Das Wort des Lebens
lebensstudium

Kämpfen (10)

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Wer die Feste Israels in 4. Mose 28–29 liest, stößt auf eine Fülle von Opfern, Zahlen und Wiederholungen. Auf den ersten Blick wirkt das weit weg von unserem heutigen Leben. Doch hinter diesen Opfern steht eine tiefe Linie: Gott sucht inmitten der Geschichte ein Volk, das Ihn kennt, Ihm vertraut und Ihm etwas darbringt, woran Er wirklich Freude hat. Die Frage ist nicht zuerst, wie viel wir für Gott tun, sondern womit Er in unserem Leben wirklich „genährt“ wird – und wie wir inmitten von Schuld, Versagen und geistlichem Kampf Christus als Gottes Nahrung und unsere eigene Speise entdecken.

Christus – die wahre Sühnung und der Weg zurück zu Gott

Wenn die Schrift von Sühnung spricht, stellt sie uns nicht einen launischen Gott vor, der erst besänftigt werden müsste, bevor er uns zugewandt sein könnte. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab“ (Johannes 3:16) – die Bewegung geht von Anfang an von Gottes Liebe aus. Das Problem liegt nicht in Gott, sondern in uns: in einer verfahrenen, unaufgeräumten Geschichte aus Sünde, Schuld und Entfremdung. Unsere Lage vor Gott ist widersprüchlich: Wir sind von ihm geschaffen und auf ihn hin angelegt, zugleich aber in einem Zustand, der mit seiner Heiligkeit unvereinbar ist. Sühnung bedeutet, dass diese widersprüchliche Situation geordnet, zurechtgebracht, versöhnt wird – nicht dass ein zorniger Gott umgestimmt werden müsste, sondern dass ein zerbrochener Mensch real mit Gott in Übereinstimmung kommt.

Wir sollten nicht glauben, Gott sei zornig auf uns gewesen und müsse erst besänftigt werden. Nein: Gott liebt die Welt. Sühne ist wegen unserer gefallenen Lage nötig, nicht weil Gott zornig ist. Unsere Situation war voller Probleme und Sünden und musste gesühnt werden. Durch seinen Tod am Kreuz hat Christus unsere Sünden abgegolten und damit unsere Stellung vor Gott versöhnt, sodass wir erlöst, vergeben und gerechtfertigt werden können. (Witness Lee, Life-Study of Numbers, Botschaft einundvierzig, S. 298)

Genau hier steht Christus. Paulus schreibt, wir seien „gerechtfertigt umsonst durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott dargestellt als Sühneort im Glauben, in seinem Blut“ (Römer 3:24–25). Christus nimmt nicht nur einzelne Sündenpunkte weg; er stellt die ganze Beziehungslage zwischen Gott und uns in das Licht des Kreuzes. Unsere Schuld wird dort wirklich getragen, unser Widerspruch gegen Gott wirklich verurteilt, und zugleich wird der Weg geöffnet, auf dem Gott uns rechtmäßig annehmen kann. Wer Buße tut und an Christus glaubt, tritt in diese vom Kreuz geprägte Wirklichkeit ein: Im Inneren geschieht etwas Ähnliches wie am großen Versöhnungstag Israels – ein Erkennen der eigenen Schuld, ein stilles Trauern über die Entfernung von Gott und ein tiefes Aufatmen darüber, dass ein Anderer die ganze Last vor Gott getragen hat.

Dieses heilende Werk Christi hat jedoch nicht nur eine persönliche und gegenwärtige, sondern auch eine geschichtliche und zukünftige Dimension. Paulus blickt nach vorn, wenn er schreibt: „Und also wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: ‚Es wird aus Zion der Erlöser kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden. Und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde‘“ (Römer 11:26–27). Was wir heute im Glauben erleben, wird einmal an Israel öffentlich und sichtbar werden. Wenn der Herr wiederkommt, wenn das Volk Israel gesammelt und die Augen geöffnet werden, wird es in einem tiefen, durchdringenden Sinn „Versöhnungstag“ für diese Nation: ein gemeinsames Erkennen dessen, den sie durchbohrt haben, ein Weinen über die eigene Geschichte und ein Trost, der nicht mehr genommen wird.

