemand hat Gott je gesehen; der einziggeborene Sohn, der in der Brust des Vaters ist, Er hat Ihn kundgetan.“ Der Sohn ist der wahre Weinstock, die sichtbare, konkrete Verkörperung der unsichtbaren Fülle des Vaters.

Der Vater im Sohn und durch den Geist wird unsere Wohnstätte sein, und wir werden die Wohnstätte des Dreieinen Gottes sein. So werden der Dreieine Gott und wir, wir und der Dreieine Gott, miteinander aufgebaut, das heißt, Gott und Mensch, Mensch und Gott werden als eins zusammen aufgebaut. Diese wunderbare Einsheit ist der zentrale Gedanke Gottes. Die letztendliche Absicht Gottes im ganzen Universum ist, dass der Vater im Sohn als der Geist in uns hineingewirkt und mit uns vermengt wird, bis der Dreieine Gott und die Menschheit eine gegenseitige Wohnstätte werden. (Witness Lee, Life-Study of John, Botschaft dreiunddreißig, S. 392)

Doch der Sohn bleibt nicht fern: Er kommt zu uns als der Geist, als innere Wirklichkeit. Johannes 15:26 spricht vom „Geist der Wahrheit“, der vom Vater ausgeht und von dem Sohn zeugt. So lässt sich die Bewegung des Dreieinen beschreiben: Der Vater als Quelle und Ursprung, der Sohn als Zentrum und Ausdruck, der Geist als Innenerfahrung und Wirklichkeit. In diesem Licht ist die göttliche Dreieinigkeit nicht ein Lehrsatz zum Erklären, sondern ein lebendiger Organismus, der sich in uns hinein öffnet und uns in sich hineinzieht. Darum kann Paulus sagen, dass Christus als Haupt der Gemeinde gegeben ist, „die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Epheser 1:22–23). Der Leib Christi ist kein abstraktes Bild, sondern die Gesamtheit derer, in die der Dreieine Gott sich hineingegeben und mit denen er sich vermengt hat. Wo diese Wirklichkeit gelebt wird, wird der Glaube weich, warm und organisch: nicht mehr ein System von Sätzen, sondern ein geteilter Lebensstrom.

In dieser Sicht wird deutlich, wie sehr Gottes Herzensanliegen Beziehung, Durchdringung, gegenseitige Wohnung ist. Er will nicht nur über uns herrschen, sondern in uns wohnen und sich von innen her ausdrücken. Wer auf diese Weise den Dreieinen Gott kennenlernt, muss nicht krampfhaft versuchen, geistlich zu „funktionieren“. Er darf sich in eine lebendige Wirklichkeit hineinfinden, in der er selbst Wohnung Gottes ist und zugleich im Gott wohnt, der ihn trägt. Gerade darin liegt Trost und Ermutigung: Unsere Geschichte mit Gott hängt nicht zuerst an unserer Festigkeit, sondern an der Treue dieses lebendigen Organismus, in dem der Vater als Quelle, der Sohn als Weinstock und der Geist als Wirklichkeit unermüdlich wirken.

Niemand hat Gott je gesehen; der einziggeborene Sohn, der in der Brust des Vaters ist, Er hat Ihn kundgetan. (Joh. 1:18)

und Er hat alles Seinen Füßen unterworfen und hat Ihm gegeben, Haupt über alles zu sein, der Gemeinde, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. (Eph. 1:22-23)

Wenn der Dreieine Gott als lebendiger Organismus vor uns steht, darf unsere Frömmigkeit vom Lehrgebäude zur Lebensgemeinschaft werden. Glaube wird dann weniger ein Bemühen um geistliche Leistung, sondern mehr die stille, beständige Hinwendung zu dem, der in uns wohnt und uns in sich birgt. In Momenten der Schwäche oder inneren Fremdheit ist es heilsam, sich an diese gegenseitige Wohnung zu erinnern: Ich bin nicht allein gelassen, sondern Teil eines Organismus, in dem der Vater, der Sohn und der Geist sich unaufhörlich schenken. Aus dieser Gewissheit gewinnt der Alltag Tiefe, und selbst unscheinbare Stunden werden zu Orten, an denen der Dreieine Gott sein Leben in uns weiter ausgestaltet.

