Das Gebäude hinten, die Mauern, der Räucheraltar, die heiligen Kammern und die Kochstätten
Viele Gläubige erleben Christus vor allem als jemanden, der gerade genug für ihre aktuellen Bedürfnisse ist. Die Tempelvision bei Hesekiel zeichnet jedoch ein anderes Bild: Christus ist nicht nur ausreichend, sondern überreich, nicht nur heilig, sondern auch in echter, vollkommener Menschlichkeit mitten unter seinem Volk. Die sorgfältig beschriebenen Maße, Räume und Mauern sind mehr als architektonische Details – sie offenbaren eine geistliche Wirklichkeit: In Christus gibt es Überfluss statt Knappheit, Schutz statt Vermischung und eine wachsende, priesterliche Gemeinschaft, die ihn genießt und widerspiegelt.
Das Gebäude hinten – der überfließende Reichtum Christi
Hinter dem eigentlichen Tempel sieht Hesekiel ein weiteres Gebäude von erstaunlicher Größe. Es liegt nicht im Blickfeld des Tores und nicht im Getriebe des Vorhofs, sondern „an der Vorderseite des abgesonderten Platzes auf der nach Westen gerichteten Seite“ und misst in seiner Ausdehnung viele Dutzende von Ellen (Hesekiel 41:12–15). Dieses zurückgesetzte, fast verborgene Haus spricht von etwas, das über das Sichtbare hinausgeht: von dem Überfluss Christi, der bleibt, nachdem alle Anforderungen Gottes erfüllt und alle Bedürfnisse des Menschen gestillt sind. Das Gebäude hinten ist kein Notbau, der entsteht, wenn im Tempel der Platz ausgeht, sondern der Ausdruck eines Reichtums, der über alles Geforderte hinausreicht. Es ist, als ob Gott sagen würde: Selbst wenn mein Wille vollkommen getan und jede Schuld beglichen ist, bleibt in Christus immer noch ein „Mehr“, ein Raum der Gnade, der nicht aufgebraucht werden kann.
Hier geht es darum, dass unser Christus überaus reich ist. Christus ist so reich, dass Er alle Anforderungen erfüllen und allen Bedürfnissen sowohl Gottes als auch des Menschen entsprechen kann und dennoch ein großes „Gebäude“ übrigbleibt. Dieses Gebäude zeigt, dass Christus reich ist und einen Überfluss hat. Wir sollten nicht meinen, Christus sei als das Gebäude Gottes nur gerade so groß, wie wir Ihn brauchen. Grundsätzlich hat Christus als das Gebäude immer noch etwas übrig, und das, was übrigbleibt, übersteigt das, was tatsächlich verwendet wird. (Witness Lee, Life-Study of Ezekiel, Botschaft dreiundzwanzig, S. 262)
Die Maße im Hesekiel-Tempel sind nicht zufällig. Immer wieder begegnet uns die Zahl hundert – beim Tempel, beim abgesonderten Platz, beim Gebäude hinten (Hesekiel 41:13–15). Hundert ist zehn mal zehn: das Maß der Vollständigkeit vervielfacht, die Fülle bis in die letzte Ecke. In Christus ist die Fülle des Dreieinen Gottes leibhaftig gegenwärtig, wie Paulus schreibt: „und Er hat alles Seinen Füßen unterworfen und hat Ihm gegeben, Haupt über alles zu sein, der Gemeinde, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt“ (Epheser 1:22–23). Diese Fülle endet nicht an der Schwelle des Tempels; sie setzt sich fort in jenem „Haus im Rücken“, in jenem Bereich, der wie ein Vorbereitungstrakt für zukünftige Aufgaben wirkt. Hier ahnen wir: Christus ist größer als mein derzeitiges Verstehen, weiter als meine momentanen Bedürfnisse, und reicher als jede sichtbare Gestalt der Gemeinde.