So spannt sich die Sühnung Christi über alle Zeiten: vom einzelnen, der in einem stillen Gebet vor Gott zerbricht und neu anfängt, bis hin zu ganzen Völkern, die einmal vor dem Lamm stehen werden. Wer sich in dieses Werk hineinnehmen lässt, muss Gott nicht mehr als unnahbaren Richter denken, der mühsam umgestimmt werden will, sondern entdeckt den Vater, der in seiner Liebe einen Weg geschaffen hat, der seiner Heiligkeit standhält und unsere Zerbrochenheit ernst nimmt. In diesem Licht wird Buße nicht zur demütigenden Pflicht, sondern zur Tür in eine geordnete, versöhnte Beziehung. Und mitten in den Spannungen des Lebens darf das Herz wissen: Zwischen Gott und mir liegt nicht mehr ein unbereinigtes Konto, sondern das Kreuz Christi – tragfähig genug für meine Vergangenheit, meine Gegenwart und jede kommende Stunde.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. (Johannes 3:16)

und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott dargestellt als Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut, zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der zuvor geschehenen Sünden. (Römer 3:24-25)

Wer Christus als Sühnung erkennt, gewinnt einen anderen Blick auf Gott und auf sich selbst: Gott erscheint nicht länger als schwer zufriedenzustellender Richter, sondern als der Liebende, der den Weg der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit selbst eröffnet hat; gleichzeitig wird das eigene Herz fähig, Schuld ohne Ausflüchte zu sehen, weil das Kreuz die letzte Sprache über unser Leben spricht – nicht die Anklage, sondern die von Christus her gewirkte Versöhnung.

Christus – Gottes Nahrung in den Festen und in unserem Leben

Die langen Opferlisten in 4. Mose 28–29 wirken auf den ersten Blick nüchtern und fern: Stiere und Widder, Lämmer, Speisopfer, Trankopfer – Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und in den großen Festzeiten. Doch mitten in dieser Fülle steht ein wiederkehrender Ausdruck: „zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN“ (4.Mose 29:2). Vor Gott steigt etwas auf, das ihm „schmeckt“, woran er Freude hat. Was ist diese Speise Gottes? Im Licht des Neuen Testaments wird deutlich: Es ist Christus selbst, gesehen, verwirklicht und dargebracht im Leben seines Volkes. Wie der Vater bei der Taufe Jesu bekennt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Matthäus 3:17), so hat Gott Wohlgefallen, wenn dieser Sohn im Alltag der Glaubenden Gestalt gewinnt und gleichsam als duftendes Mahl vor ihn tritt.

Wir müssen sehen, dass diesen Kapiteln zufolge Gottes Speise auf drei Bereiche bezogen ist. Erstens betrifft sie das tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Leben seines Volkes. Zweitens betrifft sie das geistliche Leben der Gläubigen vom Passahfest bis zum Pfingstfest, einschließlich des Festes der ungesäuerten Brote und des Festes der Erstlingsfrüchte. Jedes dieser vier Feste ist vom Leben erfüllt; das heißt, im christlichen Leben gibt es eine besondere Art von Speise für Gott. Drittens bezieht sich Gottes Speise auf sein Volk Israel. (Witness Lee, Life-Study of Numbers, Botschaft einundvierzig, S. 299)

Die Feste bilden eine Linie dieses göttlichen „Speiseplans“. Beim Passah steht das Lamm im Mittelpunkt, dessen Blut schützt und dessen Fleisch gegessen wird; Paulus deutet dies auf Christus: „Denn auch unser Passahlamm ist geschlachtet, Christus“ (1.Korinther 5:7). Im Fest der ungesäuerten Brote leuchtet ein Leben auf, das nicht mehr von dem „alten Sauerteig“ der Sünde durchzogen ist, sondern von Lauterkeit und Wahrheit getragen wird (vgl. 1.Korinther 5:8). Die Erstlingsgarbe weist auf Christus als den Auferstandenen hin, der als Erster aus dem Grab hervorgegangen ist, und Pfingsten markiert die Ausgießung des Geistes und den Beginn der Gemeinde. Was im Festkalender Israels vorgezeichnet ist, wird im Evangelium Wirklichkeit: Gott findet sein Wohlgefallen daran, dass Christus als Leben, als Reinheit, als Auferstehungskraft und als Geisteswirklichkeit im Volk Gottes gelebt und genossen wird.