Der wahre Weinstock und die Reben – ein Organismus des göttlichen Lebens

Wenn der Herr sich als „den wahren Weinstock“ vorstellt und sagt: „Ihr seid die Reben“ (Johannes 15:5), verschiebt sich der Blick von jeder Form äußerer Organisation hin zu einer inneren Lebenswirklichkeit. Eine Organisation kann man betreten und wieder verlassen, sie besteht aus Regeln, Abläufen und Rollen. Ein Organismus dagegen lebt aus einer gemeinsamen Lebensquelle; seine Teile sind lebendig ineinander verwoben. So sind die Reben nicht an einen toten Stamm angeklebt, sondern sie wachsen aus dem Weinstock hervor, tragen dasselbe Leben, dieselbe Saftbahn, dieselbe innerste Struktur. Dieses Bild verbindet sich mit dem frühen Zeugnis der Schrift, dass Gott sich nicht primär als System, sondern als Leben schenkt. In 1. Mose 2:9 heißt es: „Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen … und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens.“ Im Zentrum steht ein Baum – ein lebendiger Ausdruck der göttlichen Absicht, sich als Leben mitzuteilen.

Was ist der Leib Christi? Er ist genau das, worüber wir in Botschaft zweiunddreißig gesprochen haben – die gegenseitige Wohnstätte, die Vermengung der Göttlichkeit mit der Menschheit. Wie wir gesehen haben, gibt es eine solche Vermengung in Kapitel vierzehn. Diese Vermengung ist die gegenseitige Wohnstätte Gottes und des Menschen. Diese gegenseitige Wohnstätte, diese Vermengung der Göttlichkeit mit der Menschheit, die voller Organe und voller Leben ist, ist ein Organismus. In Johannes 15 wird dieser Organismus mit einem Weinstock verglichen. Die Weinrebe wird als Bild für diesen wunderbaren Organismus gebraucht. (Witness Lee, Life-Study of John, Botschaft dreiunddreißig, S. 395)

Demgegenüber steht der Turm von Babel als Gegenbild: „Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze in den Himmeln ist; und machen wir uns einen Namen“ (1. Mose 11:4). Hier entsteht eine menschliche Struktur, die nach oben ragt, aber nicht aus Gottes Leben gespeist ist. Organisation ohne Organismus endet in Zerstreuung (1. Mose 11:9), Organismus ohne Organisation dagegen bleibt unverfälscht, aber formbar. Der Weinstock mit seinen Reben ist die Antwort Gottes auf die Versuchung Babels: Er schafft sich keine religiöse Pyramide, sondern einen Leib, der von innen her lebt. Der Vater als Weingärtner wacht darüber, dass dieses Leben freibleibt. „Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringe“ (Johannes 15:2). Beschneidung, Reinigung, Wegnahme – all dies sind Vorgänge an einem lebendigen Gewächs, nicht Maßnahmen in einem Verein.

In dieser Sicht bekommen auch unsere Erfahrungen von Verlust, Korrektur und Begrenzung einen anderen Klang. Wo der Vater uns beschneidet, geht es nicht darum, uns zu verkleinern, sondern Raum zu schaffen, damit das Leben Christi ungehindert fließen kann. Eine Rebe, die sich vom Strom des Weinstocks trennt, verliert nicht zuerst ihren „Status“, sondern ihre Frische, ihre Saftigkeit, ihre Ausdruckskraft. Wer aus dem Organismus in eine bloße religiöse Außenform zurückgleitet, spürt oft genau das: die innere Trockenheit trotz äußerer Aktivität. Umgekehrt geschieht etwas Leises und Starkes, wenn wir im Weinstock bleiben. Dann wird Christus in uns immer mehr zur Quelle, aus der Spontaneität, Wärme, Geduld und Liebe hervorgehen. Diese innere Lebendigkeit macht die Gemeinde zu einem Organismus und lässt sie erfahren, was es heißt, Leib Christi zu sein: ein Miteinander, in dem ein und dasselbe göttliche Leben pulsiert.