Die Speisung der fünftausend in der Wüste beleuchtet dieses Geheimnis von einer anderen Seite. Johannes berichtet, dass die Jünger zwölf Körbe mit Brocken sammelten – mehr, als ursprünglich an Broten vorhanden war (Johannes 6:12–13). Was von Christus übrigbleibt, ist größer als das, womit wir begonnen haben. So ist es auch mit dem Gebäude hinter dem Tempel: Es ist der architektonische Schatten dieses geistlichen Überflusses. Wenn Gott in Christus alles erfüllt hat, was seine Gerechtigkeit fordert, wenn in Christus alle Verheißungen ihr Ja und Amen erhalten haben, dann ist Christus trotzdem nicht „aufgebraucht“. Er bleibt der, in dem noch unentdeckte Räume, verborgene Zimmer und unerforschte Gänge der Gnade vorhanden sind. Dieser Überfluss ist nicht Luxus, sondern die Garantie, dass die Geschichte Gottes mit uns nie an eine innere Grenze stößt.
Für das Gemeindeleben bedeutet das Gebäude hinten eine stille, aber kraftvolle Korrektur unserer Knappheitsängste. Spirituell denken wir oft in engen Vorräten: begrenzte Gaben, wenig Kraft, knappe Zeit, mühsame Liebe. Die Vision Hesekiels lenkt den Blick weg von unserer Engführung auf Christus als das Haus Gottes – und noch einmal darüber hinaus auf den Überhang seiner Fülle. In ihm gibt es mehr Gnade, als Schuld da ist; mehr Weisheit, als Fragen sich auftürmen; mehr Treue, als Versagen sich ansammelt. Wer sich von dieser Fülle prägen lässt, lernt, nicht aus eigener Berechnung, sondern aus Christi Überfluss zu leben. Das verleiht der Gemeinde Weite: Raum zum Tragen der Schwachen, Geduld im Dienst, Gelassenheit mitten im Druck.
Und das Bauwerk, das an der Vorderseite des abgesonderten Platzes auf der nach Westen gerichteten Seite (liegt), war siebzig Ellen tief und die Mauer des Bauwerks fünf Ellen breit ringsherum, und seine Länge (betrug) neunzig Ellen. (Hes. 41:12)
Und er maß das Tempelhaus: hundert Ellen lang; und den abgesonderten Platz und das Bauwerk und seine Mauern: hundert Ellen lang; (Hes. 41:13)
Das Bewusstsein des „Gebäudes hinten“ befreit das Gemeindeleben aus der Enge der Mangelperspektive und führt zu einer Kultur des Vertrauens: In allem, was Gott anordnet und erlaubt, ist Christus reichlicher vorhanden, als die Situation fordert; so können wir einander mit Weite, Geduld und Freigebigkeit begegnen, weil hinter jeder Herausforderung der Überfluss seiner Fülle steht.
Die wendholzgetäfelten Mauern und der Räucheraltar – die kostbare Menschlichkeit Jesu
Wer in den von Hesekiel geschauten Tempel eintritt, sieht nicht glänzendes Gold, sondern überall Holz. „Der innere Tempelraum und seine äußere Vorhalle waren getäfelt“ (Hesekiel 41:15–16); dazu kommt ein Altar aus Holz, von dem der Herr selbst sagt: „Das ist der Tisch, der vor dem HERRN (steht)“ (Hesekiel 41:22). Gold steht in der Schrift für die Gottheit, Holz für die Menschlichkeit – besonders für eine Menschlichkeit, die gewachsen, tragfähig und geprüft ist. Gott zeigt sich hier nicht zuerst in überirdischem Glanz, sondern in der kostbaren Menschlichkeit seines Sohnes. Er baut sein Haus in der „jesusmäßigen“ Menschlichkeit: in Sanftmut und Klarheit, in Treue und Leidensbereitschaft, in einem Leben, das versucht und doch ohne Sünde ist. Dass alles mit Holz verkleidet ist, bedeutet: Jede Berührung mit Gott führt uns durch die Menschlichkeit Christi – durch seine Art zu fühlen, zu reagieren, zu tragen.