Wenn das geschieht, wird unser Alltag – so unspektakulär er nach außen erscheinen mag – zu einem Tisch, an dem Gott „isst“. Der Gläubige, der Christus in der Morgenstille aufnimmt und sich von seinem Wort nähren lässt, der in einer Versuchung nicht dem alten Sauerteig nachgibt, sondern der Wahrheit Raum gibt, der in einer dunklen Lage an der Auferstehungshoffnung festhält und im Geist dient: all das ist nicht nur persönliche Stärkung, sondern Speise für Gott. In diesem Sinn schreibt Paulus, dass wir „eine neue Schöpfung“ sind (2.Korinther 5:17) und dass in Christus allein etwas gilt, „eine neue Schöpfung“ (Galater 6:15). Alles, was von der alten Schöpfung – von Selbstsucht, Stolz, verbitterter Klugheit – geprägt ist, trägt den Geschmack der alten Welt; was aus Christus heraus geschieht, riecht nach der neuen Schöpfung und ist Gott kostbar.

Neben dieser gegenwärtigen Dimension zeigen die Feste im siebten Monat – Posaunen, Sühnung, Laubhütten – zugleich Gottes zukünftige Wege mit Israel. Wenn der Herr seine Engel aussendet „mit starkem Posaunenschall“ und seine Auserwählten sammelt (Matthäus 24:31), wenn Israel den Messias erkennt und versöhnt wird, wenn die Zeit des endzeitlichen „Laubhüttenfestes“ anbricht, wird Christus in besonderer Weise die Freude Gottes und Israels sein. Johannes deutet an, wie weit dieser Strom reicht, wenn er von Jesus am letzten Tag des Laubhüttenfestes berichtet: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, … von dessen Leib werden, wie die Schrift gesagt hat, Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Johannes 7:37–38). Auch hier ist Christus die wahre Speise und der wahre Trank, zunächst für uns – und durch uns hindurch zum Wohlgefallen Gottes.

Und ihr sollt ein Brandopfer bereiten zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN: einen Jungstier, einen Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehler; (4.Mose 29:2)

Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch unser Passahlamm ist geschlachtet, Christus. Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit. (1.Korinther 5:7-8)

Wer Christus als Gottes Nahrung sieht, beginnt seinen Alltag nicht mehr nur an Effektivität und sichtbaren Erfolgen zu messen, sondern daran, ob in den kleinen und verborgenen Entscheidungen etwas von Christus zum Ausdruck kommt – und gerade darin wächst eine stille Motivation, ihn aufzunehmen, ihm Raum zu geben und mit der Gewissheit zu leben, dass Gott in einem solchen Leben seinen Wohlgeruch erkennt und sich daran freut.

Christus und der Kampf um Gottes ewige Ökonomie

Die Schrift zeichnet Gottes Heilswerk nicht als lose Folge einzelner Rettungsaktionen, sondern als einen großen, durchlaufenden Plan – seine ewige Ökonomie. Dieser Plan zielt darauf, in Christus eine neue Schöpfung hervorzubringen, die in der Vollendung als Neues Jerusalem sichtbar wird: „Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen“ (Offenbarung 21:3). In diesem Licht bekommen die vier Zeitalter – vor dem Gesetz, unter dem Gesetz, die Gnadenzeit und das kommende Königreich – Kontur. „In Gottes alter Schöpfung gibt es vier Zeitalter“, und in jedem dieser Zeitalter benutzt Gott die alte Schöpfung als Material, um die neue hervorzubringen. Nichts bleibt äußerlich beim Alten; alles wird hineingenommen in einen Prozess, in dem Christus der Maßstab, das Ziel und die Kraft ist.

In Gottes alter Schöpfung gibt es vier Zeitalter: das Zeitalter vor dem Gesetz (von Adam bis Mose), das Zeitalter des Gesetzes (von Mose bis zum ersten Kommen Christi), das Zeitalter der Gnade (vom ersten Kommen Christi bis zu Seinem zweiten Kommen) und das Zeitalter des tausendjährigen Reiches, das Königreich der tausend Jahre. Diese vier Zeitalter sind entscheidende Etappen in Gottes Werk an der alten Schöpfung hin zur neuen Schöpfung. In jedem dieser Zeitalter verwendet Gott die alte Schöpfung als Material, um die neue Schöpfung hervorzubringen. Die Vollendung der neuen Schöpfung Gottes wird das Neue Jerusalem sein. (Witness Lee, Life-Study of Numbers, Botschaft einundvierzig, S. 300)