Gerade heute, wo vieles in der Christenheit von Strukturen, Programmen und sichtbaren Erfolgen geprägt ist, tut es gut, an den Weinstock erinnert zu werden. Gott hat nicht zuerst eine Organisation gegründet, sondern einen Sohn gesandt, der selbst das Leben ist und der uns in sich als Reben trägt. Wer sich in diesem Organismus weiß, muss sich nicht über seine Bedeutung definieren, sondern darf aus dem Bewusstsein leben, angeschlossen zu sein an eine nie versiegende Quelle. Diese Gewissheit entlastet und befreit: Wir sind eingeladen, Reben zu sein, nicht Architekten eines Turmes. So entsteht Raum für ein kirchliches Leben, das weniger von Druck und mehr von geteiltem Leben geprägt ist.

Und aus dem Erdboden ließ Jehovah Gott allerlei Bäume emporwachsen, die angenehm anzusehen und gut zur Speise waren, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. (1.Mose 2:9)

Und sie sagten: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze in den Himmeln ist; und machen wir uns einen Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche hin zerstreut werden. (1.Mose 11:4)

Die Unterscheidung zwischen Organismus und Organisation schenkt Gelassenheit und Ernst zugleich. Gelassenheit, weil die Tragfähigkeit des Ganzen nicht an unseren Konzepten hängt, sondern an der Lebensfülle des Weinstocks Christus. Ernst, weil jede Rebe real an diesem Leben teilhat und deshalb Verantwortung für ihren Zustand trägt. In der Gemeinschaft der Glaubenden kann daraus eine stille, aber tiefe Kultur des Lebens entstehen: weniger Fragen nach Rang, Erfolg und Einfluss, mehr Aufmerksamkeit für das, was den Fluss des göttlichen Lebens fördert oder hemmt. Wo diese Aufmerksamkeit wächst, wird Gemeinde zu einem Ort, an dem Menschen spüren: Hier ist nicht nur eine Struktur, hier lebt jemand.

Fruchtbringen – Ausdruck der Reichtümer des göttlichen Lebens

Wenn der Herr vom Fruchtbringen spricht, denkt er nicht zuerst an Leistungen, sondern an Sichtbarwerden von Leben. „Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet“ (Johannes 15:8). Frucht sind die Trauben, die der Weinstock hervorbringt, wenn sein inneres Leben reich und unverhindert fließt. Das Innere wird äußerlich, das Verborgene wird sichtbar. Was Christus in uns als Liebe, Licht, Heiligkeit und Barmherzigkeit gewirkt hat, drängt nicht dazu, in uns eingeschlossen zu bleiben, sondern sucht Ausdruck in Worten, Haltungen und Beziehungen. Darin wird der Vater verherrlicht, weil in dieser Frucht er selbst, sein Wesen und seine Güte aufstrahlen. So wie 1. Mose 1:26 den Menschen als Träger von Gottes Bild beschreibt – „Lasst Uns den Menschen machen in Unserem Bild“ –, so beschreibt Johannes 15 den Weg, wie dieses Bild praktisch Gestalt gewinnt: durch das Bleiben der Reben im Weinstock.

Der Weinstock und die Reben sind ein Organismus zur Verherrlichung des Vaters, damit die Absicht, der Inhalt, das innere Leben und die inneren Reichtümer aus dem Inneren freigesetzt und ausgedrückt werden. Als Organismus zur Verherrlichung des Vaters drücken der Weinstock und die Reben die Reichtümer des göttlichen Lebens aus. Wenn der Weinstock Traubenbüschel trägt, ist das die Zeit, in der die Reichtümer des göttlichen Lebens ausgedrückt werden. Dieser Ausdruck ist die Verherrlichung des Vaters, weil der Vater das göttliche Leben ist. (Witness Lee, Life-Study of John, Botschaft dreiunddreißig, S. 396)

Frucht ist dabei immer mehr als sichtbarer Erfolg. Sie ist Überfluss. Wo Christus unser Trost wird, können wir andere trösten; wo er unsere Freude ist, wird unser Umfeld von einer leisen, aber beharrlichen Freude berührt; wo er unsere Weisheit ist, wächst eine andere Art von Rat und Führung. Die Fülle des göttlichen Lebens drückt sich auch in der Erquickung aus, die von Frucht ausgeht. Aus Trauben entsteht Saft und Wein, der erfrischt und das Herz erfreut. Als in Kana Wasser zu Wein wurde (Johannes 2:9), wurde etwas von dieser göttlichen Qualität sichtbar: Was gewöhnlich ist, wird durch Christus zu etwas, das Menschen innerlich stärkt. So kann unser Leben, wenn es im Weinstock verwurzelt ist, für andere zu einem Ort der Erfrischung werden – nicht weil wir besonders stark wären, sondern weil durch uns ein anderer seine Güte ausgießt.