Nach dem Bericht in Hesekiel sind alle Teile des Bauwerks, die zum Tempel gehören – der eigentliche Tempel, die Vorhalle, die Seitengemächer, das Gebäude dahinter und alle Mauern – mit Holz verkleidet, getäfelt (41:16). Wenn wir also in den Tempel hineingehen, sehen wir nichts als Holz. Das ist völlig anders als bei der Stiftshütte, die von Mose aufgerichtet wurde, in der man überall Gold sehen konnte. Jeder Teil war mit Gold überzogen (2.Mose 26:29). Hier in Hesekiel hingegen ist jeder Teil mit Holz überzogen. Während Gold die Göttlichkeit bedeutet, bedeutet Holz die Menschlichkeit, besonders die richtige Menschlichkeit des Herrn Jesus. … In Gottes Bauwerk ist das hauptsächliche Material die Menschlichkeit. Das zeigt, dass wir menschlich sein müssen, jedoch nicht auf natürliche Weise, sondern dass wir „jesusmäßig menschlich“ sein müssen. (Witness Lee, Life-Study of Ezekiel, Botschaft dreiundzwanzig, S. 265)
In dieses Holz sind Cherubim und Palmen eingeschnitten, vom Boden bis über den Eingang (Hesekiel 41:18–20). Cherubim stehen für Gottes Herrlichkeit und heilige Gegenwart; Palmen erinnern an Sieg, Standhaftigkeit und Leben in der Wüste. Beides ist nicht auf das Holz gemalt, sondern hineingeschnitzt. So legt Gott Zeugnis ab, dass Herrlichkeit und Sieg Christi untrennbar mit seiner Menschlichkeit verbunden sind. Sein Gehorsam bis zum Tod, sein Mitleiden mit Schwachen, seine Tränen und seine Freude – all das ist nicht Dekor, sondern das „Material“, in das Gottes Herrlichkeit eingebettet ist. Wenn Menschen zur lebendigen Wohnung Gottes werden, geschieht etwas Ähnliches: In ihre alltägliche Menschlichkeit, in Beziehungen, Entscheidungen und Gewohnheiten, graviert der Heilige Geist Züge der Herrlichkeit und des Sieges Christi ein. Nicht oberflächliche Frömmigkeit, sondern eine veränderte Art, Mensch zu sein, trägt das Bild des Herrn.
In der Mitte dieses Raumes steht der hölzerne Räucheraltar, der zugleich als Tisch bezeichnet wird. Hier berühren sich Anbetung und Speisung. Auf dem Räucheraltar steigt Wohlgeruch zu Gott empor, auf dem Tisch wird Speise dargeboten – doch beides ruht auf Holz. Alle Anbetung, die Gott annimmt, ist in die Menschlichkeit Jesu eingelassen; sie ist mit seinem Gehorsam, seiner Hingabe, seinem Vertrauen durchzogen. Und jede Speisung, die Gott seinem Volk reicht, kommt über die Brücke dieser Menschlichkeit zu uns. Der eine Christus ist zugleich Opfer und Brot, Rauchopfer und Tischgemeinschaft. Wo wir ihn so erkennen, verliert Spiritualität ihre Abstraktheit: Nicht außer-menschliche Ekstase, sondern das stille, treue Leben in seiner Menschlichkeit wird zum Ort des Wohlgeruchs vor Gott.
Für das Gemeindeleben ist diese Holzverkleidung eine heilsame Erinnerung. Ein Leben, das die Gottheit betont, aber die Menschlichkeit vernachlässigt, wird hart und unberührbar. Umgekehrt verliert ein nur „menschliches“ Miteinander ohne den Abdruck der Cherubim und Palmen die himmlische Prägung. In der Gemeinde sollen beide Bewegungen miteinander verbunden sein: zu Gott hin abgesondert und mit Gott durchsättigt, und zugleich zutiefst menschlich, zugänglich, tragfähig. Die Menschlichkeit, die Christus uns schenkt, ist nicht weichgespülte Nettigkeit, sondern eine von Kreuz und Auferstehung geformte Weise zu leben. In ihr lassen sich Konflikte tragen, Schuld benennen, Versöhnung suchen, ohne dass die Gemeinschaft zerbricht.