Diese Linie ist mehr als eine theologische Übersicht. Sie bedeutet, dass jedes Wirken Gottes in der Geschichte zugleich ein Wirken an uns ist. Wenn Paulus schreibt, dass Gott „in der Verwaltung der Fülle der Zeiten alles unter ein Haupt zusammenfassen wollte in dem Christus“ (Epheser 1:10), dann sind die großen Epochen und unser persönlicher Weg untrennbar auf Christus hin orientiert. Jedes Mal, wenn wir im Glauben ein Stück altes Denken, altes Reagieren, alte Sicherheiten loslassen und Christus Raum geben, geschieht im Kleinen, was Gott im Großen seit Beginn der Schöpfung tut: Aus dem Material der alten Menschheit wächst etwas von der neuen Schöpfung hervor. „So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist … so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln“ (Römer 6:4).

In dieser Perspektive wird deutlich, warum die Beteiligung an Gottes Plan ein geistlicher Kampf ist – und zugleich ein Akt der Anbetung. Der Kampf besteht nicht zuerst im Durchsetzen religiöser Positionen, sondern darin, dass Christus in uns Raum gewinnt gegen die Trägheit der alten Schöpfung. Wenn wir das Evangelium bezeugen, uns als „heilige Priesterschaft“ (1.Petrus 2:5) darbringen, wenn wir uns dem Geist Gottes öffnen, damit er unser Denken erneuert, ist das Anbetung: Wir bringen dem Vater das dar, woran er sein Wohlgefallen hat – seinen Sohn, verwirklicht in fehlbaren, aber hingegebenen Menschen. Jede Lebenslage, in der wir uns entscheiden, nicht dem alten Menschen, sondern Christus den Vorrang zu geben, ist in Wahrheit ein stilles „Ja“ zu Gottes ewiger Ökonomie und damit ein Teil jenes Kampfes, in dem die Mächte dieser Welt ihre Herrschaft verlieren.

Das Ziel dieses Weges zeichnet die Offenbarung mit starken Bildern: die Hochzeit des Lammes, der Jubel im Himmel, das strahlende Neue Jerusalem. „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht“ (Offenbarung 19:7). Was heute verborgen in Schwachheit geschieht – das zähe Festhalten am Glauben, das stille Dienen, das immer neue Aufstehen nach einem Fall – wird einmal in der Klarheit jener Stadt aufleuchten, in der die Herrlichkeit Gottes das Licht ist und das Lamm ihre Lampe (vgl. Offenbarung 21:23). Dann wird offensichtlich sein, dass Gott durch alle Zeitalter hindurch nicht vergeblich an der alten Schöpfung gearbeitet hat, sondern in Christus eine neue Menschheit hervorgebracht hat, die ihn von innen her widerspiegelt.

Er hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in ihm zur Verwaltung der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zusammenzubringen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist, in ihm. (Epheser 1:9-10)

So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln. (Römer 6:4)

Wer seinen Weg im Licht von Gottes ewiger Ökonomie sieht, nimmt die Spannungen des Glaubenslebens nicht als sinnlose Belastung wahr, sondern als Teil eines Weges, auf dem Christus in ihm Gestalt gewinnt; so wird der alltägliche Kampf um Vertrauen, Reinheit und Treue zu einem stillen Akt der Anbetung, der sich mit Gottes großem Ziel verbindet und schon jetzt etwas von der Freude der kommenden Vollendung ahnen lässt.


Herr Jesus Christus, danke, dass Du unsere zerrissene Situation vor Gott völlig geordnet und uns den Weg in die Gemeinschaft mit dem Vater geöffnet hast. Du bist die Sühnung für unsere Sünden, die wahre Freude der Feste und die Nahrung, an der Gott sich in allen Zeitaltern satt freut. Stärke unser Vertrauen, damit wir nicht im Unglauben stehen bleiben, sondern Dich als unser Passah, unser ungesäuertes Brot und unsere lebendige Erstlingsfrucht genießen. Inmitten des täglichen Kampfes halte Du unser Herz bei Deinem Werk, damit unser Leben zunehmend Ausdruck Deiner neuen Schöpfung wird und etwas von der Freude des kommenden Festes erkennen lässt. Lass uns in Deiner Gnade ruhen und zugleich in Deinem Geist leben, bis Du wiederkommst und Dein Plan in Herrlichkeit vollendet ist. Amen.

Englische Quelle: Life-Study of Numbers, Chapter 41