Die Voraussetzung dafür fasst der Herr in einem einfachen Wort: „Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe nicht Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht im Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt“ (Johannes 15:4). Bleiben ist ein Beziehungsausdruck: in einer inneren Haltung der Hinwendung zu Christus leben, ihn immer wieder als Quelle annehmen, sich von ihm korrigieren, trösten und ausrichten lassen. In dieser beständigen, oft unspektakulären Gemeinschaft wächst das, was später als Frucht sichtbar wird. Nicht jede Phase eines Gewächses ist voller Trauben; es gibt Zeiten des Wurzelns, des Wachsens, des Beschnittenwerdens. Doch aus der Perspektive des Weingärtners ist all dies auf Frucht hin geordnet.

Dass unser Fruchtbringen den Vater verherrlicht, verleiht selbst kleinen Gesten Bedeutung. Ein Wort der Geduld, wo Ungeduld naheliegt; eine stille Treue, wo Rückzug einfacher wäre; ein Akt der Versöhnung, wo Verletzung verharrt – all dies kann Ausdruck jenes Lebens sein, das nicht aus uns stammt. Wer das wahrnimmt, muss sein eigenes Leben nicht mehr klein und unbedeutend sehen. In Gottes Organismus ist jede Rebe vorgesehen, Anteil an den Reichtümern des göttlichen Lebens zu haben und etwas davon abzubilden. Diese Sicht befreit von dem Druck, sich mit anderen zu vergleichen, und öffnet den Blick für die eigene, unverwechselbare Weise, in der Christus Frucht durch uns hervorbringen will.

Und Gott sprach: Lasst Uns den Menschen machen in Unserem Bild, gemäß Unserer Gleichgestalt, und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über jedes Kriechtier, das auf der Erde umherkriecht! (1.Mose 1:26)

Bleibt in mir, und ich in euch. Wie die Rebe nicht Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. (Joh. 15:4)

Fruchtbringen wird in diesem Licht weniger zu einer Forderung, mehr zu einer Verheißung: Wo das Leben des Weinstocks in uns Raum gewinnt, wird Frucht hervortreten. Das nimmt die Schwere von dem Gedanken, Gott unbedingt etwas „liefern“ zu müssen, und lädt zu einem anderen Fokus ein: auf das Bleiben, auf die Verbundenheit mit Christus, auf ein Herz, das offen ist für den leisen Strom seines Lebens. Gerade in unscheinbaren Alltagen kann so eine stille Frucht wachsen, die der Vater sieht und an der er Freude hat. Zu wissen, dass unser Leben auf diese Weise zur Verherrlichung Gottes beitragen kann, schenkt Mut, auch durch dürre Zeiten hindurch an Christus festzuhalten – im Vertrauen darauf, dass der Weingärtner weiß, was er tut.


Vater, wir danken Dir, dass Du der wahre Weingärtner bist und dass Du Deinen ganzen Reichtum in Deinen Sohn als den wahren Weinstock hineingelegt hast. Herr Jesus, wir beten, dass Du uns tiefer erkennen lässt, was es heißt, als Reben in Dir zu leben, aus Deinem Leben zu schöpfen und Deine Fülle zu tragen. Heiliger Geist, wir bitten Dich, dass Du alles wegnimmst, was den Fluss des Lebens in uns hemmt, und unsere inneren Augen dafür öffnest, wie kostbar Deine Beschneidung ist. Lass uns in Dir bleiben, damit Deine Freude in uns vollkommen werde und Dein Leben in uns überfließt zur Erfrischung vieler. Möge durch Dein Wirken in uns der Vater verherrlicht werden und Dein Leib auf Erden als lebendiger Organismus sichtbar werden. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of John, Chapter 33