waren getäfelt. Und die gerahmten Fenster und die Galerien ringsum hatten in ihren drei (Teilen), der Schwelle gegenüber, eine Holzverkleidung ringsherum, und zwar vom Boden bis an die Fenster (Hes. 41:16)
und (in ihnen waren) Cherubim und Palmen gestaltet, und zwar eine Palme zwischen Cherub und Cherub. Und der Cherub hatte zwei Gesichter: Das Gesicht eines Menschen (war) zur Palme auf der einen Seite (gewandt) und das Gesicht eines Löwen zur Palme auf der anderen Seite. (Diese) Ausgestaltung (befand sich) im ganzen Tempelhaus ringsherum. (Hes. 41:18-19)
Die hölzernen Mauern und der Räucheraltar weisen den Weg zu einem Gemeindeleben, das zugleich zutiefst geistlich und unverstellt menschlich ist: Indem Christus unsere alltägliche Menschlichkeit prägt und durchdringt, werden unsere Beziehungen, unsere Worte und unser Dienst sowohl zum Wohlgeruch vor Gott als auch zur realen Speisung füreinander.
Heilige Kammern, Kochstätten und Mauern – reife Priester und ein abgesondertes Gemeindeleben
Zwischen innerem und äußerem Vorhof entdeckt Hesekiel eine Reihe von Zellen, die er ausdrücklich „heilige Zellen“ nennt. Sie liegen längs des abgesonderten Platzes, nach Norden und Süden hin, und haben einen besonderen Zweck: „Das sind die heiligen Zellen, wo die Priester, die dem HERRN nahen, die hochheiligen Gaben essen sollen. Dort sollen sie die hochheiligen Gaben niederlegen … denn der Ort ist heilig“ (Hesekiel 42:13). Hier sind die Priester nicht mehr im weiten Vorhof, aber auch noch nicht im innersten Tempelraum; sie befinden sich in einem Bereich reifer, konzentrierter Gemeinschaft. Christus wird hier nicht nur kurz gekostet, sondern in Ruhe gegessen, bewahrt und „gelagert“. Die Opfer sind Bild für Christus als unseren Genuss; die heiligen Kammern sind der Ort, an dem seine Fülle in die Tiefe des priesterlichen Lebens einzieht.
Der entscheidende Punkt ist, dass die heiligen Kammern dafür da sind, dass die Priester die Opfer essen. Wir haben gesehen, dass die Kammern auf dem Steinpflaster im äußeren Vorhof dafür bestimmt sind, dass das Volk die Opfer isst. Jetzt sehen wir, dass die heiligen Kammern dazu dienen, dass die Priester die Opfer essen und sie außerdem hinlegen und aufbewahren. Hier legen die Priester ihre priesterliche Kleidung ab (V. 14). … Die priesterliche Kleidung bedeutet Christus, der ausgedrückt und ausgelebt wird. Während die Opfer Christus als unseren Genuss darstellen, bedeutet die Kleidung Christus als unseren Ausdruck. Diejenigen im äußeren Vorhof können Christus nur genießen, aber sie können Christus nicht ausleben und Ihn nicht ausdrücken. Bei den Priestern ist die Situation weit besser. Die Priester genießen nicht nur Christus, sondern drücken auch Christus aus. Sie Christus essen nicht nur, sondern leben Christus auch aus. Außerdem haben sie ein Vorratshaus Christi. (Witness Lee, Life-Study of Ezekiel, Botschaft dreiundzwanzig, S. 269)
Bemerkenswert ist, dass die Priester in diesen Kammern ihre Dienstkleider ablegen und andere Kleidung anziehen, wenn sie wieder hinausgehen: „Wenn sie, die Priester, hineingegangen sind, dann sollen sie aus dem Heiligtum nicht in den äußeren Vorhof hinausgehen, sondern sollen dort ihre Kleider niederlegen, in denen sie den Dienst verrichten; denn sie sind heilig“ (Hesekiel 42:14). Die priesterlichen Kleider stehen für Christus als Ausdruck – Christus angezogen, sichtbar gelebt, in Dienst und Haltung verkörpert. Die Opfer, die gegessen werden, sind Christus als innerer Genuss; die Kleider, die getragen werden, sind Christus als äußere Gestalt. In den heiligen Kammern kommen beide Bewegungen zusammen: Die Priester Christus essen und Christus anziehen, sie werden innerlich genährt und äußerlich geformt. So entsteht ein Dienst, in dem Ausdruck und Quelle übereinstimmen.
Die Anordnung der Kammern auf Nord- und Südseite, parallel zueinander und dem abgesonderten Platz zugewandt (Hesekiel 42:1–11), spiegelt ein Leben der Gemeinschaft wider. Priester stehen sich gegenüber, teilen denselben Raum, dieselben Speisen, dieselbe Berufung. Reife im priesterlichen Dienst ist nie ein isoliertes Ideal, sondern wächst im Miteinander, in gegenseitiger Bestätigung und Korrektur. Paulus beschreibt die Gemeinde als Leib, in dem die Fülle Christi nur „mit allen Heiligen“ erfasst werden kann (vgl. Epheser 3:18). Die heiligen Kammern sind das Bild dieses gemeinsamen Lernens, Christus zu genießen und zu tragen. Der Vorrat Christi liegt nicht im Privatdepot des Einzelnen, sondern in Räumen, die gemeinsam genutzt werden.
In der Nähe dieser Kammern zeigt der Herr dem Propheten einen weiteren Bereich: „Das ist der Ort, wo die Priester das Schuldopfer und das Sündopfer kochen, wo sie das Speisopfer backen sollen, damit man es nicht in den äußeren Vorhof hinaustragen muß (und dabei) das Volk heilig macht“ (Hesekiel 46:20). Hier wird Christus praktisch „zugerichtet“ – als Sündopfer, Schuldopfer und Speisopfer – für den priesterlichen Genuss und Dienst. Die Küche ist kein Nebenschauplatz; sie ist der Ort, wo das, was Gott gegeben hat, in eine Form kommt, die gegessen werden kann. Im äußeren Vorhof gibt es ebenfalls Kammern, in denen das Volk die Opfer genießt, aber die innere Küche gehört den Priestern. Sie erleben Christus nicht nur als fertige Speise, sondern lernen, im Geist mit ihm „umzugehen“, ihn im Wort, im Gebet, in der Gemeinschaft so zu „bereiten“, dass er für andere zum Brot des Lebens wird.
Und er sprach zu mir: Die Zellen im Norden (und) die Zellen im Süden, die entlang dem abgesonderten Platz (liegen), das sind die heiligen Zellen, wo die Priester, die dem HERRN nahen, die hochheiligen Gaben essen sollen. Dort sollen sie die hochheiligen Gaben niederlegen, sowohl das Speisopfer als auch das Sündopfer und das Schuldopfer; denn der Ort ist heilig. Wenn sie, die Priester, hineingegangen sind, dann sollen sie aus dem Heiligtum nicht (unmittelbar) in den äußeren Vorhof hinausgehen, sondern sollen dort ihre Kleider niederlegen, in denen sie den Dienst verrichten; denn sie sind heilig; sie sollen (erst) andere Kleider anziehen und sich (dann) dem (Ort) nahen, der dem Volk (zugänglich) ist. (Hes. 42:13-14)
Und er führte mich hinaus in den äußeren Vorhof, den Weg in nördlicher Richtung. Und er brachte mich zu dem Zellenbau, der quer zu dem abgesonderten Platz und quer zu dem Bauwerk im Norden (liegt). Die Länge (betrug) hundert Ellen auf der Nordseite und die Breite fünfzig Ellen. (Hes. 42:1-2)
Die heiligen Kammern und Kochstätten laden dazu ein, das Gemeindeleben als ein Miteinander von innerem Genuss, gemeinsamem Ausdruck und schützender Absonderung zu verstehen: Je mehr Christus in den verborgenen Räumen unseres Zusammenseins gegessen, bewahrt und „zugerichtet“ wird, desto gesünder, reifer und ausgewogener wird das sichtbare Leben der Gemeinde vor Gott und vor den Menschen.
Herr Jesus, führe uns im Licht Deines Wortes und schenke uns Gnade, die gezeigte Wahrheit nicht nur zu verstehen, sondern im Alltag aus Deinem Leben zu erfahren. Bewahre uns in Deiner Gegenwart, damit unser Denken, Reden und Dienen von Dir geprägt wird und Dein Name in der Gemeinde verherrlicht wird. Amen.
Englische Quelle: Life-Study of Ezekiel, Chapter 23